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Kriegspropaganda im Golfkrieg 2003

Title: Kriegspropaganda im Golfkrieg 2003

Seminar Paper , 2004 , 27 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Thomas Jähnig (Author)

Communications - Miscellaneous
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Propaganda ist ein Schlagwort, das meist im Zusammenhang mit totalitären Regimen oder in Verbindung mit Kriegen in der Öffentlichkeit kursiert. Die besonders heftige Verwendung dieses negativ attribuierten Begriffs, im Kontext der immer noch aktuellen Ereignisse am Golf, soll Anlass sein in dieser Arbeit zu klären, was Propaganda nun genau ist und wie sie auch heutzutage für Kriegszwecke benutzt wird.
Um dieses Phänomen beschreiben zu können, bedarf es zu erst einer theoretischen Annäherung, um die Grundlagen der Propaganda, ihre verschiedenen Mittel und ihre Ziele erfassen und verstehen zu können. Hierzu wird erst der Begriff der Propaganda allgemein und dann der Kriegspropaganda im speziellen erklärt. Dabei wird auch auf konflikttheoretische Grundlagen und auf die Bedeutung der Medien eingegangen, da diese für Konstruktion, Absicht und Wirkung von Kriegspropaganda von großer Bedeutung sind.
Auf der Grundlage dieses theoretischen Vorwissens soll Kriegspropaganda am aktuellen Beispiel des Irak-Krieges 2003 analysiert werden. Hierbei soll gezeigt werden, dass die US-Regierung Kriegspropaganda zur Unterstützung ihrer Kriegspläne angewendet hat.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0 Einleitung

1 Propaganda

1.1 Kurzer historischer Abriss des Propaganda-Begriffs

1.2 Mertens Definition von Propaganda

2 Kriegspropaganda

2.1 Konflikttheoretische Grundlagen

2.2 Bedeutung der Massenmedien für die Kriegspropaganda

2.3 Propagandamittel

2.4 Rekontextualisierung

2.5 Definition von Kriegspropaganda

3 Kriegspropaganda in der Praxis

3.1 Die Ansprache des US-Präsidenten zum Beginn des Irak-Krieges 2003

3.2 Gezielte Manipulation der öffentlichen Meinung im Vorfeld des Krieges

3.3 Die Wirkungsebenen der Kriegspropaganda im Prozess der Rekontextualisierung

3.4 Die Bedeutung der Medien bei der Manipulation der Öffentlichkeit

4 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle der Kriegspropaganda im Vorfeld und zu Beginn des Irak-Krieges 2003. Das Hauptziel besteht darin aufzuzeigen, wie die US-Regierung mittels gezielter Kommunikationsstrategien und unter Einbeziehung der Massenmedien die öffentliche Meinung zu Gunsten ihrer Kriegspläne beeinflusste.

  • Theoretische Grundlagen des Propaganda-Begriffs
  • Struktur und Wirkungsweisen von Kriegspropaganda
  • Die Rolle der Massenmedien bei der Konstruktion von Wirklichkeit
  • Analyse der rhetorischen Strategien des US-Präsidenten
  • Prozesse der Rekontextualisierung und Meinungsmanipulation

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Ansprache des US-Präsidenten zum Beginn des Irak-Krieges 2003

US-Präsident George Walker Bush gibt am 20.03.2003 in einer vierminütigen Fernsehansprache den Beginn der Militärinvasion gegen den Irak bekannt, die zwei Stunden nach Ablauf des Ultimatums an Saddam Hussein mit Bombardierungen begonnen hatte. Als Quelle für die Bush-Rede vom 20.03.2003 dient eine Übersetzung der Nachrichtenagentur Reuters aus dem Archiv der Online Version der Wienerzeitung (vgl. Bush, G. W. 2003b. URL: http://www.wienerzeitung.at)

Grundsätzlich dient die Rede neben ihrer eher formalen Funktion der Verkündung des Beginns der Kampfhandlungen auf semantischer Ebene vor allem der Rechtfertigung des Krieges. Bei der folgenden Textanalyse zeigen sich eine Vielzahl der von Kempf beschriebenen Propaganda-Mittel.

George W. Bush zeichnet in seiner Rede an verschiedenen Stellen ein Feindbild, welches den Gegner als gefährlichen Aggressor und darüber hinaus als potentielle Gefahr für den Weltfrieden darstellt. So diene der Waffengang im Irak dazu „die Welt gegen ernsthafte Gefahr zu verteidigen“ (Bush, G.W. a.a.O., 1. Absatz), und man wolle „nicht in der Gewalt eines geächteten Regimes leben, das den Frieden mit den Waffen des Massenmords bedroht“ (Bush G.W. a.a.O., 3. Absatz). US-Präsident Bush äußert hier den konkreten Vorwurf, dass das irakische Regime Massenvernichtungswaffen besitzt, um diese eventuell gegen die friedliche Welt einzusetzen. Neben der hierin dargestellten Gefährlichkeit des Gegners wird gleichzeitig auch seine Minderwertig betont, denn Amerika habe es mit einem Feind zu tun, „der keinen Sinn für Konventionen des Krieges oder Regeln der Moral hat“ (Bush, G.W. a.a.O., 2. Absatz).

Zusammenfassung der Kapitel

0 Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz des Propaganda-Begriffs im Kontext des Irak-Krieges 2003 ein und erläutert die methodische Herangehensweise zur Analyse der US-Regierungspropaganda.

1 Propaganda: Dieses Kapitel liefert eine historische Einordnung des Begriffs und detailliert die Definitionen von Merten, um ein theoretisches Fundament für die weitere Untersuchung zu schaffen.

2 Kriegspropaganda: Es werden die konflikttheoretischen Grundlagen, die Rolle der Massenmedien als Wirklichkeitskonstrukteure sowie spezifische Propagandamittel wie Informationsverweigerung und Feindbildkonstruktion erörtert.

3 Kriegspropaganda in der Praxis: Der Hauptteil analysiert die konkrete Anwendung der zuvor definierten Propagandamittel durch die US-Administration während des Irak-Krieges 2003 anhand von Reden und Medienberichterstattung.

4 Zusammenfassung: Die Arbeit resümiert, dass die US-Regierung erfolgreich propagandistische Mittel einsetzte, um eine pro-kriegerische Stimmung zu erzeugen, und betont die Notwendigkeit pluralistischer Medien.

Schlüsselwörter

Kriegspropaganda, Irak-Krieg 2003, George W. Bush, Massenmedien, Feindbild, Desinformation, Rekontextualisierung, Manipulation, öffentliche Meinung, Doppelbindung, Kriegsbereitschaft, politische Rhetorik, Konfliktverlauf.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Mechanismen der Kriegspropaganda, die von der US-Regierung im Vorfeld und zu Beginn des Irak-Krieges 2003 eingesetzt wurden, um die Öffentlichkeit für das militärische Vorgehen zu gewinnen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der theoretischen Bestimmung von Propaganda, der Bedeutung der Massenmedien für die Wirklichkeitskonstruktion sowie der praktischen Anwendung von Manipulationsstrategien in der Politik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch gezielte Informationsvorgaben und die Nutzung existierender gesellschaftlicher Konstrukte wie Feindbilder die öffentliche Meinung im Sinne einer pro-kriegerischen Position gesteuert wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer qualitativen Analyse von Textquellen, insbesondere der Kriegsreden von George W. Bush, unter Anwendung kommunikationswissenschaftlicher Konzepte, wie sie etwa von Merten oder Kempf beschrieben werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der praktischen Umsetzung der Propaganda durch die US-Administration, inklusive der Feindbild-Zentrierung auf Saddam Hussein, der Unterstellung von Massenvernichtungswaffen und der Gleichsetzung des Irak-Krieges mit dem Anti-Terror-Kampf.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind neben Kriegspropaganda und Irak-Krieg vor allem Rekontextualisierung, Feindbild, Desinformation, mediale Manipulation und öffentliche Meinung.

Welche Rolle spielte die Person Saddam Hussein in der Propagandastrategie?

Hussein wurde als personalisiertes Feindbild inszeniert, um ihn als "teuflischen Machthaber" darzustellen. Diese Personalisierung diente dazu, die Bedrohung durch ein Regime greifbar zu machen und von der komplexen politischen Realität abzulenken.

Inwieweit lässt sich von einer "Manipulation" der US-Öffentlichkeit sprechen?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass zwar eine massive und systematische Beeinflussung stattgefunden hat, eine "durchgängige" Manipulation jedoch durch die Existenz kritischer Stimmen in liberalen Medien nicht vollständig erreicht wurde.

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Details

Title
Kriegspropaganda im Golfkrieg 2003
College
Martin Luther University  (Medien-und Kommunikationswissenschaften)
Course
PS: Medien und Krieg
Grade
1,0
Author
Thomas Jähnig (Author)
Publication Year
2004
Pages
27
Catalog Number
V25736
ISBN (eBook)
9783638282758
Language
German
Tags
Kriegspropaganda Golfkrieg Medien Krieg
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Jähnig (Author), 2004, Kriegspropaganda im Golfkrieg 2003, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/25736
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