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Dehnen im Sport: Leistungssteigerung, Verletzungsprophylaxe und schnellere Regeneration ? - ein kritischer Überblick

Title: Dehnen im Sport:  Leistungssteigerung, Verletzungsprophylaxe und  schnellere Regeneration ?    -     ein kritischer Überblick

Intermediate Examination Paper , 2003 , 15 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Jan Veihelmann (Author)

Sport - Sport Medicine, Therapy, Nutrition
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Summary Excerpt Details

Im Schulsport ist es nicht wegzudenken, in Sportvereinen nahezu ein Ritual und der Freizeitsportler tut es, weil er es nicht anders gelernt hat. Die Rede ist hier vom Dehnen. Wer kennt nicht die typische Sportstunde, bei der nach dem Einlaufen zunächst einmal kräftig gedehnt wird und im Anschluss, nach dieser „Bewegungspause“ von einigen Minuten, die eigentliche Belastung unmittelbar beginnt. Oder etwa der Sportler, der direkt nach einem hoch intensiven Wettkampf, ein intensives Dehnprogramm durchführt mit der Begründung, dass dies die Regeneration beschleunige.

Ganz im Gegensatz zu der noch weit verbreiteten Meinung, dass Dehnen vor körperlichen Belastungen der Verletzungsprophylaxe sowie der Leistungs-Steigerung diene und nach körperlichen Belastungen die Regeneration beschleunige, sind die Effekte des Dehnens in Zusammenhang mit hohen körperlichen Belastungen kontraproduktiv. Der vermutete Wirkungszusammenhang zwischen Dehnen und Verletzungsprophylaxe, Leistungssteigerung, sowie Regeneration ist aufgrund vieler empirischer Untersuchungen über die Wirkung von Dehnübungen, sowie neuen Erkenntnissen über den Feinbau der Muskelfasern, in den letzten Jahren stark in Frage gestellt worden.

Im Anschließenden sollen anhand vieler Untersuchungen, die zum Dehnen durchgeführt wurden, die Effekte von Dehnübungen analysiert werden. Neben zahlreichen Publikationen, auf diesem Gebiet führender Autoren, werden auch eigene Untersuchungen und deren Ergebnisse vorgestellt und in die Problematik des Dehnens mit einbezogen. Unter Problematik des Dehnens verstehe ich die Kontroverse die sich zwangsläufig aus den unterschiedlichen Meinungen der Autoren ergibt sowie den neuen Ergebnissen, die der Jahr- bzw. Jahrzehntelanger selbstverständlichen Durchführung von Dehnübungen, gegenübersteht.

Im Mittelpunkt steht der Einfluss von Dehnen auf die Verletzungsprophylaxe, die Leistungssteigerung und die Regeneration. Vorweg kann gesagt werden, dass Dehnen in Zukunft kritischer betrachtet werden muss, da der tatsächliche Nutzen stark von den ursprünglich erwarteten Effekten abweicht.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Muskelanatomische und -physiologische Grundlagen

2.1 Aufbau der Muskelfaser

2.2 Titin

2.3 Physiologie der Muskeldehnung

2.4 Ruhespannung

3. Verletzungsprophylaxe durch Dehnübungen ?

4. Einfluss von Dehnen auf die Kraftleistung

5. Dehnen und Regeneration

6. Schlussfolgerungen

7. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit der weit verbreiteten Praxis des Dehnens im Sport auseinander. Ziel ist es, den wissenschaftlichen Nutzen von Dehnübungen hinsichtlich Verletzungsprophylaxe, Leistungssteigerung und Regeneration zu hinterfragen und die teilweise kontraproduktiven Auswirkungen in Bezug auf aktuelle sportphysiologische Erkenntnisse zu beleuchten.

  • Muskelanatomische und -physiologische Grundlagen der Muskeldehnung
  • Kritische Analyse der Verletzungsprophylaxe durch Dehnübungen
  • Einfluss von intensivem Dehnen auf die Kraft- und Schnellkraftleistung
  • Zusammenhang zwischen Dehnübungen und regenerativen Prozessen

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Im Schulsport ist es nicht wegzudenken, in Sportvereinen nahezu ein Ritual und der Freizeitsportler tut es, weil er es nicht anders gelernt hat. Die Rede ist hier vom Dehnen. Wer kennt nicht die typische Sportstunde, bei der nach dem Einlaufen zunächst einmal kräftig gedehnt wird und im Anschluss, nach dieser „Bewegungspause“ von einigen Minuten, die eigentliche Belastung unmittelbar beginnt. Oder etwa der Sportler, der direkt nach einem hoch intensiven Wettkampf, ein intensives Dehnprogramm durchführt mit der Begründung, dass dies die Regeneration beschleunige.

Ganz im Gegensatz zu der noch weit verbreiteten Meinung, dass Dehnen vor körperlichen Belastungen der Verletzungsprophylaxe sowie der Leistungs-Steigerung diene und nach körperlichen Belastungen die Regeneration beschleunige, sind die Effekte des Dehnens in Zusammenhang mit hohen körperlichen Belastungen kontraproduktiv. Der vermutete Wirkungszusammenhang zwischen Dehnen und Verletzungsprophylaxe, Leistungssteigerung, sowie Regeneration ist aufgrund vieler empirischer Untersuchungen über die Wirkung von Dehnübungen, sowie neuen Erkenntnissen über den Feinbau der Muskelfasern, in den letzten Jahren stark in Frage gestellt worden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Allgegenwärtigkeit des Dehnens im Sport und kontrastiert diese mit der wissenschaftlichen Kontroverse über dessen tatsächlichen Nutzen.

2. Muskelanatomische und -physiologische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert den Aufbau der Muskelfaser und die physiologischen Prozesse bei der Dehnung, insbesondere die zentrale Rolle des Proteins Titin.

3. Verletzungsprophylaxe durch Dehnübungen ?: Hier wird die Annahme hinterfragt, dass Dehnen das Verletzungsrisiko mindert, und stattdessen auf mögliche negative Effekte durch Mikrotraumen hingewiesen.

4. Einfluss von Dehnen auf die Kraftleistung: Das Kapitel analysiert Studien, die belegen, dass intensives statisches Dehnen die Kraft- und Schnellkraftleistung negativ beeinflussen kann.

5. Dehnen und Regeneration: Es wird dargelegt, warum statisches Dehnen nach intensiven Belastungen die notwendige Blutzufuhr zur Regeneration eher behindert als fördert.

6. Schlussfolgerungen: Die Arbeit fasst zusammen, dass intensives statisches Dehnen in vielen sportlichen Kontexten kontraproduktiv ist und differenzierter betrachtet werden muss.

7. Literatur: Auflistung der verwendeten Fachpublikationen und Quellen zum Thema.

Schlüsselwörter

Dehnen, Stretching, Verletzungsprophylaxe, Kraftleistung, Regeneration, Muskelphysiologie, Muskelfaser, Titin, Schnellkraft, Mikrotraumen, Sportmedizin, Leistungssteigerung, Aufwärmen, Dehntechnik, Muskelspannung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht kritisch den hohen Stellenwert und die weit verbreitete Praxis des Dehnens im Sport und setzt diese in Bezug zu aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt schwerpunktmäßig die Auswirkungen von Dehnen auf die Verletzungsprophylaxe, die Kraftentwicklung und die Regenerationsfähigkeit der Muskulatur.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, dass die erwarteten positiven Effekte des Dehnens oft nicht mit dem aktuellen Stand der Forschung übereinstimmen und intensives Dehnen in bestimmten Situationen sogar leistungsmindernd wirkt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine Analyse zahlreicher Fachpublikationen, bezieht aber auch eigene empirische Versuchsreihen mit Probanden zur Untersuchung der Kraftleistung ein.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die physiologischen Grundlagen der Muskeldehnung, diskutiert die negativen Effekte auf die Kraftleistung im Krafttraining und bewertet die Rolle des Dehnens in der Regenerationsphase.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Dehnen, Leistungssteigerung, Verletzungsprophylaxe, Regeneration, Muskelphysiologie und Kraftleistung.

Welche Rolle spielt das Protein Titin in der Untersuchung?

Titin wird als zentrales elastisches Protein im Sarkomer identifiziert, das maßgeblich die Ruhespannung des Muskels und die physiologischen Abläufe bei der Dehnung mitbestimmt.

Warum ist intensives statisches Dehnen vor dem Krafttraining laut dieser Arbeit nicht zu empfehlen?

Statisches Dehnen führt durch Vasokonstriktion zu einer verminderten Durchblutung und Nährstoffversorgung des Muskels, was die neuronale Aktivierbarkeit und damit die Kraftleistung während des Trainings signifikant reduziert.

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Details

Title
Dehnen im Sport: Leistungssteigerung, Verletzungsprophylaxe und schnellere Regeneration ? - ein kritischer Überblick
College
University of Bremen  (Sportmedizin)
Grade
1,5
Author
Jan Veihelmann (Author)
Publication Year
2003
Pages
15
Catalog Number
V25675
ISBN (eBook)
9783638282321
Language
German
Tags
Dehnen Sport Leistungssteigerung Verletzungsprophylaxe Regeneration
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jan Veihelmann (Author), 2003, Dehnen im Sport: Leistungssteigerung, Verletzungsprophylaxe und schnellere Regeneration ? - ein kritischer Überblick, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/25675
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