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Dienste zur Kindertagesbetreuung - ein Beitrag zur besseren Vereinbarung von Familie und Beruf?

Title: Dienste zur Kindertagesbetreuung - ein Beitrag zur besseren Vereinbarung von Familie und Beruf?

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 19 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Claudia Werner (Author)

Politics - Political Systems - Germany
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In meiner Ausarbeitung möchte ich mich mit dem Thema „Dienste zur Kindertagesbetreuung - ein Beitrag zur besseren Vereinbarung von Familie und Beruf?“ beschäftigen.

Das Thema werde ich anhand der folgenden drei zentraler Fragestellungen behandeln:

1. Gibt es Ungleichheiten beim Zugang zu Ganztagsplätzen?

2. Geht eine umfassende institutionelle Kinderbetreuung mit Ausweitung der Erwerbsbeteiligung der Mütter einher?

3. Ist eine umfassendere institutionelle Kinderbetreuung mit einem höheren Einkommen erwerbstätiger Mütter verbunden?

Das Hauptwerk, welches meiner Ausarbeitung zugrunde liegt ist das Buch von Büchel, Spieß (2002): Formen der Kinderbetreuung und Arbeitsmarktverhalten von Müttern in West- und Ostdeutschland.

Dieses Buch wurde 2002 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend herausgegeben. Es handelt sich hierbei um eine Studie, die auf den Daten des beim DIW Berlin angesiedelten sozio-ökonomischen Panels (SOEP) beruht. Die Erhebung wurde 1984 gestartet und in jährlichen Abständen wiederholt. Die Studie untersucht die unterschiedlichen Betreuungsformen von Kindern und die Arbeitsmarktsituation von Müttern in Deutschland.

Für die Untersuchung wurde die Erhebung des Jahres 2000 ausgewertet, da es sich um die aktuellsten Daten handelt. Die Auswertung erfolgt nach Westdeutschland und Ostdeutschland getrennt, da sich sehr große Unterschiede in der Betreuungssituation von Kindern zeigen.

In die Untersuchung gehen rund 4.700 Kinder im Alter von 0-12 Jahren ein. Die Anzahl der Frauen bzw. Mütter beträgt rund 3000. Um die an vorheriger Stelle erwähnten Fragen klären zu können, ist es sinnvoll erst einen Überblick über die Problemstellung zu geben.

Die Vereinbarkeitsproblematik von Familie und Beruf hat in den letzten dreißig Jahren zugenommen, da der Wunsch der Frauen nach Erwerbstätigkeit zugenommen hat (vgl. Büchel / Spieß 2002: S. 13). Mit den gestiegenen Bildungschancen für Frauen wird in Zukunft die Tendenz zur Berufstätigkeit noch weiter zunehmen (vgl. Erler 1996: S. 116). Die Vereinbarkeitsproblematik betreffend, kommt den Kinderbetreuungseinrichtungen eine große Bedeutung zu.

Die Kinderbetreuung an sich kann durch formelle und informelle Unterstützung erfolgen. 3 In dieser Ausarbeitung wird der Schwerpunkt auf der formellen Kinderbetreuung liegen, da die Untersuchung informeller Betreuungsangebote aufgrund weniger verfügbarer Daten nur sehr schwer möglich ist (vgl. Büchel / Spieß 2002: S. 19).

[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Gibt es Ungleichheiten beim Zugang zu Ganztagsplätzen?

2. Geht eine umfassende institutionelle Kinderbetreuung mit Ausweitung der Erwerbsbeteiligung der Mütter einher?

3. Ist eine umfassendere institutionelle Kinderbetreuung mit einem höheren Einkommen erwerbstätiger Mütter verbunden?

Zusammenfassung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Vereinbarkeit von Familie und Beruf unter besonderer Berücksichtigung von Diensten zur Kindertagesbetreuung. Dabei wird analysiert, inwiefern das bestehende Betreuungsangebot und die Betreuungsform die Erwerbsbeteiligung von Müttern in West- und Ostdeutschland beeinflussen.

  • Zugangsgerechtigkeit zu Ganztagsbetreuungsplätzen
  • Einfluss von Betreuungsformen auf die Erwerbsbeteiligung von Müttern
  • Zusammenhang zwischen institutioneller Betreuung und Müttereinkommen
  • Unterschiede in der Betreuungssituation zwischen West- und Ostdeutschland
  • Rolle von Bildung und Qualifikation bei der Inanspruchnahme von Betreuungsplätzen

Auszug aus dem Buch

1. Gibt es Ungleichheiten beim Zugang zu Ganztagsplätzen?

Mit dieser Fragestellung soll geklärt werden, ob Ungleichheiten beim Zugang zu Ganztagsbetreuungsplätzen für Kinder existieren.

Es zeigen sich erhebliche Unterschiede in der institutionellen Betreuung vor dem Kindergartenalter, welches mit drei Jahren erreicht wird.

In der Gruppe der zweijährigen Kinder werden in Ostdeutschland 40 % institutionell betreut während dieser Zahl in Westdeutschland 8 % institutionelle Betreuung gegenüber steht (vgl. Büchel / Spieß 2002: S. 39).

Die Kinder, die in Westdeutschland eine Krippe besuchen, verbringen dort zu je 40 % vormittags und ganztags ihre Zeit, in Ostdeutschland dominiert mit 60 % die Ganztagsbetreuung (vgl. Büchel / Spieß 2002: S. 39). Dazu muss aber gesagt werden, dass es im allgemeinen sehr schwer ist einen Krippenplatz zu erhalten, dies gleicht einem Lottogewinn (vgl. Bruhns 2004: S. 54).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung stellt das Thema der Vereinbarkeit von Familie und Beruf vor und definiert drei zentrale Forschungsfragen auf Basis der Daten des sozio-ökonomischen Panels (SOEP).

1. Gibt es Ungleichheiten beim Zugang zu Ganztagsplätzen?: Dieses Kapitel analysiert die Diskrepanzen bei der Betreuungsversorgung, insbesondere den Mangel an Ganztagsplätzen in Westdeutschland im Vergleich zu Ostdeutschland.

2. Geht eine umfassende institutionelle Kinderbetreuung mit Ausweitung der Erwerbsbeteiligung der Mütter einher?: Hier wird untersucht, wie Betreuungsformen die Erwerbsneigung und die tatsächliche Teilhabe von Müttern am Arbeitsmarkt beeinflussen.

3. Ist eine umfassendere institutionelle Kinderbetreuung mit einem höheren Einkommen erwerbstätiger Mütter verbunden?: Das Kapitel beleuchtet den Zusammenhang zwischen dem Bildungsniveau, der Betreuungssituation und dem erzielten Erwerbseinkommen von Müttern.

Zusammenfassung: Die Zusammenfassung bündelt die Ergebnisse der Untersuchung und diskutiert den notwendigen Ausbau flexibler Betreuungsangebote zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Schlüsselwörter

Kinderbetreuung, Vereinbarkeit, Familie und Beruf, Ganztagsbetreuung, Erwerbsbeteiligung, Mütter, Westdeutschland, Ostdeutschland, SOEP, Kindertageseinrichtung, Erwerbseinkommen, Bildungsniveau, Krippenplatz, Hortplatz, Sozialisation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob Dienste zur Kindertagesbetreuung einen effektiven Beitrag zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf leisten können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf den Zugangsmöglichkeiten zu Betreuungsplätzen, dem Einfluss dieser Plätze auf die Erwerbsbeteiligung von Müttern und dem Zusammenhang zwischen Betreuung und Haushaltseinkommen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, anhand der Daten des sozio-ökonomischen Panels (SOEP) zu prüfen, inwiefern institutionelle Betreuungsformen bestehende Ungleichheiten zwischen Müttern in West- und Ostdeutschland erklären.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Sekundäranalyse des Datenmaterials aus dem Buch "Formen der Kinderbetreuung und Arbeitsmarktverhalten von Müttern in West- und Ostdeutschland" (Büchel/Spieß 2002).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert spezifisch die Verfügbarkeit von Krippen-, Kindergarten- und Hortplätzen, die unterschiedlichen Erwerbsquoten von Müttern sowie sozioökonomische Faktoren wie Bildungsgrad und Branche.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wesentlichen Begriffe sind Kindertagesbetreuung, Erwerbsbeteiligung, Vereinbarkeit, Ganztagsbetreuung sowie die Unterschiede zwischen West- und Ostdeutschland.

Warum sind Kinder in Westdeutschland seltener in Ganztagsbetreuung?

Dies ist laut Arbeit primär auf das mangelnde Angebot an Ganztagsplätzen und den Rechtsanspruch zurückzuführen, der sich in der Vergangenheit überwiegend auf Halbtagsplätze beschränkte.

Welche Rolle spielt die Ausbildung der Mutter für die Betreuung?

In Westdeutschland besteht ein deutlicher Zusammenhang: Akademikerinnen nutzen überproportional häufig zeitlich intensive Betreuungsformen, um ihre Erwerbstätigkeit zu ermöglichen.

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Details

Title
Dienste zur Kindertagesbetreuung - ein Beitrag zur besseren Vereinbarung von Familie und Beruf?
College
Justus-Liebig-University Giessen  (Institut für Politikwissenschaft)
Course
Politik und Soziologie sozialer Dienstleisstungen
Grade
2,0
Author
Claudia Werner (Author)
Publication Year
2004
Pages
19
Catalog Number
V25806
ISBN (eBook)
9783638283298
Language
German
Tags
Dienste Kindertagesbetreuung Beitrag Vereinbarung Familie Beruf Politik Soziologie Dienstleisstungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Claudia Werner (Author), 2004, Dienste zur Kindertagesbetreuung - ein Beitrag zur besseren Vereinbarung von Familie und Beruf?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/25806
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