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Das Konzept der organisationalen Identität - eine kritische Analyse

Title: Das Konzept der organisationalen Identität - eine kritische Analyse

Diploma Thesis , 2004 , 60 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Ute Staub (Author)

Leadership and Human Resources - Miscellaneous
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„Das Wesentliche ist unsichtbar.“
Antoine de Saint-Exupéry

Durch das gemeinsame Zusammenarbeiten von Menschen in Organisationen über längere Zeit hinweg bildet sich ein gemeinschaftliches Verständnis heraus. Daraus lässt sich schließen, dass Organisationen, genauso wie einzelne Personen, über eine bestimmte unverwechselbare Identität verfügen. Als minimaler Konsens kann organisationale Identität dabei als das Selbstverständnis einer Organisation und ihrer Mitglieder angenommen werden (vgl. Schumacher, 2003).
Im Verlauf der Arbeit soll geklärt werden, was genau unter dem Begriff der organisationalen Identität verstanden werden kann. Die Schaffung eines grundlegenden Identitäts- und Organisationsverständnisses stellt dabei die Voraussetzung für eine Herantastung an das Phänomen organisationaler Identität dar. Darüber hinaus soll erörtert werden, ob und unter welchen Annahmen organisationale Identität entsteht und verändert werden kann, oder ob Identität, wie in einigen Ansätzen postuliert wird, a priori existiert. Dafür wird der Einfluss verschiedener Konstrukte und Kontexte auf die organisationale Identität einer genaueren Betrachtung unterzogen. Zudem soll untersucht werden, welche Bedeutung der Identität in Organisationen zukommt und welche Auswirkungen sie auf organisationales Handeln haben kann. Anhand der Argumentation soll schließlich deutlich werden, warum das Konzept der organisationalen Identität zum Forschungsgegenstand wurde.
Das Ziel der Arbeit ist es, die aufgeworfenen Fragen durch eine Literaturanalyse der organisationalen Identitätskonzepte zu beantworten und eine kritische Betrachtung der Konzeptbausteine vorzunehmen. Als Forschungsgegenstand beansprucht die Auseinandersetzung mit Identität vielfältige Disziplinen. So widmen sich neben den Wirtschaftswissenschaften die Sozialwissenschaften - insbesondere die Soziologie, die Philosophie und die Sprachwissenschaften - diesem Thema. Die Komplexität und Heterogenität organisationaler Phänomene erfordert den Umgang mit einer Vielfalt von Theorien. Daraus resultieren unterschiedliche Perspektiven, die in dieser Arbeit pluralistisch zueinander in Beziehung gesetzt werden sollen. Dies ist nur durch eine multiparadigmatische und multimethodologische Herangehensweise möglich.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Herangehensweise

2 Grundlagen der organisationalen Identität (OI)

2.1 Begriffliche Einordnung organisationaler Identität

2.2 Mehrebenenbetrachtung und Klassifizierung von Identität

2.3 Versuch einer Definition der organisationalen Identität

2.4 Theoretisches Organisationsverständnis

2.5 Organisationale Kultur als Bezugsrahmen der Identität

2.6 Anforderungen an Organisationen und Identität

3 Identitätsansätze und Organisationstheorien

3.1 Der Corporate Identity - Ansatz

3.2 Die Theorie der sozialen Identität

3.3 Die Ansätze organisationaler Identifikation

3.4 Die Strukturierungstheorie

3.5 Die soziologische Systemtheorie

3.6 Schlussfolgerungen

4 Die Konzeptbausteine der organisationalen Identität

4.1 Theoretische Perspektiven organisationaler Identität

4.2 Überblick über theoretische OI-Konzepte

4.3 Vergleich von OI und Corporate Identity

4.4 Beziehungen zwischen OI, Image und Kultur

4.5 Wechselwirkungen zwischen OI und Reputation

4.6 Interaktionen zwischen OI, Strategie und strategischem Wandel

4.7 Identität als Einheit von Vielfalt und Differenz

4.8 Bedeutung organisationaler Identität

5 Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, das komplexe Konzept der organisationalen Identität (OI) durch eine fundierte Literaturanalyse zu durchdringen, die verschiedenen theoretischen Konzeptbausteine kritisch zu beleuchten sowie die Entstehung, Veränderung und strategische Bedeutung von Identität innerhalb von Organisationen zu untersuchen.

  • Theoretische Grundlagen und begriffliche Verortung der organisationalen Identität
  • Vergleich zwischen organisationaler Identität und dem Corporate Identity-Ansatz
  • Wechselwirkungen von Identität mit Unternehmenskultur, Image und Reputation
  • Einfluss von Strategie und strategischem Wandel auf die Identitätsbildung
  • Kritische Analyse zur Beständigkeit und Veränderbarkeit organisationaler Identität

Auszug aus dem Buch

Die Bedeutung der organisationalen Identität

Das wissenschaftliche Interesse an organisationaler Identität entstand vor allem bei der Suche nach schwer zu imitierenden und sozial komplexen internen Ressourcen in Organisationen. Es wurde erkannt, dass organisationale Identität ein sozial komplexes Phänomen ist, das sich mit der Zeit entwickelt und in den kognitiven Auffassungen und dem Verständnis der Organisationsmitglieder verankert ist. Folglich ist es einzigartig und schwierig für andere Organisationen zu imitieren. Damit kann organisationale Identität einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, die Effektivität und Leistungsfähigkeit einer Organisation im Sinne eines nachhaltigen und schwer imitierbaren Wettbewerbsfaktors zu steigern (vgl. Schumacher, 2003).

Die strategische Bedeutung der organisationalen Identität besteht insbesondere darin, dass sie die Interpretationen der Organisationsmitglieder beeinflusst und damit organisationale Handlungen und Entscheidungen steuert (vgl. Dutton/Dukerich, 1991). Folglich existiert zwischen strategischen Handlungen und organisationaler Identität ein dualer Zusammenhang. Solange die Organisationsmitglieder mit der Entwicklung ihrer Organisation zufrieden sind oder mit der Unzufriedenheit leben können, entsprechen ihre Handlungsmuster der bisherigen Identität (vgl. Schumacher, 2003). In diesem Fall verstärken die Handlungen automatisch das zugrunde liegende organisationale Identitätsmuster. Besteht eine Diskrepanz oder ein identity gap (Identitätslücke) zwischen der aktuellen und der zukünftigen gewünschten Identitätsvorstellung, wird durch Wandel eine Verbesserung der Organisation angestrebt (vgl. Dutton/Dukerich, 1991; Dutton et al., 1994). Besonders im Bereich des organisationalen Wandels hat das Konzept der organisationalen Identität damit bereits ein zunehmendes Interesse erlangt (vgl. Schumacher, 2003).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problemstellung ein und definiert das Ziel der Literaturanalyse sowie die methodische Vorgehensweise zur Erforschung der organisationalen Identität.

2 Grundlagen der organisationalen Identität (OI): Hier werden die begrifflichen, theoretischen und kulturellen Fundamente für das Verständnis von Identität in Organisationen gelegt.

3 Identitätsansätze und Organisationstheorien: Dieser Abschnitt bietet einen Überblick über klassische und alternative Ansätze, darunter Corporate Identity sowie sozialwissenschaftliche Theorien wie die Strukturierungstheorie.

4 Die Konzeptbausteine der organisationalen Identität: Dieses Kapitel analysiert detailliert die verschiedenen Perspektiven, Beziehungen zu Image, Kultur und Reputation sowie den Einfluss von Wandel auf Identität.

5 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Reflexion der verschiedenen Ansätze und dem Aufzeigen von weiterem Forschungsbedarf.

Schlüsselwörter

Organisationale Identität, Identitätsbildung, Corporate Identity, Unternehmenskultur, Sensemaking, Organisationstheorie, Strategischer Wandel, Reputation, Identifikation, Sozialkonstruktivismus, Identität, Organisationsverständnis

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Konzept der organisationalen Identität und analysiert, wie Organisationen ein Selbstverständnis entwickeln, wahren und anpassen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Abgrenzung von Corporate Identity, der Einfluss der Unternehmenskultur, die Rolle von Image und Reputation sowie die Dynamik von Identität bei strategischen Wandelprozessen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist eine kritische Literaturanalyse verschiedener Identitätskonzepte, um ein besseres Verständnis für das Phänomen der organisationalen Identität zu schaffen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine multiparadigmatische Literaturanalyse angewandt, die verschiedene sozialwissenschaftliche und betriebswirtschaftliche Ansätze integrativ betrachtet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert die theoretischen Grundlagen, identifiziert zentrale Konzeptbausteine und untersucht die Wechselwirkungen zwischen Identität, Image, Kultur und strategischem Handeln.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den Kernbegriffen zählen organisationale Identität, Sensemaking, Identifikation, Unternehmenskultur, strategischer Wandel und Sozialkonstruktivismus.

Warum wird zwischen OI und Corporate Identity unterschieden?

Die OI konzentriert sich stärker auf das intern konstruierte Selbstverständnis der Mitglieder, während der Corporate Identity-Ansatz oft stärker die externe, strategisch geplante Selbstdarstellung betont.

Welche Bedeutung hat das "Identity Gap" im Kontext des Wandels?

Ein "Identity Gap" beschreibt die Diskrepanz zwischen der gegenwärtigen und einer angestrebten zukünftigen Identität, was als Motor für strategische Wandelprozesse in Organisationen fungiert.

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Details

Title
Das Konzept der organisationalen Identität - eine kritische Analyse
College
University of Hagen  (Personalführung und Organisation)
Grade
1,7
Author
Ute Staub (Author)
Publication Year
2004
Pages
60
Catalog Number
V25372
ISBN (eBook)
9783638280198
Language
German
Tags
Konzept Identität Analyse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ute Staub (Author), 2004, Das Konzept der organisationalen Identität - eine kritische Analyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/25372
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