Den Ursprung der Gartenkunst zu kennen, ist eine wichtige Bereicherung fuer jeden Gaertner. So kann der Einfluss jeder Epoche auf die naechste erkannt werden und eigene Ziele fuer die Zukunft koennen gefunden werden.
Diese Bereicherung, die schon Penelope Hobhouse, mit ihren Arbeiten anstrebte, ist das Ziel dieser Arbeit. Sie beschraenkt sich zwar auf die Gartenkunst der Niederlande und Deutschland, doch aufgrund dieser Wahl bekommt man einen guten ersten Einblick ueber die Sitaution in den beiden Laendern und kann somit Rueckschluesse auf die Entwicklung in ganz Europa ziehen.
Dieser Ueberblick gebende Charachter des Themas besticht durch seine Vielseitigkeit.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Gärten der Renaissance
2.1. Objekte in den Niederlanden
2.1.1. Kasteel Twickel
2.2. Objekte in Deutschland
2.2.1. Hortus Palatinus-Heidelberg
3.1. Objekte in den Niederlanden
3.1.1. Het Loo
3.1.2. Heemstede
3.2. Objekte in Deutschland
3.2.1. Der große Garten von Herrenhausen-Hannover
4. Gärten des Klassizismus
4.1. Objekte in den Niederlanden
4.1.1. De Keukenhof
4.2. Objekte in Deutschland
4.2.1. Der Wörlitzer Park
5. Gärten des ausgehenden 19./ beginnenden 20. Jh.
5.1. Objekte in den Niederlanden
5.1.1. Kasteel De Haar
5.2. Objekte in Deutschland
5.2.1. Die Gönneranlage-Baden-Baden
6. Zusammenfassung
7. Anhang
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Studienarbeit verfolgt das Ziel, einen vergleichenden Überblick über die Entwicklung der Gartenkunst in den Niederlanden und in Deutschland über vier wesentliche Epochen hinweg zu geben, um Rückschlüsse auf übergeordnete europäische Tendenzen zu ziehen.
- Gartenkunst der Renaissance
- Barocke Schlossgartenanlagen
- Landschaftsgärten des Klassizismus
- Städtische Freiräume des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts
- Vergleichende Analyse länderübergreifender Gestaltungseinflüsse
Auszug aus dem Buch
3.2.1. Der große Garten von Herrenhausen-Hannover
Der in Deutschland ruhmreichste Barockgarten ist ohne Zweifel der Große Garten von Herrenhausen (Abb.7). Er ist mit den beiden vorgestellten Barockgärten aus den Niederlanden insofern vergleichbar, dass es dieselben geographischen Eigenschaften aufweist und die starken französischen Anregungen versucht aufzunehmen.
Der Baumeister des Hauses, Quirini, stammt aus Venedig und verlieh dem Schloss durch zwei einstöckig vorspringende Flügel, geraden Dächern und Balustraden auch ein italienisches Aussehen. Herzog Ernst Johann Friedrich von Hannover gab sämtliche Arbeiten in Auftrag und war bekannt für seine prachtliebende Art und seine rauschenden Gartenfeste. Doch erst Kurfürst Ernst August dehnte den Garten um das Doppelte aus und gab ihm seine noch heute treu bewahrte Gestalt.
Die Bedeutung der Niederlande für die Anlage spiegelt auch seine Frau, Sophie von Hannover wieder, denn der in Holland aufgewachsenen Kurfürstin verdankt der Garten seine endgültige Gestalt. Sie beauftragte den französischen Gartenarchitekten Martin Charbonnier aus der Schule von Le Nôtre, der vor Arbeitsbeginn nach Holland zu Studienzwecken gesandt wurde. Mit diesen Erkenntnissen aus ihrem Heimatland entstand die beeindruckende Gartenanlage. So ist durch die Verbindung vieler länderspezifischer Gestaltungselemente ein eigener Stil geboren, der vor allem die harmonische Synthese französischer und holländischer Elemente beweist.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung begründet die Wahl des Themas und erläutert den komparativen Ansatz der Arbeit zur Entwicklung der Gartenkunst.
2. Gärten der Renaissance: Es wird die Wiedergeburt der Antike in der Gartenkunst sowie der Einfluss geisteswissenschaftlicher Idealbilder auf die Gestaltung in beiden Ländern behandelt.
3.1. Objekte in den Niederlanden: In diesem Kapitel werden barocke Anlagen wie Het Loo und Heemstede als Hauptwerke niederländischer Gartenkunst analysiert.
3.2. Objekte in Deutschland: Der Große Garten von Herrenhausen wird als Beispiel für eine individuelle barocke Gestaltung mit starken französischen Einflüssen vorgestellt.
4. Gärten des Klassizismus: Die Abkehr vom barocken Stil hin zur malerischen Interpretation englischer Landschaftsgärten wird hier thematisiert.
5. Gärten des ausgehenden 19./ beginnenden 20. Jh.: Dieses Kapitel widmet sich der neuen Wertschätzung architektonischer Gartenformen und der Schaffung öffentlicher Freiräume.
6. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der parallelen Entwicklungen und einem Appell an die Gartendenkmalpflege ab.
7. Anhang: Dieser Teil enthält das Literaturverzeichnis sowie das Abbildungsverzeichnis der Arbeit.
Schlüsselwörter
Gartenkunst, Renaissance, Barock, Klassizismus, Niederlande, Deutschland, Landschaftsgarten, Kasteel Twickel, Hortus Palatinus, Het Loo, Herrenhausen, Wörlitzer Park, De Keukenhof, Kasteel De Haar, Gönneranlage.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit primär?
Die Arbeit analysiert die gartenkünstlerische Entwicklung in den Niederlanden und Deutschland über vier Epochen, von der Renaissance bis zum beginnenden 20. Jahrhundert.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Schwerpunkte liegen auf dem Wandel der Stilrichtungen, dem Einfluss länderübergreifender Konzepte und der praktischen Umsetzung an konkreten historischen Beispielen.
Was ist das Ziel der Forschung?
Das primäre Ziel ist es, einen Überblick über die Situation in beiden Ländern zu geben und die gegenseitigen Beeinflussungen sowie die europäische Entwicklung der Gartenkunst herauszuarbeiten.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Autorin verwendet eine vergleichende Analyse von historischen Gartenanlagen sowie eine Auswertung gartengeschichtlicher Literatur.
Was umfasst der Hauptteil der Arbeit?
Der Hauptteil gliedert sich chronologisch und geografisch und untersucht bedeutende Objekte wie das Kasteel Twickel, den Wörlitzer Park und die Gönneranlage.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Renaissance, Barock, Landschaftsgarten, Gartenarchitektur und Gartendenkmalpflege.
Welche Rolle spielt die Kurfürstin Sophie von Hannover beim Garten von Herrenhausen?
Sie brachte durch ihre niederländische Prägung maßgebliche Impulse ein und beauftragte den Architekten Martin Charbonnier, was zur endgültigen Gestaltung der Anlage führte.
Wie unterscheidet sich der deutsche Landschaftsgarten vom englischen Vorbild?
Der deutsche Landschaftsgarten ist keine reine Kopie; ihm fehlte oft das politische Freiheitssymbol des englischen Originals, stattdessen betonte er den idyllischen Charakter und das persönliche Wohlbefinden.
- Quote paper
- Susanne Grolle (Author), 2004, Kurzdarstellung ausgewählter Gärten der Renaissance, des Barock, des Klassizismus und des ausgehenden 19./ beginnenden 20. Jh. in den Niederlanden und Referenzobjekte in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/25549