Medien und Methoden in der Onlinenachhilfe


Wissenschaftlicher Aufsatz, 2004

16 Seiten, Note: - entfällt -


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. e-Learning und Nachhilfeunterricht

2. Aktuelle Beispiele zur Umsetzung von Onlinenachhilfe

3. Medien in der Onlinenachhilfe

4. Methoden in der Onlinenachhilfe
4.1 Individualmethoden
4.2 Kleingruppenmethoden.
4.3 Plenummethoden
4.4 Intergruppenmethoden

5. Abschließende Bemerkungen.

Literatur

Einleitung

Für Nachhilfe wird jährlich etwa eine Milliarde Euro in Deutschland ausgegeben (Marktforschungsinstitut Innofact, 2001). Warum sollten Schüler nicht außer klassischer Nachhilfe auch Onlinenachhilfe bzw. Nachhilfeunterricht via Internet in Anspruch nehmen?

Lernen per Internet ist eine ernstzunehmende Alternative zu traditionellem Nachhilfeunterricht. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Studie des Marktforschungsinstituts Innofact aus dem Jahre 2000, in der 600 Eltern und Schüler deutschlandweit befragt wurden.

Es gibt bisher noch wenige Anbieter von Onlinenachhilfe. Dennoch boomt der Markt für

e-Learning – dem Lernen mit elektronischen Medien – seit mehreren Jahren.

Nach der Darstellung des Zusammenhangs von e-Learning und Nachhilfeunterricht und einigen Beispielen für die Umsetzung von Onlinenachhilfe werden ausgewählte Medien und Lernmethoden in der Onlinenachhilfe angesprochen.

1. e-Learning und Nachhilfeunterricht

In den USA hat e-Learning bereits sämtliche Bildungsbereiche erfasst. Der Einsatz neuer Technologien nimmt rasant zu. Im deutschen Markt sind Ansätze einer ähnlichen Entwicklung zu erkennen. Dies zeigt sich in einer Flut von Publikationen, regelmäßigen Kongressen und nicht zuletzt einer Reihe neuer Firmen, die sich dem Thema annehmen.

Das junge Wort e-Learning gehört der Familie der e-Begriffe (engl. e-terms) an und hat sich inzwischen im Sprachgebrauch etabliert. e-Learning wird verstanden als Lernen, das mit Informations- und Kommunikationstechnologien unterstützt bzw. ermöglicht wird. Es kann näher über verschiedene Polarisierungen bestimmt werden:

- e-Learning ist personal oder organisational, kann sich also sowohl auf elektronisch

unterstütztes Lernen von Nachhilfeschülern als auch von Nachhilfeinstituten beziehen.

- Es ist lokal oder verteilt, d.h. es kann auf lokal vorhandene Lernressourcen, etwa eine CD-

ROM (z.B. für Lernprogramme in Mathematik usw.), oder auf entfernte Ressourcen (z.B.

Online-Datenbank für Mathe-Aufgaben) zugegriffen werden.

- Es ist synchron oder asynchron; als Kommunikationsmedien zur zeitgleichen Interaktion

können bspw. Live-Chat und Videokonferenzen genutzt werden, als asynchrone Medien

Diskussionsforen und E-Mail.

- e-Learning ist individuell oder kollaborativ, wird also von einzelnen Nachhilfeschülern

oder Nachhilfeinstituten wahrgenommen oder von mehreren Personen oder Organisationen

in einem gemeinschaftlichen Prozess ausgeübt.

- Nicht zuletzt ist e-Learning statisch oder interaktiv; Lerneinheiten können entweder wie in

einem Buch gelesen oder aber über Interaktionen mit dem Lehrenden (Online-Coach) und

den anderen Lernenden vermittelt werden.

Grundsätzlich wird e-Learning unterschieden in:

- Lernformen ohne Einsatz von Kommunikationsmedien
- Lernformen mit Nutzung von Kommunikationsmedien.

Computergestützte Lernformen ohne Einsatz von Kommunikationsmedien werden Computer based training (CBT) genannt. Gelernt wird allein mit Hilfe multimedialer Anwendungen auf einer CD-ROM (z.B. Lernprogramm für Rechtschreibung/Deutsch, Physik, Latein usw.) oder einem ähnlichen Speichermedium. Das Lernen findet offline statt und ist nicht an den Austausch mit Lehrenden oder anderen betreuenden Personen gebunden. In dem CBT werden Inhalte und Aufgaben präsentiert, die vom Lernenden eigenständig bearbeitet werden. Die Wissensabfrage findet über automatisierte Tests statt. Ein Feedback erhält der Lernende vom System. Der Lernkontext ist räumlich und zeitlich unabhängig gestaltbar. Das CBT wird häufig zur Vermittlung von Faktenwissen eingesetzt.

Lernformen, die die vielfältigen Kommunikations- und Distributionsmöglichkeiten des Internets nutzen, werden unter dem Begriff Online-Lernen zusammengefasst. Der Nachhilfeschüler erhält über das Internet Zugang zum Lernstoff. Das bedeutet, dass er von jedem beliebigen Ort aus, an dem er einen internetfähigen PC zur Verfügung hat, lernen kann. Beim Online-Lernen besteht die Möglichkeit, sich mit anderen Nachhilfeschülern auszutauschen und mit dem Online-Coach Kontakt aufzunehmen. Lernen findet somit nicht isoliert sondern in sozialer Interaktion statt. Online-Lernen lässt sich in synchrone (zeitgleiche) und asynchrone (zeitversetzte) Formen unterscheiden.

Eine synchrone Form des Online-Lernens ist bspw. der Einsatz von Videokonferenzen oder Schüler-Chats. Hierbei findet das Lehren und Lernen zeitgleich aber räumlich verteilt statt. D.h. Dozent und Nachhilfeschüler befinden sich zwar an unterschiedlichen Orten, müssen aber zur gleichen Zeit online sein, um miteinander kommunizieren zu können.

Bei den asynchronen Formen des Online-Lernens findet Austausch und Wissensvermittlung zeitlich und räumlich verteilt statt (z.B. bei Diskussionsforen oder E-Mail für Nachhilfeschüler). Für diese Art des Lehrens und Lernens werden häufig die Begriffe Web based training (WBT) oder Online-Kurse synonym verwendet.

2. Aktuelle Beispiele für die Umsetzung von Onlinenachhilfe

Unter Onlinenachhilfe wird eine außerschulische Lernbegleitung in Form einer punktuellen Nachhilfe online oder eines Online-Nachhilfekurses (z.B. Vorbereitung auf Qualifizierten Abschluss, Mittlere Reife usw.) verstanden.

Um Aufschluss über die gewünschten Eigenschaften eines Online-Nachhilfeangebots zu bekommen, führte das Marktforschungsinstitut Innofact AG eine Analyse durch. Dabei hat das Attribut „Preis“ mit Abstand das höchste Gewicht bei der Kaufentscheidung (51 Prozent), gefolgt von „Zusatzangeboten“ (14 Prozent), „täglichen Beratungszeiten“ (12 Prozent), „Anzahl der Fächer“ (9,2 Prozent), „Existenz eines Stundenplans“ (6,9 Prozent) und „Beratungstage“ (6,6 Prozent).

Ganz oben auf der Skala der interessanten Fächer für Onlinenachhilfe standen Mathematik

(73 Prozent) und Englisch (71 Prozent). Deutsch, Physik, Französisch und Chemie landeten mit 56 bis 52 Prozent im Mittelfeld. Auffällig ist, dass Eltern übrigens bei allen Fächern ein größeres Interesse an Onlinenachhilfe zeigten als Schüler.

Als Beispiele für die Umsetzung von Onlinenachhilfe sind Prof. Mosgöller & Partner in St. Pölten, die learn-in GmbH in Nürnberg und das Mathe-Forum des Studienkreises in Bochum gewählt. Es wird jedes Beispiel in folgende Bereiche gegliedert:

a) Konzept
b) Ablauf der Onlinenachhilfe

Prof. Mosgöller & Partner in St. Pölten (Österreich)

a) Konzept

Onlinenachhilfe bei Prof. Mosgöller & Partner hat folgende Vorteile:

- Schüler finden spontan qualifizierte Nachhilfe, wenn sie allein zu Hause sind.
- Motivation durch stressfreie Onlinenachhilfe
- Individuelle Hilfe von dem persönlichen Online-Coach
- Anerkannte Inhalte der Schulbücher werden am Lehrplan orientiert für das Internet
aufbereitet und es werden Übungsangebote zusammengestellt.
- Unterrichtseinheiten können aufgezeichnet werden und stehen in einem persönlichen
Archiv jederzeit zur Verfügung.
- Eltern können regelmäßig den Status der Aktivitäten ihrer Kinder abrufen.

Ziel der Onlinenachhilfe stellt ein effizientes und flexibles Lernen dar. Das Angebot bezieht sich zunächst auf die Fächer Mathematik und Deutsch für alle Jahrgangsstufen und alle Schulformen.

Die Technologie für die Dienste von www.onlinenachhilfe.at ist von namhaften IT-Anbietern entwickelt unter Verwendung technischer Kommunikationsplattformen. Diese innovative Technik ermöglicht zwischen Schüler und Lehrer einen „One to One“ oder „One to Many“-Unterricht. Dazu wird ein Customer Relationship Management als Kommunikationsplattform verwendet.

Für die weitere Zukunft sind noch folgende Angebote geplant:

- Multimediale Online-Kurse in Ton und Bild inklusive Archiv
- Interaktive Selbstlernkurse
- Individuelle und standardisierte Nachhilfetools
- Service für E-Mail-Anfragen
- Wissensdatenbanken
- Elektronische Bibliothek (E-Library)
- Lernspiele
- Wissensquiz
- Zahlreiche Community-Services wie chats
- Aktuelle News, Berichte und Interviews.

[...]

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Medien und Methoden in der Onlinenachhilfe
Note
- entfällt -
Autor
Jahr
2004
Seiten
16
Katalognummer
V24753
ISBN (eBook)
9783638275491
ISBN (Buch)
9783638788977
Dateigröße
455 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Dichter Text - einzeiliger Zeilenabstand. Der Autor ist Dipl.-Handelslehrer.
Schlagworte
Medien, Methoden, Onlinenachhilfe
Arbeit zitieren
Dipl.-Handelslehrer Stefan Dassler (Autor:in), 2004, Medien und Methoden in der Onlinenachhilfe, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/24753

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