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Krankheiten des Alters im Hinblick auf Demenz und unter besonderer Fokussierung der Alzheimer Krankheit

Title: Krankheiten des Alters im Hinblick auf Demenz und unter besonderer Fokussierung der Alzheimer Krankheit

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 38 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Christian Riemarzik (Author)

Social Work
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Summary Excerpt Details

Nur einem verschwindend geringem Teil von uns bleibt es vergönnt, ein unbeschadetes,
hohes und höchstes Alter zu erfahren. Neue medizinische Fortschritte sowie fortführender
Erfolg in lebenserhaltenden Maßnahmen und technischen Errungenschaften versuchen
unserem, durch Dystress, Hektik und ungesunder Lebensweise gekennzeichneten Alltag und
der dadurch allgemein nicht gut bestellten Lebenserwartung entgegen zu wirken. Tatsächlich
ist auch, in den letzten Jahrzehnten, eine konstant ansteigende Lebensspanne in unserer
modernen Gesellschaft beobachten. Jedoch bedeutet hohes und höchstes Alter auch ein
steigendes Ausmaß an Erkrankungen, insbesondere von Hirnleistungsstörungen wie den
verschiedenen dementen Erscheinungsformen.
In dieser Arbeit möchte ich mich diesen dementen Hirnleistungsstörungen, vor allem der
Alzheimer´schen Erkrankung, zuwenden, welche in der Bundesrepublik als eine der
Hauptursachen für Pflegebedürftigkeit im Alter zählen.
´Unvernunft´ oder ´ohne Geist´, bedeutet die wörtliche Übersetzung des Begriffes der
Demenz aus dem lateinischen Ursprung.(vgl. Füsgen, S.21) Dies deutet bereits auf die
wesentlichen Merkmale dieser Erkrankung hin. Eine Demenz ist jedoch weit mehr als eine
einfache Gedächtnisstörung. Sie zieht in der Tat das ganze Sein des Menschen in
Mitleidenschaft, also seine Wahrnehmung, sein Verhalten sowie seine Erlebniswelt.
Für die Betroffenen bedeutet die Diagnose einer Demenz somit zunehmende
Unselbstständigkeit durch den schleichend voranschreitenden Gedächtnisverlust und sie sind
mehr und mehr auf die Hilfe anderer angewiesen.
Ungefähr 80 % (Angabe des Ministeriums für Gesundheit und soz. Sicherung) der
Demenzerkrankten werden von Angehörigen gepflegt. Eine äußerst schwierige Aufgabe an
der so mancher zerbricht, denn Pflegende sind, vor allem bei fortgeschrittener Erkrankung
rund um die Uhr gefordert.
Somit kommt mit der Diagnose ´Demenz´ nicht nur auf den Betroffenen sondern auch auf die
Angehörigen große Belastungen zu, denn die ganz Familie und auch Freunde werden nun
hinsichtlich des Verständnisses, des Einfühlungsvermögen und der Pflegekompetenz
gefordert. Auf der einen Seite darauf angewiesen, eine enge Gefühlsbindung zu dem kranken
Menschen aufrecht zu erhalten, so müssen sie doch andererseits täglich auch ein kleines Stück
von dem Menschen Abschied nehmen, der der dement Erkrankte einmal war. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlagen

2.1 Der Begriff der Demenz in frühzeitlicher Geschichte

2.2 Der Begriff der Demenz in der Neuzeit und die Bestimmung der Alzheimerkrankheit

2.2.1 Mythos und Wahrheiten der Entstehung von Senilität

2.2.2 Die heute Unterscheidung der ätiolgischen Hauptgruppen: primäre und sekundäre Demenzen

2.3 Definitionen

3. Die Alzheimer´sche Krankheit

3.1 Grundlagen der Alzheimer Erkrankung

3.2 Typische Verhaltensänderungen im Verlauf der Erkrankung

3.3 Die cerebralen Merkmale der Alzheimer´schen Krankheit

3.3.1 Physiologische Folgen der cerebralen Veränderungen und direkte Todesursache der Alzheimer Krankheit

4. Umgang mit Demenzkranken

4.1 8 Punkte eines personenzentrierten Umganges mit Dementen

4.2 Die Validation nach Naomi Feil

4.3 Häuslicher Umgang und Pflege durch Angehörige

4.3.1 Kriterien für einen annehmenden, situationsgerechten Umgang mit Dementen in häuslicher Pflege

5. Professionelle Therapieansätze bei dementiellen Degenerationen insbesondere der Alzheimer´schen Erkrankung

5.1 Die Kunsttherapie

5.1.1 Ziele der Kunsttherapie in der Arbeit mit altersverwirrten Menschen

5.1.2 Die systematische Wahrnehmungsstimulation (SW) als Instrument in der Kunsttherapie

5.2 Die Realitäts-Orientierungs-Therapie (ROT)

5.3 Der Verhaltenstherapeutische Ansatz

5.3.1 Instrumente der Verhaltenstherapie

5.3.1.1 Aktivitätenaufbau

5.3.1.2 Modifikation dysfunktionaler Kognitionen

6. Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit befasst sich mit den verschiedenen dementen Hirnleistungsstörungen, wobei der Fokus insbesondere auf der Alzheimerschen Erkrankung als Hauptursache für Pflegebedürftigkeit im Alter liegt. Es wird untersucht, wie Demenz verstanden und in ihren verschiedenen Stadien eingeordnet werden kann, wie sie von den Betroffenen und ihrer Umwelt erlebt wird und welche Ansätze für einen optimalen Umgang und eine angemessene therapeutische Begleitung existieren.

  • Historische Betrachtung des Demenzbegriffs und Bestimmung der Alzheimer-Erkrankung
  • Analyse der cerebralen Merkmale und physiologischen Folgen der Alzheimer-Erkrankung
  • Strategien für einen personenzentrierten und validierenden Umgang mit Dementen
  • Kriterien für eine angemessene häusliche Pflege und Unterstützung durch Angehörige
  • Vorstellung professioneller Therapieansätze (Kunsttherapie, Realitäts-Orientierungs-Therapie, Verhaltenstherapie)

Auszug aus dem Buch

3.3.1 Physiologische Folgen der cerebralen Veränderungen und direkte Todesursache der Alzheimer Krankheit

Die progrediente Hirnatrophie bringt eine Reihe, neurologisch bedingter, physiologischer Begleiterscheinungen und Erkrankungen mit sich, welche mit großer Wahrscheinlichkeit nicht oder zumindest nicht zu dem Zeitpunkt ausgebrochen wären und welche letztendlich auch eine häufige Todesursache in vielen Fällen der Demenz und Alzheimer ausmachen.

Die gängigsten körperlichen Defizite und Erkrankungen, resultierend aus dem fortschreitenden Gewebesterben der Hirnmasse, sollen hier einmal aufgezeigt werden.

1. Harninkontinenz

Im mittleren Stadium lässt sich bei Morbus Alzheimer eine Häufigkeit von 60% bis 100% im Spät- und Endstadium feststellen. Bei vaskulären Demenzen, wie dem Apoplex (Schlaganfall), kann es von Beginn an Teil der Demenz sein. Resultierend daraus, entstehen oftmals Harnwegsentzündungen, welche unter anderem zu den Komplikationen gehören, die letztendlich zum Tode eines Dementen führen.(vgl. Füsgen, S.57/58, Krämer, S. 216)

2. Stuhlinkontinenz

Wie die Harninkontinenz, taucht auch eine Stuhlinkontinenz in aller Regel erst in den späten Stadien der Alzheimer auf. Bei vaskulären Demenzen kann es jedoch, ebenfalls wie bei der Harninkontinenz, einen direkten Teil der Erkrankung darstellen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Lebenserwartung in der modernen Gesellschaft und die damit einhergehende Zunahme von dementen Hirnleistungsstörungen, insbesondere der Alzheimer-Erkrankung, als zentrale Herausforderung für Betroffene und Angehörige.

2. Grundlagen: Dieses Kapitel erörtert die historische Entwicklung des Demenzbegriffs, differenziert zwischen primären und sekundären Demenzen und definiert die wesentlichen Merkmale dieser Erkrankungen.

3. Die Alzheimer´sche Krankheit: Hier werden die Grundlagen, typische Verhaltensänderungen und die spezifischen cerebralen Merkmale der Alzheimer-Erkrankung sowie deren physiologische Folgen detailliert beschrieben.

4. Umgang mit Demenzkranken: Das Kapitel widmet sich personenzentrierten Umgangsformen, der Validation nach Naomi Feil sowie Kriterien für einen annehmenden und situationsgerechten Umgang in der häuslichen Pflege.

5. Professionelle Therapieansätze bei dementiellen Degenerationen insbesondere der Alzheimer´schen Erkrankung: Hier werden therapeutische Methoden wie die Kunsttherapie, die Realitäts-Orientierungs-Therapie (ROT) und der verhaltenstherapeutische Ansatz mit ihren jeweiligen Instrumenten vorgestellt.

6. Schlusswort: Das Schlusswort resümiert die Herausforderungen im Umgang mit Demenz, betont die Bedeutung von Empathie und Menschenwürde und verweist auf die Möglichkeiten der Prävention durch den Lebensstil.

Schlüsselwörter

Demenz, Alzheimer-Erkrankung, Altersdemenz, Hirnleistungsstörung, Pflegebedürftigkeit, Validation, Naomi Feil, personenzentrierter Ansatz, Kunsttherapie, Realitäts-Orientierungs-Therapie, Verhaltenstherapie, Angehörigenpflege, cerebrale Atrophie, Senilität, Lebensqualität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Krankheitsbild der Demenz im Alter, mit einem besonderen Schwerpunkt auf der Alzheimerschen Erkrankung, und beleuchtet sowohl die medizinischen Aspekte als auch Möglichkeiten der Betreuung und therapeutischen Unterstützung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit gliedert sich in die Bereiche der medizinischen Grundlagen der Demenz, die Auswirkungen auf das Verhalten und die körperliche Verfassung, Ansätze zur personenzentrierten Pflege sowie verschiedene professionelle Therapiekonzepte.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel der Arbeit ist es, ein Verständnis für das Wesen der Demenz zu vermitteln, die Herausforderungen für Betroffene und Angehörige darzustellen und effektive sowie menschenwürdige Ansätze für den Umgang und die Therapie zu identifizieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung mit dem Thema, die auf einer fundierten Literaturrecherche und der Aufarbeitung bestehender wissenschaftlicher Erkenntnisse, Konzepte und Methoden basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Grundlagen und cerebralen Merkmale der Alzheimer-Erkrankung, typische Verhaltensveränderungen bei Demenz, Strategien für den Umgang in der häuslichen Pflege und spezifische professionelle Therapieansätze wie die Kunsttherapie, die Realitäts-Orientierung und Verhaltenstherapie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Demenz, Alzheimer-Erkrankung, Validation, personenzentrierter Ansatz und therapeutische Begleitung charakterisiert.

Warum ist der Bereich der häuslichen Pflege in dieser Arbeit so wichtig?

Da der Großteil der demenzkranken Personen in Deutschland zu Hause durch Angehörige versorgt wird, ist dieser Bereich von hoher gesellschaftlicher Relevanz und stellt für die pflegenden Personen eine immense psychische Belastung dar, die durch fundierte Ratschläge gemindert werden soll.

Wie bewertet der Autor die Realitäts-Orientierungs-Therapie (ROT)?

Der Autor erkennt zwar die therapeutische Relevanz der ROT an, kritisiert jedoch scharf das ständige Konfrontieren der Erkrankten mit ihren Defiziten, da dies als beschämend und deprimierend empfunden werden kann und die Menschwürde gefährdet.

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Details

Title
Krankheiten des Alters im Hinblick auf Demenz und unter besonderer Fokussierung der Alzheimer Krankheit
College
University of Applied Sciences and Arts Hildesheim, Holzminden, Göttingen  (Institut für soziale Arbeit)
Course
Das Alter - Multidisziplinäre Annäherung an einen Begriff
Grade
1,7
Author
Christian Riemarzik (Author)
Publication Year
2004
Pages
38
Catalog Number
V24740
ISBN (eBook)
9783638275378
Language
German
Tags
Krankheiten Alters Hinblick Demenz Fokussierung Alzheimer Krankheit Alter Multidisziplinäre Annäherung Begriff
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Riemarzik (Author), 2004, Krankheiten des Alters im Hinblick auf Demenz und unter besonderer Fokussierung der Alzheimer Krankheit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/24740
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