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Effekte verdeckter Orientierung in einer visuell-räumlichen Detektionsaufgabe

Titel: Effekte verdeckter Orientierung in einer visuell-räumlichen Detektionsaufgabe

Seminararbeit , 2003 , 14 Seiten , Note: keine Benotung

Autor:in: Antje Dedekind (Autor:in)

Psychologie - Allgemeines
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Hier wird das Kosten-Nutzen-Paradigma (Cost-Benefit-Paradigm, Posner, 1978, 1980; zit. n. Styles, 1997) benutzt, um die Wirkkraft von verdeckter Orientierung, d.h. Verschiebung des Aufmerksamkeitsfokus unabhängig vom Sehfokus zu untersuchen. Getestet wurden 20 Personen im Alter von 18 bis 37 Jahren, davon waren 15 weiblich und fünf männlich. Die Reaktionszeiten variierten in Abhängigkeit von der Validität (valide, invalide und neutral) der dargebotenen Hinweisreize. Trat vor dem Target ein valider Cue auf, war eine durchschnittlich kürzere Reaktionszeit (benefit) bei den Probanden zu beobachten, im Gegensatz zu neutralen Cues, die als Baseline dienten oder invaliden, bei denen die Reaktionszeiten langsamer waren (costs). Diese Beobachtungen indizieren, dass das Lösen von der Lokation eines invaliden Cues und dann das Suchen, Lokalisieren und Reagieren auf ein Target mehr Zeit und Aufmerksamkeit erfordert als nur auf ein Target zu reagieren, das valide angezeigt wurde.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und theoretischer Hintergrund

2. Methode

2.1 Stichprobe

2.2 Versuchsaufbau & Aufgabe

2.3 Versuchsplan

2.4 Durchführung

3. Ergebnisse

4. Diskussion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Wirksamkeit der verdeckten Orientierung von Aufmerksamkeit, indem das Kosten-Nutzen-Paradigma auf eine visuell-räumliche Detektionsaufgabe angewandt wird, um den Einfluss von validen und invaliden Hinweisreizen auf die Reaktionsgeschwindigkeit zu prüfen.

  • Verdeckte Orientierung des Aufmerksamkeitsfokus
  • Kosten-Nutzen-Paradigma nach Posner
  • Einfluss von Hinweisreiz-Validität auf Reaktionszeiten
  • Verarbeitungskapazitäts-Modelle der Aufmerksamkeit
  • Empirische Überprüfung räumlich-visueller Aufmerksamkeit

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung und theoretischer Hintergrund

Aufmerksamkeit kann auf Grund ihrer Vielschichtigkeit keine bestimmte, generalisierte Definition gegeben werden. Vielmehr sucht man einen empirischen Zugang zu Fragen zur Aufmerksamkeit, d.h. spezifische, beobachtbare Phänomene, die in mancher Hinsicht auch zum Alltagsleben in Beziehung stehen. Anhand eines solchen alltäglichen Phänomens soll im Folgenden die verdeckte Orientierung als Teilkomponente der räumlich-visuelle Aufmerksamkeit veranschaulicht werden:

Um den Leser an die Thematik der verdeckten Orientierung heranzuführen, wird im Folgenden ein kleines Alltagsbeispiel gegeben, wie es wohl jeder schon einmal erlebt hat. Angenommen mindestens drei Personen sitzen in einem Restaurant, davon zwei am gleichen Tisch (Person A und Person B). Person A fordert nun Person B auf, in Richtung Person C zu schauen (z.B. auf Grund auffälligen Verhaltens, o.ä.), gibt aber auch den Hinweis nicht direkt hinzusehen. Person B richtet nun ihre volle Aufmerksamkeit auf Person C, bzw. in deren Richtung, ohne dass ihre visuelle Fixation direkt auf Person C ruht.

Bei diesem Beispiel tritt eine verdeckte Orientierung auf, da Verschiebungen der Aufmerksamkeit in Richtung der visuellen Verarbeitung passieren, ohne dabei die Blickrichtung zu ändern (Klein, 1990; zit. n. Randolph & Burack, 2000). Als Erklärungsansatz hierfür entwarf Posner (1978, 1980; zit. n. Styles, 1997) das Bild eines Lichtkegels als Metapher zu der sich verschiebenden Aufmerksamkeit um die Effizienz der Entdeckung und/oder Identifizierung von Ereignissen innerhalb dieses Bereiches zu steigern.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und theoretischer Hintergrund: Einführung in die Problematik der Aufmerksamkeitsforschung und Erläuterung der verdeckten Orientierung mittels theoretischer Modelle wie dem Lichtkegel-Paradigma.

2. Methode: Beschreibung des experimentellen Designs, der Stichprobenauswahl, der technischen Ausstattung sowie der Durchführung der Detektionsaufgabe.

3. Ergebnisse: Statistische Auswertung der gemessenen Reaktionszeiten in Abhängigkeit von der Validität der dargebotenen Hinweisreize.

4. Diskussion: Interpretation der Befunde im Kontext der aufgestellten Hypothesen sowie Reflexion über Limitationen und Ansätze für weiterführende Studien.

Schlüsselwörter

Aufmerksamkeit, verdeckte Orientierung, Kosten-Nutzen-Paradigma, Reaktionszeit, Hinweisreiz, Validität, visuelle Detektion, Lichtkegel-Metapher, Verarbeitungskapazität, experimentelle Psychologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Aufmerksamkeit räumlich verschoben werden kann, ohne dabei die Augenbewegung (den Sehfokus) zu verändern.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Themen umfassen die visuell-räumliche Aufmerksamkeit, das Kosten-Nutzen-Paradigma sowie Modelle zur Verteilung menschlicher Informationsverarbeitungskapazitäten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist die empirische Überprüfung der Effizienz von Aufmerksamkeitszuweisungen anhand von validen und invaliden Hinweisreizen in einer Detektionsaufgabe.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wurde ein 3x2 Versuchsplan mit Messwiederholung angewandt, bei dem Probanden auf Targets reagieren mussten, denen unterschiedlich valide visuelle Hinweisreize vorausgingen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die detaillierte Beschreibung der experimentellen Durchführung und die anschließende statistische Analyse der Reaktionszeiten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem verdeckte Orientierung, Reaktionszeit, Validität, Kosten-Nutzen-Paradigma und visuelle Detektion.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen validen und invaliden Hinweisreizen eine Rolle?

Die Unterscheidung dient dazu, den "Nutzen" korrekter Hinweise und die "Kosten" falscher Hinweise auf die Reaktionsgeschwindigkeit zu quantifizieren.

Welche Besonderheit ergab sich bei der explorativen Untersuchung der Daten?

Es zeigte sich eine leichte Rechtslastigkeit bei den Ergebnissen, möglicherweise bedingt durch die Rechtshändigkeit der Probanden, sowie geschlechtsspezifische Unterschiede in den Reaktionsgeschwindigkeiten.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Effekte verdeckter Orientierung in einer visuell-räumlichen Detektionsaufgabe
Hochschule
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf  (Institut für Experimentelle Psychologie - HHU Düsseldorf)
Veranstaltung
Experimentelles Praktikum
Note
keine Benotung
Autor
Antje Dedekind (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
14
Katalognummer
V26186
ISBN (eBook)
9783638286015
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Effekte Orientierung Detektionsaufgabe Experimentelles Praktikum
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Antje Dedekind (Autor:in), 2003, Effekte verdeckter Orientierung in einer visuell-räumlichen Detektionsaufgabe, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/26186
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Leseprobe aus  14  Seiten
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