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Iweins Kampf mit Ascalon

Title: Iweins Kampf mit Ascalon

Seminar Paper , 1999 , 22 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Wildis Streng (Author)

German Studies - Older German Literature, Medieval Studies
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Hartmann von Aue ist einer der wenigen Epenschreiber des deutschen Mittelalters. Sein "Iwein" enthält eine - moralisch überaus fragwürdige und vieldiskutierte - Szene, nämlich den Kampf des Protagonisten mit Ascalon. Die Arbeit liefert eine Analyse dieses Kampfes.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1) Iweins Kampf mit Ascalon

2) Exkurs: Êre im Mittelalter

3) Exkurs: Grouz im Mittelalter

4) Exkurs: Gebaerde im Mittelalter

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Schlüsselszene von Iweins Kampf gegen Ascalon, um den Charakter des Protagonisten Iwein sowie das ritterliche Ethos im Mittelalter zu beleuchten. Dabei wird insbesondere analysiert, inwieweit das Streben nach Ehre und Ruhm, beeinflusst durch den Hof und die Figur Keies, Iweins Handlungen motiviert und in einen Konflikt mit dem ritterlichen Ideal der Affektkontrolle und der höfischen Tugend bringt.

  • Analyse der Schlüsselszene "Iweins Kampf mit Ascalon"
  • Die Bedeutung von Ehre und Ehrenkodex im mittelalterlichen Epos
  • Untersuchung ritterlicher Verhaltensweisen (Gruoz, Gebaerde)
  • Rolle von Keie als Versucher und Einflussfaktor
  • Rezeption und bildliche Darstellung des Kampfes auf Schloss Rodenegg

Auszug aus dem Buch

Iweins Kampf mit Ascalon

Die Szene „Iweins Kampf mit Ascalon“ (Vers 1000 – Vers 1107) kann als Schlüsselszene für das gesamte Stück betrachtet werden. Sie ist maßgeblich für die Charakterbestimmung des Protagonisten Iwein.

Zunächst verdient die Frage, wie es überhaupt zum Kampf der beiden Kontrahenten kommt, genauere Betrachtung.

Der „Iwein“ beginnt mit der Beschreibung eines geselligen Ritterrunde, in deren Rahmen Kalogrenant, einer der Ritter, eine Geschichte erzählt, die er vor zehn Jahren erlebt hat. In den Versen 94 bis 95 wird vorausgeschickt, dass die Geschichte „von grozer sîner swaere und von deheiner vrümekheit“ handele, also keinen rühmlichen Ausgang hätte.

Ab Vers 243 erzählt Kalogrenant von seiner missglückten Aventiure, von seinem Besuch im fremden Schloss und dem anschließenden Zusammentreffen mit dem Waldmann, der ihm den Weg zur Quelle weist, wo Kalogrenant dann den Stein begießt und damit ein Unwetter heraufbeschwört, und wie er anschließend von Ascalon, dem Herrn des Waldes, vernichtend geschlagen und sogar seines Pferdes beraubt wird.

Besonders einschneidend erscheint Kalogrenant die Tatsache, dass Ascalon ihn nach seinem Sieg nicht einmal beachtete, sondern im Gegenteil „do gebârter rehte diu gelîch als im aller tägelîch zehenstunt geschaehe alsame“.

Außerdem nimmt Ascalon Kalogrenants Pferd („er nam mîn ors und lie mich ligen,“ Vers 747), was eine empfindliche Verletzung der adeligen Ehre bedeutet.

Zusammenfassung der Kapitel

1) Iweins Kampf mit Ascalon: Dieses Kapitel analysiert die zentrale Kampfszene zwischen Iwein und Ascalon hinsichtlich ihrer Bedeutung für Iweins Charakterentwicklung, seine Motive und die Darstellung ritterlicher Ideale.

2) Exkurs: Êre im Mittelalter: Hier wird der hohe Stellenwert der Ehre als kostbarstes Gut eines Ritters und die sozialen Konsequenzen von Ehrlosigkeit im Mittelalter erläutert.

3) Exkurs: Grouz im Mittelalter: Dieser Abschnitt untersucht die verschiedenen Facetten und die rituelle Bedeutung des mittelalterlichen Grußes als Ausdruck sozialer Hierarchien und höfischen Verhaltens.

4) Exkurs: Gebaerde im Mittelalter: Das letzte Kapitel beleuchtet den Begriff "gebaerde" als Ausdruck von Verhalten, Benehmen und Gefühlen im Kontext des Hartmannschen Epos.

Schlüsselwörter

Iwein, Hartmann von Aue, Mittelalter, ritterliches Epos, Ehre, Aventiure, Ascalon, Kalogrenant, Keie, höfische Sitten, Gruoz, Gebaerde, Rittertum, Schloss Rodenegg, Heldenepos.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der zentralen Kampfszene in Hartmann von Aues "Iwein" zwischen Iwein und Ascalon und deren Bedeutung für das Verständnis des ritterlichen Verhaltens.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind das Verständnis von Ehre im Mittelalter, der Ehrenkodex, die Bedeutung höfischer Umgangsformen (Gruß, Gebärden) und die Charakteranalyse von Iwein und Keie.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, Iweins Motivation für den Kampf gegen Ascalon zu hinterfragen und den Einfluss von Ehre und äußerem Druck auf sein Handeln zu untersuchen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verwendet eine textanalytische Methode, basierend auf dem Primärtext (Iwein), ergänzt durch die Einbeziehung mittelalterlicher Ehrenkodizes sowie ikonographischer Vergleiche mit Fresken auf Schloss Rodenegg.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil wird die Schlüsselszene des Kampfes detailliert analysiert, die Rolle von Keie als Versucher betrachtet und die Begriffe "Êre", "Gruoz" und "Gebaerde" in Exkursen wissenschaftlich eingeordnet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlüsselwörter umfassen Iwein, Ehre, Aventiure, ritterliches Ethos, höfische Sitten und mittelalterliche Epos-Analyse.

Welche Rolle spielt die Figur Keie in dieser Interpretation?

Keie wird als eine Art "Versucher" und Element des Bösen betrachtet, dessen ironische und zynische Kommentare Iwein dazu anstacheln, Ascalon zu töten, um seine Ehre zu retten.

Wie werden die Fresken von Schloss Rodenegg in die Analyse einbezogen?

Die Fresken dienen als bildliche Referenz, die zeigt, wie die Kampfszene und die Tötung Ascalons in der mittelalterlichen Kunst wahrgenommen und interpretiert wurden, wobei Abweichungen zum Text aufgezeigt werden.

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Details

Title
Iweins Kampf mit Ascalon
College
University Karlsruhe (TH)  (Institut für Geisteswissenschaften)
Course
Proseminar Mediävistik
Grade
1,7
Author
Wildis Streng (Author)
Publication Year
1999
Pages
22
Catalog Number
V24481
ISBN (eBook)
9783638273497
ISBN (Book)
9783640113170
Language
German
Tags
Kampf Ascalon Proseminar Mediävistik Epik Epen Mittelalter Mittelhochdeutsch Epos Hartmann von Aue Hartmann Minnesang
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Wildis Streng (Author), 1999, Iweins Kampf mit Ascalon, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/24481
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