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Pyramus und Thisbe im Mittelalter

Title: Pyramus und Thisbe im Mittelalter

Term Paper , 2003 , 11 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

Art - Art Theory, General
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Summary Excerpt Details

In dieser Arbeit wird anhand von drei Bildbeispielen ein Überblick darüber gegeben, inwieweit sich der ovidische Stoff von Pyramus und Thisbe im Mittelalter verändert hat und ausgelegt wurde.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2.Der Mythos

3.Pyramus und Thisbe im Mittelalter

Schlussbemerkung

Literaturangaben

Verzeichnis der Abbildungen

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht anhand von drei ausgewählten Beispielen, wie der antike Stoff von Pyramus und Thisbe im Mittelalter rezipiert, inhaltlich modifiziert und künstlerisch interpretiert wurde. Ziel ist es, die moralische Umdeutung des ursprünglich ovidischen Mythos im christlich geprägten Mittelalter aufzuzeigen und die verschiedenen künstlerischen Darstellungen in ihrem historischen Kontext zu analysieren.

  • Die Transformation von antiken Mythen zu moralischen Lehren (Ovidius Ethicus).
  • Die Darstellung von Pyramus und Thisbe als Negativbeispiel moralisch fehlerhaften Verhaltens.
  • Die Rolle von Schicksalsmächten wie Venus, Fortuna und Amor in mittelalterlichen Dichtungen.
  • Die visuelle Umsetzung des Stoffes in zeitgenössischen Holzschnitten und Federzeichnungen.
  • Der Einfluss des kulturellen Weltbildes auf die künstlerische Bildkomposition.

Auszug aus dem Buch

3.Pyramus und Thisbe im Mittelalter

Das christliche Mittelalter versuchte die Werke des unchristlichen Autors Ovid so umzuschreiben, dass er zu einem Boten von, z. Bsp. moralischen Lehren (Ovidius Ethicus) wurde. Mit dieser nun moralischen Betonung in seinen Metamorphosen, konnte die so genannte „sittlich, verdorbene Bibel der Antike“ mit ruhigem Gewissen auch im Mittelalter gelesen werden.

So wurde auch die Erzählung von Pyramus und Thisbe als ein Beispiel für „moralisch fehlerhaftes Verhalten“ angesehen.

Licentius, ein Schüler des Kirchenvaters Augustinus, hatte vor, ein Gedicht über diese Erzählung zu schreiben. Augustinus befürchtete jedoch, das der philosophische Gedanke bei seiner Dichtung zu kurz kommen könnte und griff in das Vorhaben seines Schützlings ein. In diesem Gedicht wurde nun das Liebespaar zum Opfer der Wollust und schändlichen Begierde degradiert, was in einer Katastrophe endete. Angepriesen sollte hier die wahre christliche Philosophie werden, wo allein die reine und unverdorbene Liebe zur Glückseligkeit führen kann. Auch in dem moralisch – satirischen Lehrgedicht Das Narrenschiff des Sebastian Brant von 1494 wird der Mythos in Verbindung mit einem Appell an Verliebte mit dem Zitat: „ Der ist ein Narr, der boulen will“ behandelt.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Aufgabenstellung ein und erläutert kurz den mythologischen Ursprung der Geschichte bei Ovid.

2.Der Mythos: Es erfolgt eine prägnante Zusammenfassung der Erzählung von Pyramus und Thisbe nach der Vorlage Ovids.

3.Pyramus und Thisbe im Mittelalter: Das Hauptkapitel analysiert die moralische Umdeutung und die künstlerische Rezeption des Stoffes anhand literarischer Texte und ikonographischer Zeugnisse.

Schlussbemerkung: Hier werden die Ergebnisse resümiert und ein kurzer Ausblick auf die Rezeption des Stoffes bei William Shakespeare gegeben.

Literaturangaben: Verzeichnis der verwendeten Quellen und Forschungsliteratur.

Verzeichnis der Abbildungen: Auflistung und bibliographische Angaben der in der Arbeit besprochenen Illustrationen.

Schlüsselwörter

Pyramus und Thisbe, Mittelalter, Mythenrezeption, Ovid, Metamorphosen, Moral, Ikonographie, Urs Graf, Schicksalsglaube, Literaturgeschichte, Liebeslyrik, moralische Lehren, Antike, Kunstgeschichte, christliches Mittelalter.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Rezeption und Transformation des antiken Mythos von Pyramus und Thisbe innerhalb des mittelalterlichen kulturellen und moralischen Kontextes.

Welche Themenfelder sind zentral?

Im Zentrum stehen die moralische Umdeutung der antiken Vorlage, die schicksalhafte Verknüpfung der Liebenden und die visuelle Repräsentation in der Kunst des Spätmittelalters.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Autoren und Künstler das antike Material nutzten, um zeitgenössische moralische Vorstellungen oder philosophische Fragen zu transportieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine kultur- und literaturwissenschaftliche Analyse, die Texte und Bildquellen (Holzschnitte/Zeichnungen) vergleichend betrachtet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der christlichen Umdeutung des Ovid-Stoffes, dem Einfluss von Figuren wie Amor oder Fortuna und der Analyse spezifischer Bildbeispiele wie der Federzeichnung von Urs Graf.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Mythenrezeption, Ovid, Moral, Ikonographie und die mittelalterliche Umgestaltung antiker Erzählmotive.

Welche Bedeutung kommt dem Brunnen in der Ikonographie zu?

Der Brunnen ersetzt in den mittelalterlichen Darstellungen die ursprüngliche Quelle Ovids und fungiert als symbolischer Zugangsschacht zu einer unteren Welt.

Wie unterscheidet sich die Darstellung von Urs Graf von der antiken Vorlage?

Urs Graf interpretiert die Todesszene satirisch; die Figuren werden als "Lachende" oder in einer fast komödiantischen Übersteigerung dargestellt, um die Dummheit der Tat aus mittelalterlicher moralischer Sicht zu unterstreichen.

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Details

Title
Pyramus und Thisbe im Mittelalter
College
Free University of Berlin  (Kunsthistorisches Institut)
Course
Mythenrezeption im Mittelalter
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2003
Pages
11
Catalog Number
V24802
ISBN (eBook)
9783638275866
ISBN (Book)
9783638759953
Language
German
Tags
Pyramus Thisbe Mittelalter Mythenrezeption Mittelalter Mythologie Ovid Holzschnitte Vergleich Rezeption Mythos Pyramus und Thisbe
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2003, Pyramus und Thisbe im Mittelalter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/24802
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