Wir haben die Bibelstelle von der Geburt Jesus, die sogenannten Weihnachtsgeschichte im Lukasevangelium 2, 1 – 21 bearbeitet. Wir haben dafür die Bibel, Luther-Übersetzung, von der Deutschen Bibelgesellschaft benutzt. Alle von uns genutzten Internetseiten und weitere Sekundärliteratur haben im Anhang aufgeführt. Zitate und Anmerkung haben wir durch Fußnoten kenntlich gemacht. Die Exegese, haben wir nach dem im Seminar erarbeiteten historisch-kritischen exegetischen Methoden erarbeitet.
Der von uns bearbeitete Textabschnitt aus dem neuen Testament ist ein antiker Text, der mehrere geschichtliche Details enthält. Sein Entstehungszeitraum ist weit zurückliegend, was dazu führt, dass er mit den heutigen Lebensbedingungen nicht mehr übereinstimmt. Wir mussten daher auf Sekundärliteratur zurückgreifen, um diesen Text historisch überprüfen und bearbeiten zu können.
Die kritische Exegese bezieht sich dagegen auf die Unterscheidung des Textverständnisses zur Entstehungszeit und zur heutigen Zeit. Weiter muss noch der Unterschied des Textes von Lukas zu den Büchern der anderen Evangelisten herausgearbeitet werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Aufbau der historisch – kritischen Analyse
3. Bibelstelle
4. Literarische Analyse des Textes
5. Form- und Gattungskritik
6. Traditionskritik
7. Begrifserklärungen
7.1 Davidische Geschichte / Orte (Bethlehem)
7.2 Krippe
7.3 Verkündung der Geburt - Heilsbotschaft
7.4 Hirten
7.5 Engel
8. Der synoptische Vergleich
9. Der historische Ort
10. Auslegung
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die Weihnachtsgeschichte im Lukasevangelium (Lukas 2, 1–21) einer historisch-kritischen Exegese zu unterziehen, um die theologische Absicht des Evangelisten im Kontext seiner Zeit zu verstehen.
- Historisch-kritische Analyse des Textabschnitts
- Untersuchung der davidischen Herkunft Jesu
- Vergleich der Geburtsgeschichte mit dem Matthäusevangelium
- Kritische Einordnung des historischen Rahmens
- Bedeutung von zentralen Motiven wie Hirten, Engeln und der Krippe
Auszug aus dem Buch
Der historische Ort
Die Juden standen genauso wie ihre Nachbarvölker unter der Oberherrschaft der Großmächte, die nacheinander den vorderen Orient regierten, jede dieser Großmächte beeinflusste diese Zeit.
Das Judentum zur Zeit Jesu kann nur unter diesem Hintergrund gesehen werden. Sowohl im Lukasevangelium als auch bei Matthäus wird die Geburtszeit von Jesu in der Regierungszeit von Herodes (37 vor Christus) festgesetzt. Das genaue Geburtsjahr lässt sich nicht ermitteln.
Zu Herodes ist zu sagen, dass unter dem Namen Herodes eine ganze Dynastie von Menschen zu finden ist, die in der Zeit vor und nach Jesu Geburt gelebt und geherrscht hat.
Herodes der Große stammt aus Idumäa, ist also Nicht-Jude und deshalb im Judentum immer als ein Fremdherrscher angesehen worden. Bis 37 vor Christus herrschte er über ein dem Davidreich vergleichbares Großreich. Zu seinen Leistungen gehörten zahlreiche Bauten, zu den eher finsteren Seiten seiner Herrschaft, dass er seine Ziele mit brutaler Gewalt durchzusetzen wusste, z. B. die Geschichte vom Kindermord (Matthäus 2). So ließ er auch im Interesse seiner Macht mehrere seiner eigenen Söhne umbringen. Weiter ist zu sagen, dass Herodes kaum außenpolitische Macht besaß, da er weitgehend von den Römern abhängig war. Herodes der Große starb 4 vor Christus.
Ein Sohn von ihm war Herodes Archelaus. Dieser war von 4 vor Christus bis 6 nach Christus Volksherrscher über Judäa, Samaria und Idumäa, wurde aber wegen seiner Grausamkeit verbannt.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Beschreibung der gewählten Bibelstelle und der verwendeten historisch-kritischen exegetischen Methode.
Aufbau der historisch – kritischen Analyse: Erläuterung der Notwendigkeit von Sekundärliteratur zur historischen Einordnung des antiken Textes.
Bibelstelle: Wiedergabe des Textes aus Lukas 2, 1-21.
Literarische Analyse des Textes: Gliederung des Kapitels in Handlungsstränge und inhaltliche Schwerpunkte.
Form- und Gattungskritik: Untersuchung der sprachlichen Struktur und Erzählweise der Weihnachtsgeschichte.
Traditionskritik: Hintergrundinformationen zum Lukasevangelium und dessen Entstehungsgeschichte.
Begrifserklärungen: Detaillierte Klärung der zentralen Begriffe und Symbole wie Krippe, Hirten und Engeln.
Der synoptische Vergleich: Gegenüberstellung der Geburtsberichte von Lukas und Matthäus.
Der historische Ort: Analyse der politischen Rahmenbedingungen zur Zeit Jesu, insbesondere unter Herodes.
Auslegung: Zusammenfassendes Fazit über die theologische Intention des Evangelisten und die moderne Bedeutung des Textes.
Schlüsselwörter
Lukas 2, Jesu Geburt, historisch-kritische Exegese, Bethlehem, Davidsnachkomme, Hirten, Engel, Volkszählung, Kaiser Augustus, Matthäusevangelium, Heilsbotschaft, Krippe, Messias, Herodes, neutestamentliche Wissenschaft.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit behandelt die exegetische Analyse der Geburtsgeschichte Jesu im Lukasevangelium, Kapitel 2, 1-21.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Im Zentrum stehen die historische Einordnung, die literarische Analyse sowie die Bedeutung theologischer Motive und Begriffe innerhalb des Textes.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, herauszuarbeiten, wie der Evangelist Lukas durch gezielte Darstellung die Abstammung Jesu vom Geschlecht Davids begründet und welche theologischen Aussagen damit verbunden sind.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Verfasserinnen verwenden die historisch-kritische exegetische Methode unter Einbeziehung relevanter Sekundärliteratur.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine literarische Analyse, die Klärung von Fachbegriffen, einen synoptischen Vergleich mit dem Matthäusevangelium sowie eine Untersuchung des historischen Kontextes zur Zeit des Herodes.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Exegese, Lukasevangelium, Heilsbotschaft, Messiaserwartung und den historisch-politischen Rahmen der Antike definieren.
Warum spielt der Ort Bethlehem eine so wichtige Rolle?
Bethlehem wird als Stadt Davids identifiziert, um Jesus in die messianische Ahnenreihe einzubetten und so die Erfüllung alttestamentlicher Verheißungen zu verdeutlichen.
Welche Rolle spielen die Hirten in der Erzählung?
Die Hirten fungieren als erste Empfänger der frohen Botschaft, womit Lukas unterstreicht, dass das Heil Gottes besonders den Armen und sozial Schwachen gilt.
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- Claudia Prost (Author), Ramona Koppe (Author), 2004, Exegese der Bibelstelle Lukas 2, 1-21, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/26159