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Spaniens Militär während der Franco-Diktatur und der Transición

Titre: Spaniens Militär während der Franco-Diktatur und der Transición

Exposé (Elaboration) , 2004 , 11 Pages , Note: gut

Autor:in: Philipp Zimmermann (Auteur)

Histoire de l'Europe - L'après-guerre en Europe
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Résumé Extrait Résumé des informations

Da das spanische Militär aus einem langen und grausamen Bürgerkrieg hervorging, in dem die demokratische Linke (liberaler oder sozialistischer Orientierung) besiegt worden war, herrschte in den Nachkriegsjahren in ihm eine politische Ideologie betont konservativer und reaktionärer Prägung. Die ideologisch motivierten Kriegshandlungen führten zu einer weitgehenden Identifikation der Streitkräfte mit Francos politischen Zielen.

Dazu kam, dass im und nach dem Bürgerkrieg ca. 5000 Berufssoldaten, die auf der Seite der Republik gekämpft hatten, füsiliert, ins Exil getrieben, eingekerkert oder aus der Armee ausgestossen wurden. Weiter verstärkt wurde die Rechtslastigkeit der Armee dadurch, dass nach dem Krieg über 10′000 provisorische Fähnriche, die im Krieg kurzerhand zu Offizieren ernannt worden waren und hauptsächlich rechtsextremen Parteien angehörten, ins Offizierkorps aufgenommen wurden. Das Offizierkorps wuchs denn auch zwischen 1940 und 1945 von 15′000 auf 25′000 Mann an.
Nach dem Bürgerkrieg machte Franco das Militär seinem Regime dienstbar, auch um seine Popularität zu steigern. Neben den verschiedenen Polizeikräften (Guardia Civil, Policia Armada, Cuerpo General de Policia) übertrug er auch den Streitkräften den Schutz der Staatssicherheit, der öffentlichen Institutionen und der gesellschaftlichen Ordnung. Die Militärgerichtsbarkeit etwa erstreckte sich auch auf zivile (politische) Vorgehen. Die Streitkräfte wurden somit instrumentalisiert, um jeglichen Protest aus den Reihen der Arbeiterschaft oder der Studenten zu unterdrücken. Nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges liess Franco wegen der besonderen Beziehungen zu Nazi-Deutschland Grösse und Kampfkraft des Militärs intakt. Dies änderte sich erst um 1945, wenn auch Guerilla-Gruppen, die seit 1944 auftauchten, diesen Prozess verzögerten.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

  • Das Militär zur Franco-Zeit (1939-1975)
  • Das Militär während der Transición (1975–1982)

Zielsetzung und Themenschwerpunkte

Diese Arbeit befasst sich mit der Rolle des spanischen Militärs während der Franco-Diktatur und der anschließenden Transición zur Demokratie. Sie analysiert die politische und ideologische Entwicklung der Streitkräfte in diesen beiden Phasen und zeigt, wie sich das Militär in den gesellschaftlichen und politischen Wandel einfügte oder diesem entgegenwirkte.

  • Die Entwicklung der politischen Ideologie des Militärs im Kontext des Bürgerkriegs und der Franco-Diktatur
  • Die Rolle des Militärs bei der Aufrechterhaltung der Franco-Diktatur und der Unterdrückung von Opposition und Protest
  • Die Veränderungen im Militär während der Transición, insbesondere die zunehmende Politisierung der Streitkräfte
  • Die Herausforderungen und Möglichkeiten des Militärs im Übergang zur Demokratie
  • Die Rolle des Militärs in der spanischen Gesellschaft und Politik

Zusammenfassung der Kapitel

1. Das Militär zur Franco-Zeit (1939-1975)

Das spanische Militär, das aus dem Bürgerkrieg hervorgegangen war, trug eine stark konservative und reaktionäre Ideologie. Die weitgehende Identifikation der Streitkräfte mit Francos politischen Zielen führte zu einer Instrumentalisierung des Militärs zur Unterdrückung von Protest und Opposition. Nach dem Zweiten Weltkrieg verringerte sich der Stellenwert des Militärs, jedoch genoss die militärische Führung große Privilegien und Sozialprestige. Die Ausbildung des militärischen Nachwuchses an den Militärakademien wurde stark von Francos Ideologie geprägt und zielte auf die Festigung der pro-franquistischen Einstellung der Offiziere ab. Die soziale Situation der spanischen Militärs, geprägt von Selbstrekrutierung, Isolation und ideologischer Indoktrination, trug zu ihrem ideologischen Immobilismus bei. Die Erziehung der angehenden Offiziere in Internaten, die Unterdrückung von Kontakten mit der Öffentlichkeit und die Betonung spezifischer Werte, die sich von denen an Universitäten unterschieden, verstärkten die soziale Isolation der Militärs. Der hohe Grad an sozialer Endogamie, die Existenz von Militärwohnungen und die Abgrenzung der Militärs von der zivilen Gesellschaft in verschiedenen Lebensbereichen führten zu einer weiteren Verstärkung der Distanz zwischen Militär und Zivilgesellschaft.

Schlüsselwörter

Spanisches Militär, Franco-Diktatur, Transición, politische Ideologie, Bürgerkrieg, Unterdrückung, Protest, Politisierung, soziale Isolation, Selbstrekrutierung, Ideologisierung.

Häufig gestellte Fragen

Welche Rolle spielte das Militär in der Franco-Diktatur?

Das Militär war die tragende Säule des Regimes. Es sicherte die Staatssicherheit, unterdrückte Proteste von Arbeitern und Studenten und war eng mit Francos ideologischen Zielen identifiziert.

Warum war das Offizierskorps so rechtslastig geprägt?

Nach dem Bürgerkrieg wurden republikanische Offiziere gesäubert und durch tausende provisorische Fähnriche ersetzt, die meist rechtsextremen Parteien angehörten.

Was war die "Transición" für das spanische Militär?

Es war die Übergangsphase (1975–1982) von der Diktatur zur Demokratie, in der das Militär lernen musste, sich der zivilen Kontrolle unterzuordnen und seine politische Rolle aufzugeben.

Warum war das Militär gesellschaftlich isoliert?

Durch die Ausbildung in Internaten, Selbstrekrutierung innerhalb von Militärfamilien und das Leben in speziellen Wohnvierteln entstand eine soziale Endogamie, die den Kontakt zur zivilen Gesellschaft minimierte.

Wie instrumentalisierte Franco die Militärgerichtsbarkeit?

Die Militärgerichtsbarkeit wurde auf zivile politische Vergehen ausgeweitet, um Oppositionelle effektiv und hart nach Militärrecht bestrafen zu können.

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Résumé des informations

Titre
Spaniens Militär während der Franco-Diktatur und der Transición
Université
University of Zurich  (Historisches Seminar der Universität Zürich)
Cours
Kolloquium: 'Der Übergang Spaniens zur Demokratie (1975--1982)'
Note
gut
Auteur
Philipp Zimmermann (Auteur)
Année de publication
2004
Pages
11
N° de catalogue
V24581
ISBN (ebook)
9783638274258
ISBN (Livre)
9783640611836
Langue
allemand
mots-clé
Spaniens Militär Franco-Diktatur Transición Kolloquium Spaniens Demokratie
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Philipp Zimmermann (Auteur), 2004, Spaniens Militär während der Franco-Diktatur und der Transición, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/24581
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Extrait de  11  pages
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