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Entwicklungsperspektiven für den Einzelhandelsstandort Oberhausen Sterkrade

Title: Entwicklungsperspektiven für den Einzelhandelsstandort Oberhausen Sterkrade

Research Paper (postgraduate) , 2004 , 80 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Marc Foehrer (Author), Sawas Nink (Author)

Geography / Earth Science - Economic Geography
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Summary Excerpt Details

Der Einzelhandel in Deutschland befindet sich im Wandel. Im Wechselspiel zwischen Angebot und Nachfrage haben sich in den letzten Jahren völlig neue Betriebsformen herausgebildet. Die Stichworte Konzentration, Filialisierung oder Discountorientierung sowie Flächenexpansion skizzieren grob die Veränderung auf der Angebotsseite. Auf der Nachfrageseite ist vor allem die wachsende Mobilität der Kunden zu benennen, die den Einkauf auf „Grünen Wiese“ erlaubt. Gleichzeit fragen immer mehr Kunden den „Erlebniseinkauf“, ein Hybrid aus Shopping und Freizeitgestaltung nach.3 In Kapitel 4 wird genauer auf diesen Strukturwandel im Handel einzugehen sein.

Die Auswirkungen der in aller Kürze skizzierten Veränderung in der Handelslandschaft sind vielseitig. Die zentralen Bereiche der Großstädte und neue Entertainment-Center, wie z. B. das CentrO, befriedigen den Kundenwunsch nach Erlebniseinkauf. Fachmarktzentren mit optimalem Verkehrsanschluss auf der „Grünen Wiese“ erfüllen den Wunsch nach preisgünstigem Einkauf. Im Spannungsfeld zwischen attraktiven Shopping-Malls und Oberzentren einerseits und autokundenorientierten Fachmarktagglomerationen andererseits liegen die Stadtteilzentren, die beide Kundenwünsche nur unzureichend erfüllen können.

Funktionsverluste für diese mittelzentralen Versorgungsstandorte drohen. Zwischen neuen, betriebswirtschaftlich überlegenen Angebotsformen auf der „Grünen Wiese“ und einzugsstarken „Leuchtturmprojekten“ in den Oberzentren fällt es den Stadtteilzentren schwer, die bisherige Nachfrage und somit auch das bisherige Angebot an Gütern des Einzelhandels aufrecht zu erhalten. Wie oben beschrieben, bietet die „Grüne Wiese“ Vorteile für den Konsumenten. Hier geht es vor allem um die Möglichkeit des „One-Stop-Shopping“. Die meist an Autobahnen gelegenen Standorte bieten mit der Konzentration verschiedener Fachmärkte, Verbrauchermärkte, Discountern und SB-Warenhäusern die optimale Voraussetzung dieser „Einkaufsphilosophie“. Ausreichend Parkraum für den motorisierten Individualverkehr lässt den dezentralen Einkaufstandort umso attraktiver erscheinen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Ausgangslage

2. Zielsetzung des Entwurfes

3. Methodisches Vorgehen

3.1. Erhebung und Analyse

3.2. Prognose

3.3. Konzept

4. Rahmenbedingungen und Trends im Einzelhandel

4.1. Einflussfaktoren auf der Nachfrageseite

4.2. Einflussfaktoren auf der Angebotsseite

4.3. Heutige Einzelhandelslandschaft

5. Auswirkung des Einzelhandelsstrukturwandels auf Stadtteilzentren

5.1. Die Bedeutung des Einzelhandels für Mittelzentren und die Auswirkungen des Strukturwandels

5.2. ... und wie die Planung reagiert

6. Standortprofil des Geschäftszentrums Oberhausen-Sterkrade

6.1. Räumliche Einordnung und Stadtteilentwicklung

6.2. Angebotsanalyse

6.3. Großflächige Betriebe des Geschäftszentrums

6.4. Einzelhandelsstruktur

6.5. Verkaufsflächenausstattung und Sortimentsstruktur

6.6. Einzelhandelsrelevante Indikatoren

6.7. Dienstleistungs- und Freizeitangebot

7. Nachfrageanalyse

7.1. Einzugsgebiet

7.2. Bevölkerungsentwicklung

7.3. Einzelhandelsrelevante Kaufkraft

7.4. Bindungsquoten / Zentralität

8. Städtebauliche Analyse

8.1. Bebauungsstruktur und Einkaufsatmosphäre

8.2. Verkehrliche Erreichbarkeit und ruhender Verkehr

8.3. Gestaltung des öffentlichen Raumes / Eingangssituationen

8.4. Räumliche / synergetische Effekte und Erweiterungsmöglichkeiten.

9. Defizite im Bezug auf das zentralörtliche Konzept

10. Verkaufsflächenpotenziale des Geschäftszentrums

11. Entwicklungsempfehlungen

11.1. Nutzungskonzept

11.1.1. Baustein 1: Media-Center

11.1.2. Baustein 2: Kauflandfassade und Marktplatz

11.1.3. Baustein 3: Anbindung des Hirsch-Centers

11.1.4. Auswirkungen auf umliegenden Handel

11.1.5. Auswirkungen auf das Stadtteilzentrum

11.2. Handlungskonzept

12. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, Entwicklungsperspektiven für das Stadtteilzentrum Oberhausen-Sterkrade aufzuzeigen, um dessen Attraktivität langfristig zu sichern und dem drohenden Bedeutungsverlust durch den Strukturwandel im Einzelhandel entgegenzuwirken.

  • Analyse der Rahmenbedingungen und Trends im Einzelhandel
  • Untersuchung der Angebots- und Nachfragestruktur in Sterkrade
  • Städtebauliche Bewertung des Geschäftszentrums
  • Entwicklung von Konzeptbausteinen zur Attraktivitätssteigerung (Media-Center, Fassadengestaltung, Zentrenintegration)
  • Erarbeitung eines Handlungskonzepts zur Akteursbeteiligung

Auszug aus dem Buch

6.3. Großflächige Betriebe des Geschäftszentrums

Das SB-Warenhaus Kaufland an der Kantstraße nimmt mit ca. 6.000 m² Verkaufsfläche einen Großteil der Gesamtverkaufsfläche im Geschäftszentrum des Stadtteils ein. Mit etwa 4.320 m² Verkaufsfläche im Bereich des kurzfristigen Bedarfes (zum größten Teil Nahrungs- und Genussmittel sowie Getränke) kann das SB-Warenhaus einen großen Teil der Umsätze in diesem Bedarf realisieren. Dies ist unter Gesichtspunkten der Stadtteilzentrenattraktivität insgesamt als positiv zu beurteilen, da sich Kaufland innerhalb des definierten Zentrums befindet und somit erstens grundsätzlich als verträglich einzustufen ist und zweitens als Frequenzbringer für den übrigen Handel in der Fußgängerzone dienen kann. Diese Frequenzfunktion wird durch die städtebauliche Einbindung des SB-Warenhauses in die Fußgängerzone verstärkt. Im rückwärtigen Bereich befinden sich ca. 450 Parkplätze, die das SB-Warenhaus für Autokunden interessant macht und somit Kundschaft aus einem erweiterten Umkreis in das Geschäftszentrum zieht. Verlassen die Kunden das Geschäft auf der Vorderseite (zur Kantstraße) befinden sie sich direkt in der Fußgängerzone. Als Manko ist sicherlich die Fassade des Geschäftsgebäudes zur Bahnhofstraße hin zu betrachten, die sich als ungestaltete und abweisende Wand darstellt.

Das Warenhaus Woolworth gehört mit etwa 900 m² und einer breiten Sortimentspalette zu den strukturprägenden Läden des Geschäftszentrums. Durch die differenzierte Angebotspalette im mittelfristigen Bedarf (Bekleidung, Hausrat, Spielwaren) zieht es die Aufmerksamkeit einer breiten Kundenschicht auf sich. Das Warenhaus kann als Magnet positiv auf das Geschäftsumfeld wirken.

Das Möbelhaus Porta kann diese Frequenzfunktion aufgrund seiner Randlage im Geschäftszentrum nicht ausreichend erfüllen. Die Autokundenorientierung verdeutlichen die etwa 350 Parkplätze ober- und unterirdisch westlich des Möbelhauses. Die Lage des Möbelhauses ist differenziert zu betrachten. Einerseits weist es mit den Basissortimenten Möbel und Einrichtungsbedarf keine unbedingt zentrenrelevanten Sortimente auf, so dass es aus standorttheoretischer Sicht nicht optimal gelegen ist, andererseits erreicht es aufgrund seiner Dimensionierung einen überörtlichen Kundenkreis. Da das Möbelhaus Porta städtebaulich keine Zäsur im Innenstadtbereich darstellt sollte es als positive Ergänzung des Hauptgeschäftsbereiches betrachtet werden.

Zusammenfassung der Kapitel

Ausgangslage: Die Arbeit beschreibt den Strukturwandel im deutschen Einzelhandel und dessen negative Auswirkungen auf Stadtteilzentren, die durch periphere Standorte unter Druck geraten.

Zielsetzung des Entwurfes: Ziel ist das Aufzeigen von Entwicklungsperspektiven für das Stadtteilzentrum Sterkrade durch Bestandsaufnahme, Stärken-Schwächen-Analyse und Handlungsempfehlungen.

Methodisches Vorgehen: Die Arbeit basiert auf einer Vollerhebung der Einzelhandelsunternehmen, einer städtebaulichen Analyse sowie der Auswertung sekundärstatistischer Daten zur Nachfrage.

Rahmenbedingungen und Trends im Einzelhandel: Das Kapitel beleuchtet den Strukturwandel, Trends wie Konzentration, Flächenexpansion und die veränderte Bedeutung von Erlebniseinkäufen.

Auswirkung des Einzelhandelsstrukturwandels auf Stadtteilzentren: Es wird analysiert, wie Zentren auf den Wandel reagieren und welche Rolle die Stadtplanung bei der Etablierung neuer Nutzungen spielen muss.

Standortprofil des Geschäftszentrums Oberhausen-Sterkrade: Detaillierte Analyse des Standortes inklusive städtebaulicher Merkmale, Angebotsstruktur und der Rolle von Magnetbetrieben wie Porta oder dem Hirsch-Center.

Nachfrageanalyse: Untersuchung des Einzugsgebiets, der Bevölkerungsentwicklung und der einzelhandelsrelevanten Kaufkraft zur Einschätzung des Marktpotenzials.

Städtebauliche Analyse: Bewertung von Bebauungsstruktur, Einkaufsatmosphäre, Erreichbarkeit und der Qualität des öffentlichen Raums.

Defizite im Bezug auf das zentralörtliche Konzept: Vergleich der Ist-Situation mit den Zielvorgaben für ein B-Zentrum, um spezifische Ausstattungsdefizite zu identifizieren.

Verkaufsflächenpotenziale des Geschäftszentrums: Berechnung potenzieller Flächenbedarfe basierend auf Bindungsquoten und Prognosen für das Jahr 2015.

Entwicklungsempfehlungen: Vorstellung eines zweigliedrigen Konzepts aus städtebaulichem Nutzungskonzept (Media-Center, Fassaden, Hirsch-Center-Integration) und einem Handlungskonzept zur Akteursbeteiligung.

Fazit: Zusammenfassende Einschätzung, dass Sterkrade durch konsequente Umsetzung der Bausteine seine Attraktivität im Wettbewerb mit anderen Standorten sichern kann.

Schlüsselwörter

Stadtteilzentrum, Einzelhandel, Strukturwandel, Oberhausen-Sterkrade, Standortentwicklung, Kaufkraft, Bindungsquote, Einzelhandelskonzept, Stadtplanung, Media-Center, Nutzungsbausteine, Nahversorgung, Erlebniseinkauf, Handelsdichte, Standortprofil.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Situation des Stadtteilzentrums Oberhausen-Sterkrade im Kontext des Einzelhandelsstrukturwandels und entwickelt Strategien zu dessen Stärkung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Angebots- und Nachfragestruktur, der städtebaulichen Situation sowie der Entwicklung konkreter Bausteine zur Aufwertung des Standorts.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist das Aufzeigen von Entwicklungsperspektiven durch eine Kombination aus baulichen Maßnahmen und einem Handlungskonzept für die beteiligten Akteure.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Methode umfasst eine Vollerhebung der Einzelhandelsbetriebe, eine städtebauliche Analyse, die Auswertung von Kaufkraftkennziffern und eine Prognose der Verkaufsflächenpotenziale bis 2015.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine umfassende Bestandsaufnahme (Angebot, Nachfrage, Städtebau), eine Potenzialanalyse und die Vorstellung spezifischer Nutzungskonzepte sowie eines Handlungsleitfadens.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind unter anderem Stadtteilzentrum, Einzelhandel, Strukturwandel, Standortentwicklung, Bindungsquote und Nutzungsbausteine.

Warum wird das "Hirsch-Center" als so kritisch für das Zentrum angesehen?

Das Hirsch-Center liegt außerhalb des Straßenrings, ist städtebaulich nicht integriert und weist eine einseitige Ausrichtung auf Autokunden auf, was die räumliche Bindung an die Fußgängerzone erschwert.

Was ist das zentrale Konzept hinter dem vorgeschlagenen "Media-Center"?

Es handelt sich um ein Hybrid-Konzept aus Freizeit (Kino, Gastronomie) und Einzelhandel (Elektronik, Medien), das Synergien schaffen und die Passantenfrequenz im östlichen Teil des Zentrums erhöhen soll.

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Details

Title
Entwicklungsperspektiven für den Einzelhandelsstandort Oberhausen Sterkrade
College
University of Dortmund  (Fakultät Raumplanung)
Course
Handel und Stadtentwicklung
Grade
1,0
Authors
Marc Foehrer (Author), Sawas Nink (Author)
Publication Year
2004
Pages
80
Catalog Number
V25422
ISBN (eBook)
9783638280549
Language
German
Tags
Entwicklungsperspektiven Einzelhandelsstandort Oberhausen Sterkrade Handel Stadtentwicklung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marc Foehrer (Author), Sawas Nink (Author), 2004, Entwicklungsperspektiven für den Einzelhandelsstandort Oberhausen Sterkrade, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/25422
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