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Berufsfelddidaktische Gestaltung von Unterrichtsinhalten auf der Basis epochaltypischer Schlüsselbegriffe

Title: Berufsfelddidaktische Gestaltung von Unterrichtsinhalten auf der Basis epochaltypischer Schlüsselbegriffe

Term Paper , 2003 , 28 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anke Schwöppe (Author), Esther Schuldt (Author)

Nursing Science - Miscellaneous
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Im Mittelpunkt des bildungstheoretischen Ansatzes nach Klafki steht das Allgemeinbildungskonzept, dessen Ziel es ist, Menschen Bildungsinhalte zu vermitteln, die sie befähigen, kritisch, sachkompetent, selbstbewusst und solidarisch zu denken und zu handeln. Klafki fordert, dem Lernenden zu einem Bewusstsein zu verhelfen, dass ihn die zentralen Probleme der Gegenwart und, soweit voraussehbar, auch der Zukunft erkennen lässt. Dieses Bewusstsein soll vor einem historischen Kontext vermittelt werden. Wird den Lernenden diese Problematik bewusst, muss, nach Klafki, die Einsicht zur Mitverantwortlichkeit aller angesichts solcher Probleme folgen und die Bereitschaft entstehen, an der Bewältigung mitzuarbeiten. Um diese Erkenntnis zu erreichen, bedarf es Bildung. Bildung ist in Klafkis Augen ein demokratisches Bürgerrecht, woraus ein Anspruch für alle auf Bildung besteht. Allgemeinbildung versteht Klafki als Bildung in allen grundlegenden Dimensionen, also als Bildung:
x der kognitiven Möglichkeiten
x der handwerklichen-technischen Produktivität
x der Ausbildung zwischenmenschlicher Beziehungsmöglichkeiten
x der ästhetischen Wahrnehmungs-, Gestaltungs- und Urteilsfähigkeit
x schließlich und nicht zuletzt der ethischen und politischen Entscheidungs- und Handlungsmöglichkeit (Klafki, 1993, S. 54)

Inhaltlich bezieht sich die Allgemeinbildung also auf die „... Aneignung der die Menschen gemeinsam angehenden Frage- und Problemstellung ihrer geschichtlichen Gegenwart und der sich abzeichnenden Zukunft...“ (Klafki, 1993, 53). In dem Allgemeinbildungskonzept sind drei wesentliche Aspekte enthalten.

Zunächst fordert er Allgemeinbildung als Bildung für alle, was bedeutet, dass der Bildungsanspruch für alle einzulösen ist. Das didaktische Handeln soll sich nicht nur auf einen bestimmten Schülertyp konzentrieren, sondern alle Schüler in ihrer jeweiligen Verfassung miteinbeziehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Allgemeinbildungbildungskonzept nach W. Klafki

2 Epochaltypische Schlüsselprobleme nach Klafki

2.1 Funktion der epochaltypischen Schlüsselprobleme

2.2 Kriterien zur Bildung epochaltypischer Schlüsselprobleme

3 Bedeutung von Allgemeinbildung und epochaltypischen Schlüsselproblemen für die Pflegeausbildung

3.1 Epochaltypische Schlüsselprobleme der Pflege

3.2 Folgen der epochaltypischen Schlüsselproblem auf die Pflege und die Pflegeausbildung

4 Einflüsse auf die Didaktik der Berufsbildung

4.1 Definition Allgemeine Didaktik

4.2 Definition Fachdidaktik

4.3 Definition Berufsfelddidaktik

4.4 Begründungszusammenhänge von Allgemeiner- und Fachdidaktik

4.5 Umsetzung der epochaltypischen Schlüsselprobleme der Pflege im Bezug zur Didaktik

5 Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung von Wolfgang Klafkis Allgemeinbildungskonzept und dessen epochaltypischen Schlüsselproblemen für die berufliche Bildung, insbesondere im Bereich der Krankenpflege. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie diese bildungstheoretischen Ansätze genutzt werden können, um eine zeitgemäße, ganzheitliche und professionelle Pflegeausbildung zu gestalten.

  • Klafkis bildungstheoretischer Ansatz der Allgemeinbildung.
  • Strukturierung von Unterricht durch epochaltypische Schlüsselprobleme.
  • Analyse gesellschaftlicher Veränderungen und deren Auswirkungen auf das Berufsfeld Pflege.
  • Didaktische Möglichkeiten zur Integration aktueller Herausforderungen in die Pflegeausbildung.

Auszug aus dem Buch

3.1 Epochaltypische Schlüsselprobleme der Pflege

Verschiedene gesellschaftliche und politische Veränderungen wirken nicht unwesentlich in das Berufsbild der Pflege hinein. Es handelt sich dabei um die Entstehung von Strukturproblemen gesellschaftlicher und nationaler Natur. Zum Teil lassen sich diese Probleme auch in anderen Nationen wieder finden, sind also auch von internationaler Bedeutung. Es handelt sich hierbei um Probleme, die historisch gewachsen sind und sowohl Bedeutung für die Gegenwart als auch für die Zukunft haben. Damit erfüllen diese Probleme die oben genannten Kriterien nach Klafki, um als epochaltypische Schlüsselprobleme gelten zu können. Im Folgenden sollen diese Problembereiche aufgeführt werden. Alle haben durchaus Bedeutung und Auswirkungen auf das Berufsfeld der Pflege und werden es auch in Zukunft noch haben.

1. Schlüsselproblem: Demografische Situation

Durch die demografische Entwicklung entsteht in verschiedenen Bereichen der Pflege die neue Zielgruppe der alten Menschen. Die Pflege und der Pflegebedarf alter Menschen nimmt durch den erheblichen Anstieg alter Menschen, d.h. über 80-jährige, verglichen mit der Gesamtbevölkerung, immer mehr zu. Die Geburtenrate ist nicht mehr proportional zu diesem Anstieg, so dass sich die demografische Struktur auf lange Sicht dahingehend verändert, dass sich das Bild der Alterspyramide umkehrt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Allgemeinbildungbildungskonzept nach W. Klafki: Einführung in das bildungstheoretische Konzept Klafkis, welches auf die Befähigung zu kritischem, solidarischem Denken und Handeln im Kontext aktueller Probleme abzielt.

2 Epochaltypische Schlüsselprobleme nach Klafki: Erläuterung der Kriterien und Funktionen der Schlüsselprobleme, die den gesellschaftlichen Wandel und globale Herausforderungen als zentrale Lerngegenstände definieren.

3 Bedeutung von Allgemeinbildung und epochaltypischen Schlüsselproblemen für die Pflegeausbildung: Übertragung der bildungstheoretischen Leitziele auf den Pflegeberuf, um den Notwendigkeiten von Professionalisierung und Ganzheitlichkeit gerecht zu werden.

4 Einflüsse auf die Didaktik der Berufsbildung: Theoretische Definitionen von Allgemeiner Didaktik, Fachdidaktik und Berufsfelddidaktik sowie deren praktische Verknüpfung bei der Umsetzung pflegespezifischer Unterrichtsinhalte.

5 Fazit: Zusammenfassende Reflexion, die eine stärkere Orientierung der Pflegeausbildung an gesellschaftlichen Schlüsselproblemen zur Steigerung der beruflichen Professionalität fordert.

Schlüsselwörter

Allgemeinbildung, Wolfgang Klafki, epochaltypische Schlüsselprobleme, Pflegeausbildung, Krankenpflege, Berufsfelddidaktik, Professionalisierung, Fachdidaktik, demografischer Wandel, Pflegeethik, Ganzheitlichkeit, Bildungsprozess, berufliche Handlungskompetenz, didaktische Gestaltung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie das Allgemeinbildungskonzept von Wolfgang Klafki auf die Pflegeausbildung übertragen werden kann, um Lernenden eine fundierte Basis für ihr professionelles Handeln zu bieten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Bildungskonzepte von Klafki, die Definition epochaltypischer Schlüsselprobleme sowie die Anwendung dieser Modelle auf aktuelle pflegerische Herausforderungen und didaktische Strukturen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, den Nutzen epochaltypischer Schlüsselprobleme für eine kritisch-konstruktive Pflegeausbildung aufzuzeigen, die über rein handwerkliche Fertigkeiten hinausgeht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, bei der pädagogische Ansätze auf die pflegewissenschaftliche Praxis übertragen und durch eine tabellarische didaktische Umsetzung veranschaulicht werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der detaillierten Analyse gesellschaftlicher Strukturprobleme in der Pflege, den Definitionen didaktischer Disziplinen und der praktischen Integration dieser Aspekte in den Unterricht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Allgemeinbildung, epochaltypische Schlüsselprobleme, Pflegeausbildung, Berufsfelddidaktik und Professionalisierung.

Warum ist die demografische Situation ein Schlüsselproblem für die Pflege?

Da die steigende Lebenserwartung und die Zunahme chronischer Erkrankungen bei älteren Menschen das Anforderungsprofil und den Versorgungsbedarf in der Pflege maßgeblich verändern, muss dies didaktisch reflektiert werden.

Wie soll sich das Berufsverständnis in der Pflege entwickeln?

Die Arbeit plädiert für einen Wandel von einem rein caritativ-dienenden zu einem selbstbewussten, wissenschaftlich fundierten Berufsverständnis, das durch eine breitere Allgemeinbildung gestützt wird.

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Details

Title
Berufsfelddidaktische Gestaltung von Unterrichtsinhalten auf der Basis epochaltypischer Schlüsselbegriffe
College
University of Applied Sciences Münster  (Fachbereich Pflege)
Grade
1,3
Authors
Anke Schwöppe (Author), Esther Schuldt (Author)
Publication Year
2003
Pages
28
Catalog Number
V25725
ISBN (eBook)
9783638282673
Language
German
Tags
Berufsfelddidaktische Gestaltung Unterrichtsinhalten Basis Schlüsselbegriffe
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anke Schwöppe (Author), Esther Schuldt (Author), 2003, Berufsfelddidaktische Gestaltung von Unterrichtsinhalten auf der Basis epochaltypischer Schlüsselbegriffe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/25725
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