Bodenmeliorationsverfahren - ein Überblick


Seminararbeit, 2003

13 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis:

A. Einleitung

B. Definition

C. Meliorationsverfahren
I. Be- und Entwässerung
II. Unterboden- / Gefügemelioration
III. Chemomelioration

D. Erhaltung der Meliorationswirkung

E. Zusammenfassung

F. Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis:

Abbildung 1: Schulte-Karring 1970,

Abbildung 2: Schulte-Karring 1970,

Abbildung 3: Schulte-Karring 1970,

Abbildung 4: Blume 1990,

Abbildung 5: Blume 1990,

Abbildung 6: Blume 1990,

Abbildung 7: Blume 1990,

Abbildung 8: Schulte-Karring 1970,

Abbildung 9: Schulte-Karring 1970,

Abbildung 10: Schulte-Karring, 1970,

Abbildung 11: Schulte-Karring 1970,

Abbildung 12: Schulte-Karring 1970,

Abbildung 13: Schulte-Karring 1970,

A. Einleitung

Unsere Böden sind heutzutage vielfältigen Belastungen ausgesetzt. In der Land- und Forstwirtschaft werden die Böden sehr in Anspruch genommen. Zum einen durch die Bearbeitung und den Anbau, zum anderen durch Einträge von Stoffen aus der Umwelt. Aber es gibt auch Böden, die durch ihren Standort für die Landwirtschaft und den Ackerbau ungeeignet oder nur bedingt geeignet sind, so zum Beispiel an Flussläufen oder an den Küsten.

Die moderne Bodenbearbeitung versucht heute diese Faktoren durch verschiedene Methoden zu minimieren bzw. sogar zu eliminieren oder auf bereits genutzten Flächen die Bodendegradierung rückgängig zu machen.

B. Definition

Melioration – Dieser Begriff bereitet manchen bereits Probleme bei der Aussprache. Im Diercke-Wörterbuch Allgemeine Geographie ist der Begriff Melioration wie folgt definiert: „Kulturtechnische Maßnahme zu agrarwirtschaftlichen Bodenverbesserung (…)“ (LESER, 2001, S. 503). Diese Maßnahmen beinhalten Dränung bzw. Entwässerung, Düngung, Bodenauflockerung und weitere Möglichkeiten der Bodenverbesserung.

Das Ziel einer jeden Melioration muss die Beseitigung eines Missstandes sein, wobei die Ursache dessen zu beheben ist. Im Idealfall sollte die Melioration neben der Ursachenbeseitigung auch noch einen positiven Einfluss auf Wachstumsfaktoren besitzen.

C. Meliorationsverfahren

Meliorationsverfahren lassen sich zunächst einmal in drei Maßnahmenkategorien untergliedern: Die Hydromelioration, Chemomelioration und die Profil- / Gefügemelioration.

Meiner Meinung nach müsste man die agrarbauliche Nutzung, sprich die Bearbeitung und Folgevegetation, nach den genannten Verfahren auch noch dazuzählen, da diese einen entscheidenden Beitrag zur Erhaltung der Maßnahmen leistet.

I. Be- und Entwässerung

Die Be- und Entwässerung bzw. Dränung wird als Hydromelioration bezeichnet. Die Bewässerungsbedürftigkeit ist in den verschiedenen Klimazonen unterschiedlich und von den Anbauprodukten abhängig. In unseren Breiten ist eine Bewässerung zumeist nicht notwendig, außer bei Sonderkulturen, und es soll daher auf diesen Aspekt auch nicht näher eingegangen werden. Nur eines soll dazu gesagt werden. Sobald eine Fläche bewässert wird, besteht auch die Gefahr der Bodenversalzung und dieser Aspekt muss immer beachtet werden, da sich sonst die Verbesserungsmaßnahme in ihr Gegenteil wenden kann.

Die Entwässerung hingegen ist in unseren Breiten weit verbreitet und auch notwendig. Der Bedarf an Entwässerung ist allgemein vom (Standort-)Klima, der Bodenart, dem Bodentyp und der Nutzung abhängig. Die Bodennässe selbst kann verschiedene Ursachen haben (meist Grund- oder Stauwasser) und ist je nach Dauer und flächenmäßiger Ausdehnung der Vernässung unterschiedlich zu beurteilen. Eine großflächige ständige Vernässung ist für den Anbau natürlich wesentlich schlechter als eine nur witterungsabhängige partielle Vernässung, z.B. in einer Mulde. Das eingesetzte Meliorationsverfahren richtet sich folglich auch nach diesen Kriterien.

Grundsätzliches Ziel einer Melioration von vernässten Böden ist die Wasserbewegung und Wasserspeicherung im Boden zu verbessern. Um dieses zu erreichen wird die Dränung eingesetzt, aber auch die Unterbodenmelioration (wird später noch erklärt) kann hilfreich sein. Bei der Entwässerung kann und soll nur das überschüssige Wasser im Boden abgezogen werden und folglich hängt dies mit der Wasserdurchlässigkeit desselben zusammen. Es ist also nicht jeder Boden dränfähig.

Als Beispiel soll hier nachfolgend die Entwässerung eines Grundwasserbodens ausgeführt werden: Die Maßnahme der Entwässerung soll den Grundwasserspiegel absenken und somit Poren für den Luft-, Wärme und Wasserhaushalt freigegeben, was auch eine positiven Effekt für den Nährstoffhaushalt bedeutet.

Es gibt mehrere Entwässerungsmethoden, die je nach Durchlässigkeit des Bodens anwendbar sind. Zum ersten gibt es die Möglichkeit der Dränung mit Hilfe offener Gräben. Eine weitere ist die sogenannte Rohrdränung (auch Dränage genannt). Die dritte Möglichkeit ist die sogenannte Maulwurfs- oder Erddränung, welche auch in Kombination mit den anderen beiden genutzt werden kann.

Die ersten beiden Methoden können zur Entwässerung von durchlässigen Böden eingesetzt werden. Bei der Grabenentwässerung werden schmale offene Gräben auf den Äckern angelegt in welche das Wasser abfließen kann. Diese Gräben führen weiter über zentralen Abläufen bis hin zum Vorfluter. Dieses Verfahren wird vor allem zur Trockenlegung von Marschen an den Küsten verwendet. Die Unterhaltung der Gräben ist allerdings aufwändig, da diese ständig von Krautwuchs und Sedimentation befreit werden müssen. Das Problem bei diesem Verfahren besteht in der Zerstückelung der Fläche und dem erschwerten Einsatz von Großmaschinen.

Das zweite Verfahren die Rohrdränung ist im Prinzip eine Verbesserung der Gräben. Hierbei werden keine Gräben mehr in die Äcker gegraben, sondern stattdessen Rohre eingezogen, die das Wasser sammeln und in die Gräben am Rande der Felder führen. Somit ist auch der Einsatz von Großmaschinen möglich. Ein Meliorationserfolg wird aber nur auf durchlässigen Böden erreicht.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Schulte-Karring 1970, S. 16

Abbildung 1 zeigt die Vorstellung der Graben bzw. Rohrdränung bei einem wasserdurchlässigen (a) und einem allgemeindichten (b) Boden. Bei (a) zeigt sich ein gleichmäßiges Abfließen des Wassers in die Gräben, bei b) hingegen ergibt sich nur ein Oberflächenabfluss in die Gräben, welcher infolge von Erosion die Gräben verschließt.

Das dritte Verfahren ist die Maulwurfsdränung oder auch Erddränung. Dieses kann und muss auch bei dichtgelagerten Böden angewendet werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Schulte-Karring 1970, S. 14

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Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Bodenmeliorationsverfahren - ein Überblick
Hochschule
Universität Augsburg  (Institut f. Geographie)
Veranstaltung
Mittelseminar Bodenökologie und Bodenschutz
Note
1,0
Autor
Jahr
2003
Seiten
13
Katalognummer
V25421
ISBN (eBook)
9783638280532
ISBN (Buch)
9783638830980
Dateigröße
959 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Die Arbeit gibt einen Überblick über Bodenmeliorationsverfahren.
Schlagworte
Bodenmeliorationsverfahren, Mittelseminar, Bodenökologie, Bodenschutz
Arbeit zitieren
Diplom-Geograph Univ. Bernd Stummer (Autor), 2003, Bodenmeliorationsverfahren - ein Überblick, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/25421

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