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Die Hausmythen der Hohenzollern

Título: Die Hausmythen der Hohenzollern

Trabajo , 2003 , 20 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Jean Philipp Ruprecht Beckmann (Autor)

Historia de Europa - Edad Media, Edad Moderna
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Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit den Hausmythen der Hohenzollern, einem auf der einen Seite sehr interessanten, auf der anderen Seite jedoch auch schwer zu untersuchendem Thema. Mythographie im Zusammenhang mit Historiographie ist eine in der Literatur eher selten untersuchte Materie. Einzig im Zusammenhang mir Memoriakultur tauchen Werke wie die „Deutschen Erinnerungsorte“ Hagen Schulzes auf. Gezielte Untersuchungen einzelner Mythen sind bis auf verstreute Aufsätze in Zeitschriften und einzelne Kapitel in Monographien jedoch selten.
Diese Arbeiten beschäftigen sich dann auch meistens mit der mehr oder weniger gründlichen Zerstörung der Mythen und weniger mit deren Untersuchung auf Intention oder Wirkungsgeschichte. Es wird zum Beispiel niemand bestreiten, dass die in vielen Adelsgeschlechtern auftauchende Herleitung von Karl den Großen in den Meisten Fällen erfunden ist, für die jeweiligen Adligen zu Bestimmten Zeitpunkten aber zur Legitimierung ihres Herrschaftsanspruches benötigt wurde. In der Literatur wird aber zumeist mehr auf den ersten Aspekt des Erfunden seins eingegangen und weniger auf den zweiten, den der Legitimation der Herrschaft, die durch den Mythos erfolgt. Erst die neuere Forschung hat, wie Wolfgang Neugebauer schreibt, „mit guten Argumenten und originellem Material die politische und symbolgeschichtliche Bedeutung der Historie herausgearbeitet, die in ihrer Zeit „Begründungszusammenhänge“ schuf, Macht durch Mythos unterbaute und dafür Geschichtsbilder produzierte und konstruierte“.* Anstatt der Reihe der Mythendekonstruktionen hiermit eine weitere Arbeit hinzufügen zu wollen, soll hier ein Versuch unternommen werden, Mythen in ihrer Entstehung, Wirkung und Deutung zu erfassen.
Daher ist zunächst der Mythenbegriff zu klären, um zu einer für das weitere Arbeiten sinnvollen Definition zu gelangen. Im Anschluss daran ist die Bedeutung von Mythen und Geschichtsschreibung für die Legitimation von Herrschaft kurz darzustellen, um dann unter den Aspekten der Entstehungs- und Wirkungsgeschichte die wichtigsten Hausmythen der Hohenzollern zu untersuchen. Zum Abschluss soll ein kurzer Überblick den aktuellen Stand der Forschung zu diesem Thema erläutern. [* Neugebauer, Wolfgang: „Das historische Argument um 1701. Politik und Geschichtspolitik“ IN: Forschungen zur brandenburgischen und preußischen Geschichte, Beiheft 6, Berlin 2002, S. 27.]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1) Vorwort

2) Begriffsdefinition: „Was ist ein Mythos?“

3) Mythen und Geschichtsschreibung als Instrument des Legitimation von Herrschaft

4) Die wichtigsten Hausmythen der Hohenzollern

5) Die Hausmythen der Hohenzollern untersucht auf …

5.1) … Ihre Entstehungsgeschichte

5.2) … Ihre Wirkungsgeschichte

6) Der Stand der Forschung zu den Hausmythen der Zollern

7) Bilanz und Nachwort

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung, Entstehung und Wirkungsgeschichte der Hausmythen der Hohenzollern. Dabei wird analysiert, wie diese Mythen als Instrumente zur Legitimation von Herrschaft und zur Stärkung des dynastischen Bewusstseins eingesetzt wurden.

  • Funktion von Mythen innerhalb der Historiographie
  • Die Rolle der Genealogie zur Herrschaftslegitimation
  • Analyse spezifischer Abstammungsmythen (Trojaner, Colonna, Tassilo)
  • Der Wandel der Hausmythen im Laufe der Jahrhunderte
  • Forschungsstand zur zollerischen Abstammungsgeschichte

Auszug aus dem Buch

3) Mythen und Geschichtsschreibung als Instrument der Legitimation von Herrschaft

„Historiographie, die der fürstlichen Dynastie den Vorrang gibt, kann nicht nur als der Ausdruck einer politischen Propaganda im Dienste des Fürsten und der Dynastie verstanden werden. Sie ist vielmehr der wesentliche Ausdruck eines Gefühls der nationalen oder regionalen Identität, das in den letzten Jahrhunderten des Mittelalters bei der politischen Elite vorhanden war.“

Diese These Jean - Marie Moeglins zu Historiographie und Herrschaft beinhaltet zwei wesentliche Kernpunkte.

Zum einen dient die Historiographie dem Fürstenhaus an sich, in dem sie ihm die Möglichkeit gibt, durch eine große und ruhmvolle Vergangenheit eine Legitimation für die ausgeübte Herrschaft zu geben und diese mit Verweis auf die Geschichte zu rechtfertigen. „Die genealogischen Fabeln, die Verherrlichung der großen Taten einer Dynastie, dienten (…) dazu, den hervorragenden Charakter eines Geschlechts zu beweisen und den Rang, den es einnahm, beziehungsweise die Ehre, die es beanspruchte, zu rechtfertigen.“

Der zweite hier angesprochene Gedanke ist die regionale oder nationale Identität, die sich in einer Identifikation des Landes mit seiner Dynastie äußert und im Endeffekt dieser wiederum zu Gute kommt.

Zusammenfassung der Kapitel

1) Vorwort: Es wird die Relevanz der Untersuchung von Hausmythen für die Geschichtswissenschaft betont und die Forschungslücke zwischen Dekonstruktion und Analyse der Legitimationsfunktion aufgezeigt.

2) Begriffsdefinition: „Was ist ein Mythos?“: Nach einer Abgrenzung theologischer Ansätze wird eine für Historiker brauchbare Arbeitsdefinition erarbeitet, die den Fokus auf den Kernbereich einer Narration und die Wahrheitssuggestion legt.

3) Mythen und Geschichtsschreibung als Instrument des Legitimation von Herrschaft: Dieses Kapitel erläutert die Funktion der Historiographie als Legitimationsmittel sowie als Ausdruck dynastischen Selbstverständnisses und regionaler Identitätsbildung.

4) Die wichtigsten Hausmythen der Hohenzollern: Hier werden die zentralen Abstammungsmythen, insbesondere der Trojaner-, Colonna- und Thassilomythos, als Instrumente zur Untermauerung von Herrschaftsansprüchen vorgestellt.

5) Die Hausmythen der Hohenzollern untersucht auf …: Die Untersuchung beleuchtet die Entstehungsgründe vor dem Hintergrund der dynastischen Geschichte sowie die dauerhafte Wirkung dieser Mythen bis in die frühe Neuzeit.

6) Der Stand der Forschung zu den Hausmythen der Zollern: Das Kapitel bietet einen Abriss über moderne genealogische Thesen und ordnet die früheren Sagen als charakteristische, wenn auch quellenkritisch problematische Konstruktionen ein.

7) Bilanz und Nachwort: Es wird resümiert, dass die Hausmythen eine wichtige Rolle für das dynastische Selbstverständnis spielten und dass eine breitere Erforschung abseits der Genealogie lohnenswert wäre.

Schlüsselwörter

Hohenzollern, Hausmythen, Geschichtsschreibung, Herrschaftslegitimation, Dynastie, Historiographie, Abstammungslegenden, Genealogie, Trojanermythos, Colonna, Tassilomythos, Identitätsstiftung, Machtpolitik, Politische Symbolgeschichte, Mittelalterliche Quellen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit der Analyse der Hausmythen der Hohenzollern als Mittel der politischen Legitimierung und Identitätsstiftung innerhalb der Historiographie.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Themen umfassen die Definition des Mythenbegriffs für Historiker, den Nutzen von Genealogien für Herrscherhäuser und die konkrete Ausprägung sowie den Wandel verschiedener Hohenzollern-Mythen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, Mythen nicht nur als Fiktionen zu dekonstruieren, sondern sie in ihrer Entstehung, Wirkung und ihrer spezifischen Funktion zur Legitimierung von Macht innerhalb der dynastischen Geschichte zu verstehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine historisch-analytische Methode angewandt, die den Rückgriff auf zeitgenössische Quellen mit einer kritischen Reflexion der Forschungsliteratur verbindet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsbestimmung, die Darstellung der wichtigsten Mythen wie den Trojaner- oder Tassilomythos sowie die Untersuchung ihrer Entstehungs- und Wirkungsgeschichte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Hohenzollern, Herrschaftslegitimation, Geschichtspolitik, Abstammungsfabeln, Genealogie und dynastisches Bewusstsein.

Warum waren die Mythen für die Hohenzollern so wichtig?

Die Hohenzollern traten relativ spät als Dynastie auf die politische Bühne und benötigten zur Anerkennung in der Reichsfürstenschaft eine prestigeträchtige Herleitung, um den Status als „Emporkömmlinge“ zu überwinden.

Wie bewertet der Autor den heutigen Forschungsstand?

Der Autor kritisiert, dass sich die Forschung zu einseitig auf wenige Mythen konzentriert und eine umfassendere, kulturgeschichtliche Darstellung der verschiedenen Abstammungslegenden wünschenswert wäre.

Final del extracto de 20 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Hausmythen der Hohenzollern
Universidad
University of Würzburg  (Seminar für neuere Geschichte)
Calificación
2,0
Autor
Jean Philipp Ruprecht Beckmann (Autor)
Año de publicación
2003
Páginas
20
No. de catálogo
V24364
ISBN (Ebook)
9783638272551
ISBN (Libro)
9783638796712
Idioma
Alemán
Etiqueta
Hausmythen Hohenzollern
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Jean Philipp Ruprecht Beckmann (Autor), 2003, Die Hausmythen der Hohenzollern, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/24364
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