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Der Europäische Gerichtshof

Title: Der Europäische Gerichtshof

Seminar Paper , 2003 , 19 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Julia van Bömmel (Author)

Law - European and International Law, Intellectual Properties
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Summary Excerpt Details

Vom Zeitpunkt ihrer Gründung an war die Europäische Gemeinschaft nicht nur als eine Art gesteigerte Freihandelszone auf völkerrechtlicher Basis konzipiert, sondern vielmehr als eine Wirtschafts- und Rechtsgemeinschaft. Dabei wurde sie mit dem festen Willen gegründet, die Grundlagen für einen immer engeren 1 Um dies zu Zusammenschluss der europäischen Völker zu schaffen. gewährleisten, sollte die Europäische Gemeinschaft durch die Verträge von Paris und Rom dauerhaft auf eine rechtliche Grundlage gestellt werden. Dieses Ziel wird seitdem ausschließlich durch die Anwendung einer neuen 2 Rechtsordnung, des sogenannten Gemeinschaftsrechts, verfolgt. Dem europäischen Gerichtshof, mit Sitz in Luxemburg, kommt als dem vierten Organ der Europäischen Gemeinschaft die Aufgabe zu, die Wahrung des Rechts bei der Auslegung und Anwendung des EG-Vertrages zu sichern (Art. 164 EGV). Bis heute hat er durch seine rechtsfortbildende Tätigkeit das oft lückenhafte Gemeinschaftsrecht weiter entwickelt und die Bedeutung seines 3 Einflusses auf das nationale Recht erweitert.

Diese Arbeit beschäftigt sich mit den wichtigsten Aspekten des EuGHs, seiner Geschichte, seinem Aufbau und seinen Befugnissen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Geschichte und Entwicklung des Gerichtshofes

3. Rechtsgrundlage

3.1 Primäres Gemeinschaftsrecht

3.2 Sekundäres Gemeinschaftsrecht

3.3 Übereinkommen zwischen Mitgliedstaaten

4. Zusammensetzung und Aufbau

4.1 Die Mitglieder des Gerichtshofes

4.1.1 Die Richter

4.1.2 Die Generalanwälte

4.1.3 Kanzlei und Verwaltung

4.2 Die Mitglieder des Gerichts erster Instanz

4.3 Die Organisation: Plenum und Kammern

5. Funktion und Befugnisse

5.1 Die Verfahrensarten (Klagen)

5.1.1 Klage wegen Vertragsverletzung

5.1.2 Nichtigkeitsklage

5.1.3 Untätigkeitsklage

5.1.4 Schadensersatzklage

5.1.5 Rechtsmittel

5.1.6 Ersuchen um Vorabentscheidung

5.2 Die Zuständigkeit des Gerichts erster Instanz

6. Verfahren

6.1 Verfahren in Klagesachen

6.1.1 Befassung

6.1.2 Beweisaufnahme und Sitzungsbericht

6.1.3 Mündliche Verhandlung und Schlussanträge des Generalanwalts

6.1.4 Beratung und Urteil

6.2 Verfahren in Vorlagesachen

6.3 Urteile

6.4 Verfahrenssprache

6.5 Prozesskostenhilfe

6.6 Verfahren vor dem Gericht erster Instanz

7. Rolle und Charakter des Europäischen Gerichtshofes

8. Urteile

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, den Europäischen Gerichtshof (EuGH) als zentrales Organ der europäischen Rechtsgemeinschaft umfassend darzustellen. Dabei steht die Analyse seiner historischen Entwicklung, seiner rechtlichen Grundlagen, seiner organisatorischen Struktur sowie seiner spezifischen Befugnisse und Verfahrensweisen im Fokus der Untersuchung, um die Bedeutung des EuGH für die Auslegung und Anwendung des Gemeinschaftsrechts zu verdeutlichen.

  • Historische Genese und Entwicklung des Europäischen Gerichtshofes seit den Gründungsverträgen
  • Rechtliche Grundlagen des primären und sekundären Gemeinschaftsrechts
  • Aufbau und Zusammensetzung von EuGH und Gericht erster Instanz
  • Systematik der verschiedenen Verfahrensarten und Klagebefugnisse
  • Rolle des EuGH als "Motor der Integration" und als multifunktionales Gericht

Auszug aus dem Buch

Ersuchen um Vorabentscheidung

Der EuGH ist zwar seinem Wesen nach der höchste Hüter des Rechts in der Gemeinschaft, neben ihm wenden aber auch andere Rechtsprechungsorgane (die der Mitgliedstaaten) das Gemeinschaftsrecht an. Um dabei nun eine einheitliche Auslegung und Anwendung des Gemeinschaftsrechts zu sichern (da geltende Auslegungsregeln der nationalen Gerichte zu divergierenden Interpretationen des Gemeinschaftsrechts führen könnten) steht dem EuGH hier nach Art. 177 EGV eine Vorabentscheidungsbefugnis zu. Stellt sich also einem nationalen Gericht hinsichtlich der Gültigkeit und Auslegung des Gemeinschaftsrecht eine Frage, haben diese das Recht, und mitunter die Pflicht, den EuGH anzurufen. Bislang hat dieses Verfahren der Zusammenarbeit großen Nutzen gestiftet, wie in der hohen Anzahl der eingegangenen Ersuchen beim EuGH deutlich wird. Durch dieses Verfahren kann also eine einheitliche Auslegung und gleichförmige Anwendung des Gemeienschaftsrechts in der gesamten Gemeinschaft erzielt werden.

Ein weiterer positiver Aspekt ist darin zu sehen, dass jeder europäische Bürger die Möglichkeit hat, den genauen Inhalt der ihn betreffenden Gemeinschaftsnormen feststellen zu lassen, da im Verfahrern vor dem Gerichtshof alle Beteiligten Erklärungen abgeben können.

Zur Wirkung eines auf ein Vorabentscheidungsersuchen ergangenes Urteils: Nachdem der Gerichtshof über eine Rechtsfrage entschieden hat, und darin die gemeinschaftsrechtliche Situation erläutert hat, hat das nationale Gericht, für das die Antwort bestimmt ist, das Recht so anzuwenden wie es vom Gerichtshof ausgelegt wurde, ohne es zu verändern oder zu verfälschen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Einleitung skizziert den EuGH als viertes Organ der Gemeinschaft mit der essentiellen Aufgabe, die Wahrung des Rechts bei der Auslegung und Anwendung der Verträge zu sichern.

2. Geschichte und Entwicklung des Gerichtshofes: Dieses Kapitel behandelt die Entstehung des Gerichtshofes seit der Gründung der EGKS sowie die spätere Schaffung des Gerichts erster Instanz zur Entlastung des EuGH.

3. Rechtsgrundlage: Hier werden die primären und sekundären Rechtsquellen sowie zwischenstaatliche Übereinkommen als Basis für die Tätigkeit des Gerichtshofes erläutert.

4. Zusammensetzung und Aufbau: Das Kapitel beschreibt die Rollen und Ernennung der Richter, Generalanwälte und den administrativen Unterbau des EuGH und des Gerichts erster Instanz.

5. Funktion und Befugnisse: Der Abschnitt erläutert die verschiedenen Klagearten wie die Vertragsverletzungs-, Nichtigkeits- und Untätigkeitsklage sowie das bedeutende Vorabentscheidungsverfahren.

6. Verfahren: Hier wird der konkrete Ablauf der Rechtsprechung, von der Befassung über die Beweisaufnahme bis hin zur Urteilsverkündung, detailliert dargestellt.

7. Rolle und Charakter des Europäischen Gerichtshofes: Dieses Kapitel reflektiert den supranationalen Charakter des EuGH und dessen Funktion als "multifunktionales Gericht" und "Motor der Integration".

8. Urteile: Der abschließende Teil listet die zentralen Rechtsbereiche auf, in denen der EuGH für europäische Bürger wegweisende Entscheidungen trifft.

Schlüsselwörter

Europäischer Gerichtshof, EuGH, Gemeinschaftsrecht, Europäische Gemeinschaft, Vorabentscheidungsverfahren, Klagearten, Rechtsgrundlagen, Rechtsprechung, Integration, Verträge von Paris und Rom, Nichtigkeitsklage, Vertragsverletzung, Generalanwalt, Instanz, EU-Recht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Seminararbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle, dem Aufbau und den rechtlichen Befugnissen des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) im Kontext des europäischen Gemeinschaftsrechts.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den zentralen Themen gehören die historische Entwicklung des EuGH, die Rechtsgrundlagen seiner Tätigkeit, die organisatorische Zusammensetzung sowie die verschiedenen Verfahrensarten und Klagemöglichkeiten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den EuGH als konstitutives Element der europäischen Rechtsordnung darzustellen und seine Aufgaben bei der Sicherung des Gemeinschaftsrechts sowie seine Funktion als Integrationsmotor zu erläutern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine juristische und rechtswissenschaftliche Analyse, die primär auf der Auswertung von Gründungsverträgen, Rechtsvorschriften (Art. EGV) und fachspezifischer Literatur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Aufbau- und Organisationsstruktur, die detaillierte Erläuterung des Kataloges an Klagearten und den Prozessablauf in Vorlage- und Klagesachen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Gemeinschaftsrecht, EuGH, Vorabentscheidungsverfahren, Vertragsverletzungs- und Nichtigkeitsklage, Rechtssicherheit sowie die supranationale Rechtsnatur des Gerichts.

Was ist die spezifische Bedeutung des Vorabentscheidungsverfahrens?

Das Vorabentscheidungsverfahren dient als wichtiges Instrument der Zusammenarbeit zwischen nationalen Gerichten und dem EuGH, um eine einheitliche Auslegung des Gemeinschaftsrechts in allen Mitgliedstaaten zu gewährleisten.

Warum wird der EuGH oft als "Motor der Integration" bezeichnet?

Der EuGH hat durch seine rechtsfortbildende Tätigkeit und seine Auslegungsentscheidungen maßgeblich zur Vertiefung des Integrationsprozesses beigetragen und das europäische Recht gegenüber nationalen Interessen gestärkt.

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Details

Title
Der Europäische Gerichtshof
College
University of Applied Sciences Essen  (Studiengang Wirtschaft)
Course
Europarecht
Grade
1,0
Author
Julia van Bömmel (Author)
Publication Year
2003
Pages
19
Catalog Number
V24052
ISBN (eBook)
9783638270250
Language
German
Tags
Europäische Gerichtshof Europarecht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julia van Bömmel (Author), 2003, Der Europäische Gerichtshof, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/24052
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