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Stellenwert der Musik bei der Identitätsbildung von Jugendlichen

Titel: Stellenwert der Musik bei der Identitätsbildung von Jugendlichen

Seminararbeit , 2003 , 15 Seiten , Note: 2-

Autor:in: Katrin Zielina (Autor:in)

Soziologie - Kinder und Jugend
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Zusammenfassung Leseprobe Details

1. Einleitung:

„’Die Musik ist das Leitmedium aller Jugendkulturen. Musik gibt die Geschwindigkeit, den Rhythmus des Lebens in den Szenen vor, beeinflusst die Stimmung und transportiert die Szenephilosophie (...)’“ (Farin, 2001)

Welche Möglichkeiten hat ein Jugendlicher sich als solcher zu definieren und sich in der Öffentlichkeit zu präsentieren? Jugendliche und Jugendkulturen lassen sich genauso wenig auf einen gemeinsamen Nenner bringen wie man Jugendlichen in verschiedene Kategorien einteilen kann. Man würde den Jugendlichen nicht gerecht, wenn man sie in einer Art Schubladendenken entweder beispielsweise nur den so genannten „Ökos“ oder nur den Fans des Technos zuordnen würde. Obwohl jede einzelne Gruppierung oder sogar Kultur durch verschiedene einzigartige Merkmale gekennzeichnet ist, ist es für die Jugendlichen dennoch nicht ausgeschlossen, dass sie mehreren Gruppen gleichzeitig angehören. Letztlich sind alle von diversen Autoren vorgenommenen Einteilungen willkürlich und beschreiben doch nur das eine Phänomen der Abgrenzung von der Welt der Erwachsenen.

Dennoch spielen die eine oder mehrere Kulturen im Leben der Jugendlichen eine entscheidende Rolle. Jede Kultur weist einzigartige Merkmale auf, die diese als solche erkennbar machen. Neben der Kleidung und der Sprache ist der Musikstil der prägendste Faktor für die spätere Identität der Jugendlichen. Dieses Phänomen soll anhand dieser Arbeit dargestellt werden.

Da es nahezu unmöglich ist, alle Jugendlichen einer einzigen bestimmten Jugendkultur zuzuordnen, werde ich auf den nun folgenden Seiten nur einzelne Musikstile oder Jugendkulturen herausgreifen, die nach meiner Meinung einen großen Teil der Jugend abdecken. Diese Stile stehen stellvertretend für unzählige andere Stile und Kulturen. Weiterhin werde ich anhand dieser Stile den Stellenwert der Musik im Leben und im Abnabelungsprozess von den Eltern der Jugendlichen darstellen. Dieser Darstellung geht im Kurzen der geschichtliche Hintergrund der Jugendkulturen voraus. Auch wenn man von einer bestimmten Kultur nicht auf eine beliebige andere schließen kann, werde ich dennoch meine Analyse am Schluss auf die gesamte Jugend ausweiten und in gewisser Weise verallgemeinern, da jedem Beitritt zu einer Kultur und jedem Musikkonsum die gleiche Ursache zugrunde liegt, nämlich die Identitätsfindung.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Jugend und Jugendkulturen in den letzten Jahrzehnten

3. Einfluss der Musik am Beispiel bestimmter Jugendkulturen

3.1 Techno

3.2 Gothics

3.3 HipHop

4. Schlussfolgerung

5. Persönliche Einschätzung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Stellenwert von Musik bei der Identitätsbildung Jugendlicher, indem sie analysiert, wie verschiedene Musikstile und Jugendkulturen als Mittel zur Abgrenzung von der Welt der Erwachsenen und zur Selbstfindung dienen.

  • Historische Entwicklung von Jugendkulturen und deren soziale Bedeutung
  • Die Funktion von Musik als Identitätsmarker am Beispiel von Techno, Gothics und HipHop
  • Einfluss sozioökonomischer Faktoren auf die Abnabelung vom Elternhaus
  • Wandel des Jugendbildes und die Bedeutung von Vorbildern im aktuellen Jahrzehnt

Auszug aus dem Buch

3.1 Techno

Wie die meisten anderen Jugendkulturen begann auch Techno in einem sehr kleinen Rahmen zu Beginn der achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts. Die nur für ein kleines Publikum ausgerichteten Partys fanden an recht ungewöhnlichen Orten wie verlassenen Fabriken oder alten Bunkern statt. Das Prinzip des Technos war von Beginn an die Gewaltfreiheit und einhergehend mit dem Drogenkonsum hatte das Publikum ein enormes Harmoniebedürfnis. Somit knüpft Techno in gewisser Weise an die alte „Flower-Power Generation“ der siebziger Jahre an und selbst heute ist dieser Idealismus der Harmonie noch auf der weltweit größten Technoveranstaltung – der Loveparade – feststellbar.

Die Jugendkultur Techno lebt allein durch die Musik. Es lässt sich kaum ein anderes typisches Merkmal finden, welches die Szene kennzeichnet. Das Publikum ist breit gestreut, aus sämtlichen sozialen Milieus und aus sämtlichen Bildungsgruppen. Auch existiert kein einheitlicher Kleidungsstil wie beispielsweise bei den Punks oder den Gothics. Erlaubt ist, was Spaß macht:

„Politische Losungen finden sich auf T-Shirts und Buttons der Raver selten, am häufigsten wohl noch Drogenlegalisierungswünsche und die Forderung nach ‚Recht auf Spaß’“ (Farin, 1998)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Rolle der Musik als Leitmedium für Jugendliche und beschreibt die Zielsetzung, den Einfluss musikalischer Vorlieben auf den Identitätsbildungsprozess zu untersuchen.

2. Jugend und Jugendkulturen in den letzten Jahrzehnten: Dieses Kapitel gibt einen historischen Abriss über die Entstehung von Jugendkulturen und analysiert den Abnabelungsprozess von Jugendlichen gegenüber der Elterngeneration.

3. Einfluss der Musik am Beispiel bestimmter Jugendkulturen: Hier werden die Stile Techno, Gothics und HipHop detailliert betrachtet, um aufzuzeigen, wie diese Kulturen jeweils unterschiedliche Identitätsangebote für Jugendliche schaffen.

4. Schlussfolgerung: Das Fazit stellt fest, dass die Bedeutung der Musik für die Abgrenzung zum Elternhaus abnimmt, während die Orientierung an sozialen Vorbildern wieder zunimmt.

5. Persönliche Einschätzung: Die Autorin reflektiert ihre eigenen Erfahrungen und Erkenntnisse aus der Recherche im Kontext ihrer eigenen Generation.

Schlüsselwörter

Identitätsbildung, Jugendkulturen, Musik, Techno, Gothics, HipHop, Abnabelungsprozess, Generationenkonflikt, Peer-Group, Sozialverhalten, Vorbilder, Stressabbau, Jugend, Musikstile, Subkultur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, welchen Stellenwert Musik im Prozess der Identitätsbildung bei Jugendlichen einnimmt und wie sich dieser über die Jahrzehnte hinweg verändert hat.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Im Zentrum stehen die historische Entwicklung von Jugendkulturen, die soziologische Funktion von Musik als Abgrenzungsmittel und der Wandel von Werten innerhalb verschiedener Generationen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, herauszufinden, ob Jugendliche durch den Konsum spezifischer Musikstile ihre eigene Identität festigen und wie diese Musik als Ventil für alltägliche Probleme und zur Distanzierung vom Elternhaus fungiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse sowie den Vergleich ausgewählter Jugendkulturen und bezieht aktuelle sozialwissenschaftliche Studien zur Jugendentwicklung ein.

Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Betrachtung der Jugendkulturen Techno, Gothics und HipHop sowie deren spezifischen Merkmalen und Botschaften.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Identitätsbildung, Jugendkulturen, Abnabelungsprozess, Peer-Group und den Wandel von Vorbildern bestimmt.

Warum spielt Musik bei der Gothic-Kultur eine andere Rolle als beim Techno?

Während Techno laut Arbeit eher zum körperlichen Stressabbau und zur Entspannung ohne tiefe Botschaften dient, fungiert die Musik bei Gothics als wesentlicher Träger von Weltschmerz und inhaltlicher Identifikation.

Wie hat sich die Einstellung von Jugendlichen gegenüber ihren Eltern laut Zinnecker verändert?

Die Studie zeigt, dass der Wunsch nach Abgrenzung vom Elternhaus rückläufig ist und die Elterngeneration für heutige Jugendliche wieder verstärkt als Vorbild wahrgenommen wird.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Stellenwert der Musik bei der Identitätsbildung von Jugendlichen
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main  (Soziologie)
Veranstaltung
Jugend und Popmusik
Note
2-
Autor
Katrin Zielina (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
15
Katalognummer
V24713
ISBN (eBook)
9783638275224
ISBN (Buch)
9783638882682
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Stellenwert Musik Identitätsbildung Jugendlichen Jugend Popmusik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Katrin Zielina (Autor:in), 2003, Stellenwert der Musik bei der Identitätsbildung von Jugendlichen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/24713
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  15  Seiten
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