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Identifikation und Darstellung der Gründe für das häufige Misslingen der Teamarbeit

Titel: Identifikation und Darstellung der Gründe für das häufige Misslingen der Teamarbeit

Hausarbeit , 2002 , 27 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Diplom-Kauffrau (FH) Viktoria Laukart (Autor:in)

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Popularität der Teamarbeit ist in jüngster Zeit stärker denn je. Teamarbeit ist der meist verwendete
Begriff in der Managementlehre und – praxis. Es findet sich heute kaum eine Stellenanzeige,
in der von den Bewerbern Teamfähigkeit oder Teamgeist nicht verlangt wird. Z.B. fragt
Beiersdorf seine zukünftigen Manager: „Arbeiten Sie gern im Team?“, der Hamburger Zigarettenhersteller
bietet Mitarbeit in „Reemtsma Teams“ an, Opel preist sich an mit dem Spruch „Für
Sie können wir das Team sein, in dem Beruf und Zukunft Spaß machen“.1
Seit der weltberühmte Managementexperte Peter F. Drucker den Führungskräften vor 25 Jahren
empfohlen hat, mehr Aufmerksamkeit der Teamarbeit zu widmen, steigt, vor allem seit den
neunziger Jahren, jährlich der Anteil der Unternehmen, die Gruppen- und/oder Teamarbeit einführen
oder bereits eingeführt haben.
Teamarbeit wird vorwiegend positiv besetzt: sie gilt als gut, effizient, kreativ und erfolgreich.
Nur vereinzelt kann man auch kritische Stimmen zu dem Thema vernehmen. Obwohl die oberen
Führungskräfte von den Vorteilen der Gruppen- bzw. Teamarbeit als Arbeitsorganisationsform
überzeugt sind, sind sie mit den erzielten Ergebnissen der Reorganisation oft nicht zufrieden,
oder sogar enttäuscht. Was ist also der Grund für diese negativen Erfahrungen, wo doch diese
Arbeitsform so viel Vorteile bringt?
Der Grund dafür liegt in der Unter- bzw. Fehleinschätzung der zu erfüllenden Anforderungen
einer erfolgreichen Teamarbeit durch die Führungskräfte. D.h. die Führungskräfte widmen nicht
ausreichend Aufmerksamkeit den mit der Teamarbeit verbundenen Misserfolgspotentialen.
Deshalb ist das Ziel und Schwerpunkt dieser Hausarbeit, die kritischen Faktoren zu identifizieren
und darzustellen, die in hohem Maße über Erfolg oder Misserfolg der einzuführenden bzw. eingeführten
Teamarbeit entscheiden. Diese Faktoren müssen in den Entscheidungsprozess über die
Ein- bzw. Nichteinführung der Teamarbeit miteinbezogen werden.
Bevor jedoch auf den Schwerpunkt der Hausarbeit eingegangen wird, soll im Vorfeld der Begriff
der Teamarbeit definiert und abgegrenzt werden. Damit verbunden sollen knapp die historischen
Hintergründe der Entwicklung der Teamarbeit aufgezeigt und anschließend die Ziele der Teamarbeit
dargestellt werden.
1 Vgl. Gloger, Axel: Knock-out für Teamarbeit, in: managerSeminare, o.Jg. 2000, Heft 41, S. 25-33, hier: S. 25.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Warum Teamarbeit?

2.1 Team - Definition und Abgrenzung

2.2 Toyotismus versus Taylorismus/Fordismus

2.2.1 Die Massenproduktion

2.2.2. Die schlanke Produktion

2.3 Vorteile der Teamarbeit

2.3.1 Vorteile aus der Sicht des Unternehmens

2.3.2 Vorteile aus der Sicht der Mitarbeiter

3. Warum Teamarbeit häufig misslingt

3.1 Die entscheidenden Missverständnisse

3.1.1 Teams sind kreativer

3.1.2 Team aktiviert alle Mitglieder

3.1.3 Teamarbeit ist von Arbeitsbeginn produktiv

3.1.4 Team – Ein Allheilmittel

3.1.5 Klassische Hierarchie ist mit Teams vereinbar

3.2 Andere Misserfolgspotentiale

3.2.1 Eine Paradoxie: Einzelkämpfer sind out und doch gefragt

3.2.1.1 Der Widerspruch der Unternehmensspitze

3.2.1.2 Die Stolpersteine durch das mittlere Management

3.2.2 Die Wünsche der Teammitglieder

3.2.3 Keine klare Zuständigkeiten

3.2.4 Teammitglieder sind Konkurrenten

3.2.5 Team und Macht

3.2.6 Teamarbeit begünstigt „Mobbing“

4. Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die Arbeit identifiziert und analysiert die kritischen Faktoren, die maßgeblich für das häufige Misslingen von Teamarbeit in Unternehmen verantwortlich sind, um fundierte Entscheidungsgrundlagen für deren (Nicht-)Einführung zu schaffen.

  • Theoretische Abgrenzung von Gruppe und Team sowie historische Entwicklungskontexte (Taylorismus vs. Toyotismus).
  • Analyse verbreiteter Missverständnisse über die Effektivität und Kreativität von Teams.
  • Untersuchung von Barrieren wie Konkurrenzdenken, unklaren Zuständigkeiten und Machtkonflikten.
  • Diskussion der Rolle von Führungskräften und der notwendigen Unternehmenskultur für erfolgreiche Teamarbeit.

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Teams sind kreativer

Eines der wichtigsten Argumente für die Teamarbeit ist der Gruppenvorteil, der durch die gegenseitige Unterstützung und Motivation der Teammitglieder zustande kommen soll. Dieser sog. Synergieeffekt ergibt sich durch die Bündelung von Kräften und Wissen in der Gruppe und durch das Ausschöpfen von ruhenden Potentialen einzelner Mitarbeiter.

Die kritischen Stimmen warnen im Gegensatz dazu vor den mittelmäßigen Arbeitsergebnissen des Teams. Aus Gründen der Selbsterhaltung lässt der Konformitätsdruck die außergewöhnlichen Ideen eines kreativen Einzelnen bis zur Unkenntlichkeit verformen, um es allen recht zu machen. Die Begeisterung des Einzelnen, reizvolle Extrempositionen, die Geistesblitze der Spitzenleistender büßen bei endlosen Konsensdiskussionen ihren Charakter ein und finden sich abgeschwächt irgendwo in der lauwarmen, konsensfähigen Mitte wieder. Es gibt keine Potenzierung, sondern eine Angleichung zur Mitte.

Der St. Gallener Professor Fredmund Malik sagt, dass die meisten wirklich großen Leistungen von Einzelnen erbracht worden sind – gelegentlich auch von Einzelnen mit Helfern, aber nicht von Teams. So haben bspw. alle Musik-Komponisten für sich gearbeitet, von den Dichtern der Antike bis zu den zeitgenössischen Schriftstellern sind alle „Einzelkämpfer“, in der Physik und Astronomie haben Galileo, Newton, Einstein u.a. allein bahnbrechende Leistungen erbracht oder in der Philosophie: von Platon bis zu Hegel, von Augustus bis zu Karl Popper haben alle Philosophen allein gearbeitet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der Relevanz des Themas Teamarbeit in der heutigen Managementpraxis und Definition der zentralen Forschungsfrage zur Identifikation von Misserfolgspotentialen.

2. Warum Teamarbeit?: Abgrenzung der Begrifflichkeiten, historischer Vergleich zwischen Massen- und Lean-Produktion sowie Darlegung der theoretischen Vorteile für Unternehmen und Mitarbeiter.

3. Warum Teamarbeit häufig misslingt: Detaillierte Analyse der häufigsten Missverständnisse sowie systemischer Hürden wie mangelnder Führungskonsequenz, Konkurrenzverhalten und Machtstrukturen.

4. Zusammenfassung: Synthese der Erkenntnisse mit Handlungsempfehlungen für ein sorgfältigeres Reorganisationsmanagement zur Vermeidung von Produktivitätseinbußen.

Schlüsselwörter

Teamarbeit, Gruppenarbeit, Misserfolgspotentiale, Lean Production, Taylorismus, Synergieeffekt, Konformitätsdruck, Unternehmenskultur, Führungskräfte, Machtstrukturen, Mobbing, Teambildungsprozess, Einzelkämpfer, Arbeitsorganisation, Mitarbeiterzufriedenheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Gründen, warum trotz der theoretischen Vorteile und der hohen Popularität von Teamarbeit viele praktische Umsetzungen in Unternehmen scheitern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der Definition von Teamarbeit, dem historischen Vergleich zwischen verschiedenen Produktionssystemen (Fordismus vs. Toyotismus) und einer kritischen Untersuchung von Fehlannahmen sowie strukturellen Hürden in der Praxis.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Identifikation und Darstellung der Faktoren, die über den Erfolg oder Misserfolg von Teamarbeit entscheiden, um Unternehmen eine bessere Entscheidungsgrundlage für Reorganisationsvorhaben zu bieten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die verschiedene theoretische Ansätze und empirische Studien zum Thema Gruppen- und Teamarbeit sowie deren Implementierung in Organisationen zusammenführt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert spezifische Misserfolgspotentiale, wie die Fehleinschätzung von Kreativität in Teams, das Problem des "Trittbrettfahrens", den Konflikt mit klassischen Hierarchien sowie die Rolle des mittleren Managements und der Unternehmenskultur.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Teamarbeit, Synergieeffekt, Konformitätsdruck, Unternehmenskultur, Misserfolgspotentiale und Arbeitsorganisation.

Wie bewertet die Autorin die Rolle des mittleren Managements?

Die Autorin stellt fest, dass das mittlere Management oft eine Schlüsselrolle einnimmt, sich jedoch häufig gegen Teamarbeit wehrt, da Führungskräfte einen Kontroll- und Statusverlust durch die Delegation von Verantwortung an das Team befürchten.

Inwiefern beeinflusst das westliche Erziehungssystem die Teamfähigkeit?

Die Autorin argumentiert, dass das westliche Erziehungs- und Ausbildungssystem stark auf Individualismus und den Wettbewerb des Einzelnen ausgerichtet ist, was die notwendigen sozialen Kompetenzen für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit im Team erschwert.

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Details

Titel
Identifikation und Darstellung der Gründe für das häufige Misslingen der Teamarbeit
Hochschule
HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst - Fachhochschule Hildesheim, Holzminden, Göttingen  (Fachbereich Wirtschaft)
Note
1,0
Autor
Diplom-Kauffrau (FH) Viktoria Laukart (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2002
Seiten
27
Katalognummer
V25589
ISBN (eBook)
9783638281614
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Identifikation Darstellung Gründe Misslingen Teamarbeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Diplom-Kauffrau (FH) Viktoria Laukart (Autor:in), 2002, Identifikation und Darstellung der Gründe für das häufige Misslingen der Teamarbeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/25589
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Leseprobe aus  27  Seiten
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