Sportrezeption - Gratifikation und Rezeptionsvergnügen von Mediensport


Hausarbeit (Hauptseminar), 2002

10 Seiten, Note: 1,5


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1.0 Einleitung

2.0 Relevanz des Themas

3.0 Theoretische Erklärungsansätze von Bryant und Raney (3.1.-3.5.) sowie von Weiß (3.6.-3.9.)
3.1. Dispostion Theory des Sportfanseins und die Bedeutung des Spielausgangs
3.2. Drama in Sportprogrammen
3.3. Die Rolle der Spannung in der Sportunterhaltung
3.4. Neuartige, riskante und effektive Spielzüge
3.5. Genderspezifische Unterschiede in der Sportrezeption
3.6. Mediensport als pseudosoziale Kommunikation
3.7. Sportler als Idole
3.8. Mediensport als Vermittler von gesellschaftlichen Normen und Werten
3.9. Mediensport als gemäßigte Affektivität und dosierte Spannung

4.0 Literaturverzeichnis

1.0 Einleitung

Diese Arbeit soll der Frage nachgehen, warum mediale Sportereignisse weltweit eine so große Anziehungskraft ausüben. Dabei berücksichtigen wir insbesondere die Theorien „Mood Management“, „Exitation Transfer Theory“ und die „Affective Disposition Theory“ von Dolf Zillmann und prüfen, ob sich diese auch auf Sportsendungen übertragen lassen. Außerdem liegen dieser Arbeit die Texte „Mediensport als sozialer Ersatz“ von Otmar Weiß und „Sports on the screen“ von Bryant und Raney zugrunde. Während der Text von Brynat & Raney Mediensport unter besonderer Berücksichtung der Theorien von Zillmann betrachtet, enthält die Arbeit von Otmar Weiß einige interessant ergänzende Aspekte.

Nach der Vorstellung der einzelnen Theorien und Ansatzpunkte der Texte folgt ein Überblick über die Diskussion des Seminars.

Anschließend geben wir ein Überblick über unsere Kritik, in der wir auf die einzelnen Bestandteile beider Texte eingehen.

2.0 Relevanz des Themas

Im Gegensatz zu der relativ geringen Anzahl der Zuschauer, die Sportveranstaltungen „live“ im Stadion miterleben und die Athleten bei der Ausübung ihrer Sportarten beobachten, erreichen Sportübertragungen enorme Zuschauerzahlen. Während die Zuschauerzahlen „nonmediativer“ Sportveranstaltungen ähnlich hoch geblieben sind, wie es schon zu den Zeiten der Sportereignisse der alten Römer üblich war (Bryant & Raney, 2000, S. 156), erreichen Sportübertagungen im Fernsehen höchste Marktanteile. So sind fünf der zehn Sendungen mit dem höchsten jemals gemessenen Zuschauerzahlen auf dem US-amerikanischen Fernsehmarkt Sportevents (Super Bowl und Winterolympiade) (Bryant & Raney, 2000, S. 157). Bryant und Raney illustrieren den Unterschied zwischen den Anzahlen der Stadionbesucher und der Fernsehzuschauer auf eine besonders eindrucksvolle Weise: Das Sun Devil Stadion hätte 372mal mehr Zuschauer fassen müssen, um alle Fernsehzuschauer des selben Events beherbergen zu können (2000, S. 157). Aufgrund der hohen Zuschauerzahlen gehören die Werbeeinnahmen der Sender bei Sportevents mit zu den höchsten Werbeeinnahmen überhaupt.

In Deutschland herrschen diesbezüglich ähnliche Verhältnisse. So erreichte das ZDF mit der Übertragung des WM-Playoff-Rückspiels der deutschen Fußballer gegen die Ukraine die höchste Einschaltquote des Jahres 2001. 17,87 Millionen Menschen (52,6 Prozent Marktanteil) sahen am 14. November den 4:1-Sieg der Nationalelf und schlugen damit sogar den Quotenschlager schlechthin, die „Wetten Dass...?“-Show. Mit einem Fußballspiel erreichte das ZDF auch die höchste jemals gemessene Quote. Beim EM-Endspiel 1996 zwischen Deutschland und Tschechien saßen 28,44 Millionen Zuschauer
(76,3 Prozent) am Fernseher (Spiegel Online, 2001).

Gerhard und Zubayr beschreiben die Fußballweltmeisterschaft 1998 als das Top-Fernsehereignis des Jahres. Die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten berichteten demnach insgesamt mehr als 200 Stunden live von der Fußballweltmeisterschaft. Hinzu kommt ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Hintergrundberichten, Analysen und unterhaltenden Elementen (1998, S. 594).

Einen guten Überblick über das hohe Interesse der Fernsehzuschauer an der Übertragung der Fußballweltmeisterschaft 1998 liefert die folgende Tabelle (Abb. 1). Demnach haben über 30 Millionen Zuschauer 1-10 Spiele live gesehen.

Abb.1

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Datengrundlage: AGF/GFK: PC#TV

Die Faszination der Zuschauer an Sportevents in den Medien ist unverkennbar. Besonders interessant und bedeutsam ist hierbei die Frage, aus welchen Beweggründen sich diese Form der medialen Unterhaltung so großer Beliebtheit erfreut. Welche Mechanismen haben hier ihren höchsten Einfluss? Diese Fragen haben sowohl aus wirtschaftlichen als auch aus mediensoziologischen Gesichtspunkten eine hohe Relevanz .

[...]

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten

Details

Titel
Sportrezeption - Gratifikation und Rezeptionsvergnügen von Mediensport
Hochschule
Hochschule für Musik und Theater Hannover  (Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung)
Veranstaltung
Seminar Unterhaltung
Note
1,5
Autoren
Jahr
2002
Seiten
10
Katalognummer
V24333
ISBN (eBook)
9783638272308
Dateigröße
467 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Diese Arbeit soll der Frage nachgehen, warum mediale Sportereignisse weltweit eine so große Anziehungskraft ausüben. Dabei berücksichtigen wir insbesondere die Theorien 'Mood Management', 'Exitation Transfer Theory' und die 'Affective Disposition Theory' von Dolf Zillmann und prüfen, ob sich diese auch auf Sportsendungen übertragen lassen.
Schlagworte
Sportrezeption, Gratifikation, Rezeptionsvergnügen, Mediensport, Seminar, Unterhaltung
Arbeit zitieren
Srdjan Govedarica (Autor)Christain Müller (Autor), 2002, Sportrezeption - Gratifikation und Rezeptionsvergnügen von Mediensport, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/24333

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