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Rudolph Steiner - Die Waldorfpädagogik

Title: Rudolph Steiner - Die Waldorfpädagogik

Intermediate Diploma Thesis , 2001 , 33 Pages , Grade: sehr gut

Autor:in: Claudia Niekrenz (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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Summary Excerpt Details

Nach Waldorfschulen besteht heute Nachfrage wie nie zuvor in der
Geschichte dieser Schule in freier Trägerschaft. Die Zahl der Freien
Waldorfschulen hat sich hierzulande im vergangenen Jahrzehnt mehr als
verdoppelt, das Ausmaß der Gründungsinitiativen deutet darauf hin, dass die
Popularität dieses Schultyps rasant weiter wächst. Man darf heute davon
ausgehen, dass es in jeder Groß- bzw. Universitätsstadt eine Waldorfschule
gibt oder dass zumindest eine Elterninitiative grade dabei ist, eine solche
Schule oder einen sie vorbereitenden Waldorfkindergarten zu gründen. Damit
zusammenhängend hat sich auch die Funktion dieses Schultyps gewandelt:
Waren die wenigen Waldorfschulen in der Zeit nach dem letzten Krieg bis
etwa zur Mitte der sechziger Jahre durch freie Kapazitäten oft Auffangbecken
für „gestrandete“ Schüler staatlicher Schulen, so führen heute lange
Wartelisten für Schulanfänger dazu, dass die Mehrzahl der Waldorfschüler
diese Schule von der ersten bis zur zwölften Klasse besucht. Kurzfristiges
Überwechseln in diesen begehrten Schultyp ist zur Ausnahme geworden.
Ein bedeutsamer Grund für das steigende Interesse an den Freien
Waldorfschulen kann in einer veränderten Einstellung gegenüber der
staatlichen „Regelschule“ bzw. der staatlichen Bildungsreform und in der
Favorisierung freier „alternativer“ Schulen gesehen werden.
Im folgenden will ich daher einen kurzen Überblick über die Pädagogik der
Waldorfschule geben. Was ist so anderes an der Waldorfpädagogik?
Wodurch kam die Gründung der ersten Waldorfschule zustande? Wie wird
das pädagogische Modell in der Waldorfschule umgesetzt?
Natürlich sollte man bei einem so umfangreichen Thema auch die Biographie
und die Anthroposophie Rudolph Steiners nicht außer Acht lassen. Da diese
beiden Themen jedoch nicht Hauptbestandteil meiner Arbeit sein sollen,
möchte ich mich in bezug auf die Biographie und die Anthroposophie eher
kurz fassen. Dies erscheint mir grade was die Anthroposophie betrifft jedoch
als eine sehr schwierige Aufgabe. Dennoch bin ich der Meinung, dass die
Geisteslehre Steiners im Zusammenhang mit der Waldorfpädagogik
unbedingt erwähnt werden muss.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Rudolph Steiner - eine Lebenschronik

3. Grundzüge Steiners anthroposophischer Menschenlehre

4. Die anthroposophische Entwicklungslehre - Grundlage einer normativen Pädagogik

5. Die erste freie Waldorfschule in Stuttgart

5.1. Gründung der Waldorfschule 1919-1925

5.2. Selbstverwaltung der Waldorfschule

5.3. Finanzierung der Waldorfschule

6. Pädagogik der Waldorfschule

6.1. kindliches Lernen

6.2. Unterrichtsform der Waldorfschule

6.3. Zeugnisse und Abschlüsse der Waldorfschule

7. Stellungnahme

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, einen fundierten Überblick über die Pädagogik der Waldorfschule zu geben. Dabei wird untersucht, wodurch die Gründung der ersten Waldorfschule initiiert wurde, wie sich das pädagogische Modell in der Praxis umsetzt und welche Rolle die Anthroposophie und Biographie Rudolf Steiners in diesem Kontext spielen.

  • Historische Entwicklung und Gründung der ersten Waldorfschule in Stuttgart.
  • Grundzüge der anthroposophischen Menschenkunde als Fundament der Pädagogik.
  • Besonderheiten des kindlichen Lernens und der Waldorf-Unterrichtsformen.
  • Strukturen der Selbstverwaltung und Finanzierung einer freien Schule.

Auszug aus dem Buch

4) Die anthroposophische Entwicklungslehre - Grundlage einer normativen Pädagogik

Alle Erziehung hat sich nach Steiner in Zielsetzung und Methode zu orientieren an einem okkult-geistigen Verständnis des gesetzmäßigen Wandels der menschlichen Gestalt: „Erst dann, wenn man den Zusammenhang des einzelnen Menschen mit dem ganzen Weltall ins Auge fassen kann, ergibt sich ja die Idee von der Wesenheit Mensch als solcher“ (zit.n.: Steiner 1940, S. 40). Die wichtigsten Grundlagen der anthroposophischen Lehre von der Entwicklung des Menschen sind das Prinzip der Metamorphose der Gestalt, das Steiner bekanntlich in Goethes Naturforschungen vorgefunden hat, und die Auffassung vom Menschen als mikrokosmischer Entsprechung der vier Naturreiche. Im Mineralreich der Natur liegt das Gegenbild zum physischen Leib, im Pflanzen- und Tierreich gibt es Analogien zum Äther- bzw. zum Astralleib und im Menschenreich liegt der Inbegriff des geistigen Ich. Den Weg, der von den Naturreichen aufwärts zum Menschen führt, durchläuft auch jedes Individuum als Stufenfolge in seinem Lebenslauf.

Die Entwicklung des jungen Menschen besteht nach Steiner formal gesehen in einem gesetzmäßigen Wandel der Beziehung der vier menschlichen Wesensglieder untereinander. Diese Veränderung dokumentiert sich zunächst in den sichtbaren körperlichen Gestaltwandlungen (Metamorphosen) in einem regelmäßigen Rhythmus von jeweils sieben Jahren. Es lassen sich vor allem zwei große Wachstumsschübe beobachten: einer von der Geburt bis zur Schulreife, der andere vom Beginn der Pubertät bis zum Erreichen der persönlichen Mündigkeit.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt das wachsende Interesse an Waldorfschulen und formuliert die zentralen Fragen zur pädagogischen Umsetzung und den theoretischen Grundlagen.

2. Rudolph Steiner - eine Lebenschronik: Skizziert den Lebensweg Rudolf Steiners, seine philosophische Prägung und die Entwicklung zur Anthroposophie.

3. Grundzüge Steiners anthroposophischer Menschenlehre: Erläutert das Erkenntnisverständnis Steiners, welches über rein naturwissenschaftliche Ansätze hinausgeht und das Ich außerhalb des physischen Leibes verortet.

4. Die anthroposophische Entwicklungslehre - Grundlage einer normativen Pädagogik: Erklärt das Konzept der vier Wesensglieder und den Siebenjahresrhythmus als Basis für die Erziehung.

5. Die erste freie Waldorfschule in Stuttgart: Dokumentiert die Entstehungsgeschichte, die Organisationsstruktur und die Herausforderungen der ersten Waldorfschule.

6. Pädagogik der Waldorfschule: Detailliert den kindzentrierten Lernansatz, die methodischen Unterrichtsformen und die Handhabung von Leistungsbeurteilungen.

7. Stellungnahme: Reflektiert kritisch über die Vorteile der Waldorfpädagogik im Vergleich zum staatlichen Regelschulsystem.

Schlüsselwörter

Waldorfpädagogik, Rudolf Steiner, Anthroposophie, Epochenunterricht, Menschenkunde, Siebenjahresrhythmus, Freie Schule, Klassenlehrerprinzip, Selbstverwaltung, Erziehung, Kindliches Lernen, Schulentwicklung, Geisteswissenschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Ursprüngen und den pädagogischen Grundsätzen der Waldorfpädagogik sowie deren Implementierung in der ersten Waldorfschule.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Biografie Rudolf Steiners, die anthroposophische Menschenkunde, die Organisation einer freien Schule und die spezifische Unterrichtsmethodik.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, ein Verständnis für das pädagogische Modell der Waldorfschule zu entwickeln, das sich aus den geisteswissenschaftlichen Ansätzen Steiners ableitet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse der Werke Steiners und zeitgenössischer pädagogischer Fachliteratur sowie auf eigene Beobachtungen der Autorin.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung durch die Anthroposophie, die historische Gründung in Stuttgart sowie eine detaillierte Beschreibung des Schulalltags.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Waldorfpädagogik, Anthroposophie, Epochenunterricht, Siebenjahresrhythmus und das Klassenlehrerprinzip.

Warum ist der Siebenjahresrhythmus für die Erziehung so wichtig?

Laut Steiner korrespondiert dieser Rhythmus mit den „Geburten“ der menschlichen Wesensglieder, was jeweils spezifische pädagogische Stile erforderlich macht.

Wie wird das Fehlen von Noten in der Waldorfschule begründet?

Noten werden als zu wenig aussagekräftig betrachtet; stattdessen stehen detaillierte schriftliche Charakterisierungen im Vordergrund, um individuelle Lernprozesse ohne Konkurrenzdruck abzubilden.

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Details

Title
Rudolph Steiner - Die Waldorfpädagogik
College
Martin Luther University  (Franckische Stiftungen)
Grade
sehr gut
Author
Claudia Niekrenz (Author)
Publication Year
2001
Pages
33
Catalog Number
V24774
ISBN (eBook)
9783638275675
Language
German
Tags
Rudolph Steiner Waldorfpädagogik Thema Waldorf-Pädagogik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Claudia Niekrenz (Author), 2001, Rudolph Steiner - Die Waldorfpädagogik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/24774
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