Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit Verbänden und Vereinigungen im Bereich des Bibliotheks- und Dokumentationswesens, wobei nur die Institutionenverbände berücksichtigt werden. Ihre Funktion, ihre Aufgaben, ihre Bedeutung und ihr Nutzen in Gesellschaft und Politik werden besprochen. Es wird ein Überblick über die wichtigsten nationalen und internationalen Vereinigungen gegeben und es erfolgt eine Vorstellung dieser.
Die Arbeit gliedert sich in drei Teile. Nach einer Einleitung wird im zweiten Te il zunächst auf das Bibliothekswesen eingegangen. Der Vorstellung von nationalen Verbänden und Vereinigungen folgt die der internationalen. Der dritte Teil ist dem Dokumentationswesen gewidmet. Auch hier wird zuerst auf nationale bzw. regionale, dann auf internationale Verbände und Vereinigungen eingegangen.
Als Quelle für meine Ausführungen habe ich die Webseite des jeweiligen Verbandes und Busse / Ernestus / Plassmann / Seefeldt (1999) benutzt. Detaillierte Angaben dazu finden sich im Literatur- und Quellenverzeichnis.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
1.1 Ziel und Aufbau der Arbeit
1.2 Allgemeines
2 BIBLIOTHEKSWESEN
2.1 Nationale Verbände und Vereinigungen
2.1.1 Deutscher Bibliotheksverband e.V. (DBV)
2.1.2 Bundesvereinigung Deutscher Bibnliotheksverbände e.V. (BDB)
2.2 Internationale Verbände und Vereinigungen
2.2.1 International Federation of Library Associations and Institutions (IFLA)
2.2.1.1 Die IFLA auf internationaler Ebene
2.2.1.1 Die IFLA auf nationaler Ebene
2.2.2 European Bureau of Library, Information and Documentation Associations (EBLIDA)
2.2.3 Weitere internationale Verbände mit deutscher Beteiligung
3 DOKUMENTATIONSWESEN
3.1 Regionale und nationale Verbände und Vereinigungen
3.1.1 Berliner Arbeitskreis Information (BAK)
3.1.2 Deutsche Gesellschaft für Informationswissenschaft und –praxis (DGI)
3.2 Internationale Verbände und Vereinigungen
3.2.1 Fédération Internationale d’Information et de Documentation (FID)
3.2.2 Association for Information Management (Aslib)
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit gibt einen Überblick über die Funktion, Aufgaben und Bedeutung von Institutionenverbänden im Bereich des Bibliotheks- und Dokumentationswesens. Das primäre Ziel ist es, die Rolle dieser Vereinigungen bei der Vertretung von Interessen, der Qualitätssicherung sowie der Förderung der Zusammenarbeit auf nationaler und internationaler Ebene zu analysieren und deren Nutzen für Politik und Gesellschaft aufzuzeigen.
- Struktur und Aufgaben von nationalen Verbänden (z.B. DBV, BDB)
- Bedeutung internationaler Fachorganisationen wie IFLA und EBLIDA
- Institutionelle Rahmenbedingungen im Dokumentationswesen (BAK, DGI)
- Internationale Netzwerke im Informationsmanagement (FID, Aslib)
- Gemeinnützigkeit und Finanzierungsmodelle von Fachverbänden
Auszug aus dem Buch
2.1.1 Deutscher Bibliotheksverband e.V. (DBV)
Der DBV als spartenübergreifender Institutionenverband zahlt heute etwa 2000 Mitglieder. Er wurde im Jahre 1949 in Nierstein am Rhein als Deutscher Büchereiverband e.V. gegründet und war ein Zusammenschluß von Kommunalen und Öffentlichen Büchereien. Eines der Hauptziele des Deutschen Büchereiverbandes e.V. war es, sich zu einer Gesamtorganisation von Instituten und Trägern aller Bibliothekssparten und –typen zu entwickeln. Dies gelang ihm im Jahre 1973 mit seiner Erweiterung zum Deutschen Bibliotheksverband e.V. (DBV) auf einer Mitgliederversammlung in Hamburg. Der DBV arbeitete nun spartenübergreifend.
In der DDR wurde 1964 in Berlin der Deutsche Bibliotheksverband (BV) gegründet, der neben allgemeinbildenden Bibliotheken fachwissenschaftliche Institutionen und Einrichtungen der Information und Dokumentation in der DDR zu seinen Mitgliedern zählte. Auf der gemeinsamen Mitgliederversammlung am 28. Februar 1991 in Göttingen wurde die Vereinigung der beiden Verbände zum Deutschen Bibliotheksverband e. V. beschlossen.
Die Leitung des Verbandes erfolgt durch ein dreiköpfiges Präsidium und durch den Vorstand mit sieben Vertretern aus Öffentlichen und Wissenschaftlichen Bibliotheken. Weitere Organe sind der Beirat mit 26 Mitgliedern und die Mitgliederversammlung. Die Mitglieder aus den 16 Bundesländern der BRD sind organisiert in 16 Landesverbänden. Sie arbeiten miteinander in acht unterteilten Sektionen. Diese Unterteilung bezieht sich auf die Art bzw. Sparte der entsprechenden Institution (z.B. Öffentliche Bibliothek, Wissenschaftliche Bibliothek, Bibliothekarische Ausbildungsstätte u. ä.) und auch nach der Einwohnerzahl des entsprechenden Versorgungsgebietes einer Bibliothek.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Dieses Kapitel erläutert das Ziel der Arbeit, die Auswahl der betrachteten Institutionenverbände und die methodische Vorgehensweise bei der Untersuchung.
2 BIBLIOTHEKSWESEN: Hier werden zentrale nationale und internationale Bibliotheksverbände vorgestellt, ihre Organisationsstrukturen analysiert und ihre Bedeutung für die Interessenvertretung und Standardisierung dargelegt.
3 DOKUMENTATIONSWESEN: Das Kapitel betrachtet regionale und internationale Fachgesellschaften des Dokumentationssektors und beleuchtet deren Rolle bei der Wissensvermittlung und technologischen Entwicklung.
Schlüsselwörter
Institutionenverbände, Bibliothekswesen, Dokumentationswesen, Interessenvertretung, Fachgesellschaften, IFLA, DBV, BDB, DGI, FID, Aslib, Bibliotheksmanagement, Informationspolitik, Öffentlichkeitsarbeit, Gemeinnützigkeit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle, den Funktionen und den Aufgaben von Institutionenverbänden im Bereich des Bibliotheks- und Dokumentationswesens.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Interessenvertretung in Politik und Gesellschaft, die Förderung der nationalen und internationalen Zusammenarbeit sowie die Standardisierung von Informationsprozessen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, einen strukturierten Überblick über die wichtigsten nationalen und internationalen Vereinigungen zu geben und deren Bedeutung für den Informationssektor aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Analyse, die unter Verwendung von Verbandswebseiten und Fachhandbüchern (insbesondere Busse et al.) die Strukturen der Organisationen darstellt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Vorstellung der wichtigsten Verbände des Bibliothekswesens sowie eine Untersuchung der Fachgesellschaften im Bereich der Dokumentation.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Schlagworte sind unter anderem Institutionenverbände, Bibliothekswesen, Dokumentationswesen, Interessenvertretung, IFLA, DBV und Informationsmanagement.
Wie unterscheiden sich Institutionenverbände von Personalvereinen?
Während Personalvereine primär die beruflichen Interessen von Bibliothekaren vertreten, konzentrieren sich Institutionenverbände auf den Zusammenschluss von Bibliotheken und Trägereinrichtungen zur Förderung der Kultur und Bildung.
Welche Rolle spielt die IFLA auf nationaler Ebene in Deutschland?
Die deutsche Mitarbeit in der IFLA wird durch das IFLA-Nationalkomitee koordiniert, welches vom deutschen Bibliothekssektor getragen und durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt wird.
- Quote paper
- Steffi Winkler (Author), 2002, Verbände und Vereinigungen im Bereich des Bibliotheks- und Dokumentationswesens, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/24606