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Zwei Staatsentwürfe - zwei Arten von Freiheit. Hobbes' "Leviathan" und Rousseaus "Gesellschaftsvertrag" im Vergleich

Title: Zwei Staatsentwürfe - zwei Arten von Freiheit. Hobbes' "Leviathan" und Rousseaus "Gesellschaftsvertrag" im Vergleich

Term Paper , 1999 , 17 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Uwe Rennschmied (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal
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Summary Excerpt Details

Der Leviathan von Thomas Hobbes und der Gesellschaftsvertrag des Jean-Jacques
Rousseau stellen zwei antagonistische Beispiele des Kontraktualismus dar.
Obwohl sie von ähnlichen Prämissen ausgehen, entwickeln die Autoren in Bezug auf die
Freiheit der Bürger im Staat völlig verschiedene Konzepte.
Die vorliegende Untersuchung will, indem die beiden Ausprägungen von Freiheit, die
Isaiah Berlin unterschieden hat, als Folie benutzt werden, beide Entwürfe darstellen und
anhand der Resultate nachweisen, dass der Leviathan ein negatives Konzept der Freiheit
zu verwirklichen sucht, wogegen der Gesellschaftsvertrag die Etablierung positiver
Freiheit zum Ziel hat.
Dazu wird zuerst die Freiheitsdefinition von Berlin dargelegt. Anschließend wird anhand
dreier Fragen nach dem Grund des Zusammenschlusses, seinem Ziel und der dafür
getroffenen Maßnahmen versucht, den Freiheitskonzeptionen von Hobbes und Rousseau
näher zu kommen.
Abschließend werden die Ergebnisse zusammengefasst und mit Bezug auf die
Differenzierung eines Staatswesens als liberal bzw. republikanisch interpretiert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 ISAIAH BERLINS KONZEPTION VON FREIHEIT

2.1 DIE NEGATIVE FREIHEIT

2.2 DIE POSITIVE FREIHEIT

2.3 DIE POSITION DER POSITIVEN UND NEGATIVEN FREIHEIT IM STAAT

3 DREI FRAGEN AN DEN LEVIATHAN UND DEN GESELLSCHAFTSVERTRAG

3.1 GIBT ES EINE NOTWENDIGKEIT DES ZUSAMMENSCHLUSSES?

3.1.1 DER NATURZUSTAND BEI HOBBES

3.1.2 DER NATURZUSTAND BEI ROUSSEAU

3.2 WIE IST DAS GEMEINWOHL DEFINIERT?

3.2.1 DAS STAATSZIEL DES LEVIATHAN

3.2.2 DAS STAATSZIEL DES GESELLSCHAFTSVERTRAGES

3.3 WODURCH SOLL DAS GEMEINWOHL VERWIRKLICHT WERDEN?

3.3.1 DIE ORGANISATION DES LEVIATHAN

3.3.2 DER AUFBAU DES STAATES IM GESELLSCHAFTSVERTRAG

4 ERGEBNISSE UND ERWEITERTE INTERPRETATION

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht vergleichend die Staatsentwürfe von Thomas Hobbes (Leviathan) und Jean-Jacques Rousseau (Gesellschaftsvertrag) unter der Prämisse der Freiheitskonzeptionen von Isaiah Berlin. Das Ziel ist es, nachzuweisen, dass Hobbes primär auf die Etablierung negativer Freiheit abzielt, während Rousseau die Verwirklichung positiver Freiheit in den Mittelpunkt stellt.

  • Analyse der Freiheitsbegriffe nach Isaiah Berlin
  • Untersuchung der Motive für den staatlichen Zusammenschluss (Naturzustand)
  • Definition und Verwirklichung des Gemeinwohls bei Hobbes und Rousseau
  • Gegenüberstellung der Staatsorganisation und Souveränitätsverhältnisse
  • Einordnung der Entwürfe in die Theorien von Liberalismus und Republikanismus

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Der Naturzustand bei Hobbes

Eine Grundannahme Hobbes’ besteht in der prinzipiellen Gleichheit aller Menschen, d. h. ihrer gleich verteilten Stärke. Unterschiede in der physischen Kraft können auf vielerlei Art ausgeglichen werden, sei es durch List oder Bündnisse. Die geistigen Fähigkeiten sind noch gleichmäßiger verteilt, da mit Ausnahme Weniger alle Menschen die selbe Klugheit besitzen: die Klugheit, die auf Erfahrung beruht und deshalb allen zugänglich ist.

Da nun die Möglichkeiten gleich verteilt sind, folgt daraus, dass die Menschen auch nach den selben Dingen streben. Dabei kommt es unweigerlich zum Konflikt, der im Kampf auf Leben und Tod bzw. Unterwerfung eskaliert.

Jedermann sieht sich auf Grund des gegenseitigen Misstrauens, das aus dieser Lage entsteht, gezwungen, schon im Voraus alle Maßnahmen zur Sicherung seiner Existenz zu treffen, mithin also alle anderen Menschen zu unterwerfen. Dieses Vorgehen stellt die einzige Möglichkeit zum Selbsterhalt dar und ist deshalb auch rechtens.

Dem Menschen ist es wichtig, bei seinen Mitmenschen gut angesehen zu sein; erfolgt deshalb eine Beleidigung oder Ähnliches durch eine andere Person, so gibt es erneut einen Grund zu kämpfen. Zusammengefasst gibt es also drei Gründe für zwischenmenschliche Konflikte: erstens die Konkurrenzsitiuation, zweitens das daraus erwachsende Misstrauen und als letztes die Ruhmsucht.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Einleitung in die Themenstellung des Kontraktualismus und die Zielsetzung der Untersuchung unter Anwendung der Freiheitskonzeptionen von Isaiah Berlin.

2 ISAIAH BERLINS KONZEPTION VON FREIHEIT: Darstellung und Differenzierung der Begriffe negative und positive Freiheit als theoretisches Fundament der Untersuchung.

3 DREI FRAGEN AN DEN LEVIATHAN UND DEN GESELLSCHAFTSVERTRAG: Hauptteil, der mittels drei zentraler Fragestellungen – Notwendigkeit des Zusammenschlusses, Definition des Gemeinwohls und dessen Verwirklichung – die Freiheitskonzepte der beiden Autoren analysiert.

4 ERGEBNISSE UND ERWEITERTE INTERPRETATION: Zusammenfassender Vergleich der Staatsmodelle und abschließende Einordnung in die Traditionen des Liberalismus und Republikanismus.

Schlüsselwörter

Kontraktualismus, Thomas Hobbes, Leviathan, Jean-Jacques Rousseau, Gesellschaftsvertrag, negative Freiheit, positive Freiheit, Isaiah Berlin, Gemeinwohl, Naturzustand, Souveränität, Staatsziel, Selbstregierung, Liberalismus, Republikanismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit einem vergleichenden Blick auf die Vertragstheorien von Thomas Hobbes und Jean-Jacques Rousseau im Hinblick auf deren Verständnis von Freiheit.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind der Naturzustand der Menschen, die Konstruktion von staatlicher Ordnung (Gesellschaftsvertrag), das Verständnis von Gemeinwohl sowie die konkrete Ausgestaltung der Herrschaftsverhältnisse.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, unter Anwendung der Unterscheidung von negativer und positiver Freiheit nach Isaiah Berlin zu belegen, dass Hobbes ein negatives Freiheitskonzept verfolgt, während Rousseaus Modell auf positiver Freiheit basiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine vergleichende textanalytische Arbeit, die die theoretischen Konzepte von Hobbes und Rousseau anhand ihrer Primärwerke gegenüberstellt und mittels Berlins Freiheitsbegriffen interpretiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Motive für den staatlichen Zusammenschluss, die Definitionen des Gemeinwohls sowie die Organisation der Staatsgewalt bei beiden Philosophen detailliert verglichen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Kontraktualismus, Souveränität, negative und positive Freiheit, Gemeinwille und Staatsziel charakterisiert.

Wie unterscheidet sich der Souverän bei Hobbes von dem bei Rousseau?

Bei Hobbes ist der Souverän ein (meist monarchischer) Einzelherrscher, der außerhalb des Kontrakts steht, während bei Rousseau das Volk als Gesamtheit der Inhaber der Souveränität fungiert.

Warum ordnet die Autorin Hobbes dem Liberalismus und Rousseau dem Republikanismus zu?

Die Zuordnung erfolgt basierend auf der Art der verwirklichten Freiheit: Hobbes' Fokus auf staatlich geschützten Freiraum für das Individuum korrespondiert mit liberalen Gedanken, Rousseaus Fokus auf Selbstregierung mit republikanischen Idealen.

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Details

Title
Zwei Staatsentwürfe - zwei Arten von Freiheit. Hobbes' "Leviathan" und Rousseaus "Gesellschaftsvertrag" im Vergleich
College
LMU Munich  (Geschwister-Scholl-Institut für Politikwissenschaft)
Grade
1,5
Author
Uwe Rennschmied (Author)
Publication Year
1999
Pages
17
Catalog Number
V24912
ISBN (eBook)
9783638276757
ISBN (Book)
9783656213529
Language
German
Tags
Zwei Staatsentwürfe Arten Freiheit Hobbes Leviathan Rousseaus Gesellschaftsvertrag Vergleich
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Uwe Rennschmied (Author), 1999, Zwei Staatsentwürfe - zwei Arten von Freiheit. Hobbes' "Leviathan" und Rousseaus "Gesellschaftsvertrag" im Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/24912
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