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Einschulungsalter und Schulreife

Title: Einschulungsalter und Schulreife

Term Paper , 2002 , 22 Pages , Grade: ohne

Autor:in: Anne Göbel (Author)

Pedagogy - General
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Mein Praktikum machte ich an einer kleinen Gemeinschaftsgrundschule im Hochsauerland. Meine Wahl fiel auf diese Schule, da sie, anders als Schulen die ich kannte, nur ca. 100 Schüler hat. Was sie auch zu etwas Besonderem für mich machte war, dass sie zu einem großen Teil aus Holz gebaut ist und die meisten Klassen an mindestens zwei Seiten Fenster haben, die Schule also sehr hell ist. Der Schulhof wird an zwei Seiten von der Schule begrenzt, an der dritten Seite von der Turnhalle (die auch dem Vereinssport dient) und die vierte Seite wird von einer Hecke begrenzt, die ihn von einer Seitenstraße abgrenzt. Auf dem Schulhof ist ein großer Sandkasten, mit Kletterstangen, außerdem noch Holzpflöcke (zum Drüberspringen) und einige wenige Sitzplätze. Die Grenze zur Straße und Bushaltestelle bildet eine gelbe Linie, die alle Schüler bereitwillig akzeptieren, auch wenn sie nach Schulschluß auf ihre Busse warten.

In jeder großen Pause können die Schüle r auch Spielzeug, wie z.B. Springseile o.ä. mit in die Pause nehmen. Und jeweils eine Klasse hat die Erlaubnis, in der Turnhalle zu spielen. Dies wird durch einen immer wiederkehrenden Turnus geregelt. Zwischen den einzelnen Stunden, also in den kleinen Pausen schicken die LehrerInnen die Kinder 2-3 Runden um das Schulgebäude, damit sie Bewegung bekommen und in der nächsten Stunde konzentrierter sind.

Zur Zeit meines Praktikums gab es an der Schule ein erstes, zwei kleine zweite, ein drittes und ein viertes Schuljahr. Die Anzahl der Jungen und Mädchen war ungefähr gleich groß. Es wurden circa 10 ausländische Schüler unterrichtet, die aber kaum Integrationsschwierigkeiten hatten, da sie zum größten Teil schon in Deutschland geboren waren.

Ich war die meiste Zeit meines Praktikums in der ersten Klasse. Sie hatte eine Klassenlehrerin, die selber grade erst mit dem Referendariat fertiggeworden und daher noch sehr nah am Studium war. Die Direktorin der Schule meinte, dass mir das evtl. helfen könne. Aber auc h ohne diesen Grund gefiel es mir sehr gut in der Klasse

und meine Mentorin gab mir die Möglichkeit, sie mit den Erstklässlern zu unterstützen. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Zeitpunkt der Einschulung und Einschulungspraxis

1.2 Definition von Schulreife

2. Das Erlangen der Schulreife

Beeinflussende Faktoren

2.1 Das Elternhaus

2.2 Die Stellung in der Geschwisterreihe

2.3 Schulreife aus Sicht der Schulärzte

2.3.1 Seh- und Hörschäden

2.3.2 Erkrankungen und Störungen im Bereich des zentralen Nervensystems

2.3.3 Das psycho- organische Syndrom als Ursache für das Zurückstellen von Kindern

2.4 Das Geschlecht

2.5 Der Einfluss des Kindergartens auf das Erlangen der Schulreife

2.6 Unterschiede auf dem land und in der Stadt

3. Zurückstellung

3.1 Welche Kinder werden zurückgestellt?

3.2 Welche Alternativen zur Zurückstellung gibt es?

4. Zusammenfassung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die komplexen Faktoren, die den Prozess der Einschulung und den Erwerb der Schulreife maßgeblich beeinflussen. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, warum Kinder trotz eines formal erreichten Alters unterschiedliche Voraussetzungen für einen erfolgreichen Schulstart mitbringen und wie das System Schule sowie die vorschulische Erziehung hierauf reagieren können.

  • Die Bedeutung des Elternhauses und des sozioökonomischen Hintergrunds für die Schulfähigkeit.
  • Einflussfaktoren wie Geschlecht, Geschwisterreihenfolge und körperliche sowie psychische Entwicklungsaspekte.
  • Die Rolle der schulärztlichen Untersuchung und die Problematik von Zurückstellungen.
  • Alternative Förderkonzepte zur Vermeidung von Zurückstellungen, wie etwa Einführungsklassen.

Auszug aus dem Buch

2.1 Das Elternhaus

Inwieweit spielt das Elternhaus eine Rolle bei der Hinführung eines Kindes zur Schulreife?

Für Eltern und Kind beginnt mit dem Schulanfang ein neuer Lebensanschnitt. Eltern wie Kinder werden mit neuen Pflichten und Rechten konfrontiert. Den Kindern wird das „Recht auf Bildung“ zuteil und die Pflicht, dieses Recht wahrzunehmen. Außerdem müssen sie nun den Grad an Disziplin beweisen, der - wie oben ausgeführt - zur Schulreife gehört.

Die Eltern müssen sich erstmals, sofern das Kind nicht im Kindergarten war, bei Fremden über ihr Kind und dessen Verhalten informieren und sich ggf. damit auseinandersetzen, z.B. durch persönliche Gespräche oder Elternsprechtage. Damit sehen auch sie selbst sich einer Beurteilung ihrer bisherigen Erziehung durch eine „übergeordnete“, neutrale Instanz ausgesetzt.

Nicht zuletzt dadurch ändert sich die Art und Qualität der Eltern-Kind-Beziehung. War bisher die Wertschätzung der Eltern weniger mit der Erfüllung von bestimmten Leistungen verknüpft, so muss das Kind nun - in Konkurrenz zu den anderen Mitschülern - bestimmte Erwartungen und Ansprüche hinsichtlich der Leistungen und sozialen Geltung zu befriedigen versuchen (nach HÄLG, S. 20 f).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung des Schuleintrittsalters und führt in die theoretische Relevanz der Schulreifeproblematik sowie deren Auswirkungen auf die spätere Bildungsbiografie ein.

2. Das Erlangen der Schulreife: Dieses Kapitel analysiert verschiedene Einflussfaktoren, darunter das Elternhaus, die Stellung in der Geschwisterreihe sowie schulärztliche und entwicklungspsychologische Aspekte der Schulfähigkeit.

3. Zurückstellung: Das Kapitel befasst sich mit den Kriterien für eine Zurückstellung vom Schulbesuch und erörtert kritisch die daraus resultierenden Probleme sowie alternative Lösungsmodelle.

4. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung führt die zentralen Erkenntnisse der Untersuchung zusammen und plädiert für eine systemorientierte Förderung statt einer rein individuumzentrierten Betrachtung des Schulreifeproblems.

Schlüsselwörter

Schulreife, Schulfähigkeit, Einschulung, Grundschule, Erziehung, Schulärztliche Untersuchung, Zurückstellung, Sozialisation, Elternhaus, Frühförderung, Entwicklungspsychologie, Schulerfolg, Leistungsvermögen, Integration, Bildungsbiografie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Voraussetzungen für den Schulanfang, insbesondere dem Konzept der Schulreife und den verschiedenen Faktoren, die den erfolgreichen Übergang vom Kindergarten in die Grundschule beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind der Einfluss des familiären Umfelds, die Rolle der vorschulischen Erziehung, geschlechtsspezifische Leistungsunterschiede sowie die kritische Auseinandersetzung mit schulischen Selektionsmechanismen wie der Zurückstellung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für die Faktoren zu entwickeln, die Schulanfängern einen erfolgreichen Start ermöglichen, und Alternativen zur gängigen Praxis der Zurückstellung aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert primär auf einer Literaturanalyse, ergänzt durch eigene Beobachtungen aus einem schulpraktischen Kontext sowie der Reflexion pädagogischer und entwicklungspsychologischer Fachdiskurse.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der beeinflussenden Faktoren für die Schulreife (wie das Elternhaus und die Geschwisterkonstellation), eine medizinische Perspektive auf den Schuleintritt sowie eine Erörterung der Zurückstellungspraxis und deren Alternativen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Schulreife, Schulfähigkeit, Elternhaus, Einschulung, Förderkonzepte, Sozialisation und Schulerfolg charakterisieren.

Warum wird das Modell der Einführungsklassen als sinnvoll erachtet?

Das Modell wird als sinnvoll erachtet, da es entwicklungsgehemmten Kindern durch individuelle Förderung in kleineren Schritten den Start in die Schulzeit erleichtert, anstatt sie durch ein bloßes Abwarten zu einem späteren Zeitpunkt zurückzustellen.

Welche Rolle spielt das Elternhaus laut der Untersuchung?

Das Elternhaus wird als entscheidender Grundstein für den Schulerfolg identifiziert, da Bildungsniveau, Erwartungshaltung und die soziale Stabilität des Kindes das Verhalten und die Leistungsfähigkeit maßgeblich beeinflussen.

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Details

Title
Einschulungsalter und Schulreife
College
University of Siegen
Course
Orientierungspraktikum Lehramt Primarstufe
Grade
ohne
Author
Anne Göbel (Author)
Publication Year
2002
Pages
22
Catalog Number
V25357
ISBN (eBook)
9783638280075
Language
German
Tags
Einschulungsalter Schulreife Orientierungspraktikum Lehramt Primarstufe
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anne Göbel (Author), 2002, Einschulungsalter und Schulreife, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/25357
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