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Global Player - Akteure der Global Governance

Title: Global Player - Akteure der Global Governance

Thesis (M.A.) , 2003 , 111 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Luca Bonsignore (Author)

Politics - Topic: Globalization, Political Economics
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Schon seit Beginn der 80er Jahre ist zu beobachten, dass die internationalen Verflechtungen der Wirtschaft rapide zugenommen haben.

Der Welthandel expandiert stetig. Das Weltexportvolumen steigt scheinbar unaufhaltsam. Das internationale Finanzwesen wächst ununterbrochen an. Ausländische Direktinvestitionen sprengen alle bisher bekannten Dimensionen. Kapital kann global eingesetzt werden. Transnationale Unternehmen werden täglich gegründet und handeln auf dem gesamten Globus. Die Warenhäuser können uns mit Knoblauch aus China, Schuhen aus Mexiko und Kleidung aus Indien versorgen. Mc Donalds verkauft seine Big Macs und Hamburgers unter anderem in Peking, Moskau, Neu Delhi und wahrscheinlich bald auch in Bagdad. Das neue Modell „Ulysee“ des italienischen Traditions-Autoherstellers FIAT wird in 15 Ländern produziert, von denen elf außerhalb der EU liegen. Firmen wie Mercedes-Benz und die Chrysler Group fusionieren zu einer internationalen Wirtschafts-Supermacht. Andere Unternehmen oder ganze Unternehmenszweige sind keinem Staat mehr zuzuordnen. Diese Zunahme an internationalen Verflechtungen wirft Fragen auf: Sind die Güter und Dienstleistungen, die amerikanische Firmen auf dem japanischen Markt umsetzen, ein Teil der amerikanischen Wirtschaft oder der japanischen? Sind koreanische Wertpapiere, die ein Türke in London erwirbt, ein Teil der koreanischen, der britischen oder der türkischen Wirtschaft? Jede dieser Volkswirtschaften ist nicht mehr auf eine nationale Wirtschaft zu begrenzen, sie ist ein Teil der neuen Weltwirtschaft.

Die Befreiung der globalen Wirtschaft und die „Anarchie des Marktes“ überwinden nationalstaatliche Hürden und führen ökonomische Krisen, soziale Krisen, sowie ökologische Desaster herbei. Die Wirtschaft überrennt die nationale Politik, der Markt hat sich entfesselt, und alles folgt dem Ruf der Deregulierung, Denationalisierung und der Liberalisierung. Bei dieser schnellen wirtschaftlichen Entwicklung hinkt die politische Entwicklung hinterher. Als Folge davon fehlen auf globaler Ebene Normen, Regeln und Gesetze globalen Handelns, die sowohl Stabilität förderten als auch soziale wie ökologische Schutzmechanismen errichteten.

In den Teildisziplinen in den Bereichen Umwelt- und Sozialpolitik, aber auch in der Wirtschaft bestehen Defizite an globalen Regelungen. Die Politik muss auf globaler Ebene reorganisiert und geordnet werden, aber eine Weltregierung ist weder erwünscht noch realisierbar.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 GLOBALISIERUNG

2.1 TRIEBKRÄFTE DER GLOBALISIERUNG

2.1.1 Allgemein- technischer Fortschritt

2.1.2 Liberalisierung und Deregulierung des Marktes

2.2 FAZIT: NEUE PROBLEME - NEUE HERAUSFORDERUNGEN

3 GLOBAL GOVERNANCE

3.1 DAS GLOBAL GOVERNANCE-KONZEPT

3.1.1 Entwicklung des Global Governance-Konzeptes

3.1.2 Das Global Governance-Konzept James Rosenaus

3.1.3 Das Konzept der Commission on Global Governance (CGG)

3.1.4 Das Konzept des Instituts für Entwicklung und Frieden

3.1.5 Das Konzept der Gruppe von Lissabon

3.1.6 Kategorisierung der Global Governance-Konzepte

3.2 FAZIT: NEUE AKTEURE

3.3 WARUM GLOBAL GOVERNANCE?

3.4 DIE GLOBAL GOVERNANCE ARCHITEKTUR

4 GLOBAL PLAYER

4.1 PLURALITÄT UND DIVERSITÄT IN DER GLOBAL GOVERNANCE-ARCHITEKTUR

4.2 NATIONALSTAATEN

4.2.1 Neudefinition staatlicher Souveränität

4.2.2 Neue Zuständigkeit der Nationalstaaten

4.3 INTERNATIONAL GOVERNMENTAL ORGANIZATIONS (IGOS)

4.3.1 IGOs in der Global Governance-Architektur

4.3.2 Supranationale Mehrebenensysteme

4.3.3 Internationale Regime

4.4 NICHTSTAATLICHE AKTEURE

4.5 NON GOVERNMENTAL ORGANIZATIONS (NGOS)

4.5.1 Definition des Begriffs NGO

4.5.2 Die NGO Debatte

4.5.3 Legitimation der NGOs

4.5.4 Erfolge der NGOs

4.5.5 NGOs in der Global Governance

4.5.6 PINGOs, BINGOs, GONGOs und QUANGOs

4.6 TRANSNATIONAL COMPANIES (TNCS)

4.7 GLOBAL COMPACT

4.8 PRIVATISIERUNG DER WELTPOLITIK?

4.9 FAZIT

5 DIE WELTORDNUNGSPOLITIK

5.1 DIE GLOBAL PLAYER DER WELTWIRTSCHAFTSORDNUNG

5.1.1 Der Nationalstaat als Akteur der Weltwirtschaftsordnung

5.1.2 IGOs als Akteure der Welthandelsordnung

5.1.2.1 Das GATT-Abkommen

5.1.2.2 Die WTO

5.1.2.3 Die Implementierung von Umwelt- und Sozialnormen in der WTO

5.1.3 IGOs als Akteure der Weltfinanzordnung und des internationalen Währungssystems

5.1.3.1 Bildung der Global Player der Weltfinanzordnung: Die Bretton Woods Konferenz

5.1.3.2 Der IWF

5.1.3.3 Die Weltbank

5.1.4 NGOs als Akteure der Weltwirtschaftsordnung

5.2 FAZIT

5.3 DIE GLOBAL PLAYER DER INTERNATIONALEN UMWELTORDNUNG

5.3.1 Die Nationalstaaten

5.3.2 Die UNEP

5.3.3 Die GEF

5.3.4 Die CSD

5.3.5 Die internationalen Regime

5.3.6 Für und Wider einer zentralen globale Umweltorganisation

5.3.7 Die supranationalen Systeme als Akteure der internationalen Umweltpolitik

5.3.7.1 Die EU

5.3.7.2 Der Mercosur

5.3.8 Bi-regionale Kooperation gegen amerikanischen Unilateralismus

5.3.9 Die privaten Akteure

5.4 FAZIT

5.5 DIE GLOBAL PLAYER DER INTERNATIONALEN SOZIALORDNUNG

5.5.1 Der Nationalstaat als Akteur der internationalen Sozialpolitik

5.5.2 IGOs als Akteure der internationalen Sozialpolitik

5.5.2.1 ILO

5.5.2.2 FAO

5.5.3 TNCs in der internationalen Sozialordnung

5.5.4 NGOs in der internationalen Sozialordnung

5.6 FAZIT

5.7 DIE GLOBAL PLAYER DER INTERNATIONALEN FRIEDENSORDNUNG

5.7.1 Der Nationalstaat

5.7.2 Die Vereinten Nationen

5.8 FAZIT

6 GESAMTFAZIT

6.1 NATIONALSTAATEN

6.2 SUPRANATIONALE MEHREBENENSYSTEME

6.3 IGOS

6.4 TNCS

6.5 NGOS

6.6 REFORMBEDARF

6.6.1 Demokratisierung

6.6.2 Nord-Süd-Parität

6.7 LETZTE WORTE

Zielsetzung & Forschungsthemen

Die Arbeit analysiert die Herausforderungen der Globalisierung für Nationalstaaten und untersucht das Konzept des "Global Governance" als neue, kooperative Weltordnungspolitik. Im Fokus steht die Rolle verschiedener Akteure – Nationalstaaten, IGOs, NGOs und transnationale Unternehmen (TNCs) – bei der Gestaltung einer stabileren und sozial-ökologisch verträglicheren Weltordnung.

  • Analyse theoretischer Konzepte zur Global Governance (Rosenau, CGG, Gruppe von Lissabon).
  • Untersuchung der Machtverschiebung zwischen Nationalstaaten und nichtstaatlichen Akteuren.
  • Evaluierung der Rolle von IGOs (WTO, IWF, Weltbank) bei der Regulierung globaler Wirtschafts- und Umweltprozesse.
  • Kritische Würdigung des Einflusses von NGOs und Konzernen (TNCs) auf globale Entscheidungsprozesse.

Auszug aus dem Buch

4.5.2 Die NGO Debatte

Die Berliner Wochenzeitung Freitag veröffentlichte zu Beginn des Jahres 2000 eine Debatte mit dem Titel „Weltmacht NGOs?“. Über mehrere Wochen erschienen Beiträge verschiedener Autorinnen und Autoren, die sich mit dem Phänomen der NGOs auseinandergesetzt haben. Generell gehen die Meinungen über die Arbeit der NGOs stark auseinander.

Dieter Neubert (1997) fasst in seinem Buch „Entwicklungspolitische Hoffnungen und gesellschaftliche Wirklichkeit“ idealtypische Grundannahmen über die Fähigkeiten von NGOs zusammen. Er schreibt, NGOs erreichten aufgrund ihrer unmittelbaren Präsenz in Problemregionen eher ihre Zielgruppen als staatlich verwaltete Programme. NGOs zeichneten sich durch ihren spezifischen Arbeitseinsatz und ihre Erfahrung in spezifischen politischen Bereichen wie Ökologie, Entwicklungs- und Sozialpolitik aus. In der Entwicklungspolitik arbeiten sie – so Neubert - von Mensch zu Mensch, also vornehmlich personalintensiv und nicht kapitalintensiv. Sie fördern die Partizipation der Adressaten ihrer Arbeit, orientieren sich an deren Bedürfnissen, mobilisieren die Bevölkerung für Selbsthilfeaktivitäten und fördern soziale Gleichheit. Zugleich setzen sie auf angepasste technische Lösungen und Strategien und arbeiten mit einem wesentlich geringeren Verwaltungs- und Lohnkostenaufwand als staatliche Durchführungsorganisationen. Ferner erschließen NGOs eigenständig Ressourcen für die Entwicklungspolitik durch Spenden, ehrenamtliche Tätigkeit oder die Akzeptanz geringer Bezahlung. Durch ihren Zugang zur Öffentlichkeit fördern sie zudem die Akzeptanz für den entwicklungspolitischen Bereich (vgl. Neubert 1997: S. 31).

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Beleuchtung der zunehmenden internationalen wirtschaftlichen Verflechtungen und der daraus resultierenden Notwendigkeit für eine globale politische Ordnung.

2 GLOBALISIERUNG: Analyse der Triebkräfte der Globalisierung, insbesondere des technischen Fortschritts sowie der Liberalisierung und Deregulierung der Märkte.

3 GLOBAL GOVERNANCE: Vorstellung verschiedener theoretischer Ansätze und der Definition von Global Governance als kooperativer Steuerungsmechanismus.

4 GLOBAL PLAYER: Detaillierte Untersuchung der Akteure (Nationalstaaten, IGOs, NGOs, TNCs) und ihrer Rollen innerhalb der Global-Governance-Architektur.

5 DIE WELTORDNUNGSPOLITIK: Analyse der Umsetzung von Global Governance in den Feldern Weltwirtschaft, Umwelt, Soziales und Frieden durch spezifische IGOs und Regime.

6 GESAMTFAZIT: Zusammenfassung der Notwendigkeit einer demokratischeren Strukturierung und Nord-Süd-Parität in den globalen Institutionen.

Schlüsselwörter

Global Governance, Globalisierung, Nationalstaat, Weltwirtschaftsordnung, Internationale Regierungsorganisationen, IGOs, NGOs, Transnationale Unternehmen, TNCs, Global Compact, Nachhaltigkeit, Weltsozialordnung, Weltumweltordnung, Demokratisierung, Nord-Süd-Parität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie globale politische Steuerung in Zeiten zunehmender wirtschaftlicher Globalisierung möglich ist, ohne eine hierarchische Weltregierung zu etablieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert auf die Weltwirtschaftsordnung, internationale Umweltpolitik, Sozialordnung sowie Friedenssicherung als tragende Säulen der Weltordnung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Rollen, Kompetenzen und Legitimität der sogenannten "Global Player" (Staaten, IGOs, NGOs, TNCs) bei der Gestaltung einer globalen Ordnungspolitik kritisch zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Analyse, die theoretische Ansätze von Global Governance mit empirischen Beobachtungen zur Arbeit internationaler Organisationen und nichtstaatlicher Akteure verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die Vorstellung der Akteure (Global Player) und eine sektorspezifische Analyse der Weltordnungspolitik (Wirtschaft, Umwelt, Soziales, Frieden).

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Global Governance, Globalisierung, Global Player, Nord-Süd-Parität und die kritische Auseinandersetzung mit der Rolle nichtstaatlicher Akteure.

Wie bewertet der Autor die Rolle der NGOs?

Der Autor sieht NGOs als wichtige "Korrekturinstanz" und Quelle für Expertise und Legitimation, weist aber gleichzeitig auf Probleme wie mangelnde demokratische Transparenz und finanzielle Abhängigkeit von Gebern hin.

Welche Kritik übt der Autor am "Global Compact"?

Der Autor lobt den integrativen Ansatz des Global Compact, kritisiert jedoch die fehlende Rechtsverbindlichkeit der Prinzipien und das Risiko, dass Unternehmen das UN-Banner lediglich für Imagezwecke ("Blue Washing") missbrauchen.

Excerpt out of 111 pages  - scroll top

Details

Title
Global Player - Akteure der Global Governance
College
University of Bonn  (Philosophische Fakultät Bonn)
Grade
1,7
Author
Luca Bonsignore (Author)
Publication Year
2003
Pages
111
Catalog Number
V24272
ISBN (eBook)
9783638271851
Language
German
Tags
Global Player Akteure Global Governance
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Luca Bonsignore (Author), 2003, Global Player - Akteure der Global Governance, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/24272
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