Während der letzten 30 Jahre kam es zu einer explosionsartigen Entwicklung neuer elektronischer Medien. Eine enorme Erweiterung der Bandbreite der Fernsehsender oder die Weiterentwicklung des Mediums Video (über VHS zur DVD) sind in diesem Zusammenhang besonders hervorzuheben. Insbesondere die letzten Jahre brachten das Internet, Handys und DVD-Player in die Haushalte und den Alltag der Menschen und in der Weiterentwicklung multimedialer Video- und Audioformate ist noch kein Ende abzusehen. Die tägliche Präsenz dieser Medien schafft zunehmend eine neue, zweite Wirklichkeit, eine virtuelle Wirklichkeit, die sich in der Gestalt von Spiel-, Informations- und Kommunikationsebenen manifestiert. Rund achteinhalb Stunden pro Tag verbringt heute der deutsche Durchschnittsbürger mit der Nutzung von Medien. Die Medienausstattung der Haushalte wird sich weiter ausdifferenzieren, vor allem dürften PC und Internet zunehmend in den Alltag integriert werden. Insbesondere Kinder und Jugendliche, die heute mit den neuen Medien aufwachsen, binden diese auch viel stärker in ihre alltägliche Freizeitgestaltung ein. Nicht umsonst wird in der Literatur der letzten Jahre von der Medienkindheit und Medienjugend gesprochen.
Der Autor untersucht in der vorliegenden Arbeit inwieweit Kinder und Jugendliche die modernen Kommunikations-, Informationsmedien (Internet und Handys) sowie Unterhaltungsmedien (DVD, DivX und MP3) nutzen. Darauf basierend versucht er herauszufinden, ob damit ein Wandel der Freizeitwelt dieser Zielgruppe einhergeht, um abschließend mögliche vor- und nachteilige Auswirkungen der modernen Medien auf das Leben der Heranwachsenden herauszustellen. Dabei werden eventuelle Gefahren (Verluste) aber auch ein neues Potential (Effektivität und Ökonomie), welches in diesen Medien steckt, aufgezeigt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Hauptteil
2.1 Die Bedeutung von Freizeit im Kindes- und Jugendalter
Allgemeine Erläuterungen und Ergebnisse:
Geschichte und aktuelle Tendenzen der Freizeitentwicklung:
2.2 Der Medienbegriff
2.3 Die Vielfalt moderner Medien und deren Nutzung durch Kinder und Jugendliche
2.3.1 Internet und Handys als moderne Informations- und Kommunikationsmedien
PC und Internet – allgemeine Fakten:
Internet in der Jugend:
Internet im Kindesalter:
Kommunikationsmedium Handy:
2.3.2 Der Umgang von Jugendlichen und Kindern mit modernen Unterhaltungsmedien und -formaten wie DVD, DivX und MP3
2.4 Auswirkungen der neuen Medien auf den Alltag der Jugendlichen und Kinder
Soziale und materielle Auswirkungen:
Scholarisierung der Freizeit:
3. Zusammenfassung und Aussichten
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht den Medienumgang von Kindern und Jugendlichen sowie dessen Einfluss auf die Gestaltung ihrer Freizeitwelt, um potenzielle Chancen und Risiken moderner Informations- und Unterhaltungsmedien im Alltag der Heranwachsenden aufzuzeigen.
- Wandel der Freizeitkultur durch moderne Medien
- Nutzungsmuster von Internet und Mobiltelefonie
- Vergleich der Medienrezeption bei Kindern und Jugendlichen
- Soziale und materielle Auswirkungen der Medialisierung
- Rolle von Medien als Instrument der Identitätsbildung
Auszug aus dem Buch
Internet in der Jugend:
Die meisten Untersuchungen ergaben, dass der Austausch von E-Mails und darauf folgend der ‚Chat’ zu den häufigsten Anwendungen Jugendlicher im Netz zählt. Eine wichtige Rolle spielen also vor allem die kommunikativen Möglichkeiten neben der Informations- und Unterhaltungsfunktion des Internets. Sehr oft wird die Informationssuche für Schule, Beruf oder Studium als Nutzungsart angegeben, besonders bei den Schülern gilt das Aufrufen der Webseiten von Fernsehsendungen und -sendern als eines der meistgenutzten Angebote des Internets. Dies dient dem Abruf von Programminformationen, zur Unterhaltung sowie häufig zur Kontaktaufnahme mit anderen Zuschauern und Hörern.
Einer der jüngste Trends jugendlicher User ist das führen von Tagebüchern, die online für Jedermann einzusehen sind, sofern man die Homepage-Adresse der sich darstellenden Person kennt. Problematische Nutzungsweisen des Internets bis hin zur Abhängigkeit treten selten auf, sind aber bei sozial wenig integrierten Jugendlichen nicht vollkommen auszuschließen. Im Vergleich mit anderen Medien ist das Internet für Jungen und Mädchen gleichermaßen attraktiv und auch der Bildungsgrad ist hier keine so entscheidende Einflussgröße. Auch bei den vielen jugendlichen Surfern prägen sich habitualisierte Nutzungsmuster heraus: Meistens werden gezielt Adressen eingegeben, und es werden oft dieselben Seiten aufgesucht. So genannte „Newsgroups“, Gesprächsforen und „Chaträume“ haben für Jugendliche eine erheblich größere Bedeutung bei der Onlinenutzung als für Erwachsene.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in die explosionsartige Entwicklung elektronischer Medien und die damit einhergehende Veränderung der Alltagswirklichkeit von Jugendlichen.
2. Hauptteil: Analyse der Freizeitbedeutung, Definitionen des Medienbegriffs sowie detaillierte Untersuchung der Internet- und Handynutzung durch Kinder und Jugendliche.
3. Zusammenfassung und Aussichten: Fazit zur Medialisierung der Freizeit und Ausblick auf künftige Entwicklungen wie die „Infotaingesellschaft“ sowie die Notwendigkeit von Medienkompetenz.
Schlüsselwörter
Mediennutzung, Freizeitkultur, Internet, Jugendalter, Kindheit, Handy, Kommunikation, Medienkompetenz, Soziale Auswirkungen, Scholarisierung, Digitalisierung, Online-Verhalten, Generation @, Unterhaltungsmedien, Mediensoziologie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt den Einfluss moderner Medien wie Internet, Mobiltelefone und DVD auf den Alltag und die Freizeitgestaltung von Kindern und Jugendlichen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit fokussiert sich auf Mediennutzungsmuster, die Rolle von Peer-Groups, den Wandel der Freizeitgestaltung und die Auswirkungen auf die soziale Integration.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, herauszufinden, ob mit der zunehmenden Mediennutzung ein Wandel der Freizeitwelt einhergeht und welche Chancen oder Gefahren dies für Heranwachsende birgt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse einschlägiger Literatur und die Auswertung empirischer Studien zur Mediennutzung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Bedeutung von Freizeit, den Medienbegriff, eine Analyse der Medienvielfalt sowie die Erörterung sozialer und materieller Konsequenzen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind Mediennutzung, Freizeit, Internet, Generation @ und die Medialisierung des Alltags.
Warum wird im Dokument von einer „Scholarisierung der Freizeit“ gesprochen?
Damit ist der Trend gemeint, dass Freizeit durch Lern-Software und die Aneignung von Medienwissen zunehmend Aspekte schulischer Fortbildung annimmt.
Welche Rolle spielt die „peer group“ beim Medienkonsum?
Die peer group fungiert als primäres soziales Netzwerk, in dem Medien (insbesondere Handys und soziale Online-Plattformen) für die Identitätsbildung und den Austausch genutzt werden.
- Quote paper
- Nils Furkmann (Author), 2003, Jugendliche und Kinder im Umgang mit den modernen Medien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/25413