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Rucksacktourismus: Wie viel 'Mensch' verträgt eine Region?

Title: Rucksacktourismus: Wie viel 'Mensch' verträgt eine Region?

Term Paper , 2002 , 50 Pages , Grade: 1.7

Autor:in: Anne-Kathrin Uthe (Author)

Tourism - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

In dieser Arbeit möchte ich mich mit dem Rucksacktourismus auseinandersetzen. Dazu versuche ich zu beantworten, wie viel Tourismus dieser Art für eine Region verträglich ist. Erörtert werden soll auch, ob das allgemeine Bild des Rucksacktouristen, welches von ‚besser und anders reisen’ geprägt ist, auch heute noch so gelten kann, und ob die sogenannten Backpacker überhaupt noch bewusster reisen wollen. Die Frage nach der Verträglichkeit ist nicht einfach zu beantworten, da sie von verschiedenen Aspekten abhängt. Die geographischen und kulturellen Unterschiede, die zeitlich verschobenen touristischen Öffnungen und die Anzahl der Besucher unter anderem, machen ein pauschales Urteil unmöglich. Darum werde ich soziokulturelle, politische, ökonomische und ökologische Gesichtspunkte des Rucksacktourismus im Einzelnen näher betrachten.

Mit der vorliegenden Arbeit bezwecke ich auch Denkanstösse und Anregungen für die eigene Urlaubsgestaltung zu geben, vor allem in Hinsicht auf Sozial- und Umweltverträglichkeit. Konkret werde ich deshalb besonders den Fernreise-Rucksacktourismus und die allgemeine Eignung von Reisen in Entwicklungsländer untersuchen. Der Rucksacktourismus im Vergleich zum konventionellen Massentourismus soll auch ein Gegenstand der Betrachtung sein. Aufgrund der vorhandenen Literatur, welche durch subjektive Kategorienbildung und wenig empirische Untersuchungen geprägt ist, kann es zu Wiedersprüchen und Undurchsichtigkeiten kommen. Im Rahmen dieser kurzen Arbeit ist es mir deshalb nicht möglich, eine allgemeingültige Aussage über den gegenwärtigen Rucksacktouristen zu treffen. Sie soll eher einen Überblick über die zahlreich vorhandene Literatur geben. Wenn man sich tiefer mit dem Thema auseinandersetzen will, verweise ich auf das Literaturverzeichnis dieses Beitrages.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definitionen

2.1 Tourismus im Allgemeinen

2.2 Massentourismus

2.3 Alternativtourismus

2.4 Sanfter Tourismus

3 Geschichtliche Betrachtungen

3.1 Eine kurze Übersicht über die Geschichte des Tourismus

3.2 Die Entstehung des Alternativtourismus

4 Genauere Betrachtungen zum Rucksacktourismus

4.1 Charakteristische Merkmale

4.2 Motivation

4.3 Klassifizierung der Rucksacktouristen

5 Politische und Ökonomische Aspekte

5.1 Wirtschaftlicher Nutzen des Rucksacktourismus

5.2 Sparbrötchenpolitik

5.3 Alternativreisemarkt und Speerspitzenfunktion

5.4 Politische Lenkung

6 Soziokulturelle Aspekte

6.1 Beispiel San Pedro, Guatemala - Die einheimische Sichtweise

6.2 Interkulturelle Kommunikation

6.2.1 im allgemeinen

6.2.2 in Entwicklungsländern

6.3 Kontaktverhalten

6.4 Kulturwandel

6.5 Der Einfluss auf die Bevölkerung

6.6 Positive Beiträge durch Tourismus

7 Ökologische Aspekte

7.1 Beispiel Madagaskar

7.2 Tourismus und Naturschutzparks

7.3 Bodenerosion, Auswirkungen auf Tiere und das Müllproblem

7.4 Das Flugzeug als Hauptschadensfaktor

8 Lösungsansätze

9 Schlussfolgerung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die soziokulturellen, politischen, ökonomischen und ökologischen Auswirkungen des Rucksacktourismus. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie viel Tourismus dieser Art für eine Region verträglich ist und ob der heutige Backpacker-Tourismus noch als bewusste, alternative Reiseform betrachtet werden kann.

  • Analyse des Rucksacktourismus im Vergleich zum konventionellen Massentourismus.
  • Untersuchung der sozialen und kulturellen Folgen in Zielregionen, am Beispiel von San Pedro (Guatemala).
  • Bewertung ökologischer Probleme wie Bodenerosion, Müllbelastung und klimaschädlicher Anreise.
  • Diskussion über die Rolle der Reiseindustrie und der „Speerspitzenfunktion“ von Individualtouristen.
  • Entwicklung von Lösungsansätzen für ein verantwortungsvolleres Reiseverhalten.

Auszug aus dem Buch

4.1 Charakteristische Merkmale

Die Charakterisierung der Rucksacktouristen ist nicht gerade einfach. Es steht jedoch fest, dass sie mittlerweile zu einem Massenphänomen geworden sind. Was sie aber sind, lässt sich noch um einiges schwerer beantworten. „Die Klischees vom zivilisationsmüden Aussteiger, der die Konsumwelt hinter sich gelassen hat, sind so überholt wie die Mär vom drogensüchtigen Freak, langhaarig und schutzstarrend.“ [Spreizhofer, Günter (1997)]. Die selbsterkorenen Nicht-Touristen sind meist zwischen Zwanzig und Dreißig. Ihre Bildung ist höher als die des Durchschnittes ihres Landes. Man kann Sie sozusagen zur geistigen Elite der westlichen Welt zählen. Die durchschnittliche Reisezeit übersteigt die übliche Jahresurlaubszeit der industrialisierten Welt beachtlich. Sie reicht von einigen Wochen bis hin zu mehr als einem ganzen Jahr.

Meistens haben die Alternativurlauber einen festen Rückflugtermin, da entweder Vorlesungen an Uni nach einem Freisemester warten oder ein Arbeitsplatz angetreten werden muss. Es gibt aber auch Backpacker, die diesen Reiselebensstil auf unbestimmte Zeit antreten. Eine ganze Reihe dieser Langzeiturlauber verdienen unterwegs ihr Reisebudget, indem sie Vollkornbrot für die anderen Freaks backen, Restaurants eröffnen oder Rauschgift in den Anbaugebieten besorgen und es teuer an den Hippiestränden weitervermachen.

Man findet Individualtouristen in allen Urlaubsgegenden auf der ganzen Welt. Neben den hauptsächlichen Travellerorten Kathmandu, Goa, Kuta und Ho-chi-Minh-Stadt findet man sie auch auf dem Inka-Trail in Peru, an der mexikanischen Pazifikküste oder im Himalayagebirge. Zu den Treffs gehören kleine Pensionen, Hütten am Strand und mittlerweile auch große „authentische“ Bettenburgen in den Orten der Backpacker, in denen man sich trifft, wenn man durchs Land gereist ist. Dort werden dann alte Erlebnisse ausgetauscht und neue Tipps abgeholt. Die Reise muss nach dem Kauf des Flugticket möglichst billig seien und lange dauern.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung des Themas Rucksacktourismus und der zentralen Fragestellung bezüglich der Verträglichkeit für Zielregionen.

2 Definitionen: Abgrenzung der Begriffe Tourismus, Massentourismus, Alternativtourismus und Sanfter Tourismus.

3 Geschichtliche Betrachtungen: Historischer Überblick über die Entwicklung des Reisens bis hin zur Entstehung des Alternativtourismus.

4 Genauere Betrachtungen zum Rucksacktourismus: Analyse der Merkmale, Motivationen und der Typologie von Rucksacktouristen.

5 Politische und Ökonomische Aspekte: Untersuchung des wirtschaftlichen Nutzens, der Abhängigkeiten und der „Speerspitzenfunktion“ des Tourismus.

6 Soziokulturelle Aspekte: Behandlung von Kommunikation, Kontaktverhalten, Kulturwandel und Auswirkungen auf die Bevölkerung.

7 Ökologische Aspekte: Analyse von Umweltproblemen durch Tourismus, Naturschutzparks und den klimaschädlichen Einfluss des Flugverkehrs.

8 Lösungsansätze: Zusammenstellung praktischer Empfehlungen für ein verantwortungsbewussteres Reiseverhalten.

9 Schlussfolgerung: Kritische Reflexion, dass Alternativtourismus heute oft nur eine Unterform des Massentourismus darstellt.

Schlüsselwörter

Rucksacktourismus, Alternativtourismus, Massentourismus, Backpacker, Sanfter Tourismus, Nachhaltigkeit, Kulturwandel, Interkulturelle Kommunikation, Ökologische Auswirkungen, Entwicklungsländer, Tourismuskritik, Reiseverhalten, Individualtourismus, Identität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Rucksacktourismus und hinterfragt kritisch, wie verträglich diese Reiseform für die besuchten Regionen und deren Bevölkerung ist.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf den soziokulturellen Auswirkungen, politischen Rahmenbedingungen, ökonomischen Effekten sowie der ökologischen Bilanz des Fernreise-Rucksacktourismus.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den „Alternativtourismus“ zu dekonstruieren und zu prüfen, ob die ursprüngliche Ideologie des „bewussten Reisens“ in der heutigen Realität des Massenphänomens noch Bestand hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die verschiedene theoretische Ansätze und empirische Untersuchungen aus der Tourismusforschung zusammenführt und kritisch bewertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einordnung, eine Charakterisierung des Rucksacktouristen, eine Untersuchung ökonomischer und politischer Zusammenhänge sowie eine detaillierte Betrachtung soziokultureller und ökologischer Probleme in Entwicklungsländern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen gehören Rucksacktourismus, Nachhaltigkeit, Kulturwandel, Individualtourismus, ökologische Bilanz und die soziokulturelle Interaktion in Entwicklungsländern.

Wie bewertet die Autorin das Beispiel San Pedro in Guatemala?

San Pedro dient als Fallbeispiel für eine lokale Sichtweise, bei der die Bewohner den Tourismus zwar ökonomisch begrüßen, jedoch negative soziale Verhaltensweisen der Touristen ablehnen und versuchen, die Kontrolle über die Entwicklung zu behalten.

Welche Schlussfolgerung zieht die Arbeit über die „Speerspitzenfunktion“?

Die Arbeit schlussfolgert, dass Rucksacktouristen oft unbewusst als Wegbereiter für den konventionellen Massentourismus fungieren, da ihre Anwesenheit eine touristische Infrastruktur schafft, die später den Pauschaltourismus nach sich zieht.

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Details

Title
Rucksacktourismus: Wie viel 'Mensch' verträgt eine Region?
College
Dresden Technical University  (Lateinamerikazentrum)
Course
Zur Umweltsituation in Lateinamerika
Grade
1.7
Author
Anne-Kathrin Uthe (Author)
Publication Year
2002
Pages
50
Catalog Number
V24991
ISBN (eBook)
9783638277341
Language
German
Tags
Rucksacktourismus Mensch Region Umweltsituation Lateinamerika
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anne-Kathrin Uthe (Author), 2002, Rucksacktourismus: Wie viel 'Mensch' verträgt eine Region?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/24991
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