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Schimpanse Washoe - Das Aufzuchtexperiment Fouts und seine anthropologische Bedeutung

Título: Schimpanse Washoe - Das Aufzuchtexperiment Fouts und seine anthropologische Bedeutung

Trabajo Escrito , 2004 , 20 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Daniel Müller (Autor)

Pedagogía - Teoría de la sciencia, Antropología
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Tiere stehen seit ewiger Zeit in enger Verbindung mit uns Menschen, nicht immer
im genetischen Sinn in einer Reihe von tierischen Vorfahren, sondern in einer Art
emotionaler Verbundenheit. Sie sind nicht nur Nahrungsmittel oder Nutztier; sie
sind ebenfalls Feind, Bewacher und treuer Freund. Der Tod eines geliebten
Tieres weckt in vielen Fällen die tiefsten menschlichen Emotionen in uns und
zeigt uns deren Bedeutung für uns.
Tiere nehmen einen bedeutenden Platz ein im Leben der Menschen, dies steht
außer Frage; dass der Mensch in der Evolutionsgeschichte tierischen Ursprungs
ist auch, jedoch reicht diese bruchstückhafte genetische Verwandtschaft nicht, um
unsere menschlichen Wurzeln erklären und verstehen zu können. Sie erklärt uns
nicht unsere Verhaltensweisen und unsere höchst emotionales Leben. Zoologen,
Biologen und Verhaltensforscher versuchen das Wesen der Tiere zu ergründen,
um dadurch auch Rückschlüsse auf menschliche Wesenszüge zu erlangen. Ihnen
gelingt es jedoch nicht ein so komplexes Wesen wie den Menschen zu erklären.
Die mit den verschiedensten Tierarten gezogenen Vergleiche, menschliche
Emotionen, die als chemische Abläufe dargestellt werden sind nicht ausreichend
für die gesuchten Erklärungen. Der Mensch nimmt im Tierreich eine
Sonderstellung ein, die ihm selbstreflektierend auch eine Sonderstellung im
Kosmos einbringt.1
Abgesehen von der Forschung am Objekt Mensch liefern uns die
Verhaltensforscher, Zoologen und Biologen die wichtigsten Erkenntnisse über das
Wesen Mensch. Ihre Beobachtungen in der Welt der Tiere machen uns
Rückschlüsse auf das „Tier Mensch“ möglich. Diese Beobachtungen und die
daraus hervorgehenden wissenschaftlichen Ergebnisse dienen als Hilfestellung
für unser Selbstverständnis. Die Verhaltensforschung auf dem Gebiet der
Primatenforschung ist hierbei der Anthropologie am dienlichsten, da sie das
Verhalten unserer nächsten Verwandten erforscht. Sie untersuchen das Wesen
und Verhalten der Menschenaffen und fragen: „Was verbindet den Menschen und
den Menschenaffen?“. [...]
1 Vgl. Scheler, Max: Die Stellung des Menschen im Kosmos. Hrsg. von Manfred S. Frings. 13. verb. Aufl. Bonn.
1995.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Vorgeschichte des Forschungsprojekts Washoe

2.1 Roger Fouts und Washoe

2.2 Das Forschungsprojekt zeigt menschliche Verhaltensweisen

2.3 Die Bedeutung für „unsere“ Anthropologie

3. Schluss

4. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das Aufzuchtexperiment von Roger Fouts mit dem Schimpansen „Washoe“ und analysiert dessen Auswirkungen auf das anthropologische Selbstverständnis des Menschen. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert darauf, wie die beobachteten menschenähnlichen Verhaltensweisen und die erlernte Gebärdensprache das Verständnis über die Sonderstellung des Menschen in der Natur in Frage stellen.

  • Erforschung der Mensch-Affe-Verwandtschaft
  • Analyse des Spracherwerbs bei Schimpansen (ASL)
  • Vergleich von sozialen Verhaltensweisen und emotionalen Reaktionen
  • Kritische Betrachtung der anthropologischen Sonderstellung des Menschen
  • Einfluss der Verhaltensforschung auf das Selbstbild des Menschen

Auszug aus dem Buch

Das Forschungsprojekt zeigt menschliche Verhaltensweisen

Die Schimpansin Washoe zeigt erstaunlich viele menschliche Eigenschaften. Die Beobachtungen, die Fouts macht zeigen, dass auch unsere nächsten Verwandten menschliche Verhaltensweisen leben. Diese Eigenschaften wurden zuvor jahrelang nur dem „nackten Affen“ zugestanden. Am augenscheinlichsten ist die gemeinsame Fähigkeit sich auf zwei Beinen fortzubewegen, sieht man von den anderen physischen Gemeinsamkeiten ab. Ebenso wie der Mensch und die anderen Primaten ist Washoe pentadactyl und weiß diesen evolutionären Vorteil zu nutzen. Sie benutzt ihre Hände und Finger, um mit Werkzeugen umzugehen und für das Projekt Washoe am wichtigsten die Hände zur Kommunikation zu gebrauchen.

Doch nicht nur das Benutzen der Hände lässt die Schimpansen so menschlich wirken, sondern auch ihre Mimik, Gestik und eine lebhafte „Ganzkörpersprache“. Die Affen nutzen ihre zahlreichen Möglichkeiten gut aus und sind uns Mensch auch in der nonverbalen Kommunikation erstaunlich ähnlich. Zum Küssen werden die Lippen gespitzt, um Traurigkeit zu zeigen legen die Schimpansen das Gesicht in Falten; begleitet werden diese Mimiken durch eine ausgeprägte Körpersprache. Die begleitenden Zeichen werden bei Washoe noch durch die erlernte Sprache deutlicher und Emotionen für uns Menschen verständlicher.

Verlässt man die Ebene der Betrachtung von physischen Gemeinsamkeiten und konzentriert sich auf die inneren Gemeinsamkeiten und Verhaltensweisen zeigt Washoe wieder ein uns verwandtes Verhalten. Eine der wichtigsten menschlichen Eigenschaften, die Fähigkeit sich untereinander, mit dem Mittel Sprache, zu unterhalten erlernt die Schimpansin. Diese Eigenschaft galt lange Jahre als eine den Menschen kennzeichnende Fähigkeit, die den Tieren nicht zugänglich war und sie somit aus einer Art Interaktion ausschliss.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die enge emotionale Verbindung zwischen Mensch und Tier und führt in die wissenschaftliche Fragestellung ein, ob die Erforschung von Menschenaffen unser Verständnis des Menschseins grundlegend verändern kann.

2. Die Vorgeschichte des Forschungsprojekts Washoe: Dieses Kapitel erläutert die frühen, gescheiterten Versuche, Schimpansen Lautsprache beizubringen, und stellt den Übergang zum erfolgreichen Projekt mit der American Sign Language (ASL) durch das Ehepaar Gardner und Roger Fouts dar.

2.1 Roger Fouts und Washoe: Der Fokus liegt auf der Lehrmethode durch Nachahmung sowie der emotionalen und intellektuellen Entwicklung Washoes, die innerhalb des Projekts beachtliche Fortschritte im Spracherwerb und in der Kommunikation machte.

2.2 Das Forschungsprojekt zeigt menschliche Verhaltensweisen: Hier werden die verblüffenden Parallelen im sozialen Verhalten, der Mimik, der Gestik und der Fähigkeit zur Manipulation bei Washoe aufgezeigt, die menschliche Verhaltensmuster widerspiegeln.

2.3 Die Bedeutung für „unsere“ Anthropologie: Das Kapitel analysiert, wie die Forschungsergebnisse die traditionelle anthropologische Sichtweise der Sonderstellung des Menschen säkularisiert und eine engere evolutionsbiologische Verknüpfung verdeutlicht.

3. Schluss: Der Schluss fasst zusammen, dass die wissenschaftlichen Erkenntnisse über Schimpansen eine Sinnkrise im anthropozentrischen Weltbild auslösen und fordert einen respektvolleren Umgang mit unseren nächsten tierischen Verwandten.

4. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Fachliteratur und Internetquellen zum Thema Verhaltensforschung und Anthropologie.

Schlüsselwörter

Washoe, Roger Fouts, Primatenforschung, Schimpansen, Gebärdensprache, ASL, Anthropologie, Verhaltensweisen, Evolution, Selbstverständnis, Mensch-Affe-Verwandtschaft, soziale Intelligenz, Kommunikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Forschungsprojekt von Roger Fouts, in dem der Schimpansin Washoe die Gebärdensprache ASL beigebracht wurde, und untersucht deren Bedeutung für die Anthropologie.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der Spracherwerb bei Menschenaffen, die Verwandtschaft zwischen Mensch und Schimpanse sowie die Frage nach der menschlichen Sonderstellung im Tierreich.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es zu ergründen, ob die wissenschaftlichen Erkenntnisse über menschenähnliche Verhaltensweisen bei Schimpansen unser Verständnis vom „Wesen Mensch“ nachhaltig verändern müssen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung und Auswertung von Verhaltensforschungsergebnissen (insbesondere Fouts) und anthropologischer Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Entwicklungsgeschichte des Projekts Washoe, der Spracherwerb des Tieres, seine sozialen Interaktionen sowie die philosophischen und biologischen Implikationen für die Anthropologie detailliert beschrieben.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselwörter sind Washoe, Roger Fouts, Anthropologie, Gebärdensprache, evolutionäre Verwandtschaft und menschliche Sonderstellung.

Welche Rolle spielt die Gebärdensprache (ASL) für Washoe?

ASL ermöglichte Washoe eine differenzierte Kommunikation, die über instinktgesteuerte Laute hinausging und ihr erlaubte, Emotionen auszudrücken, ihre Umwelt zu beeinflussen und sogar Selbstgespräche zu führen.

Wie reagierte Washoe auf den Verlust ihres Kindes?

Washoe zeigte tiefe, menschlich anmutende Depressionen und eine lebensgefährliche Teilnahmslosigkeit, was die emotionale Verwandtschaft zu menschlichen Müttern in ähnlichen Trauersituationen unterstreicht.

Final del extracto de 20 páginas  - subir

Detalles

Título
Schimpanse Washoe - Das Aufzuchtexperiment Fouts und seine anthropologische Bedeutung
Universidad
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg
Curso
Sonderstellung,Erziehungsbedürftigkeit und Erziehbarkeit des Menschen.
Calificación
1,7
Autor
Daniel Müller (Autor)
Año de publicación
2004
Páginas
20
No. de catálogo
V25809
ISBN (Ebook)
9783638283311
Idioma
Alemán
Etiqueta
Schimpanse Washoe Aufzuchtexperiment Fouts Bedeutung Sonderstellung Erziehungsbedürftigkeit Erziehbarkeit Menschen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Daniel Müller (Autor), 2004, Schimpanse Washoe - Das Aufzuchtexperiment Fouts und seine anthropologische Bedeutung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/25809
Leer eBook
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Extracto de  20  Páginas
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