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Hilfsmöglichkeiten für missbrauchte Mädchen und Jungen

Title: Hilfsmöglichkeiten für missbrauchte Mädchen und Jungen

Term Paper , 2003 , 43 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Adam Orschulik (Author)

Social Work
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Summary Excerpt Details

Das Thema dieser Seminararbeit ist "Hilfen für missbrauchte Mädchen und Jungen und deren Familien". Jeder einzelne Fall von sexuellem Missbrauch an Kindern erschüttert, macht Angst, erzeugt Hilflosigkeit und Verunsicherung. Dies ist zwar verständlich, aber Eltern, Erzieher, Lehrer und andere Bezugspersonen der Kinder dürfen nicht in Hilflosigkeit und Zorn verharren, sondern müssen etwas zum Schutz der Kinder tun. Dazu benötigen sie sachgerechte Aufklärung und Informationen über die Hintergründe sexuellen Missbrauchs und über mögliche Hilfsangebote.
Zunächst habe ich die Grundlagen von Hilfe und Eingreifen beschrieben. Welche Prinzipien sollte man bei der Arbeit mit missbrauchten Kindern und Jugendlichen beachten? Der nächste Punkt umfasst die Hilfsmöglichkeiten der öffentlichen Jugendhilfe. Dabei habe ich versucht, mich kurz und präzise zu fassen, da dass Thema breit gefächert ist. Schwierig ist es auch, die betreffenden gesetzlichen Grundlagen zu erfassen. Auch hier habe ich mich auf die absolut wesentlichen Gesetze konzentriert. Verzichtet habe ich auf die Hilfen des Jugendamtes innerhalb des Strafverfahrens, obwohl dies sicherlich eine Form der Bewältigung und Hilfe sein kann. Als nächstes folgen private Hilfsorganisationen. Der Deutsche Kinderschutzbund und der Verein "Wildwasser" in Berlin schienen mir in diesem Bereich am wichtigsten und interessantesten. In dem Punkt „Interventionsmöglichkeiten der Jugendhilfe" habe ich noch einmal die Möglichkeiten des sofortigen Eingreifens in akuten Notfällen beschrieben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlagen von Hilfe und Eingreifen

3 Hilfsmöglichkeiten der Jugendhilfe

3.1 Handlungsrahmen

3.2 Handlungsorientierung

3.2.1 Orientierung am Kindeswohl

3.2.2 Parteilichkeit als Haltung

3.2.3 Arbeitsprinzipien parteilicher Beratung und Hilfe

3.3 Handlungsformen

3.3.1 Aufgaben des Jugendamtes im Zivilverfahren

3.3.2 Hilfen zur Erziehung

3.3.3 Erziehungsberatungsstellen

3.3.4 Stationäre und teilstationäre Hilfen

3.3.5 Pflegefamilien

3.4 Handlungsstrategien

3.4.1 Kooperation und Vernetzung

3.4.2 Spezialberatungsstellen

3.4.3 Fachdienste der Jugendämter/Kinderschutzdienste

4 Private Hilfsorganisationen

4.1 Wildwasser

4.2 Deutscher Kinderschutzbund (DKSB)

4.3 Weitere Hilfsangebote in Köln

5 Interventionsmöglichkeiten der Jugendhilfe

6 Therapeutische Hilfen

7 Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die Seminararbeit analysiert die verschiedenen Unterstützungssysteme für Kinder und Jugendliche, die Opfer von sexuellem Missbrauch geworden sind, sowie deren Familien. Ziel ist es, ein Verständnis für das notwendige professionelle Handeln der Jugendhilfe zu schaffen und aufzuzeigen, wie durch eine gezielte systemorientierte Unterstützung das Kindeswohl gesichert und die soziale Integration der Betroffenen gefördert werden kann.

  • Grundprinzipien und Handlungsstrategien der Jugendhilfe bei sexuellem Missbrauch.
  • Aufgaben und Arbeitsweisen spezialisierter Beratungsstellen und privater Hilfsorganisationen.
  • Bedeutung der Kooperation und Vernetzung zwischen verschiedenen Institutionen.
  • Ansätze und Möglichkeiten therapeutischer Hilfen sowie Familientherapie bei innerfamiliären Konflikten.
  • Phasen der Krisenintervention und Aufarbeitung bei betroffenen Kindern und Müttern.

Auszug aus dem Buch

Die Arbeit mit den Mädchen

Die Beratungsarbeit mit kleinen Mädchen (unter 11 Jahren) ist eher kurzfristige Arbeit, d.h. unter zwei Monaten. Die Beratung wird außerdem sehr oft gemeinsam mit der Mutter in Anspruch genommen. Bei der Arbeit mit kleineren Mädchen geht es überwiegend um Aufdeckungsarbeit, um die Abklärung eines Verdachts und die Maßnahmen zum Schutz des Mädchens. Die Arbeit gestaltet sich schwieriger, weil kleine Mädchen ein anderes Erinnerungsvermögen, eine andere sprachliche Kompetenz und andere Probleme als Jugendliche haben. Deshalb muss die Beraterin sich einer anderen Sprache und entsprechender Hilfsmittel bedienen. Außerdem muss die emotionale und juristische Abhängigkeit von der Familie berücksichtigt werden. Wichtig in diesen Fällen ist die enge Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen, um den Schutz sicherzustellen und die Zukunft abzuklären. Kleine Mädchen können selber nicht anrufen und kommen immer in Begleitung. Der erste Kontakt der Beraterin ist immer mit einer Bezugsperson.

In diesem ersten Gespräch versucht man soviel wie möglich über das Mädchen, die Familie und die Lebenssituation herauszufinden und zusammenzutragen. Auch was andere beobachtet oder als auffällig eingestuft haben, wird gesammelt. Die Person, die aufmerksam geworden ist und die dem Mädchen so nahe ist, dass es sich dieser Person mitgeteilt hat, spielt eine wichtige Rolle im weiteren Beratungsverlauf, Ihre Aufgabe ist es, das Mädchen zu begleiten und zu stützen. In der Beratungsarbeit mit kleinen Mädchen geht es vor allem um das Offenlegen des Geheimnisses, das Aufheben der Isolation, die Stärkung des Mädchens, deren Gefühle wahrzunehmen und sie zu stärken.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Umreißt die Relevanz des Themas und erläutert die Struktur der Seminararbeit hinsichtlich der rechtlichen und praktischen Aspekte der Jugendhilfe.

Grundlagen von Hilfe und Eingreifen: Definiert die Begriffe Intervention und Krisenintervention im Kontext der Sozialarbeit und stellt verschiedene Interventionsmodelle vor.

Hilfsmöglichkeiten der Jugendhilfe: Erläutert den rechtlichen Handlungsrahmen und die verschiedenen Instrumente der Jugendhilfe, von Beratung bis hin zur Unterbringung.

Private Hilfsorganisationen: Beschreibt beispielhaft die Arbeit von Organisationen wie "Wildwasser" und dem Deutschen Kinderschutzbund.

Interventionsmöglichkeiten der Jugendhilfe: Konzentriert sich auf Maßnahmen bei akuten Notsituationen, einschließlich Inobhutnahme und gesetzlicher Befugnisse des Jugendamtes.

Therapeutische Hilfen: Beleuchtet die Bedeutung systemischer Familientherapie und gruppenspezifischer Ansätze zur Traumatisierungsbewältigung.

Schlussbemerkung: Reflektiert den Wandel in der Wahrnehmung sexueller Gewalt und die aktuellen Herausforderungen für soziale Träger bei knappen Ressourcen.

Schlüsselwörter

Sexueller Missbrauch, Jugendhilfe, Kinderschutz, Kindeswohl, Krisenintervention, systemische Familientherapie, Traumatisierung, Spezialberatungsstellen, Parteilichkeit, Sozialgesetzbuch, Aufdeckungsarbeit, Prozessbegleitung, Jugendamt, Prävention, Netzwerkarbeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit thematisiert Hilfsangebote für Kinder und Jugendliche nach sexuellem Missbrauch und beschreibt, wie Institutionen und Berater diese Familien unterstützen können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind der Kinderschutz, rechtliche Rahmenbedingungen wie das SGB VIII, Beratungskonzepte für Kinder und Mütter sowie therapeutische Strategien.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Darstellung professioneller Handlungsweisen der Jugendhilfe, um Kindern und Jugendlichen Schutz sowie Unterstützung bei der Traumabewältigung zu bieten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse relevanter Fachliteratur, Gesetzesgrundlagen und konzeptioneller Ansätze aus der Sozialpädagogik und Psychologie.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in rechtliche Grundlagen, Interventionsformen durch Jugendämter, Angebote privater Organisationen sowie therapeutische Methoden zur Fallbearbeitung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Kindeswohlgefährdung, sexuelle Gewalt, Jugendhilfe, Kinderschutz, Krisenintervention, systemische Beratung und Fallbegleitung.

Welche Rolle spielen Mütter bei der therapeutischen Aufarbeitung?

Mütter werden nicht nur als potenziell belastete Personen betrachtet, sondern als wichtige Bezugspersonen, deren Einbindung und Stabilisierung für den langfristigen Schutz und die Genesung des Kindes entscheidend ist.

Warum wird im Kontext der Therapie von Tätern von "Hilfe statt Strafe" gesprochen?

Der Deutsche Kinderschutzbund nutzt diesen Grundsatz, um zu verdeutlichen, dass eine reine Strafe ohne therapeutische Aufarbeitung die Wiederholungsgefahr oft nicht nachhaltig senkt und die Tätermotivation zur Verhaltensänderung verloren geht.

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Details

Title
Hilfsmöglichkeiten für missbrauchte Mädchen und Jungen
College
University of Applied Sciences Düsseldorf  (Fachgebiete Erziehungswissenschaft/Psychologie)
Course
Gewalt, Vernachlässigung und sexueller Missbrauch in Familien
Grade
1,0
Author
Adam Orschulik (Author)
Publication Year
2003
Pages
43
Catalog Number
V24315
ISBN (eBook)
9783638272155
ISBN (Book)
9783638788908
Language
German
Tags
Hilfsmöglichkeiten Mädchen Jungen Gewalt Vernachlässigung Missbrauch Familien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Adam Orschulik (Author), 2003, Hilfsmöglichkeiten für missbrauchte Mädchen und Jungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/24315
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