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Auswirkungen der EU-Bildungspolitik auf die Bildungspolitik der Mitgliedsländer

Title: Auswirkungen der EU-Bildungspolitik auf die Bildungspolitik der Mitgliedsländer

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 21 Pages , Grade: keine Benotung

Autor:in: Martin Reuter (Author)

Pedagogy - School System, Educational and School Politics
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Die Hausarbeit befasst sich mit den Auswirkungen der Bildungspolitik der Europäischen Union auf die Bildungspolitik der souveränen Mitgliedsstaaten. Die Hausarbeit behandelt das gleichnamige Referatsthema von Andrea van Huet und dem Verfasser dieser Arbeit aus dem Seminar „Vergleichende Berufs- und Wirtschaftspädagogik – Modernisierungskonzepte für die berufliche Bildung in der EU“. Das Referat baute auf das vorhergehende Referat zum Thema „Berufliche Bildung in Europa“ von Karsten Bettray und Carsten Röttger auf, welches einen geschichtlichen Überblick über die Entwicklung der Berufsbildungspolitik in Europa gab.
Das Seminar hatte den Vergleich beruflicher Bildungssysteme in der EU zum Inhalt. Damit war ein dreigliedriger Schritt verbunden:
- Kennen lernen von Methoden des Vergleichens in der Berufs- und Wirtschaftspädagogik,
- Analyse von Berufsbildungssystemen ausgewählter Länder und Vergleich mit dem deutschen System und
- Auseinandersetzung mit Entwicklungen und neue Konzepten der Berufsbildungspolitik in der Europäischen Union und Erkennen der Auswirkungen auf die nationale Bildungspolitik in Deutschland.

Die Hausarbeit will also ein Referat zum dritten Punkt ausführen. Hierzu erfolgt nach dieser Einleitung ein Überblick über den Aufbau der Europäischen Union mit Blick auf ihre Organe. Dies erleichtert das Verständnis der folgenden Kapitel über die (Berufs-)Bildungspolitik. Das dritte Kapitel will den Vergleich berufsqualifizierender Abschlüsse von den ersten Abmachungen im Vertrag von Rom 1957 bis zum derzeitigen Stand darbieten. Im vierten Kapitel werden speziell und detaillierter die Förder- und Bildungsprogramme der EU dargestellt. Das fünfte Kapitel will die vorausgegangenen Aussagen direkt auf die Bildungspolitik in der Bundesrepublik Deutschland beziehen und so den Interessenkonflikt zwischen der EU und den Nationalstaaten beispielhaft beleuchten. Im anschließenden sechsten Kapitel werden die derzeit gültigen gemeinsamen Leitziele in der (Berufs-)Bildungspolitik näher beleuchtet. Das Fazit im achten Kapitel beendet diese Hausarbeit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Überblick über die Organe der Europäischen Union

3. Vergleich berufsqualifizierender Abschlüsse in der Europäischen Union

4. Förder- und Bildungsprogramme der EU im Bereich der Beruflichen Bildung

5. Interessenkonflikt: EU – Nationalstaaten am Beispiel Deutschland

6. Gemeinsame Leitziele in der europäischen Bildungspolitik

7. Fazit

8. Literatur

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen der Bildungspolitik der Europäischen Union auf die nationalen Bildungssysteme der Mitgliedsstaaten, mit einem besonderen Fokus auf die Situation in der Bundesrepublik Deutschland und den dort bestehenden Interessenkonflikten zwischen nationalen Traditionen und europäischen Harmonisierungsbestrebungen.

  • Strukturen und Organe der Europäischen Union im Kontext der Bildungspolitik
  • Entwicklung und Instrumente der Anerkennung berufsqualifizierender Abschlüsse
  • Analyse der EU-Bildungs- und Förderprogramme für Jugendliche
  • Konfliktlinien zwischen dem deutschen Dualen System und europäischen Vorgaben
  • Strategische Leitziele wie das "Lebenslange Lernen" und die "Wissensgesellschaft"

Auszug aus dem Buch

3. Vergleich berufsqualifizierender Abschlüsse in der Europäischen Union

Schon der erste Vertrag über eine gemeinsame Arbeit in Europa, der Vertrag von Rom über die Schaffung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft im Jahr 1957, enthielt innerhalb der Bestimmungen zur Regelung sozialer Fragen den Artikel 128, in dem es heiß: „... der Rat [stellt] in Bezug auf die Berufsausbildung allgemeine Grundsätze zur Durchführung einer gemeinsamen Politik auf, die zu einer harmonischen Entwicklung sowohl der einzelnen Volkswirtschaften als auch des Gemeinsamen Marktes beitragen kann.“

Eine Angleichung der Systeme sollte nicht durch die EWG erzwungen werden, sondern über die Angleichung der Wirtschaft erreicht werden. Man glaubte, dass über eben diese Angleichung sich zwangsläufig auch die Qualifikation und Abschlüsse angleichen würden, um so die wirtschaftliche Entwicklung voranzutreiben. Lediglich wirtschaftliche Gründe sind somit für die Angleichung oder Harmonisierung zu nennen.

Die 1957 geforderten Grundsätze wurden im Jahr 1963 verabschiedet. Diese regelten die Formen der geplanten Zusammenarbeit in Form von zehn erläuterten Grundsätzen. Diese zehn Grundsätze sind zwar eine gute Basis für die Zusammenarbeit, jedoch machen sie keine Aussagen über die Verteilung der Zuständigkeiten zwischen der EWG und den Mitgliedsstaaten. Zudem ist in den Grundsätzen keine Definition des Begriffs „Berufsbildung“ enthalten, sodass wir davon ausgehen können, dass in einer Auseinandersetzung mit den Grundsätzen jede Nation unter Umständen eine andere Auffassung von „Berufsbildung“ hat. Dies führte schon 1971 zur Feststellung, dass die bisher geleistete Arbeit nicht zufriedenstellend war. Als Gründe nannte die Europäische Kommission das Problem, „abstrakte Grundsätze in konkrete Projekte“ umzusetzen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der europäischen Bildungspolitik ein und erläutert die methodische Herangehensweise der Arbeit sowie den Aufbau der folgenden Kapitel.

2. Überblick über die Organe der Europäischen Union: Dieses Kapitel stellt die wichtigsten Institutionen der EU wie das Parlament, den Rat und die Kommission vor, um das Verständnis für bildungspolitische Entscheidungsprozesse zu erleichtern.

3. Vergleich berufsqualifizierender Abschlüsse in der Europäischen Union: Hier wird die historische Entwicklung der gegenseitigen Anerkennung von Qualifikationen von den Anfängen im Jahr 1957 bis zu modernen Instrumenten wie dem Europass und ECTS analysiert.

4. Förder- und Bildungsprogramme der EU im Bereich der Beruflichen Bildung: Dieser Abschnitt beschreibt die verschiedenen EU-Programme, deren Ziel es ist, den Austausch und die Mobilität von Jugendlichen zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit zu fördern.

5. Interessenkonflikt: EU – Nationalstaaten am Beispiel Deutschland: Das Kapitel beleuchtet den Spannungszustand zwischen EU-Vorgaben und nationalen Systemen, exemplarisch verdeutlicht an der deutschen Haltung gegenüber der Anerkennung informeller Kompetenzen.

6. Gemeinsame Leitziele in der europäischen Bildungspolitik: Hier werden die strategischen Ziele wie die Schaffung eines europäischen Raums des lebenslangen Lernens und die Vision der Wissensgesellschaft diskutiert.

7. Fazit: Das Fazit fasst die Notwendigkeit der Anerkennung von Qualifikationen zusammen und betont die Bedeutung lebenslangen Lernens sowie die europäische Dimension für die Zukunft.

8. Literatur: In diesem Kapitel werden alle verwendeten Quellen und weiterführende Dokumente aufgelistet.

Schlüsselwörter

Europäische Bildungspolitik, Berufliche Bildung, Duales System, Anerkennung von Abschlüssen, Lebenslanges Lernen, Europäische Union, Qualifikationsrahmen, CEDEFOP, Mobilität, Wissensgesellschaft, Europass, Harmonisierung, Interessenkonflikt, Bildungsprogramme, Europäische Dimension.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Einflüsse und Auswirkungen der Bildungspolitik der Europäischen Union auf die Bildungssysteme der souveränen Mitgliedsstaaten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Harmonisierung von Berufsabschlüssen, den EU-Förderprogrammen, dem Prinzip des lebenslangen Lernens und dem Interessensausgleich zwischen EU und Nationalstaaten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Modernisierungskonzepte der EU für die berufliche Bildung aufzuzeigen und deren konkrete Auswirkungen sowie die dabei entstehenden Konflikte, insbesondere am deutschen Beispiel, zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Analyse politischer Dokumente, Verträge und Richtlinien sowie einer vergleichenden Betrachtung der Entwicklung der Berufsbildungspolitik in Europa.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der EU-Organe, die historische Entwicklung der Anerkennungsverfahren, die Darstellung der Förderprogramme und eine kritische Diskussion der Interessenkonflikte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Europäische Union, Berufsbildungspolitik, Lebenslanges Lernen, Duales System, Anerkennung, Harmonisierung und Europäische Dimension.

Wie bewertet der Autor das deutsche "Duale System" im EU-Kontext?

Der Autor zeigt auf, dass das deutsche System in der EU oft als primär praktisch eingestuft wird, was aus deutscher Sicht die Gefahr birgt, dass die theoretische Qualität der Ausbildung unterschätzt wird.

Welche Rolle spielt das lebenslange Lernen in dieser Arbeit?

Das Konzept wird als zentrale strategische Antwort der EU auf die Anforderungen der Wissensgesellschaft und als Mittel zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Arbeitnehmer hervorgehoben.

Welche Rolle spielt die Erweiterung der EU für die Bildungspolitik?

Die Osterweiterung macht laut Autor den Erwerb von Fremdsprachen immer wichtiger, um einen funktionierenden Austausch innerhalb eines Europas ohne Grenzen zu gewährleisten.

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Details

Title
Auswirkungen der EU-Bildungspolitik auf die Bildungspolitik der Mitgliedsländer
College
University of Duisburg-Essen  (Institut für Erziehungswissenschaften, Berufs- und Wirtschaftspädagogik)
Course
Vergleichende Berufs- und Wirtschaftspädagogik
Grade
keine Benotung
Author
Martin Reuter (Author)
Publication Year
2004
Pages
21
Catalog Number
V25227
ISBN (eBook)
9783638279215
Language
German
Tags
Auswirkungen EU-Bildungspolitik Bildungspolitik Mitgliedsländer Vergleichende Berufs- Wirtschaftspädagogik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martin Reuter (Author), 2004, Auswirkungen der EU-Bildungspolitik auf die Bildungspolitik der Mitgliedsländer, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/25227
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