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Utopie oder Vision - José Martís Suche nach der Südamerikanischen Identität

Titel: Utopie oder Vision - José Martís Suche nach der Südamerikanischen Identität

Seminararbeit , 2004 , 19 Seiten , Note: 2

Autor:in: Martin Bodden (Autor:in)

Romanistik - Hispanistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

José Martí war studierter Jurist und Philologe. Er war Journalist, Theater- und Kunstkritiker und Übersetzer. Martí schrieb Theaterstücke, war Lyriker und Romancier. In Guatemala arbeitete er als Professor für Literatur - und Philosophiegeschichte. Seine Lebensaufgabe war aber die Organisation und Durchführung der kubanischen Revolution von 1895, was ihm zuletzt den Rang eines Mayor-Generals in der kubanischen Revolutionsarmee einbrachte - den einzigen Posten, dem Martí in seiner Karriere nicht gerecht werden konnte. Am 19. März 1895 starb er in einem der ersten Gefechte der Revolutionsarmee.

Die Wichtigkeit Martís für das heutige Kuba, lässt sich alleine daran ablesen, dass sein Name sowohl von Castro-Anhängern, wie auch vom Kreis der Sympathisanten der kubanischen Gegenbewegung in Miami zu politischen Zwecken missbraucht wird.

Martí ist eine völlig einzigartige Figur im literarischen Leben Südamerikas. Zwar forderte schon Bolívar, dass Südamerika vereint werden müsse, jedoch hatte er die geografischen Gegebenheiten im Blick und sah nicht, wie wichtig es wäre, zunächst die soziale Einigung Südamerikas herbeizuführen. Was Martí in seinem Essay Nuestra América anstrebt, ist die Versöhnung mit der Urbevölkerung und den Nachfahren der Sklaven in Südamerika. Erstaunlich ist, dass es ihm gelang die Veteranen der vorangegangenen Unabhängigkeitskriege und die Vertreter der Revolution von 1895 unter dem Banner der Revolutionären Partei Kubas zusammenzuführen und einen gemeinsamen Unabhängigkeitskrieg mit höchsten ethischen, sowie ideologischen Ansprüchen zu führen.

Diese Arbeit besteht zum Einen aus dem biographischen Teil, der sich mit dem Leben Martís bis unmittelbar vor der Revolution von 1895 beschäftigt, andererseits soll versucht werden; die ethischen und politischen Ansprüche José Martís zu untersuchen, um festzustellen, wie und ob seine Visionen von Nuestra América sich erfüllt haben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I. Das Leben José Martís

I.1. Die prägende Jugendzeit

I.2. Enttäuschung in Spanien

I.3. Neue Hoffnung in Mexico

I.4. Erste Rückkehr nach Kuba

I.5. Kurzes Glück in Guatemala

I.6. Martís neue Begeisterung für die Revolution

II. Der Visonär José Martí

II.1. Martís politische Zielsetzungen

II.2. Ethischer Anspruch Martís

II.3. Die Ideen Martís und ihre Ursprünge

III. Konklusion

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht den biographischen Werdegang von José Martí bis unmittelbar vor der kubanischen Revolution von 1895 und analysiert seine ethischen sowie politischen Visionen im Kontext von "Nuestra América", um deren Umsetzung und Bedeutung für das moderne Kuba zu bewerten.

  • Biographische Stationen von José Martí und deren prägender Einfluss auf seine Philosophie.
  • Analyse der politischen Zielsetzungen und des "Nuestra América"-Konzepts.
  • Untersuchung des ethischen Anspruchs Martís, insbesondere im Hinblick auf Rassengleichheit und soziale Einigung.
  • Philosophische Ursprünge und Einflüsse auf Martís Denken, darunter Einflüsse von Positivismus und Platonismus.
  • Kritische Reflexion über Martís Visionen im Hinblick auf die politische Realität im heutigen Kuba.

Auszug aus dem Buch

I.1. Die prägende Jugendzeit

Am 28. Januar 1853 wurde José Julián Martí y Pérez in La Habana geboren. Seine Eltern waren Mariano Martí, ein aus Spanien stammender sargento primero der spanischen Artillerie und Leonor Pérez Cabrera, die von den Kanarischen Inseln nach Kuba eingewandert war. José Martí war das erste Kind dieser Ehe, nach ihm folgten noch fünf Töchter.

Da sich Mariano Martí nicht der besten Gesundheit erfreute, bat er 1855 um die Entlassung aus dem Militärdienst. Darauf folgte eine schwere Zeit für die Familie, die von Arbeitslosigkeit und schlecht bezahlten Beschäftigungsverhältnissen geprägt war. 1857 entschloß sich die Familie dazu, nach Spanien zurückzukehren, jedoch verließ sie nach erneuten Mißerfolgen 1859 die iberische Halbinsel wieder in Richtung Kuba, wo sie in La Habana wohnte.

Im Gegensatz zum guten Verhältnis zur Mutter war die Beziehung Martís zum Vater schwierig. Dessen Dienste in der spanischen Kolonialverwaltung waren dem nationalistischen Drängen des jungen José Martí ein Hindernis. Ein großer Teil der frühen ideologischen Ausprägung Martís ist seinem Widerstand gegen die spanienloyale Positionen seines Vaters zu verdanken. Während eines Arbeitsaufenthaltes des Vaters in Habanaba, einem Zuckeranbaugebiet, lernte José Martí die schockierenden Lebensumstände der schwarzen Sklaven auf den ingenios kennen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Person José Martí als Jurist, Schriftsteller und Revolutionär sowie Darlegung der Forschungsabsicht, die ethischen und politischen Ansprüche seiner Visionen zu untersuchen.

I. Das Leben José Martís: Detaillierte Darstellung des biographischen Werdegangs Martís, seiner frühen Prägungen durch das Elternhaus, Exilaufenthalte und politisches Engagement in Ländern wie Spanien, Mexiko und Guatemala.

II. Der Visonär José Martí: Untersuchung der politischen Zielsetzungen, des ethischen Humanismus Martís und der philosophischen Ursprünge seiner Ideen im Kontext seiner Schriften.

III. Konklusion: Abschließende kritische Reflexion über den Erfolg von Martís Projekt, den Kontrast zwischen seinen Idealen von Freiheit und Einheit und der heutigen politischen Realität in Kuba.

Schlüsselwörter

José Martí, Kuba, Nuestra América, Unabhängigkeitskrieg, Lateinamerikanische Identität, Ethik, Revolutionäre Partei Kubas, Kolonialismus, Liberalismus, Humanismus, politisches Denken, Einigung, Gesellschaftsentwurf, Sozialismus-Kritik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Leben und den politischen sowie ethischen Visionen des kubanischen Denkers José Martí im 19. Jahrhundert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen Martís Werdegang, sein Kampf für die kubanische Unabhängigkeit und seine philosophische Auseinandersetzung mit Identitätsfragen in Lateinamerika.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, ob und wie die ethischen und politischen Visionen Martís aus seinem Werk "Nuestra América" sich in der Realität erfüllt haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es erfolgt eine interdisziplinäre Analyse basierend auf biographischem Material und zeitgenössischen Textquellen von und über José Martí.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert einerseits die Lebensstationen Martís vor 1895 und andererseits seine politischen Zielsetzungen, ethischen Prinzipien sowie philosophischen Einflüsse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Identität, Unabhängigkeit, Humanismus, Ethik und das Konzept "Nuestra América" definiert.

Wie bewertet der Autor die Beziehung Martís zu seinem Vater?

Die Beziehung wird als schwierig beschrieben, wobei der Widerstand Martís gegen die spanienloyale Haltung seines Vaters als ein wesentlicher Faktor für seine frühe ideologische Ausprägung hervorgehoben wird.

Warum lehnt der Autor die Einordnung Martís als Sozialist ab?

Der Autor argumentiert, dass Martí den Klassenkampf ablehnte und ein System bevorzugte, das auf Freiheit und kleinen Eigentümern basierte, was den zentralen marxistischen Thesen widerspricht.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Utopie oder Vision - José Martís Suche nach der Südamerikanischen Identität
Hochschule
Universität Hamburg  (Institut für Romanistik /LAST)
Veranstaltung
Von Sarmiento bis Rodó, Südamerikanische Literatur des 19. Jahrhunderts; Prof. Dr. Hans-Otto Dill (Berlin)
Note
2
Autor
Martin Bodden (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
19
Katalognummer
V26121
ISBN (eBook)
9783638285483
ISBN (Buch)
9783656530558
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Utopie Vision José Martís Suche Südamerikanischen Identität Sarmiento Rodó Südamerikanische Literatur Jahrhunderts Prof Hans-Otto Dill
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Martin Bodden (Autor:in), 2004, Utopie oder Vision - José Martís Suche nach der Südamerikanischen Identität, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/26121
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  19  Seiten
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