John Deweys Konzept zur staatsbürgerlichen Erziehung


Hausarbeit, 2003

18 Seiten, Note: 1.0


Leseprobe

0. Inhaltsverzeichnis

1. Einführung
1.1. Gliederung
1.2. Einleitung

2. Hauptteil
2.1. John Deweys Biographie und Theorie
2.1.1. Biographie John Deweys
2.1.2. John Deweys Theorie
2.2. Staatsbürgerliche Erziehung
2.2.1. Wie hängen Demokratie und Erziehung zusammen?
2.2.2. Warum hängen Demokratie und Erziehung zusammen?
2.2.3. Begründung und historischer Kontext seiner Ideen

3. Schlussteil
3.1. Der deutsche Weg, oder falsche staatsbürgerliche Erziehung
3.2. Kritische Darstellung John Deweys und Ausblick

Abbildungsverzeichnis

1. Einführung

1.1. Gliederung

Die Frage nach den Ansätzen zur staatsbürgerlichen Erziehung bei John Dewey wird im Folgenden anhand einer hermeneutischen Vorgehensweise erarbeitet werden. Die Grobgliederung der Arbeit besteht aus einer Einführung, einem Hauptteil und einer schließenden, kritischen Auseinandersetzung mit der Theorie John Deweys.

In der Einführung wird, neben der Gliederung des Textes, eine Einleitung in die Fragestellung erörtert werden.

Der Hauptteil der Arbeit ist in zwei Teile gegliedert. Zum ersten befasst er sich mit allgemeinen Fragestellungen: Es wird eine Biographie und im Anschluss daran eine philosophische Einordnung Deweys, sowie eine Thesendarstellung seiner Theorie erfolgen. Der zweite Punkt des Hauptteils ist als Kern der Beantwortung der Arbeitsproblematik zu sehen. Nach der Klärung der Frage nach dem Zusammenhang von Politik, resp. Demokratie und Erziehung, wird die Frage nach der Kausalität der beiden Aspekte beantwortet werden. Im dritten Unterpunkt sollen die historisch – logischen Zusammenhänge Deweys Theoriebildung beleuchtet werden

Der Schlussteil, untergliedert in zwei Punkte, wird zum einen die Gefahr von falscher staatsbürgerlicher Erziehung gemäß Dewey am Beispiel Deutschland und zum zweiten eine kritische Auseinandersetzung mit seinen Ansätzen zur staatsbürgerlichen Erziehung enthalten.

1.2. Einleitung

Ohne Zweifel ist John Dewey zu den Klassikern der Pädagogik zu zählen. Als einer der wenigen Pädagogen und auch Philosophen, die weltweit mit ihren Ideen und Ansätzen für Aufsehen gesorgt haben. Mit seiner Ableitung des sogenannten angelsächsischen Pragmatismus hin zum Instrumentalismus, oder auch Experimentalismus formte er einen weitestgehend eigenständigen philosophisch orientierten, erkenntnistheoretischen Ansatz der Pädagogik. Sein umfangreiches Werk lässt sich wohl am besten aus dem Praxisbezug betrachten und darstellen, was ebenfalls auch immer Deweys Bemühung war. Für ihn war nämlich, was Anbetracht seiner Philosophie nicht verwundert, die Anwendung seiner Theorie in der Praxis immer vordergründig. Außerdem sah er es als seine wichtigste Aufgabe an, durch die praktische Anwendung seiner Theorien, eine im demokratischen Sinne, moralisch – sittliche, i.e. staatsbürgerliche Erziehung zu entwickeln und zu etablieren, da er fest davon überzeugt war, „dass die soziale Neugestaltung auf der pädagogischen beruht“[1].

2. Hauptteil

2.1. John Deweys Biographie und Theorie

2.1.1. Biographie John Deweys

John Dewey wurde 1859 in Burlington, Vermont, USA geboren und gilt, neben seinen Tätigkeiten in der Philosophie und Psychologie, als ein Klassiker der Pädagogik.

Er studierte an der University of Vermont und beendete 1879 erfolgreich sein Studium. 1884 wurde er Doktor der Philosophie an der John Hopkins Universität in Baltimore. Deweys lange und einflussreiche Karriere in der Pädagogik begann an der University of Michigan, an der er von 1884 bis 1888 lehrte. In den Jahren 1888 und 1889 war er Dozent an der University of Minnesota und kehrte von 1889 bis 1894 an die University of Michigan zurück. Von 1894 bis 1904 setzte er seine Laufbahn an der Universität Chicago fort. Danach arbeitete er von 1904 bis 1931 an der Columbia University, bis er 1931 emeritiert wurde. Dewey war Dozent und arbeitete als Berater in pädagogischen Fragen. Er studierte die Bildungssysteme in China, Japan, Mexiko, der Türkei und der Sowjetunion. Während seiner Zeit in Chicago war Dewey aktiv an der Reform der Pädagogik beteiligt[2].

Seine pädagogischen Prinzipien testete er in der berühmten Versuchsschule, der Dewey-Schule, die 1896 in Chicago gegründet wurde. Deweys Prinzipien stellten Lernen durch vielfältige Tätigkeiten über formale Lehrpläne und widersprachen autoritären Methoden, die den Menschen keine wirklichkeitsnahe Vorbereitung auf das Leben in einer demokratischen Gesellschaft bieten. Dewey war der Meinung, die Erziehung selbst sollte das Leben sein und nicht nur Vorbereitung auf das zukünftige Leben. Seine Arbeit und seine Schriften bewirkten zum großen Teil tief greifende Veränderungen in der Pädagogik, die im frühen 20. Jahrhundert in den USA begannen[3].

Deweys Theorien wurden von den Verfechtern der progressiven Erziehung häufig falsch ausgelegt. Obwohl sich Dewey gegen autoritäre Methoden stellte, wollte er nicht, dass Führung und Lenkung gänzlich aufgegeben werden. Er kritisierte eine Erziehung, die darauf ausgerichtet war, die Schüler nur zu unterhalten und zu beschäftigen, ebenso wie eine, die nur auf berufliche Ausbildung abzielte. In Anlehnung an den angloamerikanischen Pragmatismus von William James, formte er die Theorie des Instrumentalismus oder auch Experimentalismus, doch dazu später. Des weiteren war er 1916 Gründungsmitglied der American Federation of Teacher´s (AFT), der amerikanischen Lehrergewerkschaft. John Dewey starb am 01. Juni 1952 im Alter von 93 Jahren.[4]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.1: John Dewey (1859 – 195 2)

Zu seinen bedeutensten Werken gehören, Psychology (1887), The School and Society (1899, Schule und öffentliches Leben), Democracy and Education (1916, Demokratie und Erziehung), Reconstruction in Philosophy (1920), Human Nature and Conduct (1922, Die menschliche Natur), The Quest for Certainty (1929), Art as Experience (1934), Logic: The Theory of Inquiry (1938) und Problems of Men (1946).

2.1.2. John Dewey´s Theorie

Wie schon in Punkt 2.1.1. angesprochen, gilt Dewey als ein Vertreter, bzw. Begründer des Instrumentalismus, oder Experimentalismus. Er entwickelte diesen aus der Theorie des Pragmatismus von William James und Charles Sander Peirce, der im 19. Jahrhundert seinen Ursprung hat. Dieser gilt als philosophische Lehre, die das Denken als eine notwendige Funktion ansieht, um das Handeln zu steuern. Aufgrund wissenschaftlich geklärten Denkens, will der Pragmatismus Antworten und Lösungen für die konkrete Lebenspraxis geben.[5] Der Pragmatiker sucht das Wesen im Menschen in dessen Handeln und richtet all sein Handeln und Tun nach der praktischen Anwendbarkeit und Nützlichkeit aus.[6] Nicht die Idee eines Gedankens ist das Essentielle, sondern deren Wirkung. Kausale Ursachenbeziehungen werden als unnütz angesehen und Fragen, die keinen Nutzen haben, sind grundsätzlich abzulehnen.

[...]


[1] Dewey, J.: ,,Demokratie und Erziehung”. S. 305

[2] vgl.: Correll, W.. In: Dewey, J.: „Psychologische Grundfragen der Erziehung“. S. 9 - 11

[3] vgl.: Schreier, H.: „John Dewey - Ein Wegbereiter der modernen Erlebnispädagogik?“. S. 6 - 11

[4] vgl.: Microsoft® Encarta®, Enzyklopädie 2002: „John Dewey“

[5] vgl.: dtv - Atlas, Philosophie: „Pragmatismus“. S. 173

[6] vgl.: Duden, Band 5: „Pragmatismus“. S. 616

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
John Deweys Konzept zur staatsbürgerlichen Erziehung
Hochschule
Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg  (Professur für EW unter besonderer Berücksichtigung der Bildungspolitik)
Note
1.0
Autor
Jahr
2003
Seiten
18
Katalognummer
V24575
ISBN (eBook)
9783638274197
Dateigröße
623 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
John, Deweys, Konzept, Erziehung
Arbeit zitieren
Jan Jaeger (Autor), 2003, John Deweys Konzept zur staatsbürgerlichen Erziehung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/24575

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