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Innerfamiliale Gewalt

Title: Innerfamiliale Gewalt

Term Paper , 2003 , 22 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Frank Kotterer (Author)

Sociology - Relationships and Family
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Summary Excerpt Details

[...] Kurz um,
in allen Lebensbereichen kommen wir mit ihr mittelbar oder unmittelbar, freiwillig
oder unfreiwillig in Kontakt. Dabei ist die Gewalt keineswegs ein neues oder gar spezielles
Phänomen der postfordistischen Zeit. Im Gegenteil, Gewalt gibt es schon seit
Anbeginn der Menschheit und genauso alt sind auch die Bestrebungen der Gewalt
entgegenzuwirken bzw. sie einzudämmen. Gleichwohl gab und gibt es aber auch die
Lust an der Gewalt und Grausamkeiten, was darauf schließen läßt, dass in den Beziehungen
des Individuums zu sich selbst und zu dem sozialen System, in das es hineingeboren
wird, eine Ambivalenz angelegt ist.
Was in der Öffentlichkeit zumeist als Gewalt diskutiert wird, sind in der Regel wohl
eher die Auswirkung von Gewalt, nicht aber die Gewalt als solches. Um jedoch den
Begriff Gewalt näher zu beleuchten, gilt es meines Erachtens erst einmal zu hinterfragen,
wie Gewalt überhaupt bemerkt wird und ab wann wir eigentlich Gewalt als
Gewalt empfinden. Im Grunde schließt sich an diese Fragestellung unweigerlich die
Überlegung an, dass Unterschiede in der Wahrnehmung von Gewalt, auch automatisch
zu unterschiedlichen Folgen von Gewalt führen.
Neben dieser grundlegenden Feststellung, stellt sich natürlich auch die Frage, auf welchem
Verständnis von Gewalt denn die Forschung basiert. In diesem Zusammenhang
gibt der Leipziger Professor für empirische Kommunikations- und Medienforschung
Werner Früh zu bedenken, dass sich die Debatte um dieses Thema meist auf die „starken
Formen der Gewalt“ wie z.B. töten, schlagen, beleidigen stützt, wobei die Unterscheidung
zwischen Täter und Opfer vernachlässigt wird. Aus seiner Sicht ist es deshalb
sinnvoll, den Gewaltbegriff am Täter und seiner Intention – andere zu schädigen – festzumachen,
egal ob der Täter seine Absicht durchsetzten konnte oder nicht. In der Summe
abgeleitet, kann Gewalt folglich als eine realisierte oder beabsichtigte, bewusste (nicht
unbedingt geplante) Schädigung von Personen, Tieren, Pflanzen oder Sachen definiert
werden. > vgl. http://www.uni-leipzig.de/presse2002/gewalt-medien.html. vom 10.12.2002
Fokusiert auf Personen, läßt sich Gewalt als die absichtsvolle, auf Schmerzzufügung ausgerichtete
Einwirkung von Menschen auf Menschen erklären, um diese, gegen ihren
Willen, zu einem bestimmten Verhalten zu nötigen. Das heißt Gewalt dient zum Gefügigmachen
und wird bei Ungehorsam zur Bestrafung und Unterdrückung eingesetzt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Begriffsbestimmung Gewalt

1.2 Gewalt und Familie – ein Widerspruch ?

2. Phänomen „Gewalt“

2.1 Gewalt im familialen Nahraum

2.2 Familiale Gewalt und Schichtzugehörigkeit

2.3 Spirale der Gewalt

2.4 Folgen der Gewalt

3. Gegensteuerung

3.1 Prävention und Intervention

3.2 Ansätze der Hilfe im Feld der sozialen Arbeit

4. Schlußbetrachtung

5. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Hausarbeit setzt sich zum Ziel, das komplexe Phänomen der innerfamilialen Gewalt zu analysieren, die zugrunde liegenden Ursachen in ihrer multifaktoriellen Struktur zu beleuchten sowie Interventions- und Präventionsmöglichkeiten im Kontext der sozialen Arbeit aufzuzeigen.

  • Grundlagen des Gewaltbegriffs und dessen Wahrnehmung in der Gesellschaft
  • Differenzierung zwischen parentaler und konjugaler Gewalt
  • Die Dynamik der „Spirale der Gewalt“ als Phasenmodell
  • Soziologische Betrachtung von Schichtzugehörigkeit und Gewaltanwendung
  • Präventionsstrategien und Hilfssysteme für betroffene Familien

Auszug aus dem Buch

Spirale der Gewalt

Was ein Mann und eine Frau unmittelbar nach der Gewalttat erleben, kann in Form einer mehrstufigen Spirale dargestellt werden. Lempert und Oelmann erklären hierzu, dass gerade das Modell der Gewaltspirale besonders gut die Veranschaulichung von Gewaltabläufen ermöglicht, weil neben der Wiederholung auch eine Steigerung der Abläufe impliziert ist. Gewalt steigert sich im Laufe der Zeit, die Phasen werden immer schneller durchlaufen und es kommt immer häufiger zu Gewalt. Was bedeutet, dass sich die Spirale mit zunehmender Geschwindigkeit dreht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein, definiert Gewalt als absichtsvolle Schädigung und thematisiert den widersprüchlichen Charakter von Familie als Schutzraum und Ort von Gewalt.

2. Phänomen „Gewalt“: Hier werden verschiedene Formen von Gewalt im Nahraum, deren schichtspezifische Ausprägungen, der Verlauf in der Gewaltspirale sowie die psychischen und physischen Folgen für die Opfer detailliert untersucht.

3. Gegensteuerung: Dieser Abschnitt analysiert präventive Maßnahmen, gesetzliche Rahmenbedingungen wie das Gewaltschutzgesetz und stellt verschiedene professionelle Hilfsansätze der sozialen Arbeit vor.

4. Schlußbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass innerfamiliale Gewalt multifaktoriell bedingt ist und eine ganzheitliche Unterstützung sowie ein gesellschaftliches Umdenken für ein friedliches Familienleben erfordert.

5. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Fachliteratur und Internetquellen.

Schlüsselwörter

Innerfamiliale Gewalt, häusliche Gewalt, Gewaltspirale, Kindesmisshandlung, Sozialarbeit, Prävention, Intervention, Familiendynamik, Schichtzugehörigkeit, Opferhilfe, Täter-Opfer-Dynamik, Machtstrukturen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem soziologischen Phänomen der Gewalt innerhalb von Familien, beleuchtet deren Ursachen und zeigt Ansätze zur Unterstützung Betroffener auf.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten gehören die Definition von Gewalt, die Unterscheidung zwischen parentaler und konjugaler Gewalt sowie die Analyse von Präventionsmöglichkeiten und Hilfesystemen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Komplexität innerfamilialer Gewalt aufzuzeigen und zu verdeutlichen, warum ein differenzierter Blick auf Machtstrukturen und Hilfsangebote für eine effektive Gegensteuerung notwendig ist.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse soziologischer und psychologischer Fachpublikationen sowie der Auseinandersetzung mit aktuellen rechtlichen Rahmenbedingungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Gewaltformen (Phänomen Gewalt), die Analyse der Gewaltspirale in fünf Phasen sowie die Darstellung von Interventionswegen der sozialen Arbeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind neben „Innerfamiliale Gewalt“ vor allem „Prävention“, „Intervention“, „Gewaltspirale“ und „soziale Arbeit“.

Welche Rolle spielt die „Spirale der Gewalt“ im Verständnis der Täter-Opfer-Beziehung?

Das Phasenmodell veranschaulicht, wie sich Gewalt im Zeitverlauf in ihrer Intensität und Frequenz steigert, was das Ausbrechen aus dem Kreislauf für die Betroffenen zunehmend erschwert.

Warum wird im Dokument auf die „Schichtzugehörigkeit“ eingegangen?

Der Autor argumentiert, dass Gewalt nicht nur in unteren Schichten auftritt, sondern in allen sozialen Milieus präsent ist, wobei sich lediglich die Ausprägungsformen – ob offen physisch oder subtil-psychologisch – unterscheiden.

Excerpt out of 22 pages  - scroll top

Details

Title
Innerfamiliale Gewalt
College
University of Applied Sciences Ludwigshafen
Grade
2,0
Author
Frank Kotterer (Author)
Publication Year
2003
Pages
22
Catalog Number
V23923
ISBN (eBook)
9783638269292
Language
German
Tags
Innerfamiliale Gewalt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Frank Kotterer (Author), 2003, Innerfamiliale Gewalt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/23923
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