Das Zeitalter der Bücher war bereits abgeschrieben, als J.K Rowling die Welt mit ihrer Harry Potter Reihe überraschte. Millionen von Kindern und auch Erwachsenen stürzten sich auf die bisher vier erschienenen Bände (sieben sollen es am Ende sein). Eine wahre Hysterie brach aus und der Markt wurde von Merchingdisingprodukten überschwemmt. Die beiden ersten Bände sind bereits verfilmt. Weitere sollen im jährlichen Wechsel mit den noch nicht erschienenen Bücher heraus gebracht werden.
Doch wurde dieser Harry Potter Wahn nicht nur positiv gehandelt, sondern fand genauso schnell seine Gegner. Besonders die religiöse Welt wurde von Harry Potter gespalten. Auf der einen Seite wird Harry als Prophet gefeiert und auf der anderen Seite wird er als Teufelswerk aus den Bibliotheken und Schulen verbannt. Dabei können nicht nur christliche Anlehnungen entdeckt werden, sondern auch antik mythologische, anglo- keltische und märchenhafte Anspielungen.
Obwohl die Harry Reihe noch nicht vollständig erschienen ist, gibt es schon eine Unmenge an Sekundärliteratur. Die Interpretationen zielen dabei auf die ersten vier Bände, gehen sogar teilweise über sie hinaus. Thesen können von den fehlenden drei Bänden unterstrichen oder wiederlegt werden. Diesbezüglich kann im Folgenden nur auf den momentanen Stand zurückgegriffen werden.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Die antike Mythologie
1.1 Personen, die durch die antike Mythologie beeinflusst sein könnten
1.2 Tiere, die durch die antike Mythologie beeinflusst sein könnten
2. Anglo- keltische Sagen
2.1 Die Sage um Artus
2.2 Gegenstände
3. Märchen
3.1 Aschenputtel
3.2 Dornröschen
3.3 Das tapfere Schneiderlein
3.4 Gegenstände
4. Christliche Argumente
4.1 offensichtliche Argumente
4.2 verdeckte Argumente
4.3 Gegenstände
5. Okkultismus
5.1 okkulte Anschuldigungen
5.2 okkultes Ritual
6. Unterrichtsvorschläge
6.1 allgemeine Vorschläge
6.2 konkreter Vorschlag
Schlusswort
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Harry-Potter-Reihe von J.K. Rowling unter einer religionspädagogischen Perspektive, um die vielfältigen inhaltlichen Anspielungen und die polarisierte Rezeption in der Gesellschaft zu analysieren und didaktisch aufzubereiten.
- Analyse mythologischer und märchenhafter Motive in der Romanreihe.
- Untersuchung der christlichen Bezüge und der theologischen Interpretationsansätze.
- Auseinandersetzung mit Vorwürfen zum Okkultismus.
- Entwicklung von unterrichtspraktischen Anregungen zur Auseinandersetzung mit der Thematik.
- Reflexion über den Umgang mit fiktionalen Welten in Bildung und Erziehung.
Auszug aus dem Buch
1.1 Personen, die durch die antike Mythologie beeinflusst sein könnten
Die amerikanische Wissenschaftlerin Elizabeth D. Schafer meint in Hogwarts den Olymp wieder zu erkennen, den Sitz der altgriechischen Götter und Göttinnen. Göttervater Zeus wäre demzufolge Albus Dumbledore, Athene würde von Minerva McGonagall kopiert, Hagrid sei Poseidon und Professor Quirell sei Janus. In Folge dessen wäre der Flugunterricht auf den Besen gleich zu setzen mit der Sage um Daidalus und Ikarus.
Albus Dumbledore begegnet uns im HP-Roman als Schulleiter von Hogwarts. Sein Vorname Albus ist lateinisch und bedeutet weiß, wie sein knielanger Bart. Er wird als gutmütig beschrieben, immer zu einem Scherz bereit und ein lustiges Lied brummend. Dies könnte auf seinen Nachnamen zurück geführt werden, der übersetzt Hummel bedeutet. Und auch Hogwarts kann als Hummelnest beschrieben werden. Einem Hummelnest gleich schwirren die Schüler durch die Gänge und ein ständiges surren und brummeln liegt in der Luft. Als höchste Hummel verteidigt Dumbledore sein Nest, wenn nötig auch mit einem Stachel.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Die antike Mythologie: Dieses Kapitel identifiziert Parallelen zwischen den Charakteren von Hogwarts und Figuren der antiken Sagenwelt, wie etwa Zeus und Athene.
2. Anglo- keltische Sagen: Hier werden die Verbindungen zur Artus-Sage sowie die symbolische Bedeutung magischer Gegenstände im keltischen Kontext beleuchtet.
3. Märchen: Es werden Motive aus bekannten Märchen wie Aschenputtel oder Dornröschen innerhalb der Romanhandlung analysiert.
4. Christliche Argumente: Dieses Kapitel diskutiert sowohl offensichtliche als auch verdeckte christliche Bezüge und die Interpretation der Romanreihe durch christliche Theologen.
5. Okkultismus: Hier werden die Kritikpunkte hinsichtlich magischer Praktiken in der Reihe aufgegriffen und einer kritischen Prüfung unterzogen.
6. Unterrichtsvorschläge: Dieses Kapitel bietet didaktische Strategien an, um die Harry-Potter-Reihe fächerübergreifend in den Schulunterricht zu integrieren.
Schlüsselwörter
Harry Potter, J.K. Rowling, Religionspädagogik, Antike Mythologie, Artus-Sage, Märchen, Christentum, Okkultismus, Didaktik, Symbolik, Literaturinterpretation, Magie, Hogwarts, Voldemort, Dumbledore.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die in den Harry-Potter-Büchern verarbeiteten Motive und Symbole aus verschiedenen kulturellen und religiösen Traditionen und hinterfragt deren Wirkung auf Leser sowie die gesellschaftliche Debatte.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen antike Mythologie, anglo-keltische Sagen, Märchenmotive, christliche Symbolik sowie die Auseinandersetzung mit dem Vorwurf des Okkultismus.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die Vielschichtigkeit der literarischen Bezüge aufzuzeigen und Ansätze für einen reflektierten, pädagogisch wertvollen Umgang mit den Büchern in der Schule zu liefern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche und religionspädagogische Analyse, die mit vergleichenden Interpretationsmethoden arbeitet.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in Analysen zu mythologischen, sagenhaften und märchenhaften Anleihen sowie eine ausführliche Diskussion über christliche Argumente und okkulte Anschuldigungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Religionspädagogik, Mythenrezeption, Christentum, Okkultismus und Literaturdidaktik charakterisiert.
Inwieweit lässt sich Dumbledore mit christlichen Vorstellungen vergleichen?
Die Autorin weist darauf hin, dass Dumbledore aufgrund seiner Weisheit und seiner Mittlerrolle von einigen Interpreten als engelhafte oder hohepriesterliche Figur gedeutet wird.
Wie bewertet die Arbeit den Vorwurf des Okkultismus?
Die Arbeit stellt fest, dass sich die Kritik meist auf die äußere Form der Magie bezieht und argumentiert, dass mythologische und magische Elemente auch in der biblischen Tradition vorkommen.
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- Inga Riedel (Author), 2003, Harry Potter - Einführung in die Weltanschauung unter religionspädagogischer Perspektive, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/25187