Diese Arbeit soll einen kurzen Überblick über die wichtigsten und am meisten verwendeten Kennzahlen bieten, wobei besonderer Wert auf eine komprimierte Darstellung der wichtigsten Inhalte gelegt wird. Ziel dieser Arbeit ist es nicht alle denkbaren Kennzahlen zu behandeln, sondern nur solche, die aus der Sicht des Autors von besonderer Prägnanz sind. Explizit nicht behandelt werden Kennzahlen, deren Ermittlung nur über intern verfügbare Unternehmenszahlen möglich ist. Diese Arbeit beschränkt sich auf Kennzahlen, zu deren Ermittlung und Interpretation regelmäßig veröffentlichte Jahresabschlüsse ausreichen. Im Anhang befindet sich ein Auszug aus einem Jahresabschluss eines fiktiven Unternehmens, mit dessen Hilfe die Herkunft der Zahlen nachvollzogen werden kann. Auf eine tiefer gehende Erläuterung des Anhangs wird jedoch verzichtet. Hierfür wird auf einschlägige Literatur, die sich mit diesem Themenbereich ausführlich beschäftigt, verwiesen.1 1 Siehe z.B. Wöhe, Günther: Die Handels und Steuerbilanz, München, 2001, 4. Auflage
Inhaltsverzeichnis
1 Vorwort
2 Definition und Funktion von Kennzahlen
3 Systematisierung und Interpretation von Kennzahlen
4 Wichtige Kennzahlen im Überblick
4.1 Kennzahlen zur Beurteilung der finanziellen Stabilität
4.1.1 Liquiditätskennzahlen
4.1.2 Finanzierungskennzahlen
4.1.3 Investitionskennzahlen
4.2 Kennzahlen zur Erfolgsmessung
4.2.1 Erfolgskennzahlen
4.2.2 Rentabilitätskennzahlen
5 Grenzen von Kennzahlen und deren Überwindung
6 Abschließende Reflexion
7 Anhang: Beispielhafter Jahresabschluss
7.1 Bilanz
7.2 Weitere Angaben unter der Bilanz
7.3 Gewinn- und Verlustrechnung (Gesamtkostenverfahren)
Zielsetzung und Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, einen kompakten Überblick über die praxisrelevantesten betriebswirtschaftlichen Kennzahlen zu geben, die auf Basis externer Jahresabschlüsse ermittelt werden können. Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie diese Kennzahlen zur Steuerung und Beurteilung der finanziellen Stabilität sowie der Ertragslage eines Unternehmens eingesetzt und interpretiert werden können.
- Grundlagen, Definitionen und Funktionen von Kennzahlen
- Methoden zur Systematisierung und Interpretation von Kennzahlen
- Analyse der Liquidität, Finanzierung, Investition und Rentabilität
- Kritische Würdigung der Grenzen von Kennzahlen und Einordnung in moderne Systeme
Auszug aus dem Buch
4.1.1 Liquiditätskennzahlen
Diese Kennzahlen sollen darüber Auskunft geben, ob ein Unternehmen kurzfristig liquide ist. Ein Unternehmen ist grundsätzlich dann liquide, wenn es in der Lage ist, die kurzfristig fälligen Verbindlichkeiten zu begleichen. Die notwendigen Daten zur Berechnung der ersten vier Kennzahlen können aus der Bilanz entnommen werden. Genau an dieser Stelle setzt auch die Kritik an diesen Kennzahlen an. Es handelt sich bei den ermittelten Zahlen nämlich nur um Stichtagsliquidität. Sie geben ausschließlich Auskunft über die Liquidität am Bilanzstichtag. Entscheidend für das Überleben ist aber, dass die Liquidität zu jeder Zeit gegeben ist. Insofern haben diese vier nachfolgend beschriebenen Kennzahlen nur einen begrenzten Aussagewert.
Eine besondere Stellung unter den Liquiditätskennzahlen, nimmt der unter Abschnitt 5.1.1.5 behandelte Cash Flow ein, auf dem der nachfolgende dynamischen Verschuldungsgrad basiert und zu dem mittelbar auch die unter 5.1.1.7 behandelten Kennzahlen in einem Zusammenhang stehen.
Zusammenfassung der Kapitel
Vorwort: Einführung in die Zielsetzung der Arbeit, eine komprimierte Auswahl an Kennzahlen auf Basis veröffentlichter Jahresabschlüsse zu präsentieren.
Definition und Funktion von Kennzahlen: Erläuterung der Bedeutung von Kennzahlen als Instrumente zur Komplexitätsreduzierung, Entscheidungsunterstützung und Zielüberwachung.
Systematisierung und Interpretation von Kennzahlen: Vorstellung verschiedener Einteilungsmöglichkeiten (absolut/relativ) und Analysebereiche nach Kralicek.
Wichtige Kennzahlen im Überblick: Detaillierte Darstellung spezifischer Kennzahlen aus den Bereichen Stabilitätsbeurteilung und Erfolgsmessung.
Grenzen von Kennzahlen und deren Überwindung: Kritische Analyse des statischen Charakters und der Stichtagsbezogenheit von Kennzahlen sowie Ansätze zur Integration in komplexere Systeme.
Abschließende Reflexion: Zusammenfassende Einschätzung der Rolle von Kennzahlen als unverzichtbare, wenn auch begrenzte Instrumente moderner Unternehmensführung.
Anhang: Beispielhafter Jahresabschluss: Bereitstellung einer fiktiven Bilanz sowie einer Gewinn- und Verlustrechnung zur Veranschaulichung der Datenherkunft.
Schlüsselwörter
Betriebswirtschaftliche Kennzahlen, Jahresabschluss, Liquidität, Rentabilität, Finanzierung, Investition, Unternehmenssteuerung, Bilanzanalyse, Erfolgsmessung, Cash Flow, Eigenkapitalquote, ROI-Schema, Stichtagsliquidität, Management-Informationen, Kennzahlensysteme.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet einen einführenden Überblick über die wichtigsten betriebswirtschaftlichen Kennzahlen, die aus externen Jahresabschlüssen gewonnen werden können.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die Beurteilung der finanziellen Stabilität (Liquidität, Finanzierung, Investition) und die Erfolgsmessung (Rentabilität).
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Führungskräfte mithilfe von Kennzahlen die Unternehmenssteuerung verbessern können und welche Grenzen diese bei der Dateninterpretation aufweisen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird ein systematischer, komprimierter Überblick geboten, der auf der Auswertung relevanter Fachliteratur und der Anwendung auf ein fiktives Unternehmensbeispiel basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Kennzahlen, deren Systematisierung, die detaillierte Vorstellung spezifischer Kennzahlen sowie eine kritische Reflexion ihrer Aussagekraft.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kennzahlen, Unternehmenssteuerung, Liquidität, Rentabilität, Jahresabschluss und Finanzielle Stabilität sind die prägenden Begriffe.
Warum ist die Stichtagsbezogenheit bei Liquiditätskennzahlen problematisch?
Da diese Kennzahlen nur eine Momentaufnahme zum Bilanzstichtag liefern, können sie die Liquiditätssituation im restlichen Geschäftsjahr nicht vollumfänglich abbilden, was ihre Aussagekraft begrenzt.
Welche Rolle spielt das ROI-Schema in dieser Arbeit?
Das ROI-Schema dient als Beispiel für ein dynamisches Kennzahlensystem, das Ursache-Wirkungsbeziehungen verdeutlicht und somit eine Ursachenforschung ermöglicht, die bei statischen Kennzahlen fehlt.
- Arbeit zitieren
- Thilo Soboll (Autor:in), 2003, Die wichtigsten betriebswirtschaftlichen Kennzahlen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/24929