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Ein deutsch-französischer Vergleich - Ursachen für das unterschiedliche Verhalten von Deutschen und Franzosen in Wirtschaftskooperationen

Title: Ein deutsch-französischer Vergleich - Ursachen für das unterschiedliche Verhalten von Deutschen und Franzosen in Wirtschaftskooperationen

Term Paper , 2002 , 43 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Marco Rudloff (Author), Tanja Dübbel (Author)

Leadership and Human Resources - Miscellaneous
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Im Rahmen dieser Arbeit werden wir uns mit der Problematik deutschfranzösischer Kooperationen befassen. Zur Verdeutlichung der sich ergebenden Probleme erfolgt in diesem einleitenden Teil die Schilderung eines Beispiels aus dem politischen Alltag. Es handelt sich um das Verhalten des deutschen Umweltministers Jürgen Trittin in Zusammenhang mit dem Ausstieg Deutschlands aus der Atomenergie. 1 Er offenbarte den Franzosen bei einem Besuch in der französischen Hauptstadt, dass mit dem Ausstieg der Deutschen aus der Atomenergie auch die Wiederaufarbeitung deutschen Atommülls, welche vertraglich festgesetzt ist, in Frankreich damit beendet sei. Diese Verkündung des deutschen Umweltministers verursachte bei den Franzosen harsche Kritik. Ihrerseits wurde nicht bemängelt, dass Trittin die legitimen Interessen der deutschen Regierung vertrat. Jedoch hinterließ die „typisch deutsche“ Art der Verkündung bei französischen Politikern und Wirtschaftsunternehmern einen schlechten Nachgeschmack. Durch die ihrer Meinung nach „arrogante, belehrende“ Haltung des deutschen Umweltministers und der Behandlung „von oben herab“ verschloß sich jegliche Möglichkeit für die Franzosen, ihr Gesicht zu wahren. Anhand dieses Beispiels wird bereits sehr deutlich, dass trotz jahrzehntelanger freundschaftlicher Kooperationen auf den unterschiedlichsten Ebenen zwischen Deutschen und Franzosen letztlich immer noch eine gegenseitige Befremdung vorherrscht. So erscheint es einem deutschen Manager immer noch als geradezu exotisch, wenn er ins Nachbarland Frankreich reist, um dort Geschäfte abzuschließen. Fakt ist, dass die Unterschiede in den Kulturen der beiden Ländern im Rahmen deutsch-französischer Kooperationen in drei von vier dieser Unternehmen zu Spannungen führt und somit zu erheblichen Reibungsverlusten führt. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 INTERKULTURELLE PROBLEMATIK

2.1 DEUTSCH-FRANZÖSISCHE KOOPERATIONEN

2.1.1 Definition des Begriffs der Kooperation

2.1.2 Wirtschaftliche Bedeutung von deutsch-französischen Kooperationen

2.2 KULTUR ALS EINFLUSSFAKTOR

2.2.1 Definition des Begriffs der Kultur

2.2.2 Ansätze zur Messung kultureller Unterschiede

2.2.2.1 Hofstedes Kulturmodell

2.2.2.2 Das Modell von Hall

2.2.2.3 Kulturstandards nach Thomas

3 HISTORISCHE URSACHEN DER UNTERSCHIEDE IN DEN NATIONALKULTUREN DEUTSCHLANDS UND FRANKREICHS

3.1 DIE AUSWIRKUNGEN DER GESCHICHTE AUF DIE KULTUR

3.1.1 Die Geschichte Deutschlands und ihre Auswirkungen auf die nationale Kultur

3.1.2 Die Geschichte Frankreichs und ihre Auswirkungen auf die nationale Kultur

3.2 DIE AUSWIRKUNGEN DER FAMILIÄREN STRUKTUREN AUF DIE KULTUR

3.2.1 Die Familienstruktur in Deutschland

3.2.2 Die Familienstruktur in Frankreich

3.3 DIE AUSWIRKUNGEN DER RELIGION AUF DIE KULTUR

3.3.1 Die deutsche Ernsthaftigkeit

3.3.2 Ernsthaftigkeit und Unabhängigkeit

3.3.3 Herausbildung des intellektuellen Pluralismus

3.3.4 Der Gegensatz zwischen Gesellschaft und Gemeinschaft

3.4 BILDUNGSSYSTEME ALS EINFLUSSFAKTOR AUF DIE KOOPERATION ZWISCHEN DEUTSCHEN UND FRANZÖSISCHEN UNTERNEHMEN

3.4.1 Vergleich der Bildungskonzeption in Frankreich und Deutschland

3.4.2 Vergleich der Bildungssysteme in Deutschland und Frankreich

4 SCHLUSSBETRACHTUNGEN

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung der tiefliegenden Ursachen für interkulturelle Unterschiede im Verhalten deutscher und französischer Akteure in Wirtschaftskooperationen. Die Arbeit analysiert, warum trotz geografischer Nähe und freundschaftlicher Beziehungen häufig Reibungsverluste und Missverständnisse auftreten.

  • Historische Entwicklung als Prägefaktor für nationale Identität
  • Einfluss unterschiedlicher Familienstrukturen auf das Rollenverständnis
  • Religiöse Prägungen und ihre Auswirkungen auf das Arbeits- und Führungsverständnis
  • Vergleich der Bildungssysteme und deren Einfluss auf Denk- und Kommunikationsmuster
  • Strategien zur Förderung interkultureller Kompetenz im Management

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Die Geschichte Frankreichs und ihre Auswirkungen auf die nationale Kultur

In Anlehnung an Pateau ist grundsätzlich davon auszugehen, dass sich die französische Kultur auf der Grundlage verschiedener Faktoren entwickelt hat. Er macht beispielsweise in der römischen Verwaltung, im Christentum, in der höfischen Gesellschaft, aber auch in dem republikanischen System wichtige Entwicklungen für eine Einigung aus. Weiterhin sieht er in der Festigung des napoleonischen Erziehungsmodells, insbesondere in der Etablierung der Grandes Ecoles als festen Bestandteil des Bildungssystems einen wichtigen Schritt zum Ausbau der zentralistischen Interessenvertretung des Staates.

Grundlegend beschreibt der Autor die Entstehung der französischen Kultur als einen Prozess, welcher „[...] aus einer langanhaltenden Tendenz zu Zentralisierung, Vereinigung und Assimilierung“ sich darstellt und durchaus mit adäquaten Mitteln verfolgt bzw. begleitet wurde. Hierbei seien die Anwendung von Gewalt sowie auch die Ausweisung von Bevölkerungsgruppen als Beispiele angeführt. Eine Entwicklung in Richtung eines starken Kontextes ist zu erkennen, welcher sich auf große Teile der französischen Republik erstreckt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Einführung in die Problematik deutsch-französischer Kooperationen anhand eines konkreten Praxisbeispiels aus der Umweltpolitik.

2 INTERKULTURELLE PROBLEMATIK: Definition von Kooperation und Diskussion theoretischer Ansätze zur Erfassung kultureller Unterschiede (Hofstede, Hall, Thomas).

3 HISTORISCHE URSACHEN DER UNTERSCHIEDE IN DEN NATIONALKULTUREN DEUTSCHLANDS UND FRANKREICHS: Detaillierte Analyse historischer, familiärer, religiöser und bildungssystemischer Einflüsse auf die jeweilige Kultur.

4 SCHLUSSBETRACHTUNGEN: Fazit der Untersuchung mit der Erkenntnis, dass die Überwindung ethnozentrischer Sichtweisen für erfolgreiches interkulturelles Handeln essenziell ist.

Schlüsselwörter

Interkulturelle Kompetenz, deutsch-französische Kooperation, Nationalkultur, Unternehmensführung, Geschichte, Familienstruktur, Protestantismus, Bildungssystem, Grandes Ecoles, Zentralismus, Gemeinschaft, Individualismus, Kommunikation, Management, Kulturstandards.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Ursachen für das unterschiedliche Verhalten von Deutschen und Franzosen in Wirtschaftskooperationen und analysiert, warum es trotz der engen Beziehungen zwischen den Ländern häufig zu Spannungen kommt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind historische Hintergründe, familiäre Strukturen, religiöse Einflüsse und die spezifischen Bildungssysteme beider Nationen sowie deren jeweilige Wirkung auf das berufliche Handeln.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für die kulturellen Prägungen in Deutschland und Frankreich zu schaffen, um so interkulturelle Missverständnisse im Management zu reduzieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert primär auf einer Literaturanalyse und dem Vergleich vorhandener kulturwissenschaftlicher Ansätze, wobei insbesondere die Arbeiten von Pateau sowie klassische Modelle wie die von Hofstede und Hall herangezogen werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung zur interkulturellen Problematik und eine detaillierte Analyse der historischen, familiären und religiösen Ursachen der kulturellen Differenzen sowie einen Vergleich der jeweiligen Bildungssysteme.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind interkulturelle Kompetenz, Gemeinschaft versus Gesellschaft, Zentralismus, der französische Universalitätsanspruch und die deutsche Ernsthaftigkeit.

Wie unterscheidet sich die Bildungselite in beiden Ländern?

In Frankreich ist das System durch den Besuch exklusiver Eliteschulen (Grandes Ecoles) geprägt, während das deutsche System stärker auf individuelle Eigenverantwortung und eine breite, fachbezogene Ausbildung setzt.

Was ist mit dem „Pyramidendenken“ bei französischen Managern gemeint?

Dieser Begriff beschreibt die Tendenz französischer Führungskräfte, sich bei Entscheidungen ständig bei ihren Vorgesetzten rückzuversichern, was zu einer hohen hierarchischen Abhängigkeit führt.

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Details

Title
Ein deutsch-französischer Vergleich - Ursachen für das unterschiedliche Verhalten von Deutschen und Franzosen in Wirtschaftskooperationen
College
Carl von Ossietzky University of Oldenburg  (Fachbereich 4 Wirtschaftswissenschaften)
Course
Personal 4
Grade
1,3
Authors
Marco Rudloff (Author), Tanja Dübbel (Author)
Publication Year
2002
Pages
43
Catalog Number
V26105
ISBN (eBook)
9783638285360
ISBN (Book)
9783656168591
Language
German
Tags
Vergleich Ursachen Verhalten Deutschen Franzosen Wirtschaftskooperationen Personal
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marco Rudloff (Author), Tanja Dübbel (Author), 2002, Ein deutsch-französischer Vergleich - Ursachen für das unterschiedliche Verhalten von Deutschen und Franzosen in Wirtschaftskooperationen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/26105
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