Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Sport - Sport Medicine, Therapy, Nutrition

Essstörungen und Sportunterricht - Eine Darstellung der aktuellen Häufigkeit und Verteilung u n d was kann der Sportunterricht leisten?

Title: Essstörungen und Sportunterricht - Eine Darstellung der aktuellen Häufigkeit und Verteilung  u n d  was kann der Sportunterricht leisten?

Term Paper , 2003 , 40 Pages , Grade: bestanden

Autor:in: Tobias Südkamp (Author)

Sport - Sport Medicine, Therapy, Nutrition
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Essstörungen stellen ein ernst zu nehmendes gesundheitliches Problem dar. Obwohl sich Betroffene der unterschiedlichen Krankheitsbilder u. a. in ihrem Erscheinungsbild beträchtlich unterscheiden, ist es doch allen Essgestörten gemeinsam, dass das lebensnotwendige „Essen“ ein erhebliches psychosomatisches Problem, oft mit körperlichen, psychischen und sozialen Konsequenzen geworden ist. Essstörungen gehören zu den Zivilisationskrankheiten, die in der heutigen Zeit enorme Zuwachsraten verzeichnen. Verschiedene Faktoren sind hierfür verant-wortlich.

In der heutigen Gesellschaft hat sich zum einen sowohl das Nahrungsangebot, als auch die Herstellung und Zusammensetzung von Speisen sukzessiv verändert. Nach und nach verdrängen Fertigprodukte, konservierte Waren, ballaststoffarme Nahrungsmittel und künstlich g eschmacksverstärkte Lebensmittel die frischen Waren aus den Regalen der Supermärkte. Zwar leistet die moderne Lebensmittelchemie heute enormes, doch die Ernährungsempfehlung der WHO 1 ist seit langem unumstößlich: 5 Mal pro Tag Obst oder Gemüse in frischer, unbeha ndelter d.h. nicht konservierter Form; Kohlehydrate wie z.B. Kartoffeln; Ballaststoffe und Vollkornprodukte; dazu mindestens 2 l. Wasser bei normaler Betätigung zu sich nehmen und auf den übermäßigen Verzehr von Weißmehlprodukten, Zucker, Fleisch und vor allem tierischem Fett (LDL 2 ) verzichten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. EINLEITUNG

I.1.Vorwort

II. HAUPTTEIL

II.1. Die Klinik der Essverhaltensstörungen

II.1.1. Die Anorexia nervosa (Magersucht)

II.1.2. Die Bulimia nervosa (Ess-Brech-Sucht)

II.1.3. Adipositas (Fettsucht)

II.2. Häufigkeit der Essverhaltensstörungen an deutschen Schulen – Darstellung verschiedener Untersuchungen

II.3. Was kann der Sportunterricht bzw. der Sporterzieher im Umgang mit Essstörungen leisten?

III. SCHLUSSBETRACHTUNG

III.1. Zusammenfassung

III.2. Ausblick

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Verbreitung und Auswirkungen von Essstörungen bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland und analysiert, inwieweit der Sportunterricht präventive oder unterstützende Hilfe leisten kann.

  • Klinische Einordnung und Symptomatologie von Anorexia nervosa, Bulimia nervosa und Adipositas.
  • Statistische Auswertung der Häufigkeit von Essverhaltensstörungen an deutschen Schulen.
  • Einflussfaktoren wie Medienkonsum, gesellschaftliche Schönheitsideale und soziale Herkunft.
  • Entwicklung eines Modells für Sportlehrkräfte zur Sensibilisierung und Handlungsfähigkeit.
  • Diskussion pädagogischer Möglichkeiten im Sportunterricht bei diagnostizierten Essstörungen.

Auszug aus dem Buch

II.1. Die Klinik der Essverhaltensstörungen

Wenn man von Essstörungen spricht, meint man damit Störungen bei der Nahrungsaufnahme oder der Körper(-gewichts-)Wahrnehmung ohne organische Hintergründe. Die medizinische Fachsprache bezeichnet diese Störungen als Dysorexie bzw. Dysponderosis, die sich in verschiedenen klinischen Bildern manifestieren aber auch ineinander übergehen können. Das Klinische Wörterbuch nach Psyrembel (Pschyrembel 1998, S. 477) erläutert in diesem Zusammenhang das „Dysorexie – Dysponderosis – Kontinuum“. Dieses Kontinuum beschreibt, dass die verschiedenen Essstörungen sowie ihre Auslöser und Folgen nahezu fließend ineinander übergehen und teilweise dementsprechend schwer voneinander zu trennen sein können.

In der Literatur teilt man die Essverhaltensstörungen in fünf Untergruppen ein.

1. Anorexia nervosa (Magersucht): Extreme Magerkeit durch Fasten

2. bulimische Magersucht: Eine Form der Magersucht mit Erbrechen und Laxantien- bzw. Diuretika – Abusus (Medikamentenmissbrauch, hier von Abführ- bzw. Entwässerungspräparaten)

3. Bulimia nervosa (Ess- /Brechsucht): Bei Normalgewicht erleiden die Patienten Essanfälle, in denen sie ungewöhnlich viel Nahrung zu sich nehmen, die im Anschluss sofort wieder durch herbeigeführtes Erbrechen ausgeschieden wird.

4. latente Adipositas: verstecktes Übergewicht

5. Adipositas: Offensichtliches Übergewicht mit deutlich gesteigerter Nahrungsaufnahme

Die Gemeinsamkeit dieser Essverhaltensstörungen liegt in der Tatsache, dass sie nicht auf organischen Fehlfunktionen oder Defekten beruhen, sondern alle samt psychischer Natur sind, weswegen die Literatur auch von psychogenen Essstörungen (psychogenic eating disorders) spricht. Häufig liegt eine Körperschemastörung zu Grunde. Die Betroffenen empfinden sich als „zu dick“ oder sind nahezu süchtig nach dem Gefühl der Kontrolle über den eigenen Hunger bzw. das Verlangen nach Nahrung. Es ist keine Seltenheit, dass essgestörte Menschen erscheinen, als hätten sie sich auf besondere Weise unter Kontrolle.

Zusammenfassung der Kapitel

I. EINLEITUNG: Einführung in die Problematik der Zunahme von Essstörungen als Zivilisationskrankheit und Erläuterung der Motivation für die Arbeit.

II. HAUPTTEIL: Detaillierte medizinische und psychologische Differenzierung von Essstörungen sowie statistische Analyse ihrer Verbreitung und mögliche Handlungsoptionen für Sportlehrkräfte.

III. SCHLUSSBETRACHTUNG: Fazit über die Notwendigkeit elterlicher und pädagogischer Kooperation bei der Bewältigung dieser psychosomatischen Erkrankungen.

Schlüsselwörter

Essstörungen, Sportunterricht, Anorexia nervosa, Bulimia nervosa, Adipositas, Körperschemastörung, Prävention, Kinder und Jugendliche, Psychosomatik, Übergewicht, Gesundheitserziehung, Lehrerhandeln.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der zunehmenden Problematik von Essstörungen bei Schulkindern und der Rolle, die der Sportunterricht sowie Sporterzieher bei deren Erkennung und Begleitung spielen können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die klinische Differenzierung von Anorexie, Bulimie und Adipositas, statistische Verbreitungsanalysen an deutschen Schulen und pädagogische Interventionsmöglichkeiten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Sportlehrkräfte durch Sensibilisierung und fachgerechte Unterrichtsgestaltung einen Beitrag zur Prävention und zum Umgang mit betroffenen Schülern leisten können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Literatur- und Datenbankanalyse bestehender Studien und medizinischer Klassifikationen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine klinische Definition der Störungsbilder, die Darstellung aktueller epidemiologischer Daten aus verschiedenen Studien und die Ableitung konkreter Handlungsschritte für Sportlehrer.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Essstörungen, Sportunterricht, Anorexia nervosa, Bulimia nervosa, Adipositas und psychosomatische Aspekte sind die zentralen Begriffe.

Wie beeinflusst der Medienkonsum laut der Arbeit das Krankheitsbild?

Die Arbeit verdeutlicht durch statistische Diagramme, dass ein inaktiver Lebensstil mit hohem Fernsehkonsum signifikant mit einer höheren Häufigkeit von Adipositas bei Kindern korreliert.

Welches Handlungsmodell wird für Lehrkräfte vorgeschlagen?

Es wird ein Modell vorgeschlagen, das auf Sensibilisierung, Beobachtung, kollegialer Beratung und der Weiterleitung an spezialisierte Fachkräfte unter Wahrung der elterlichen Zustimmung basiert.

Excerpt out of 40 pages  - scroll top

Details

Title
Essstörungen und Sportunterricht - Eine Darstellung der aktuellen Häufigkeit und Verteilung u n d was kann der Sportunterricht leisten?
College
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Institut für Sport und Sportwissenschaften)
Grade
bestanden
Author
Tobias Südkamp (Author)
Publication Year
2003
Pages
40
Catalog Number
V24331
ISBN (eBook)
9783638272285
Language
German
Tags
Essstörungen Sportunterricht Eine Darstellung Häufigkeit Verteilung Sportunterricht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tobias Südkamp (Author), 2003, Essstörungen und Sportunterricht - Eine Darstellung der aktuellen Häufigkeit und Verteilung u n d was kann der Sportunterricht leisten?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/24331
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  40  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint
  • Withdraw Contract