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Mediation - Chancen und Risiken

Title: Mediation - Chancen und Risiken

Seminar Paper , 2002 , 18 Pages , Grade: 12 Punkte

Autor:in: Jochen Weisser (Author)

Law - Miscellaneous
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Mediation chancen und Risiken

Während sich die Mediation in anderen Ländern, allen voraus die USA, als Alternative zur gerichtlichen Streitbeilegung längst durchgesetzt hat, scheint Deutschland dieser Entwicklung noch hinterherzuhinken. An der amerikanischen (Rechts-) Kultur alleine kann es nicht liegen, denn auch in europäischen Staaten, besonders in Österreich, genießt die Mediation inzwischen einen recht hohen Stellenwert.
Diese Arbeit untersucht daher zunächst die Risiken der Mediation allgemein, wirft dann aber auch einen Blick auf die konkreten Probleme rechtlicher Art innerhalb Deutschlands. Untersucht werden außerdem die besonderen Risiken in bezug auf das Berufsbild des Anwaltmediators im Vergleich zu nichtanwaltlichen Mediatoren.
Anschließend werden den Risiken die Chancen für die Mediation und ihre Zukunftsaussichten gegenübergestellt.
Schließlich dürfen auch die Grenzen der Mediation, also die Bereiche, wo Mediation überhaupt keine Alternative zu Gerichtsverfahren darstellen kann, nicht ganz außen vor bleiben, um ein abgerundetes Bild über den Anwendungsbereich zu geben, bei dem die Chancen und Risiken sich überhaupt auf die Zukunftsaussichten der Mediation auswirken können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

A Einleitung

B Chancen und Risiken, Grenzen der Mediation

I. Risiken der und Hindernisse für die Mediation

1. Risiken tatsächlicher Art

a) Ausbildungsmängel bei Mediatoren

b) Probleme bei der Anbahnung eines Mediationsverfahrens

c) Grundsatz der Vertraulichkeit in der Mediation

d) Rechtsschutzversicherungen in Deutschland

e) Akzeptanz bei der Bevölkerung

f) speziell: Akzeptanz bei der Rechtsanwaltschaft

2. Risiken rechtlicher Art

a) §1 Rechtsberatungsgesetz

b) fehlender Schutz der Berufsbezeichnung "Mediator"

3. Risiken insbesondere für Anwaltsmediatoren

a) § 43a Abs. 4 Bundesrechtsanwaltsordnung (widerstreitende Interessen)

b) § 43b Bundesrechtsanwaltsordnung (Werbung)

II. Chancen für die Mediation

1. Chancen tatsächlicher Art

a) Vorteile der Mediation

b) nicht vor Gericht austragbare Streitigkeiten

2. Chancen rechtlicher Art

a) Werbung (für Nichtanwälte)

b) beginnende prozessrechtliche Einbindung der Mediation

3. Chancen insbesondere für Anwaltsmediatoren

III. Grenzen der Mediation

a) Nichtaufbrechbarkeit von Dominanzmustern

b) Artikulationsprobleme einer Partei

c) Streitigkeit nicht mediierbar

C Fazit – eine Zukunftsperspektive

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuelle Situation der Mediation in Deutschland, indem sie systematisch die bestehenden Risiken, Hindernisse und rechtlichen Rahmenbedingungen analysiert und diesen die Chancen und Zukunftsaussichten des Verfahrens gegenüberstellt. Ziel ist es, ein abgerundetes Bild über den Anwendungsbereich zu vermitteln und die Grenzen aufzuzeigen, innerhalb derer eine Mediation als Alternative zur gerichtlichen Streitbeilegung sinnvoll ist.

  • Risiken tatsächlicher und rechtlicher Art für Mediatoren
  • Besonderheiten und Restriktionen für Anwaltsmediatoren
  • Die vielfältigen Vorteile der Mediation gegenüber Gerichtsverfahren
  • Rechtliche Einbindung und künftige Entwicklungsperspektiven
  • Grenzen der Mediierbarkeit bei spezifischen Konfliktkonstellationen

Auszug aus dem Buch

a) Ausbildungsmängel bei Mediatoren

Eine schlechte Ausbildung der Berufstätigen ist eigentlich für jedes Berufsfeld ein Risiko und bedürfte daher grundsätzlich keiner eigenen Erwähnung. Da die Mediation als recht junges Berufsfeld aber noch relativ unbekannt ist, wirken sich Fehler von Mediatoren fatal auf das Bild des Mediators aus und eine gesellschaftliche Anerkennung wird bei einer Häufung solcher Fehler stark erschwert. Dieses Problem wird insbesondere noch dadurch verstärkt, dass es bisher keine gesetzlich festgelegten Ausbildungsstandards für Mediatoren gibt, sondern lediglich Richtlinien (empfohlen werden circa 200 Stunden Mindestausbildung), was die Gefahr erhöht, dass schlecht ausgebildete Mediatoren diesen Beruf praktizieren. Eine der Hauptgefahren und einer der häufigsten Fehler innerhalb des Mediationsverfahrens ist, dass der Mediator versucht zu manipulieren oder seine Lösungen durchzusetzen, statt als Prozessverantwortlicher den Lösungen der Parteien zur Geltung zu verhelfen, was sich negativ auf die Zufriedenheit der Parteien auswirkt. Dass schlecht ausgebildete Mediatoren solchen Verfahrensfehlern nicht ausreichend begegnen können, liegt auf der Hand.

Zusammenfassung der Kapitel

A Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein und definiert den Untersuchungsgegenstand, der die Chancen, Risiken und Grenzen der Mediation in Deutschland beleuchtet.

B Chancen und Risiken, Grenzen der Mediation: Dies ist der Hauptteil der Arbeit, der die methodischen und praktischen Herausforderungen sowie die Potenziale der Mediation detailliert aufgliedert.

C Fazit – eine Zukunftsperspektive: Hier wird die Entwicklung der Mediation in Deutschland bewertet, wobei die Bedeutung der gesellschaftlichen und anwaltlichen Akzeptanz für den zukünftigen Erfolg hervorgehoben wird.

Schlüsselwörter

Mediation, Konfliktlösung, Rechtsberatungsgesetz, Anwaltsmediator, Streitbeilegung, Rechtsschutzversicherung, Interessensausgleich, Win-Win-Lösung, Mediationsverfahren, Ausbildung, Akzeptanz, Rechtsberatung, Konfliktmanagement, Verfahrensrecht, Zukunftsperspektive.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Mediation als alternative Methode zur gerichtlichen Streitbeilegung in Deutschland unter besonderer Berücksichtigung der Chancen, Risiken und Grenzen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die tatsächlichen und rechtlichen Risiken (wie z.B. Ausbildungsmängel oder das Rechtsberatungsgesetz), die Vorteile des Verfahrens sowie die spezifischen Rahmenbedingungen für Anwaltsmediatoren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist die kritische Evaluation des Potenzials der Mediation, um aufzuzeigen, unter welchen Voraussetzungen sie eine sinnvolle Alternative zu staatlichen Gerichtsverfahren darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literatur- und Quellenanalyse, die den rechtlichen Status quo sowie praktische Erfahrungen und Experteninterviews zusammenführt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in drei große Bereiche: Die Identifikation von Risiken und Hindernissen, die Darstellung der Chancen der Mediation und die Definition der Grenzen, an denen eine Mediation in der Praxis scheitern kann.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Neben dem Kernbegriff "Mediation" sind insbesondere "Konfliktlösung", "Rechtsberatungsgesetz", "Anwaltsmediator" und "Interessensausgleich" zentral.

Warum ist die Ausbildungssituation für Mediatoren derzeit problematisch?

Da es an gesetzlich fixierten Ausbildungsstandards fehlt und lediglich Empfehlungen existieren, besteht die Gefahr, dass unzureichend qualifizierte Personen als Mediatoren agieren, was das Ansehen des gesamten Berufsfeldes gefährden kann.

Wann ist ein Konflikt laut der Arbeit "nicht mediierbar"?

Ein Konflikt ist dann nicht mediierbar, wenn er gravierende Machtasymmetrien (Dominanzmuster) aufweist, eine Partei nicht zur Artikulation fähig ist oder wenn keine tragfähige Beziehung zwischen den Beteiligten besteht, die eine einvernehmliche Lösung jenseits der bloßen Schadensfeststellung ermöglicht.

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Details

Title
Mediation - Chancen und Risiken
College
German University of Administrative Sciences Speyer  (Verwaltungswissenschaften)
Course
Seminar Administratives Entscheiden - Theorien und Methoden
Grade
12 Punkte
Author
Jochen Weisser (Author)
Publication Year
2002
Pages
18
Catalog Number
V2537
ISBN (eBook)
9783638115407
ISBN (Book)
9783638756167
Language
German
Tags
Chancen und Risiken der Mediation Konfliktmanagement alternative Streitbeilegung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jochen Weisser (Author), 2002, Mediation - Chancen und Risiken, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/2537
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