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Die Psychomotorik als Inhalt von integrativem Sportunterricht in der Primarstufe

Title: Die Psychomotorik als Inhalt von integrativem Sportunterricht in der Primarstufe

Seminar Paper , 2000 , 28 Pages , Grade: 1

Autor:in: Tanja Jörck (Author)

Didactics - Sport, Sport Pedagogy
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Die Integration von Menschen mit Behinderungen in die Gesellschaft der Nichtbehinderten wird in Hamburg von den meisten Politikern und auch Pädagogen befürwortet und unterstützt. Ein Teil dieser gesellschaftlichen Integration ist die schulische Integration, um die es in dieser Arbeit vorrangig gehen soll. Es entstanden in den 80er Jahren in Hamburg Integrationsklassen und integrative Regelklassen. Vor-und Nachteile der integrativen Beschulung werden in der Literatur und bei den Betroffenen immer wieder abgewogen. Ich möchte mich mit einem Unterrichtsfach auseinander setzen, das meist nicht viel Aufmerksamkeit erhält, dem Sportunterricht.
Wenn behinderte und nichtbehinderte Schüler eine Klasse besuchen, muss der Lehrer/die Lehrerin sich überlegen wie der integrative Sportunterricht gestaltet werden soll. In der Literatur liegen unterschiedliche Meinungen vor. Diese Diskussion möchte ich in der vorliegenden Arbeit aufgreifen, und mich auf die gegenwärtige Situation im integrativen Primarbereich an Hamburger Grundschulen beziehen. Hier herrscht die Methode der Psychomotorik in Form von Bewegungslandschaften vor. Meine Frage für diese Arbeit lautet: Ist die Psychomotorik die geeignete Methode für den integrativen Sportunterricht, welche anderen Möglichkeiten gibt es um die soziale Integration und die Entwicklung zu fördern? Innerhalb dieser Fragestellung soll herausgearbeitet werden ob man mit den Bewegungsbaustellen den Zielen soziale Integration und Entwicklungsförderung gerecht werden kann.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Integration

2.1 Integrationsbegriff

2.2 Soziales Lernen

2.3 Entwicklung der integrativen Beschulung in Hamburg

3. Psychomotorik

3.1 Ursprung und Entwicklung

3.2 Einordnung des Begriffes Psychomotorik

3.3 Die Theorie der Psychomotorik

3.3.1 Die Bedeutung des Bewegungs- und Wahrnehmungslernens für die Entwicklung des Kindes

4. Psychomotorische Erziehung im Sportunterricht

4.1 Veränderte Lebensbedingungen der Kinder

4.2 Integrativer Sportunterricht

5. Die Bewegungslandschaft

6. Vorzüge und Grenzen der Psychomotorischen Erziehung im Sportunterricht

6.2 Grenzen der Psychomotorik

7. Alternative Vorschläge für integrativen Sportunterricht

7.1 Wahl der Inhalte

7.2 Methodische Überlegungen

7.3 Anforderungen an den Lehrer

7.4 Gesamtbeurteilung des Konzeptes von MÜLLER aus eigener Sicht

8. Schlussbetrachtung und Ausblick

Zielsetzung und Themenfelder

Die Arbeit untersucht, ob die in Hamburger Grundschulen weit verbreitete Methode der Psychomotorik in Form von Bewegungslandschaften den Anforderungen an einen integrativen Sportunterricht gerecht wird, und analysiert alternative pädagogische Ansätze zur Förderung sozialer Integration.

  • Die Eignung psychomotorischer Bewegungslandschaften für die Inklusion.
  • Herausforderungen heterogener Sportgruppen im Primarbereich.
  • Die Bedeutung von sozialem Lernen und individueller Förderung.
  • Alternative didaktische Konzepte (z. B. nach B. Müller).
  • Die Rolle der Lehrkraft bei der Gestaltung integrativer Lernprozesse.

Auszug aus dem Buch

Die Bedeutung des Bewegungs- und Wahrnehmungslernens für die Entwicklung des Kindes

KIPHARD sieht die kindliche Entwicklung als einen Prozess, in dem es durch ständiges ausdifferenzieren und strukturieren zu immer höherer funktioneller Komplexität kommt. Alle Vorgänge geschehen in enger Wechselbeziehung zur Umwelt. Dies ist alles abhängig von der Intaktheit der Sinnes- und Bewegungsorgane, genauso wie die Umwelt mit ihrer Reizfülle voll wirksam werden muss.

Um diese Wechselbeziehung zwischen dem kindlichen Organismus und der Umwelt darzustellen ist der Gestaltkreis von WEIZSÄCKERs (Abb1, Gestaltkreis nach v.WEIZSÄCKER, aus: KIPHARD 1980, 13) gut geeignet. Das Kind reagiert mit Bewegungshandeln auf die Umweltreize, die zuvor über die Sinnesorgane aufgenommen, und im Gehirn des Kindes verarbeitet wurden. Die Motorik wird sinnvoll unterstützt von den Sinnen. Die Sinne werden durch die Motorik geschärft und leistungsfähiger gemacht. Es liegt also eine funktionelle Einheit von Wahrnehmen und Sich- Bewegen vor, die als Sensomotorik bezeichnet wird.

Das sensomotorische Funktionssystem und die Motorik haben eine große Bedeutung für das Verhalten des Menschen. Es gibt eine morphologische und biomechanische Beziehung zwischen emotionalem Verhalten und motorischen Handlungen. Dies sieht NEUHÄUSER darin bestätigt, dass es eine Verbindung gibt zwischen Affektäußerungen und Bewegungsverhalten (NEUHÄUSER 1990, 127). Die Verbindung liegt zwischen den extrapyramidal-motorischen Stammganglien und dem limbischen System, das u.a. für die Steuerung des emotionalen Verhaltens zuständig ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der Problematik der Integration im Sportunterricht an Hamburger Grundschulen und Formulierung der Forschungsfrage.

2. Integration: Klärung des Integrationsbegriffs sowie Analyse der theoretischen Grundlagen des sozialen Lernens und der schulischen Entwicklungen in Hamburg.

3. Psychomotorik: Historischer Abriss der Entwicklung der Psychomotorik in Deutschland sowie Einordnung ihrer Theorie und Bedeutung für die kindliche Entwicklung.

4. Psychomotorische Erziehung im Sportunterricht: Untersuchung der veränderten Lebensbedingungen von Kindern und deren Auswirkungen auf den Sportunterricht sowie erste Einordnung des integrativen Ansatzes.

5. Die Bewegungslandschaft: Beschreibung der methodischen Umsetzung psychomotorischer Prinzipien durch Gerätearrangements in der Sporthalle.

6. Vorzüge und Grenzen der Psychomotorischen Erziehung im Sportunterricht: Kritische Gegenüberstellung der Potenziale der Psychomotorik gegenüber den in der Praxis beobachteten Grenzen für Kinder mit Behinderungen.

7. Alternative Vorschläge für integrativen Sportunterricht: Vorstellung alternativer didaktischer Konzepte und methodischer Überlegungen, insbesondere der Ansätze von B. Müller.

8. Schlussbetrachtung und Ausblick: Zusammenfassende Beantwortung der Ausgangsfrage und Ableitung von Forderungen für die zukünftige integrative Praxis.

Schlüsselwörter

Psychomotorik, Integration, Sportunterricht, Bewegungslandschaft, Soziales Lernen, Inklusion, Motopädagogik, Primarstufe, Sonderpädagogischer Förderbedarf, Bewegungsbeziehung, Differenzierung, Sensomotorik, Persönlichkeitsentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Effektivität der Psychomotorik als Lehrmethode im integrativen Sportunterricht an Hamburger Grundschulen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die soziale Integration, die Theorie der Psychomotorik, die praktische Umsetzung durch Bewegungslandschaften und alternative inklusive Sportkonzepte.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist herauszuarbeiten, ob Psychomotorik die soziale Integration behinderter Kinder wirksam fördert oder ob sie lediglich zur Segregation führt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung bestehender Untersuchungen zur Schulsituation in Hamburg.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die theoretischen Konzepte von KIPHARD und Müller, bewertet die Praxis der Bewegungslandschaften und schlägt didaktische Alternativen für heterogene Gruppen vor.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Integration, Psychomotorik, Sportunterricht, Soziales Lernen und Bewegungslandschaften bilden die wichtigsten Eckpfeiler der Untersuchung.

Warum hält die Autorin Bewegungslandschaften oft für unzureichend?

Die Autorin argumentiert, dass behinderte Kinder an den komplexen Aufbauten häufig scheitern und sich dadurch eine "Außenseiterrolle" verfestigt, anstatt in echten Kontakt mit Mitschülern zu treten.

Welche Alternativen schlägt die Autorin vor?

Sie befürwortet differenzierte Lernangebote und die Modifikation von Spielregeln, bei denen Schüler aktiv in die Problemlösung einbezogen werden, um eine echte Bewegungsbeziehung zu ermöglichen.

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Details

Title
Die Psychomotorik als Inhalt von integrativem Sportunterricht in der Primarstufe
College
University of Hamburg  (Sportdidaktik)
Course
Sportdidaktik
Grade
1
Author
Tanja Jörck (Author)
Publication Year
2000
Pages
28
Catalog Number
V24849
ISBN (eBook)
9783638276252
ISBN (Book)
9783638723640
Language
German
Tags
Psychomotorik Inhalt Sportunterricht Primarstufe Sportdidaktik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tanja Jörck (Author), 2000, Die Psychomotorik als Inhalt von integrativem Sportunterricht in der Primarstufe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/24849
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