In meiner Hausarbeit zur Gesellschaftstheorie Pierre Bourdieus möchte ich untersuchen, welche Problematik die drei Kapitalarten - ökonomisches, kulturelles und soziales Kapital - hervorrufen. Zu Beginn werde ich kurz den Werdegang des französischen Soziologen beschreiben sowie einen Überblick über seine wichtigsten Veröffentlichungen geben. Neben den originalen, französischen Titeln gebe ich, sofern eine deutsche Fassung erschienen ist, den deutschen Titel der Schriften an, beschränke mich bei der Angabe der Erscheinungsdaten jedoch auf die Originale (Erstfassung). Weiterhin werde ich die Einflüsse anderer Soziologen und Geisteswissenschaftler, Forscher usw., welche auf Pierre Bourdieu gewirkt hatten, darstellen. Hauptsächlich werde ich mich mit Bourdieus Text „Ökonomisches Kapital, kulturelles Kapital, soziales Kapital“, veröffentlicht im Sonderband „Soziale Ungleichheiten“ (Hg. Reinhard Kreckel), beschäftigen und zum Schluss eine persönliche Stellungnahme dazu beziehen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Forschungsstand
2.1 Aktueller Forschungsstand
2.2 Theoretische Erklärungsansätze
2.3 Motive und Ursachen des Studienabbruchs
3. Forschungsproblem
3.1 Fragestellung
3.2 Methodische Möglichkeiten
3.3 Methodische Umsetzung
4. Planung der Feldforschung
4.1 Auswahlverfahren
4.2 Untersuchungseinheiten
5. Arbeits- und Zeitplan
6. Quellennachweis
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Ziel der Arbeit ist es, die Studienabbruchquote am Institut für Soziologie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg zu ermitteln sowie die zugrunde liegenden Motive und Ursachen für den Abbruch zu analysieren, um dem Institut eine Grundlage für präventive Maßnahmen zu bieten.
- Analyse der Abbruchgründe und -motive bei Soziologiestudierenden
- Untersuchung der sozialen Struktur von Studienabbrechern
- Evaluation von institutionellen Einflüssen am Institut für Soziologie
- Konzeption eines methodischen Forschungsdesigns mittels qualitativer Interviews
Auszug aus dem Buch
3.3 Methodische Umsetzung
Die Auseinandersetzung mit der vorhandenen Literatur zum Thema Studienabbruch macht klar, dass der Großteil der Wissenschaftler den klassischen Weg bei der Befragungsform geht. Motive und Ursachen sowie die Folgen eines Studienabbruchs werden in fast allen mir vorliegenden Untersuchungen mit ausschließlich quantitativen Methoden erhoben. Lediglich zwei Studien beschäftigten sich mit qualitativen Interviews. Günter Selzers Buch „Drop out – Knock out?“ gibt Tiefeninterviews wider, die mit Studienabbrechern in den Achtziger Jahren durchgeführt worden sind. Qualitative Fallstudien zu „frühen“ und „späten“ Studienabbrechern findet man in Götz Schindlers 1999 veröffentlichtem Werk.
Da es nur wenige qualitative Untersuchungen bezüglich der Problemstellung gibt, möchten wir in unserer Studie die Anwendung des qualitativen Interviews in den Mittelpunkt unserer methodischen Vorgehensweise stellen. Zudem bietet eine offene Befragung eine Reihe von Vorteilen, die ein stark strukturiertes Interview nicht vorweisen kann. Eine qualitative, direkte Befragung ermöglicht dem Interviewer auf sein Gegenüber und dessen Erzählung einzugehen. Somit können Missverständnisse gleich aus dem Weg geräumt werden, in dem die Bedeutung des Gesagten sofort geklärt wird.
Die offene Struktur fördert unter Umständen auch neue Hypothesen hinsichtlich des Forschungsproblems. Da die qualitative Forschung die Individuen oder bestimmte soziale Probleme als ganzheitliche Objekte in einem komplexen System betrachtet, dient sie zur Vertiefung von Forschungsprozessen. Damit können komplexe Einstellungsmuster analysiert und interpretiert werden. Dieser verstehende Ansatz ermöglicht dem Forscher die einzelnen Aspekte und Einflüsse der Meinungsbildung zu ermitteln.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den hochschulpolitischen Kontext des Studienabbruchs und definiert den Fokus auf den Magisterstudiengang Soziologie an der Universität Erlangen-Nürnberg.
2. Forschungsstand: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über theoretische Erklärungsansätze und empirische Befunde zu den Ursachen und Motiven von Studienabbrüchen.
3. Forschungsproblem: Hier wird der Untersuchungsgegenstand konkretisiert, der Begriff des Studienabbrechers definiert und die methodische Herangehensweise hergeleitet.
4. Planung der Feldforschung: Das Kapitel beschreibt das Design der Fallstudie, das Auswahlverfahren der Probanden und die Datenquellen zur Identifikation der Zielgruppe.
5. Arbeits- und Zeitplan: Dieser Abschnitt skizziert den zeitlichen Ablauf von der Konzeptualisierung im Oktober 2003 bis zur geplanten Fertigstellung des Berichts im Juli 2004.
6. Quellennachweis: Verzeichnis der verwendeten Literatur und Quellen für die Untersuchung.
Schlüsselwörter
Studienabbruch, Soziologie, Feldforschung, Fallanalyse, qualitative Interviews, Studienmotivation, Studienfinanzierung, Abbruchquote, Studienverlauf, Hochschulsoziologie, Bildungsreform, Sozialforschung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Ursachen, Motiven und Folgen des Studienabbruchs von Studierenden des Faches Soziologie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Im Zentrum stehen die Identifikation von Abbrechergruppen, die Analyse individueller und institutioneller Abbruchgründe sowie die Erhebung der Studienabbruchquote.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, durch eine empirische Untersuchung Daten zu gewinnen, die es dem Institut für Soziologie ermöglichen, die Organisationsstruktur zu optimieren und gezielte Präventivmaßnahmen gegen Studienabbrüche zu entwickeln.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin setzt primär auf einen qualitativen Forschungsansatz mittels Leitfadeninterviews, um die subjektiven Beweggründe der Betroffenen ganzheitlich zu erfassen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil umfasst den aktuellen Forschungsstand, die theoretische Verortung des Themas sowie die methodische Planung und Durchführung der Feldforschung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Studienabbruch, qualitative Sozialforschung, Fallanalyse, Studienmotivation und Hochschulstrukturen.
Warum wird im Gegensatz zu vielen anderen Studien ein qualitativer Ansatz gewählt?
Die Autorin argumentiert, dass qualitative Interviews tiefergehende Einblicke in individuelle Einstellungsmuster ermöglichen, die durch rein quantitative Fragebögen oft unentdeckt bleiben.
Wie werden die Untersuchungseinheiten für die Studie definiert?
Die Zielgruppe besteht aus sogenannten "echten" Studienabbrechern und Fachwechslern, die ihr Soziologiestudium an der Universität Erlangen-Nürnberg im Zeitraum vom Wintersemester 2001/02 bis Wintersemester 2003/04 beendet haben.
- Quote paper
- Rosa Badaljan (Author), 2004, Forschungsplan: Studienabbruch in der Soziologie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/25775