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Handels- und steuerrechtliche Behandlung von Aktienoptionsprogrammen im Jahresabschluss

Title: Handels- und steuerrechtliche Behandlung von Aktienoptionsprogrammen im Jahresabschluss

Seminar Paper , 2003 , 32 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Anja Faber (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Aktienoptionsprogramme (AOP) als finanzielle Anreizsysteme für Vorstände und Führungskräfte, sind heute wichtige Bestandteile moderner Vergütungssysteme und international weit verbreitet. Im Rahmen der wertorientierten Unternehmensführung wird die direkte oder indirekte Aktienbeteiligung der Manager als adäquates Vergütungsinstrument angesehen, um die Principal-Agent-Problematik zu entschärfen. Die Bedeutung von AOP bzw. Stock Option Plans (SOP) wächst mit der Internationalisierung der Kapitalmärkte und dem zunehmenden internationalen Wettbewerb um Eigenkapitalgeber und kompetentes Führungspersonal. Der Zweck von SOP liegt vor allem darin, dass die Führungskräfte ihr Verhalten auf eine Steigerung des Börsenkurses ausrichten und die Möglichkeit erhalten, an der von ihnen mitbeeinflussten Wertsteigerung des Unternehmens zu partizipieren. Neben den USA wurden auch in zahlreichen europäischen Staaten steuerliche Regelungen eingeführt, um die Verbreitung von SOP zu erhöhen. Seit der Neuregelung des Aktiengesetzes im Rahmen des KonTraG6 hat sich auch die Anzahl der SOP in deutschen Unternehmen stark erhöht.In Deutschland ist die Frage der steuerlichen Behandlung von SOP noch nicht abschließend geregelt. Zentrale Problempunkte, die in den letzten Jahren in der Literatur kontrovers diskutiert wurden, sind die steuerliche Berücksichtigung der Optionseinräumung bei der gewährenden Aktiengesellschaft sowie beim Optionsempfänger, die Wertermittlung der eingeräumten Option sowie die Berücksichtigung der Optionsausübung. Im Rahmen dieser Arbeit wird nach der Darstellung der Grundlagen auf die steuerliche Behandlung von SOPs bei der gewährenden Aktiengesellschaft eingegangen. Hinsichtlich der Besteuerung soll gezeigt werden, ob seitens der Gesellschaft Aufwand bzw. Betriebsausgaben vorliegen und wie ggf. die Verteilung auf die Perioden erfolgt. Danach erfolgt die einkommensteuerliche Behandlung beim Berechtigten. Hierbei wird den Fragen nach dem maßgeblichen Besteuerungszeitpunkt und der Höhe des geldwerten Vorteils nachgegangen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Grundlagen und Abgrenzungen

3. Bilanzierung in der Steuerbilanz

3.1. Körperschaftsteuerliche Behandlung

3.2. Bedienung durch bedingte Kapitalerhöhung

3.3. Bedienung durch eigene Anteile

3.3.1 Überblick

3.3.2 Rückkauf bei Optionsgewährung

3.3.3 Rückkauf während der Laufzeit

3.4. Bedienung durch virtuelle Aktienoptionen (SARs)

4. Besteuerung beim Begünstigten

4.1.Zeitpunkt des Zuflusses

4.1.1 Überblick

4.1.2 Nicht handelbare Aktienoptionen

4.1.3 Handelbare Aktienoptionen

4.1.4. Folgen der Besteuerung

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die handels- und steuerrechtliche Behandlung von Aktienoptionsprogrammen (AOP) im Jahresabschluss. Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie die verschiedenen Ausgestaltungsformen der Bedienung von Aktienoptionen die Gewinnermittlung der gewährenden Kapitalgesellschaft beeinflussen und zu welchem Zeitpunkt beim Begünstigten ein steuerbarer geldwerter Vorteil zu erfassen ist.

  • Bilanzielle Erfassung von Aktienoptionen in der Steuerbilanz
  • Analyse verschiedener Bedienungsformen (bedingte Kapitalerhöhung, eigene Anteile, virtuelle Aktienoptionen)
  • Abgrenzung der steuerlichen Behandlung beim Arbeitgeber
  • Bestimmung des Zeitpunkts des Zuflusses von Arbeitslohn beim Arbeitnehmer
  • Unterscheidung zwischen handelbaren und nicht handelbaren Aktienoptionen

Auszug aus dem Buch

3.3.2 Rückkauf bei Optionsgewährung

Werden die Aktien bereits bei Einräumung der Optionen zurück erworben, sind sie über das Maßgeblichkeitsprinzip auch in der Steuerbilanz mit ihren Anschaffungskosten zu bilanzieren. Aufgrund ihrer Bewertungsfähigkeit sind eigene Anteile absatzfähige Wirtschaftsgüter und im Umlaufvermögen zu aktivieren, gem. § 266 Abs. 2 HGB. Sind Aktien schon vorher im Betriebsvermögen vorhanden, fällt Personalaufwand i. H. der Differenz zwischen (höheren) Buchwert und Basispreis an. Liegt der Buchwert bei Ausübung unter dem Marktwert, ist der Personalaufwand gegenüber dem Rückkauf geringer. Dies wird jedoch durch eine Nichtaufdeckung eventuell vorhandener stiller Reserven kompensiert.

Fraglich ist, ob das handelsrechtliche strenge Niederstwertprinzip für etwaige Wertminderungen an den Abschlussstichtagen auch steuerlich zu Teilwertabschreibungen gem. § 253 Abs. 3 HGB führt. Nur bei einer voraussichtlich andauernden Wertminderung darf abgeschrieben werden, gem. § 6 Abs.1 Nr. 2 S.2 EStG. Es fallen aufgrund der Durchbrechung des Maßgeblichkeitsgrundsatzes verschiedene Wertansätze in Steuerbilanz und Handelsbilanz an. Der BMF befürwortet eine Teilwertabschreibung, wenn sie allein auf Verlusten des Unternehmens beruhen. Indessen ist gem. § 8b Abs. 3 KStG n. F. eine Teilwertabschreibung ab 2002 in der Steuerbilanz nicht mehr möglich. Unklar ist, ob sich künftig handelsrechtlicher Personalaufwand bzw. –ertrag durch Wertansätze der eigenen Anteile über bzw. unter dem Ausübungspreis steuerlich nicht mehr auswirkt. Bei Veräußerung an die Berechtigten ist die Rücklage für eigene Anteile entsprechend zu vermindern.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Einleitung beleuchtet die Rolle von Aktienoptionsprogrammen als Anreizsysteme zur Minderung der Principal-Agent-Problematik und skizziert die steuerliche Problemstellung.

2. Grundlagen und Abgrenzungen: Dieses Kapitel definiert die Funktionsweise von AOP, nackten Aktienoptionen und virtuellen Aktienoptionen (SARs) als Instrumente der langfristigen Mitarbeiterbindung.

3. Bilanzierung in der Steuerbilanz: Der Hauptteil erläutert die verschiedenen Bedienungsformen und deren handels- sowie steuerrechtliche Auswirkungen auf das Betriebsergebnis der Gesellschaft.

4. Besteuerung beim Begünstigten: Hier wird der Zeitpunkt des Zuflusses von Arbeitslohn analysiert, wobei zwischen handelbaren und nicht handelbaren Optionen differenziert wird.

5. Zusammenfassung: Das Fazit stellt die unterschiedlichen steuerlichen Konsequenzen der Bedienungsformen zusammen und unterstreicht den noch bestehenden Klärungsbedarf in der Rechtsprechung.

Schlüsselwörter

Aktienoptionen, AOP, Jahresabschluss, Steuerbilanz, Personalaufwand, Besteuerung, Arbeitslohn, geldwerter Vorteil, bedingte Kapitalerhöhung, eigene Anteile, Stock Appreciation Rights, SARs, Zuflusszeitpunkt, Betriebsausgabenabzug, Unternehmensbesteuerung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die komplexe handels- und steuerrechtliche Behandlung von Aktienoptionsprogrammen, die Unternehmen nutzen, um Führungskräfte langfristig an sich zu binden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die bilanzielle Behandlung beim Unternehmen, der Abzug als Betriebsausgabe sowie die einkommensteuerliche Erfassung des Vorteils beim Arbeitnehmer.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich die Wahl der Bedienungsform (z.B. neue Aktien vs. eigene Anteile) auf das zu versteuernde Einkommen der Gesellschaft auswirkt und wann genau die Besteuerung beim Begünstigten eintritt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine systematische Analyse der Literatur, einschlägiger Rechtsprechung (insb. BFH) und Verwaltungsanweisungen zur steuerlichen Einordnung von Aktienoptionen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert drei Bedienungsformen: die bedingte Kapitalerhöhung, den Rückkauf eigener Aktien und die Gewährung virtueller Aktienoptionen (SARs) sowie deren Auswirkungen auf die Steuerbilanz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Aktienoptionen, Steuerbilanz, geldwerter Vorteil, Zuflusszeitpunkt und Personalaufwand maßgeblich bestimmt.

Welche Rolle spielt die bedingte Kapitalerhöhung?

Die bedingte Kapitalerhöhung ist die in deutschen Unternehmen am weitesten verbreitete Form, da sie handelsrechtlich oft keinen direkten Personalaufwand auslöst, der den Gewinn mindert.

Warum ist der Zeitpunkt der Besteuerung bei Arbeitnehmern so umstritten?

Der Streitpunkt liegt darin, ob die Besteuerung bereits bei Einräumung (Anfangsbesteuerung) oder erst bei Ausübung (Endbesteuerung) erfolgen sollte, da dies die Liquidität des Mitarbeiters und die Bemessungsgrundlage erheblich beeinflusst.

Wie werden SARs (virtuelle Optionen) steuerlich behandelt?

SARs werden wie eine erfolgsabhängige Vergütung behandelt; der Personalaufwand mindert hierbei das steuerliche Betriebsergebnis, was sie für die Gesellschaft steuerlich attraktiv macht.

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Details

Title
Handels- und steuerrechtliche Behandlung von Aktienoptionsprogrammen im Jahresabschluss
College
University of Hagen  (Lehrstuhl für Steuerlehre und Betriebswirtschaftslehre)
Course
Seminar in Schwerte
Grade
1,7
Author
Anja Faber (Author)
Publication Year
2003
Pages
32
Catalog Number
V25199
ISBN (eBook)
9783638279055
Language
German
Tags
Handels- Behandlung Aktienoptionsprogrammen Jahresabschluss Seminar Schwerte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anja Faber (Author), 2003, Handels- und steuerrechtliche Behandlung von Aktienoptionsprogrammen im Jahresabschluss, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/25199
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