Chronist - Motive - Horizonte - Publikum: Studie zur deutsche Fortsetzung des Anonymus Leobiensis


Seminararbeit, 2003

48 Seiten, Note: Sehr Gut


Leseprobe

1. Inhaltsverzeichnis

2. Vorwort

3. Der Anonymus Leobiensis

4. Der Chronist: Individuum und Historiograph
4.1. Vorbemerkung
4.2. Der Chronist als Zeitzeuge
4.3. Charakteristika spätmittelalterlicher Historiographie
4.4. Die Sprache der Chronisten
4.5. Chronist und Publikum

5. Historischer Hintergrund

6. Aufarbeitung der Quelle

7. Versuch einer detaillierten Darstellung der Schwerpunktsetzung
7.1. Thematische Schwerpunkte
7.2. Geographische Schwerpunkte

8. Resümee

9. Bibliographie
9.1. Gedruckte Literatur
9.2. Webdokumente

2. Vorwort

Im Rahmen des Seminars Wahrnehmung von Katastrophen im Spätmittelalter wurde anhand einer Quelle erarbeitet, wie Menschen dieser Epoche mit einschneidende Erlebnisse aus ihrer Umwelt umgingen. Hauptaugenmerk lag nicht auf dem Wahrheitsgehalt der Überlieferung, sondern kam der Darstellungsweise der Wahrnehmung zu.

Bei der behandelten Quelle handelte es sich um die deutsche Fortsetzung des Anonymus Leobiensis [1] , welche eine außergewöhnliche Schilderung der Katastrophenjahre 1347-1350 in den habsburgischen Landen darstellt.

In folgender Arbeit versuche ich, Motive und Horizonte des unbekannten Autors dazustellen und die Ausrichtung auf ein mögliches Zielpublikum auszuforschen. Gleichzeitig möchte ich auf die gegenseitige Einflussnahme hinweisen.

Dabei gilt es jedoch immer, dem Wahrnehmungsfaktor besondere Beachtung zukommen zulassen.

3. Der Anonymus Leobiensis

Das Anonymi Leobiensis Chronicon stellt eine einzigartige Quelle zur Österreichischen Geschichte dar. Der in Laufe dieser Abhandlung bearbeitete Abschnitt bildet zwar nur einen kleinen Ausschnitt des eigentlichen Chronicons, doch muss klargestellt werden, worum es sich überhaupt handelt.

Der Melker Benediktiner Hieronymus Pez, ein eifriger Sammler österreichischer Historiegraphie, war im Klosterneuburger Chorherrenstift fündig geworden.: Im Jahre 1721[2] erschien unter dem Namen Anonymus Leobiensis ein Druck, der in überraschend ausführlicher Weise Überlieferungen zur Geschichte Österreich im 14 Jh. beinhaltete.

Es handelte sich um ein für das Spätmittelalter typisches Geschichtskompendium, indem die bedeutsamsten Daten der Christenheit Verknüpfung mit territoriums- und dynastiebezogener Zeitgeschichte Verknüpfung fanden. Unter dem Titel cronica ab incarnationem domini et gesta principum sacerdotum erfährt man die Geschichte der habsburgischen Lande Österreich, Kärnten, Steiermark von Jahre 1 bis 1341.[3] An die Überlieferung schließen sich weitere annalistische Fortsetzungen an. Zunächst zwei lateinische Texte: eine Prophetie von1345 welche sich auf die Schlacht von Crécy bezieht, weiters einen Brief von 1346, in welchem der Ritter Johannes Schönfelder eben über diese berichtet.

Mit 1347 setzen ausführlich deutsche Annalen ein, die jedoch schon 1350 wieder abbrechen[4] – und diese bilden dem Kern meiner Forschungsdarstellung.

Im Überlieferungskomplex schließt sich an diese noch die Beschreibung des „Streits zu Mühldorf“ (das damals zum Erzstift Salzburg gehörte)[5] an, der kriegerischen Auseinandersetzung, die 1322 Ludwig dem Bayern den Sieg über den Habsburger Friedrich den Schönen brachte. Es ergibt sich also ein Konglomerat, das -zwar aus mehr oder weniger eigenständigen Teilen bestehend- zumeist als Ganzes behandelt, und auch so tradiert wurde. Doch die Tatsache der gemeinsamen Tradierung bedeutet nicht, dass die einzelnen Teile dem selben Verfasser zuzuschreiben, den gleichen Entstehungsort- und Zeitraum haben. Denn wie schon erwähnt, handelt es sich um eine Zusammensetzung aus selbstständigen Teilen. Es liegt also ein typischer Vertreter eines spätmittelalterlichen Geschichtskompendiums vor, deren Hauptmerkmal die kompilatorische Vorgangsweise darstellt, die auf ein eigenständiges Verarbeiten von Quellen, sowie eigene Formulierungen verzichtet. Es werden ausgewählte Abschnitte verfügbarer Handschriften in zum Teil unveränderter Form aneinandergereiht.[6] Die Arbeit des Schreibers ist also keine Interpretation, sondern Mitteilen und Überliefern- der Schreiber tritt in seiner Rolle als Schaffender hinter sein Werk zurück. So ist auch zu verstehen, wieso die Namen der „Autoren“ nur in seltenen Fällen überliefert sind. Es ist zu fragen, welche Teile an welchem Ort zu welcher Zeit aus welchem Grund eingefügt wurden, ob die Bestandteile voneinander abgegrenzt wurden, und ob ein bloßes Kopieren oder eigenständiges Verarbeiten der Quellhandschriften vorliegt.[7]

Aufgrund der vielen Leoben betreffenden Lokalnachrichten schloss Pez auf eine Entstehung diesem Raum, und schrieb das Werk einem unbekannten Leobener Dominikanermönch zum, dem Anonymus Leobiensis.

Über den tatsächlichen Entstehungsort des ersteren, heilsgeschichtlich geprägten Abschnitt über die Jahre 1 bis 1347 sowie dessen Entstehungszeitpunkt kam es zu lebhaften Diskussionen und den unterschiedlichsten Thesen. Warum sollte man von einer Entstehung im Leobener Dominikanerkloster ausgehen können, nur, weil im Text auf lokale Gegebenheiten eingegangen wurde? Wurden bei Kompendien wie dem Vorliegenden nicht bekanntlich alle verfügbaren Informationen in eine für Schreiber und Publikum passende Forma gebracht, zum Teil einfach abgeschrieben, zerstückelt und nach Belieben wieder zusammengesetzt?

So sprach sich Joseph Zahn für das steirische Zisterzienserkloster Neuberg aus. Fedor Schneider verwarf die These und vermutete eine Entstehung in Wien oder Umgebung (Kosterneuburg) Schneiders Hauptinteresse lag aber weniger am Anonymus Leobiensis selbst, als an der in ihm enthaltenen Verarbeitung des Liber certarum historiarum, das dem Zisterzienserabt Johann von Viktring zuzuschreiben ist.[8] Dem AL liegen neben dem L iber Johanns noch andere Quellenkomplexe zugrunde, auf die ich in Zusammenhang mit meiner Fragestellung aber nicht eingehen möchte. Hier sei jedoch auf die Arbeit Winfried Stelzers Studien zur österreichischen Historiographie des 14 Jh. verwiesen, in der er nachweist, dass Pez mit seiner Vermutung doch richtig lag.

Im Laufe dieser Abhandlung möchte ich darstellen, wie man anhand von textimmanenten Hinweisen Rückschlüsse über Schreiber und Publikum, weiters ungefähre Entstehungszeit und Ort geben kann.

Viele regionale Chroniken brechen in dieser von Krisen geprägten Zeit ab; so finden z.B. Schriften aus dem Baltikum, Mitteldeutschland oder der Schweiz und Schwaben keine Fortsetzung.[9] Im Gegensatz dazu steht der die Jahre 1347 bis 1350 behandelnde Abschnitt des AL. Er ist unter anderem deshalb so interessant und wertvoll, da einige historische Begebenheiten einzig in diesem Kontext überliefert sind.

Um das wahrscheinliche Zielpublikum näher abstecken zu können ist es oft hilfreich, den Überlieferungsumfang etwas genauer zu betrachten. Auch abgesehen von der Tatsache, dass die Quellenlage für diesen Zeitumfang mehr als knapp ist –es also „nicht viel anderes überlieferbare“ gab-, fand der AL rege Verbreitung, und wurde bis ins frühe 16. Jh. mehrfach kopiert. Die älteste erhaltene Überlieferung bilden die aus dem ausgehenden 14. Jh. stammenden Kremser Fragmente, ihr folgt um 1400 der Zwettler Codex 59, danach der mit 1440 datierte Klosterneuburger. Der Ende des 15. Jh. eventuell nach Kremser Vorlage entstandene Wiener cvp. 3445 setzt erst mit dem Jahre 1215. Der ehemals Heidelbergische Codex Palatinus 971 wurde im Auftrag Pfalzgraf Ludwigs kopiert. Neben diesem existieren noch 3 weitere Abschriften, von denen 2 in der Biblioteca Magliabecchiana in Florenz aufbewahrt werden.[10]

Wenn man die Überlieferungslage zur Stütze für Vermutungen gebraucht, gilt es aber, mehrere Umstände zu betrachten: Intendiertes Publikum ist zum ersten nicht immer identisch mit dem tatsächlichen, sprich dem Überlieferungsträger; weiters kann es durch Verluste oder noch nicht Entdecktes zu einer Verzerrung der eigentlichen Verbreitungslage kommen.

4. Der Chronist: Individuum und Historiograph

4.1. Vorbemerkung

Ehe ich mich an die eigentliche Beschäftigung mit meinem Forschungsthema, der Erkundung über Motive und Horizonte des Chronisten und seine Ausrichtung auf ein bestimmtes Publikum machen konnte, hatte ich mir ein umfangreiches Hintergrundwissen anzueignen. Dies betraf wohl zu einem Großteil die historischen Fakten, die umfangreichste Recherche war aber nötig, um den Chronisten als Individuum zu erfahren, und um –gemäß des Seminarthemas- seine Art von Wahrnehmung, soweit überhaupt möglich, besser zu verstehen.

Ich hatte mich mit der Geschichtsauffassung, dem Geschichtsbild und dessen Verständnis auseinander zusetzen, die Art der Historiographie, ihre verschiedenen Funktionen zu verstehen versuchen, die Veränderungen im Geschichtsverständnis und folglich der Neuerungen in der Geschichtsschreibung zu erkennen; ich hatte mich den spätmittelalterlichen gesellschaftlichen Vorstellungswelten und Denkmustern zu nähern – oder zumindest es zu versuchen: Denn die Behauptung, Gedankenkonstrukte einer vergangenen Epoche in allen Punkten nachvollziehen zu können ist anmaßend, und keinesfalls produktiv.

Die scheinbare Einfachheit der in der Quelle praktizierten Geschichtsdarstellung hat keinen großen Einfluss auf das mitzubringende Wissen und Einfühlungsvermögen, dass nötig ist, auch zwischen den Zeilen „richtig“ zu lesen.

Im folgenden Abschnitt möchte ich ausführlich darauf auf den spätmittelalterlichen Chronisten und sein Lebens-, Denkens- und Handlungsumfeld eingehen. Einiges davon mag nicht zum Thema passend erscheinen, doch ist (für mich) alles hilfreich und nötig, um ein Verständnis für das Arbeiten eines Historiographen dieser Zeit auszubilden, und ihn – den Menschen- als eigentliche Quelle zu sehen. Denn nur so kann man letztendlich ein zu einem Verständnis für die Entstehung und Ausformung einer schriftlichen Quelle dieser Art finden

4.2. Der Chronist als Zeitzeuge

Geschichtsschreibung, hochstehende ebenso wie niederrangige, ist immer ein Spiegel des Bewusstseins einer Zeit, ihrer Tendenzen und bestimmten Ideen. Somit wird sie zum Schlüssel zum Denken und den geistigen Grundlagen einer Epoche.

Wir finden uns in einer Zeit, in der ein lateinisch-katholischer Grundstock immer noch prägend ist für alle Literaten, selbst wenn eine deutliche Auflockerung spürbar wird. Dies vor allem im Anteil der Laien an der Geschichtsschreibung. So kann man weiterhin von einer gemeinsamen „europäischen Tradition“ sprechen.[11] Chronikwerke des späten Mittelalters sind selten die herausragender Denker und Literaten, sondern die durchschnittlicher Kleriker, Bürger oder kleiner Ritter. Das vermehrte Auftreten spiegelt die zunehmende Alphabetisierung wider.[12] Es handelt sich also nicht um Berufshistoriker, sondern literati, die sich überwiegend oder nebenbei der Historie widmen.[13]

Der Chronist ist Zeitzeuge im dreifachen Sinn:

-Er ist Berichterstatter von dem, „wie es wirklich war“, und das vielleicht am wenigsten.
-Das, was indirekt ausgedrückt wird. Hier spielt die individuelle Sensibilität eine wichtige Rolle.
-Der Chronist als Zeitzeuge, indem er sich selbst einbringt: Seine Tendenzen, Interessen- der Chronist als Teil seiner Zeit.[14]

Der Schreiber entstammen einer einheitlich sozialen Gruppe, zumeist dem Klerus. Diese ist gekennzeichnet durch ähnliche Tradition, ähnliche Schreibabsichten, Inhalte oder Publikum – das Werk steht in der Historiographietradition seines Entstehungsortes.[15] Der Schreiber hat eine gewisse Schulbildung durchgemacht und ist in einem gewissen Umkreis verhaftet, für den er in der Regel schreibt. Sei es seine eigene Familie, das Kloster, ein Auftraggeber oder eine anonyme Öffentlichkeit, die er aber mit festen Assoziationen verbindet. Er teilt also die Mentalität eines gewissen Umkreises, ist auf den Erwartungshorizont eingestellt, schreibt in Topoi und Denkschablonen seiner Bildung, kurz: er ist mit dem literarischen Schaffen seiner Zeit untrennbar verbunden. Er verfolgt gewisse Ziele, sein Werk soll eine Funktion erfüllen.[16]

Mancher Verfasser einer Chronik verfolgt konkrete Ziele und schildert den Ablauf der Ereignisse nicht nur aus abstrakten Interesse an Gegenwart oder Vergangenheit. Man darf aber Tendenzen noch nicht mit Funktion, und beides nicht mit bewusster Absicht gleichsetzen. Mit Funktion und Erwartungshorizont der Leserschaft bzw. Zuhörer hängt die Wertung der beschriebenen Ereignisse zusammen. Diese setzt bereits bei der Auswahl der beschriebenen Ereignisse ein. Frantisek Graus meint dazu:

„Schon durch den Blickwinkel, der den Historiker dazu führt, ein Geschehen aus Vergangenheit oder Gegenwart als so bedeutsam anzusehen, dass es wert sei, aufgezeichnet bzw. „erforscht“ zu werden, fällt die Entscheidung“[17]

Für meine Arbeit stellt die Wahrnehmung und Darstellung der Pest ein geeignetes Beispiel dar, um den Vorgang der Wertung zu veranschaulichen. Wurde die erste Pestwellen von Zeitgenossen sehr genau beschrieben, die nachfolgenden aber kaum mehr im selben Ausmaß niedergeschrieben. Nur durch die verminderte Quellenlage können aber keine Rückschlüsse über deren tatsächlichen Ausmaße gemacht werden. Klar werden unterschiedliche Bewertungen von Ereignissen bei Schilderungen von Szenen, die in späteren Zeiten als wichtig erschienen, und man sich wundern muss, wie diese fast unbeachtet an Zeitgenossen vorübergehen konnten. So lässt sich erkennen, dass Nachrichten eine gewisse „Inkubationszeit“ brauchen, um richtig eingeschätzt und vom bloß spekulativen Tagesgeschehen getrennt zu werden: Vielfach wurde mittelalterlichen Chronisten ein Unvermögen vorgeworfen, wichtige Dinge zu erkennen (v.a. in der Wertung „bedeutender“ Schlachten).[18] Der Umgang mit seit Jahrhunderten überlieferter Geschichte spiegelt ein Geschichtsbewusstsein wider, dass nicht nur an politischen oder militärischen Ereignissen Interesse zeigt, sondern auch an Akzeptierung oder Abweißung verfassungsrechtlicher, sozialer oder wirtschaftlicher Besonderheiten. So kann es geschehen, dass Phänomene, die zwar für große Bevölkerungsschichten relevant sind, aber trotzdem nicht als Sammelbegriff aufgezeichnet sind. So z.B. der Grundherrschaftsbegriff, der zwar in der historischen Entwicklung von großer Bedeutung ist, Geschichtsschreibern aber entgeht, begriffs- und namenlos bleibt.[19]

Ein historisches Faktum entsteht durch eine doppelte Einreihung in eine zeitgenössische (synchrone) und eine zeitdurchlaufende (diachrone) Ebene. Das Geschichtsdenken des Mittelalters blieb aber von universalgeschichtliche Konstruktionen bestimmt. Es bestand die Grundidee der Einheit, des geschlossenen Zusammenhangs aller Geschichtsfelder- diachron wie synchron.[20]

Es herrscht das Vorurteil, Statik sei der beherrschende Gedanke der mittelalterlichen Welt: Ständevorstellungen und die, soziale Ungleichheiten seien im Willen Gottes verankert hätten keine Dynamik aufkommen lassen. Das Zeitgefühl kenne keine Veränderung, sondern nur die Dauer des vorgegebenen Zustandes. Nun war die Geschichtsschreibung vornehmlich darauf bedacht, unverbundene Tatsachen in der Geschichte in einen universalen Zusammenhang zu bringen, symbolisches Denken verhinderte aber, einen wirklichkeitsbezogenen Geschichtsbegriff herauszubilden.[21] Dieses Bild verändert sich, richtet man den Blick nicht nur auf das geschichtliche Selbstverständnis dieser Zeit, sondern auf Tatsachen und Ereignisse. Nun erkennt man eine wildbewegte Epoche.[22] Es bleibt jedoch zu fragen, ob dieser Wandel als allgegenwärtiges Phänomen bewusst wahrgenommen wurde.

In seiner Schreibweise passt sich der Chronist zum Teil an die „öffentliche Meinung“ an, sei es durch Auswählen, Hervorheben, Weglassen, durch Kausalbegründungen oder Legitimieren.[23]

Geschichte ist sprachphilosophisch gesehen die Summe der retrospektiven Vorgänge, durch die den Lebensereignissen einer Gewissen Person Bedeutung zugemessen oder abgesprochen wird. Es lässt sich eine Dreigliederung bei der Bildung historischer Ereignisse feststellen:

-Erinnerung als Rekonstruktion von Geschehenem
-Glättungsvorgänge im Dienst der Gestaltbildung
-Verwendung kulturell verfügbarer Muster und Begründungsmuster[24]

Für meine Fragestellung ist es wichtig zu beachten, dass bei Geschehnissen mit direktem regionalem Bezug viel eigene Erinnerung eingeflossen ist, und die Verfügbarkeit der (selbst) erlebten (und geglätteten) Ereignisse höher ist.[25] Interessant wäre hier zu erforschen, ob und inwiefern die Reformierung der Gesellschaft auf territorialer, administrativer und wirtschaftlicher Ebene einen Wandel in der persönlichen Wahrnehmung und Interpretation des Chronisten bedingt.

4.3. Charakteristika spätmittelalterlicher Historiographie

Die Grenzen zwischen Chroniken und anderen literarischen Gattungen sind fließend. Da die Verfasser von historischen Schriften nebenbei auch andere Werke verfassten, ist es oft schwer, Historie von Unterhaltungsliteratur abzugrenzen (was auch heute ab und an schwer fällt).[26] Grob lassen sich sieben Grundgattungen unterscheiden. Davon sind drei ständisch gebunden (Bistums-/Klostergeschichte, Dynastiegeschichte, Stadtgeschichte), und vier gewissermaßen „neutral“ (Weltchronik, Landesgeschichte, Annalen, persönliche Geschichte: Tagebuch, Memoiren,...)[27] Im Spätmittelalter kommt es zu einer Auffächerung, es entstehen neue Varianten. Zur Stadtgeschichte tritt die eidgenössische, zur Dynastiegeschichte die der stadtadeligen Bürger, zur Weltgeschichte kommt die Neuigkeitenchronik. Für die Zuordnung ist die Absicht des Autors maßgeblich, welche sich entweder im Titel, Einleitung, Formgebung oder inhaltlichen Schwerpunkten manifestiert. In unserem Fall lassen sich derlei Rückschlüsse nur aus der Schwerpunktsetzung ziehen.

Der Stand der Chronisten ist oft nicht identifizierbar. Zwar steigt der Anteil der Laien, doch bleiben Geistliche ( Weihe, Gelübde) in der Überzahl.[28]

Wie bereits erwähnt: Jede Geschichtsschreibung ist nur ein Teil aller Faktoren, die die Geschichtsvorstellungen einer Zeit bilden und steht mit diesen in einem gebenden und nehmenden Zusammenhang. Historiographie erfüllt vielfältige Funktionen die ihr entweder mit anderen Gattungen gemeinsam sind (Propaganda, Unterhaltung), oder solche, die mehr oder weniger ihr vorbehalten sind (Belehrung bzw. Begründung durch den chronologisch rückgreifenden Zugang. Bezeichnend für die Geschichtsschreibung des Spätmittelalters ist der Versuch einer Systematisierung und Evidenz, ein bewusstes einbeziehen der (persönlichen) Gegenwart und die „kritisch“-gelehrte Entdeckung einer ferneren Vergangenheit. Letzteres ist aber nur durch den Rückgriff auf schriftliche Vorlagen (Quellen) möglich, und deshalb ein der Historiographie vorbehaltenes Vorgehen.[29] Dieser Rückgriff, der im Spätmittelalter in diesem Maß neuartig einsetzt, dient vor allem zur Begründung eines historisch-fundierten Selbstbewusstseins (Prestigebedürfnis) von Großgemeinschaften. Hier zumeist das der im Spätmittelalter neu entstehenden Nationen, die zunehmend als Schicksalsgemeinschaften interpretiert werden. Es kommt zur Heroisierung der Vergangenheit eigener säkularer Gruppen. In diese, Zusammenhang funktioniert Geschichte als Garant des Weiterlebens von Gemeinschaften.[30]

Die Tendenz der spätmittelalterliche Historiographie neigt also zu einer Zusammenfassung der großen Wissensfülle: Man will gelehrt sein, den Überblick haben. So lassen sich auch die großen Erfolge historischer Nachschlagewerke (z.B. Martin von Troppau) erklären. Die literarische Tätigkeit richtet sich nach dem Erwartungshorizont, die Erfüllung dessen entscheidet über Erfolg oder Misserfolg[31] - wie explosionsartigen Verbreitung zahlreicher Kompendien, aber Ablehnung des Werkes von Johann von Viktring beweißen. Historische Auftragsarbeiten erleben einen Aufschwung (Vergl. S.44)

Laut Herbert Grundmann erlangen diese Kompendien „epidemische Verbreitung“ und stellten alle anderen Geschichtswerke an Beliebtheit in den Schatten. Im 19./20. Jh. wurde die Arbeit mittelalterlicher Geschichtsschreiber meist negativ beurteilt, weil sie aus dem Blickwinkel der historiographischen Einzelleistung betrachtet wurden. Aber die Kompilatoren stammen aus einem anderen literarischen Milieu als z.B. ein Otto von Freising, und die soziale Struktur des Publikums unterscheidet sich auch grundlegend davon. Aus einer rein positivitisch-quellenkundlichen Sichtweise handelt es sich augenscheinlich um eine geringe Originalleistung der spätmittelalterlichen Autoren, die lediglich Kompilationen erstellten und nur wenig anderweitig nicht belegbare, für Ereignisgeschichte bewertbare Nachrichten verwendeten.[32] Die deutsche AL-Fortsetzung hebt sich davon ab. Unterstrichen durch das Faktum, dass anderswo nicht belegte Ereignisse geschildert werden, kann man sehr wohl von einer Eigenleistung, und somit von einem „tatsächlichem Autor“ sprechen, denn reine Kompilatoren wurden von Historikern vergangener Perioden zumeist als wertlose Plagiatoren bezeichnet. Nicht selten fehlt ein Vor- oder Nachwort, in dem die Ziele dargelegt werden, es gibt keine „subjektiven“ Äußerungen, die eventuelle Absichten enthüllen, keine Kommentare oder Urteile. Dies trifft wiederum auf den von mir behandelten Text zu.

Um auf reine Kompilationen zurück zu kommen, so findet man häufig nichts anderes als eine Aneinanderreihung von Auszügen und Abschriften und nicht zusammengehörigen Texten.[33] Eine faktenorientierte Geschichtswissenschaft kann also nur zur negativen Bewertung der mittelalterlichen Historiographie kommen. Das macht sich z.B. auch in der Editionstechnik der Monumenta Germaniae Historica bemerkbar, wo graphisch zwischen Originalleistung und übernommenen Passagen (Groß-/Kleindruck) unterschieden wird.[34]

Man muss aber verstehen, dass diese Zeugnisse der Historiographie nach dem Willen des Autors nichts anderes sein sollten als Kompilationen und Handbücher. Man muss auch verstehen, dass Geschichtsschreibung immer sowohl Bestandteil des Gesamtbildes einer Gesellschaft als auch ein Teil der Literatur der betreffenden Zeit ist, und die Grenzen zu anderen literarischen Gattungen fließend sind.

Hier liegen findet man jedoch die Vorteile der Bettelordenschroniken. Diese liegen darin, dass sie am nächsten in die unmittelbare Vergangenheit heranführen, die Ereignisse zum Teil sogar aus eigenem Erfahren oder Erinnern der Älteren geschildert werden.[35] In Bettelordenschroniken findet man einen deutliche Hinwendung zur Welt. Es ist die Geschichte ihrer werdenden Territorien, und von Herrschern als Möglichkeit der Selbstdarstellung erkannt. Die Aufzeichnung der Geschichte der Familie dient der Unterrichtung der Nachkommen über ihre Herkunft und die historischen Leistungen ihrer Vorfahren. Also zum Teil ihrer ideellen Selbstbestätigung und Legitimation. So ist auch zu verstehen, dass viele Chroniken bestimmten Herrschern gewidmet sind, oft ist sogar der Fürst selbst Auftraggeber. Manche Herrscher wollen ein Monument für die Dynastie schaffen, andere sind nur an der historischen Bildung interessiert.[36]

Vor dem Spätmittelalter fehlt Geschichtsschreibung von Landesherrschaft oder Territorien, weil diese Institutionen noch nicht existierten. Über Adelige erfährt man nur durch gelegentliche Angaben in Reichs-, Bistums- oder Klosterchroniken. Hier stellt man vor allem das Bedürfnis nach einer Genealogie fest, doch erst Ende des 12. Jh. beginnen nichtkönigliche Dynastien (z.B.Welfen) mit der Aufzeichnung ihrer Geschichte.[37] Und erst im 13. Jh. wird durch den Zusammenbruch des Königtums der Rahmen für die Geschichtsschreibung des Adels geschaffen, der nun auch rechtlichen Eigenstand hat. Ab diesem Moment ist das Selbstbewusstsein auch bei nichtköniglichen Familien soweit gestiegen, dass der Auftrag erteilt wird, Geschichte zu schreiben.[38] Man wünscht einen Überblick in leicht verständlicher Sprache- also Deutsch. Ziel ist hier die historische Allgemeinbildung: Als Fürst hat man die Geschichte seines Landes zu kennen. Doch galt es, den Stoff der Weltgeschichte auf Wesentliches oder bestimmte Sachgebiete zu komprimieren.[39]

Die Tendenz führt also weg von Universalchroniken und hin zu Territorialchroniken– die Gattungsart ändert sich mit Fragestellung. Waren Universalchroniken heilsgeschichtlich geprägt, so entsteht die typisch regionale Geschichtsschreibung in Verbindung mit der Gebrauchsform Weltchronik. Die Ausrichtung erfolg auf ein bestimmtes Untersuchungsfeld, z.B. Die Welt; Bayern.[40] Die Geschichtsschreibung des Spätmittelalter beschränkt sich auf kleinere Räume und Zeiten als früher. Diese Tendenz ist in der AL-Fortsetzung mehr als deutlich spürbar.

Was ist eigentlich regionale Geschichtsschreibung? Peter Johanek meint, der Begriff sei an sich eine Ausflucht und beschreibe regional ausgerichtete Texte der Landes- und Stadtgeschichte. Was ist aber Landesgeschichte? Die Geschichte einer mehrere Territorien umfassenden Landschaft, oder die Genealogie einer Dynastie? Er will darstellen, dass die jeweilige Bezeichnung auch hier von Nuancierungen der Schwerpunktsetzung abhängt.[41] Frantisek Graus nennt den Interessenskreis als wichtiges Gliederungsmerkmal.[42] Auch Herbert Grundmann erkennt die Schwierigkeit der Typologisierung, wie sie für Werke des Spätmittelalters auftritt:

„Die Anlässe und Formen der rasch anschwellenden Historiographie ist so vielfältig, dass eine geordnete Übersicht nicht leicht möglich ist.“[43]

Eine Definition für Universalgeschichte lässt sich leichter finden, da sie von anderen Zeugnissen der erzählenden Geschichtsquellen einigermaßen klar abzugrenzen ist:

„Universalchroniken stellen den gesamten für sie literarisch erreichbare Weltgeschichte dar. In der Regel überblicken sie von der Schöpfung bis zur eigenen Zeit profane und biblische bzw. kirchliche Geschichte, aber auch kultur- und naturgeschichtliche Ereignisse. Alle Begebenheiten ordnen sie einem bestimmten zeitlichen Rahmen zu, [...]“ (Heinrich Krüger)[44]

Anna Dorothe von Brincken unterscheidet hier drei Typen:

- Series Temporum, welche in der Regel nach einzelnen Jahreszahlen, Jahrzehnten oder regna gegliedert sind;
- Mare Historiarum, wo unter Unterbrechung des annalistischen Schemas ausführlich erzählt und über den Geschichtsverlauf flektiert wird. Aus dieser Betrachtung folgt eine moralische Belehrung.
- Imago Mundi, der enzyklopädische Typ, in dem die Geschichtsdarstellung nur einen Teil des gesamten verfügbaren Wissens über die Welt ausmacht.

Series Temporum sind bei weitem die zahlreichsten, und weißen auch den größten Einfluss auf die regionalgeschichtliche Ausrichtung neuartigen Geschichtsschreibung auf.[45] Diesem Typ wäre wohl auch die AL-Fortsetzung zuzuordnen.

Constantin Hruschka bietet eine etwas weitläufige, für meine Arbeit aber trotzdem passende Definition: Regionale Geschichtsschreibung umfasst wage alles, was lokal oder regional gebundene Thematik zum Ausgangspunkt historiographischer Darstellung nimmt. Auch die Darstellung von Universal- oder Reichsgeschichte erfolgt aus einem regionalen Blickwinkel.[46] Genannte Personen stehen meist in unmittelbarem Zusammenhang mit der Region des Chronisten. Gegenwartschronistische Abschnitte zeichnen sich zumeist dadurch aus, dass sie ohne chronikalische Vorlagen entstanden sind, und einen sowohl ausgewählten zeitlichen als auch territorialen Rahmen haben.[47] Die AL-Fortsetzung erscheint somit als typischer Vertreter der Gegenwartschronistik.

Martin von Troppau schuf mit seiner Papst-Kaiserchronik einen Gattungstyp, der den neuen Bedürfnissen von Schreiber und Publikum entgegenkam. Sie entspricht als Kompendium - ergänzt durch biblische Geschichten- einer typischen Bettelordenschronik und diente dem praktischen Gebrauch im Unterricht. Deutlich zum Ausdruck kommt die für Bettelordenchroniken typische moralische Tendenz.[48] Da sich das Schema je nach Bedarf ausdehnen ließ, fanden spätere Chronisten ein Medium, das sich, durch eigene Nachrichten ergänzt, auf zeitlich und örtliche Standpunkte abstimmen ließ.[49] Es erfolgt die Verankerung in einer Region, samt ihren Blickweisen und Interessen. Wird Älteres kompiliert, so ist die Vorlage in der Regel der selben Gegend verbunden wie der Chronist selbst.[50] Es besteht aber auch das Bemühen, vorgegebene Fakten der Regional und Lokalgeschichte, sogar Biographien einzelner Personen mit dem Ablauf der Universal- und Reichsgeschichte zu verbinden.[51] So ist zu verstehen, dass auch in regionalorientierten Chroniken der weltgeschichtliche Anteil nicht zu kurz kommt. Es geschieht eine Einbettung in universal- und reichsgeschichtliche Abläufe, zumindest wird aber eine Verbindung hergestellt- es gibt keine völlig isolierte Darstellung territorialer Geschichte.[52] In unserem Fall scheint es manchmal fast eher eine übergangslose Einbettung von Universal- oder Reichsgeschichte in regionalbezogene Historiographie

Trotz aller Regionalisierung hat die rege Verbreitung der Bettelordenskompendien der retrospektiven Historiographie weitere Bezugspunkte weit über den regionalen Raum geliefert, und das Rezipientenverhalten gegenüber historischern Texten nachhaltig beeinflusst. Also findet man auch in Darstellungen mit eng begrenztem Berichtshorizont immer wieder Äußerungen, die die Bedeutung der universalen Gewalten hervorgehoben. In der Gegenwartschronistik ist zwar die Regionalisierung des Geschichtsverständnisses am weitesten fortgeschritten, aber das Interesse an Inhalten der Universal- und Reichsgeschichte bleibt bestehen.[53]

Trotzdem treten vermehrt Züge wie Subjektivität, Parteinahme oder „Horizonte“ auf.[54] Die Einstellung auf einen gewissen Leserkreis konnte dem Werk eine massive politische Tendenz verleihen. Bei einem Auftragswerk, dass den eigenen Standpunkt historisch untermauern sollte, war die Direktive schon vorgegeben.[55] In unserem Fall wird darauf noch näher eingegangen werden.

Diese Parteinahme steht im direktem Zusammenhang mit der Instrumentalisierung der Historiographie- die Chronik als Propagandamedium[56] Die Schriftlichkeit an sich kann als Machtfaktor betrachtet werden, denn nur was schriftlich festgehalten ist, ist festgehalten für die Nachwelt. Die machtvolle Stellung des Chronisten innerhalb einer Elitekultur ist also nicht zu unterschätzen.[57]

Die Chronik vermittelte also ein Geschichtsverständnis und bildet Hintergrund, auf dem man selbst Kaiser, Herrscher oder Reich sah. Somit beeinflusste sie das Vorverständnis mit welchem ein spätmittelalterlicher Leser individueller und eingehender auf Schilderung und Beurteilung von Herrscher und Vergangenheit begegnete, und somit auch den von ihnen gesetzten Traditionen für die Gegenwart.[58] Die Tradierung und Ausbildung von Geschichtsbildern kommt vor allem in der Höfischen- und Heldenepik zum Vorschein.

Die Chronik erfüllt den Auftrag, Wissen über eine vergangene Zeit zu bewahren, aber nicht als historische Wahrheit, sondern aktualisiertes Wissen für die eigene Zeit.[59]

Im Spätmittelalter kommen der Geschichte vermehrt Funktionen zu. So z.B. Rechtmäßigkeit des Besitzes (oder Ansprüche) zu beweißen. Es ist eine Zeit, in der Gutes und Altes als Synonym für Recht steht. Und wenn Erzählungen über alten Besitz oder Vorrecht schon nicht als Beweiß gelten, dann zumindest aber als Legitimation.[60]

Die Geschichtsschreibung des Spätmittelalters weisen im Hinblick auf die des Hochmittelalters drei Merkmale aus: Begierde nach Neuigkeit, Streben nach Kurzweil und ein lockeres Verhältnis zur Wahrheit. Letzteres legitimiert sich durch den Wunsch nach Kurzweil.[61]

Die Werke dieser Zeit zeichnen sich durch ihren chronologischen Charakter, ihr eigenständiges Profil und, wie schon erwähnt, dadurch aus, dass sie nicht sonderlich sprachlich hochstehend verfasst sind. Aber eben diese Merkmale sind typisch für den spätmittelalterlichen Umgang mit Geschichte und sind Zeugen für ein zersplittertes Geschichtsbild, bei dem sich Fakten und Bewertungen unterschiedlicher Versionen gegenüberstehen. Die Kompilationsarbeit bringt den Schreiber in Berührung mit divergierenden Geschichtsbildern, die er (nicht immer) mit einander in Verbindung zu bringen versuchte.[62]

[...]


[1] Hieronymus Pez (ed.), Scriptores rerum Austriacum, Bd. 1 (1721) Sp. 968

[2] Vergl. Urban Bassi, Studien zur Chronik des „Anonymus Leobiensis“ (Wien 1995) 1

[3] Vergl. Winfried Stelzer, Studien zur österreichischen Historiographie im 14. Jahrhundert. I. Die Chronik des „Anonymus Leobiensis“ und die Leobner Martins-Chronik 369

[4] Vergl. Stelzer, Studien 373

[5] Vergl. Josef Lenzenweger, Albrecht II., der Lahme, Herzog von Österreich und die Päpste von Avignon 33

[6] Vergl. Stelzer Studien 374

[7] Vergl. Ebd. 375

[8] Vergl. Ebd. 370

[9] Vergl. Rolf Sprandel, Sprandel, Chronisten als Zeitzeugen; in: Forschungen zur spätmittelalterlichen Geschichtsschreibung in Deutschland (Köln/Wien 1994) 5

[10] Vergl. Stelzer, Studien 372

[11] Vergl. František Graus, Hans Patze, Zusammenfassung der Tagung; in: Geschichtsschreibung und Geschichtsbewusstsein im späten Mittelalter (1987) 840

[12] Vergl. Sprandel, Chronisten 1

[13] Vergl. František Graus, Funktionen der spätmittelalterlichen Geschichtsschreibung; in: Geschichtsschreibung und Geschichtsbewusstsein im späten Mittelalter (1987) 26

[14] Vergl. Sprandel, Chronisten 1

[15] Vergl. Constantin Hruschka, Kriegsführung und Geschichtsschreibung im Spätmittelalter. Eine Untersuchung zur Chronistik der Konzilszeit (Köln/Wien 2001) 24

[16] Vergl. Graus, Funktionen 12

[17] Graus, Funktionen 15

[18] Vergl. Graus, Funktionen 16

[19] Vergl. Graus, Patze, Zusammenfassung 834

[20] Vergl. Gert Melville, Geschichte in ihrer graphischen Gestalt. Beobachtung zur spätmittelalterlichen Darstellungsweise; in: Geschichtsschreibung und Geschichtsbewusstsein im späten Mittelalter (1987) 58

[21] Vergl. Klaus Schreiner, Sozialer Wandel im Geschichtsdenken und in der Geschichtsschreibung der Spätmittelalters; in: Geschichtsschreibung und Geschichtsbewusstsein im späten Mittelalter (1987) 237

[22] Vergl. Schreiner, Sozialer Wandel 238

[23] Vergl. Sprandel, Chronisten 222

[24] Vergl. Hruschka, Kriegsführung 62

[25] Vergl. Ebd. 63

[26] Vergl. Graus, Funktionen 23

[27] Vergl. Sprandel, Chronisten 15

[28] Vergl. Ebd. 17

[29] Vergl. Graus, Funktionen 54

[30] Vergl. Ebd. 55

[31] Vergl. Graus, Funktionen 27

[32] Vergl. Peter Johanek, Weltchronistik und regionale Geschichtsschreibung; in: Geschichtsschreibung und Geschichtsbewusstsein im späten Mittelalter (1987) 305

[33] Vergl. Alois Schmidt, Fundationes Monasterium Bavariae; in: Geschichtsschreibung und Geschichtsbewusstsein im späten Mittelalter (1987) 625

[34] Vergl. Graus, Patze, Zusammenfassung 821

[35] Vergl. Johanek, Weltchronistik 305

[36] Vergl. Hans Patze, Mäzene der Landesgeschichte im Spätmittelalter; in: Geschichtsschreibung und Geschichtsbewusstsein im späten Mittelalter (1987) 333

[37] Vergl. Graus, Patze, Zusammenfassung 822

[38] Vergl. Ebd. 823

[39] Vergl. Ebd. 824

[40] Vergl. Hruschka, Kriegsführung 46

[41] Vergl Johanek, Weltchronistik 295

[42] Vergl. Patze, Graus, Zusammenfassung 842

[43] Zit. in: Johanek, Weltchronistik 296

[44] Zit. in: Ebd. 297

[45] Vergl. Ebd. 298

[46] Vergl. Hruschka, Kriegsführung 153

[47] Vergl. Ebd. 43

[48] Vergl. Anna Dorothee von Brincken, Martin von Troppau; in: Geschichtsschreibung und Geschichtsbewusstsein im späten Mittelalter (1987) 181

[49] Vergl. Sprandel, Chronisten 55

[50] Vergl. Hruschka, Kriegsführung 48

[51] Vergl. Johanek, Weltchronistik 290

[52] Vergl. Ebd. 291

[53] Vergl. Ebd.

[54] Vergl. Hruschka, Kriegsführung 48

[55] Vergl. Graus, Funktionen 28

[56] Vergl. Hruschka, Kriegsführung 49

[57] Vergl. Ebd. 24

[58] Vergl. Johanek, Weltchronistik 328

[59] Vergl. Hruschka, Kriegsführung 48

[60] Vergl. Graus, Funktionen 23

[61] Vergl. Sprandel, Chronisten 25

[62] Vergl. Sprandel, Chronisten 169

Ende der Leseprobe aus 48 Seiten

Details

Titel
Chronist - Motive - Horizonte - Publikum: Studie zur deutsche Fortsetzung des Anonymus Leobiensis
Hochschule
Universität Wien  (Geschichte)
Veranstaltung
Seminar MA: Wahrnehmung von Katastrophen im Spätmittelalter
Note
Sehr Gut
Autor
Jahr
2003
Seiten
48
Katalognummer
V24675
ISBN (eBook)
9783638274937
Dateigröße
854 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Chronist, Motive, Horizonte, Publikum, Studie, Fortsetzung, Anonymus, Leobiensis, Seminar, Wahrnehmung, Katastrophen, Spätmittelalter
Arbeit zitieren
Angelika Zojer (Autor), 2003, Chronist - Motive - Horizonte - Publikum: Studie zur deutsche Fortsetzung des Anonymus Leobiensis, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/24675

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