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Kriminalität und Kriminalitätsprävention in Städten

Title: Kriminalität und Kriminalitätsprävention in Städten

Term Paper , 2003 , 20 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Stefanie Theil (Author)

Sociology - Law and Delinquency
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Nach Aussagen des Bundeskriminalamtes wurden 1997 in Deutschland 6.586.165 Straftaten registriert. Davon fanden 5.255.253 in den alten Bundesländern und 1.330.912 Straftaten in den neuen Bundesländern statt. Der Löwenanteil der Verbrechen findet nach wie vor in Großstädten statt.

Nach der Darstellung von Zahlen und Trends zur Kriminalität in Deutschland sollen ausgehend von Theorien zur Kriminalität und Erklärungen zur Viktimisierungsangst zwei Fragestellungen den Kern der vorliegenden Hausarbeit bilden: „Warum ist die Kriminalitätsrate in der Stadt höher als auf dem Land?“ und „Welche Faktoren sorgen dafür, dass die Stadt verstärkt Nährboden für Kriminalität bildet?“. Ein weiteres wichtiges Kapitel dieser Arbeit bilden die Überlegungen zur Kriminalitätsprävention in Städten. Anhand der im Hauptteil erarbeiteten Faktoren, die für eine Kriminalitätsverdichtung in den Städten sprechen, sollen Möglichkeiten zur Kriminalitätsprävention vorgeschlagen und erörtert werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zum Begriff Kriminalität

3. Kriminalitätstheorien

3.1. Die Theorie strukturell-funktionaler Bedingtheit der Kriminalität

3.2. Die Anomietheorie

3.3. Die Kulturkonfliktstheorie

3.4. Der ökologische Ansatz (die Chicagoer Schule)

4. Zahlen und Trends zur Kriminalität in Deutschland

5. Viktimisierungsangst

6. Die Stadt als Nährboden für Kriminalität

7. Kriminalitätsprävention

7.1. Typen der Kriminalitätsprävention

7.2. Möglichkeiten der Kriminalitätsprävention

7.2.1. Kriminalitätsabwehrende Stadtplanung und Baugestaltung

7.2.1.1. Theorie nach Oscar Newman

7.2.1.2. Die ,,broken - window" – Theorie

7.2.1.3. Weitere stadtplanerische Maßnahmen zur Kriminalitätsprävention

7.2.2. Die Polizei als Gefahrenabwehr

7.2.2.1. Das New Yorker Modell

7.2.3. Sozialisierende Maßnahmen

7.2.4. Maßnahmen der lokalen Informationsmedien

8. Zusammenfassung

9. Quellenverzeichnis

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Ursachen für die höhere Kriminalitätsrate in Städten im Vergleich zum ländlichen Raum und analysiert stadtsoziologische Faktoren sowie Konzepte zur Kriminalitätsprävention, um Lösungsansätze zur Gewaltminderung im öffentlichen Raum aufzuzeigen.

  • Kriminalitätstheorien und ihre soziologische Einordnung
  • Analyse der Stadt als Nährboden für kriminelles Verhalten
  • Phänomen der Viktimisierungsangst und ihre Komponenten
  • Präventionsstrategien: Stadtplanung, Polizeiarbeit und soziale Maßnahmen

Auszug aus dem Buch

7.2.1.2. Die ,,broken - window" - Theorie

Diese Theorie geht auf die amerikanischen Sozialwissenschaftler Wilson und Kelly zurück. Kurz zusammengefasst, lässt sie sich wie folgt darstellen:

"Wenn eine Scheibe nicht schnell repariert wird, sind in dem betroffenen Haus bald alle Scheiben zerbrochen. Wenn in einer Straße oder in einem Stadtteil nichts unternommen wird gegen Verfall und Unordnung, Vandalismus, Graffiti, aggressives Betteln, herumliegenden Müll, öffentliches Urinieren, dröhnende Musik, Prostitution, Penner, die ihren Rausch ausschlafen, Junkies, die sich Spritzen setzen, und dergleichen, wird das zum Zeichen dafür, dass sich niemand um diese Straße oder diesen Stadtteil kümmert, dass er außer Kontrolle geraten ist.“

Nach dieser Theorie häufen sich Verbrechen dort, wo größere Anreize zur Tatausübung bestehen, etwa durch heruntergekommene Häuser, verwahrloste Autos, überfüllte Mülltonnen etc., allerdings nur dann, wenn auch das soziale Umfeld entsprechend „verwahrlost“ ist. Entsprechende Versuche wurden in Großstädten der USA gemacht: Kaputte Autos, die man mit offener Motorhaube in Vierteln sozialer Brennpunkte gestellt hatte, waren innerhalb weniger Stunden sämtlicher Teile beraubt, die noch irgendwie verwendet oder verkauft werden konnten. Stellte man jedoch ein kaputtes Auto in eine gehobenere Wohngegend, geschah wochenlang gar nichts.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Stellt das Problem der Kriminalitätskonzentration in Großstädten dar und definiert die Forschungsfragen zu Ursachen und Präventionsmöglichkeiten.

2. Zum Begriff Kriminalität: Differenziert zwischen strafrechtlichen, natürlichen und soziologischen Verbrechensbegriffen.

3. Kriminalitätstheorien: Erläutert soziologische Erklärungsansätze wie die strukturell-funktionale Bedingtheit, Anomietheorie, Kulturkonfliktstheorie und den ökologischen Ansatz.

4. Zahlen und Trends zur Kriminalität in Deutschland: Bietet einen Überblick über Statistiken, Dunkelziffern und aktuelle Entwicklungstendenzen.

5. Viktimisierungsangst: Analysiert das subjektive Unsicherheitsgefühl und dessen affektive, kognitive und konative Komponenten.

6. Die Stadt als Nährboden für Kriminalität: Untersucht städtebauliche und soziale Faktoren, die das Stadt-Land-Gefälle bezüglich der Kriminalitätshäufigkeit erklären.

7. Kriminalitätsprävention: Beschreibt verschiedene Präventionstypen sowie konkrete Ansätze aus den Bereichen Stadtplanung, Polizei und soziale Intervention.

8. Zusammenfassung: Fasst die Erkenntnisse zusammen, dass sowohl städtebauliche Veränderungen als auch soziale und polizeiliche Maßnahmen für eine effektive Kriminalitätsprävention erforderlich sind.

9. Quellenverzeichnis: Listet die für die Untersuchung herangezogene wissenschaftliche Literatur auf.

Schlüsselwörter

Kriminalität, Kriminalitätsprävention, Stadtsoziologie, Viktimisierungsangst, broken-window-Theorie, städtische Lebensweise, soziale Desorganisation, Anonymität, polizeiliche Prävention, Stadtplanung, Delinquenz, Sicherheitsgefühl, öffentliche Räume, soziale Kontrolle, Kriminalgeographie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der soziologischen Analyse von Kriminalität in städtischen Räumen und untersucht, warum Großstädte häufiger von Kriminalität betroffen sind als ländliche Gebiete.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf Kriminalitätstheorien, der Wahrnehmung von Sicherheit (Viktimisierungsangst) und verschiedenen Strategien zur Prävention von Verbrechen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Faktoren zu identifizieren, die Städte zu einem Nährboden für Kriminalität machen, und daraus wirksame Strategien für eine verbesserte Kriminalitätsprävention abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse und die Auswertung von Kriminalitätsstatistiken sowie stadtsoziologischer Konzepte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die Untersuchung des "Stadt-Land-Gefälles" und eine detaillierte Auseinandersetzung mit Präventionsmaßnahmen wie der Stadtplanung und Polizeiarbeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Kriminalitätsprävention, Stadtsoziologie, Viktimisierungsangst und der ökologische Ansatz der Chicagoer Schule.

Was besagt das "New Yorker Modell" im Kontext der Kriminalitätsbekämpfung?

Es handelt sich um eine rigide Frühinterventions-Strategie basierend auf dem "Zero Tolerance"-Prinzip, die darauf abzielt, durch konsequentes Einschreiten gegen Kleinkriminalität und Unordnung das Sicherheitsgefühl zu steigern.

Wie trägt die Stadtplanung zur Kriminalitätsprävention bei?

Durch Konzepte wie "defensible space" (verteidigungsfähiger Raum) sollen städtische Umgebungen so gestaltet werden, dass sie durch Übersichtlichkeit und soziale Kontrolle Kriminelle abschrecken und das Sicherheitsgefühl der Bewohner fördern.

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Details

Title
Kriminalität und Kriminalitätsprävention in Städten
College
University of Leipzig  (Institut für Soziologie)
Course
Neuere Entwicklungen in der Stadtsoziologie
Grade
2,7
Author
Stefanie Theil (Author)
Publication Year
2003
Pages
20
Catalog Number
V25982
ISBN (eBook)
9783638284561
Language
German
Tags
Kriminalität Kriminalitätsprävention Städten Neuere Entwicklungen Stadtsoziologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefanie Theil (Author), 2003, Kriminalität und Kriminalitätsprävention in Städten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/25982
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