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Der Mensch als Geschöpf Gottes und als Produkt der Evolution

Title: Der Mensch als Geschöpf Gottes und als Produkt der Evolution

Term Paper , 1999 , 20 Pages , Grade: 1,2

Autor:in: Sabine Hörner (Author)

Social Work
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Summary Excerpt Details

[...] Dabei ist es oft vorgekommen, daß eine
Wissenschaft versucht hat, etwas zu erklären, was nicht in ihren Bereich fiel,
weswegen es zu Mißverständnissen kam.
Der Naturwissenschaftler untersucht zum Beispiel die zeitliche und räumliche
Ausdehnung aller Dinge. Er bewegt sich dabei im Rahmen der Naturgesetze und geht
bei der Weltentstehung von einem schon vorhandenen, extrem dichten Energie- und
Materiekonzentrat aus. Wieso das Universum überhaupt besteht, kann er nicht sagen.
Dies zu klären, ist die Aufgabe der Philosophen. Sie stellen die Frage nach dem
Ursprung der Welt und suchen eine finale Begründung für alles Seiende. Und zwar, ob
es den Grund für seine Existenz in sich selbst trägt oder ob etwas anderes dafür
verantwortlich ist. Sie gehen dabei von dem aktuellen naturwissenschaftlichen
Erkenntnisstand aus und suchen anhand von Vernunftgründen, was den
Naturgesetzen seinsmäßig zu Grunde liegen könnte und weshalb es somit die Welt
und das ganze Universum überhaupt gibt.
Als Ansatzpunkt nehmen sie, was man mit den Sinnen erfahren kann. Nämlich, daß es
nichts gibt, was sich nicht verändert. Dies ist in der Elementarteilchenphysik bewiesen.
Außerdem ist ein Indiz dafür, daß sich alles verändert, die Zeit; man sagt ja
beispielsweise: „Die Zeit heilt alle Wunden“.
Es gibt eine Zeit, in der alles was wir wahrnehmen noch nicht bzw. nicht mehr existiert.
So etwas, das nicht wesensnotwendig existiert nennt Koltermann kontingent, da es
immer auf etwas vorhergehendes zurückzuführen ist (lat.: contingere : zufallen,
glücken).
Um zu erfahren, aus was die Welt ursprünglich entstanden ist, muß es als Ursprung
etwas „Gesetztes“ geben, das nicht kontingent ist und sein Dasein nicht etwas
anderem verdankt, sondern aus sich selbst heraus existiert. Denn gäbe es nur
kontingente Dinge, würde eine unendliche Kette entstehen, die ins Grenzenlose führt
und folglich nicht mehr vorstellbar ist.
Dieses „Gesetzte“ muß außerdem auch alle weiteren Seinszustände in sich enthalten,
da bei der Entstehung einer neuen Wirklichkeit, was wir als Veränderung wahrnehmen,
eine Seinsniveaugewinnung stattfindet und nicht etwas seinsmäßig Höheres aus etwas
seinsmäßig Niedrigerem entstehen kann. Wenn dieses mehr an Sein einfach entstehen könnte, könnte auch einfach eine neue Wirklichkeit entstehen, weswegen
die neue Wirklichkeit schon vorher als Möglichkeit im Ursprungselement bestehen
muß. Gleichzeitig muß das „Gesetzte“ auch die „Wirk-Ursache“ (der Grund) sein, daß
sich etwas verändert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. ZUSAMMENFASSUNG DER TEXTE VON RAINER KOLTERMANN UND BÉLA WEISSMAHR

2. EIGENE AUSARBEITUNG

2.1. Was ist die richtige Wahrnehmung?

2.2. Muß der Wirklichkeit etwas voraus gehen?

2.3. Welche Eigenschaften hat das „Absolute Sein“?

2.3.1 Unendlichkeit

2.3.2 Personalität

2.3.3 Zeitlichkeit

2.4. Wie kann der Menschen frei sein, wenn er nach Koltermann labil ist und erhalten werden muß?

2.4.1 Etwas Höheres entsteht aus etwas Niedrigerem

2.4.2 Evolution

2.5. Erreicht der Mensch seine Vollendung, indem er wie Gott wird?

2.5.1 Der Körper als Hilfsmittel

2.5.2 Die Seele, der göttliche Funke

2.6. Wie kann die Seele materiell sein?

2.7. Woran erkennt man, daß der Körper und die Seele eine Dualität sind?

2.8. Wodurch steht der Mensch angeblich über allem?

2.8.1 Durch seine Seele

2.8.2 Durch seine philosophischen Gedanken

2.8.3 Sind Instinkte nicht sogar höher anzusiedeln?

2.8.4 Ist Gott im Tier? Und ist er dann weniger?

2.9. Müßte nach den physikalischen Gesetzen nicht immer wieder eine Welt entstehen können?

2.10. Verschwindet Gott irgendwann, weil wir für alles eine Erklärung haben und Gott dadurch immer weiter von uns wegrückt?

3. FAZIT: WAS WIR WIRKLICH WISSEN KÖNNEN, IST SEHR WENIG!

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen der religiösen Vorstellung des Menschen als Geschöpf Gottes und der wissenschaftlichen Sichtweise des Menschen als Produkt der Evolution. Ziel ist es, die philosophische Vereinbarkeit dieser scheinbaren Gegensätze zu hinterfragen und die Bedingungen für eine Koexistenz von Schöpfungsglauben und naturwissenschaftlichem Weltbild auszuloten.

  • Philosophische Begründung des "Absoluten Seins"
  • Dualität von Leib und Seele im menschlichen Dasein
  • Stellung des Menschen in der Evolutionshierarchie
  • Verhältnis zwischen göttlicher Vorsehung und biologischer Entwicklung

Auszug aus dem Buch

2.3.2 Personalität

Außerdem nimmt Koltermann an, daß Gott personal ist. Dabei legt er sich nicht fest, ob er ein-, zwei- oder wie in der christlichen Offenbarung dreipersonal ist.

Die Philosophie kann darüber nichts sagen. Sie bleibt einfach bei der letzten logischen Begründung, die sie hervorbringen kann stehen und sagt, daß es so sei.

Für einen selbst ist es beruhigend, daß es etwas gibt, das über allem steht, denn somit hat man in aussichtslosen Situationen etwas, woran man glauben und worauf man hoffen kann. Wäre dieses etwas keine Person wie der Mensch, würde diese Beruhigung fehlen, da diese andere Form uns fremd wäre und wir sie uns nicht vorstellen könnten. Wenn es für die Art der Personalität des „Absoluten Seins“ aber keine Beweise gibt, kann es genauso sein, daß Gott eine andere Daseinsform hat.

Zusammenfassung der Kapitel

1. ZUSAMMENFASSUNG DER TEXTE VON RAINER KOLTERMANN UND BÉLA WEISSMAHR: Einführung in die philosophischen Ansätze zum Ursprung der Welt und des Menschen unter Einbeziehung des "Absoluten Seins".

2. EIGENE AUSARBEITUNG: Kritische Auseinandersetzung mit der Wahrnehmung, der Natur Gottes und der Frage nach der Freiheit des Menschen angesichts seiner Kontingenz.

3. FAZIT: WAS WIR WIRKLICH WISSEN KÖNNEN, IST SEHR WENIG!: Abschließende Reflexion darüber, dass trotz logischer Herleitungen menschliche Erkenntnis Grenzen hat und sich letztlich auf die eigene Existenz als denkendes Subjekt beschränkt.

Schlüsselwörter

Religionsphilosophie, Evolution, Schöpfung, Absolutes Sein, Menschliche Identität, Dualität, Leib, Seele, Kontingenz, Gottesbild, Vernunft, Wissenschaftstheorie, Existenz, Materie, Geist.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage nach der menschlichen Identität im Spannungsfeld zwischen religiösem Schöpfungsglauben und naturwissenschaftlicher Evolutionsbiologie.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Schwerpunkte liegen auf der philosophischen Gottesbegründung, der Definition der Seele, dem Verhältnis von Leib und Geist sowie der Frage nach der Sonderstellung des Menschen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die kritische Prüfung der Thesen von Koltermann und Weissmahr hinsichtlich der Vereinbarkeit von Schöpfung und Evolution.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Die Autorin nutzt eine philosophisch-diskursive Methode, bei der sie aktuelle naturwissenschaftliche Erkenntnisse gegen traditionelle theologische und metaphysische Positionen abwägt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Prüfung einzelner philosophischer Konzepte, wie die Unendlichkeit Gottes, die Materialität der Seele und die Rolle von Instinkten.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Religionsphilosophie, Evolution, Absolute Sein, Seele-Leib-Dualität und menschliche Identität.

Wie bewertet die Autorin die Rolle des Körpers?

Der Körper wird als notwendiges, wenn auch "gebrechliches Hilfsmittel" für die menschliche Entwicklung betrachtet, das jedoch im Kontrast zur Seele steht.

Wie steht die Autorin zum wissenschaftlichen Fortschritt?

Sie vertritt die Ansicht, dass wissenschaftliche Erklärungen Gott nicht zwangsläufig überflüssig machen, sondern vielmehr dazu führen, unser Verständnis von Gottes Plan weiter zu differenzieren.

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Details

Title
Der Mensch als Geschöpf Gottes und als Produkt der Evolution
College
Catholic University of Applied Sciences Freiburg
Course
Religionsphilosophie I
Grade
1,2
Author
Sabine Hörner (Author)
Publication Year
1999
Pages
20
Catalog Number
V24282
ISBN (eBook)
9783638271936
Language
German
Tags
Mensch Geschöpf Gottes Produkt Evolution Religionsphilosophie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sabine Hörner (Author), 1999, Der Mensch als Geschöpf Gottes und als Produkt der Evolution, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/24282
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