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Unternehmensethik: Die Geschichte der Interessengemeinschaft Farbenindustrie AG

Titel: Unternehmensethik: Die Geschichte der Interessengemeinschaft Farbenindustrie AG

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2012 , 33 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Anonym (Autor:in)

BWL - Unternehmensethik, Wirtschaftsethik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit ist in vier Teilbereiche untergliedert. Im ersten Teil wird die Gründung der IG FARBEN dargestellt und in diesem Zusammenhang die wichtigsten Protagonisten kurz vorgestellt. Daran
anschließend wird die Rolle der Interessengemeinschaft im Zweiten Welkrieg herausgearbeitet. Besondere Aufmerksamkeit wird dabei auf die Kooperation von der IG FARBEN und dem Nazi-Regime gelegt, die ihren negativen Höhepunkt in der Errichtung des Konzentrationslagers Auschwitz III Monowitz findet. Ausgehend von einer
zusammenfassenden Darstellung der Nachkriegsgeschichte der IG wird im dritten Teil der unrühmliche Umgang bei der Entschädigung von NS-Zwangsarbeitern
und -Zwangsarbeiterinnen kurz dargelegt. Im letzten
Teil der Arbeit wird die aufgearbeitete Geschichte der IG FARBEN in einem Fazit reflektiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der Weg zur Gründung der IG Farben

2.1 Carl Duisberg

2.2 Carl Bosch

2.3 Die Gründung der IG Farben

3 Die IG Farben und das Dritte Reich

3.1 „Nazifizierung“ des Konzerns

3.2 Die Eroberungen der IG Farben im Zweiten Weltkrieg

3.3 Die Entstehung der Buna-Fabrik in Auschwitz

3.4 KZ Auschwitz III Monowitz

4 Die Nachkriegsjahre der IG Farben

4.1 Die Nürnberger Prozesse

4.2 Entschädigung von Zwangsarbeitern

5 Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung der Interessen-Gemeinschaft Farbenindustrie AG (I.G. Farben) von ihrer Gründung über ihre Verstrickung in die NS-Kriegswirtschaft bis hin zur rechtlichen Aufarbeitung in der Nachkriegszeit.

  • Gründungsgeschichte und strategische Konsolidierung des Chemiekonzerns.
  • Die enge Kooperation mit dem nationalsozialistischen Regime.
  • Aufbau und Betrieb des Werks in Auschwitz sowie Ausbeutung von Zwangsarbeitern.
  • Die juristische Aufarbeitung der NS-Verbrechen in den Nürnberger Prozessen.
  • Die Entflechtung des Konzerns und die Entschädigungsthematik nach 1945.

Auszug aus dem Buch

3.1 „Nazifizierung“ des Konzerns

Nachdem 1934 Fritz Haber, der Jude ist, seinen Lehrstuhl an der Universität Berlin auf Nachdruck der Nazis und trotz starker Proteste des IG-Vorstands aufgeben muss, beginnt im Jahr 1937 die personelle „Nazifizierung“ des Konzerns. Für die interne Struktur und den Charakter der IG FARBEN bedeutet dies eine entscheidende Veränderung. Allen „arischen“ Direktoren und leitenden Angestellten wird energisch angeraten der NSDAP beizutreten. Dieser Aufforderung kommen u.a. Fritz ter Meer, Georg von Schnitzler, Max Ilgner, Otto Ambros, Carl Krauch, Karl Wurster und Ernst Bürgin nach. Die meisten von ihnen werden in den folgenden Jahren noch eine entscheiden Rolle bei der Vernichtungspolitik spielen. Alle jüdischen und nicht „arischen“ Aufsichtsratsmitglieder, Direktoren und Beschäftigte - fast jeder Dritte - müssen den Konzern auf Befehl des Nazi-Staats verlassen. Einige von ihnen sterben später in den Konzentrationslagern oder Ghettos. Carl Bosch war schon 1935 von dem Posten des Generaldirektors zurückgetreten und muss machtlos mit ansehen wie die Nazis sein Lebenswerk für ihre perfiden Zwecke missbrauchen. Ihn plagen Schuldgefühle und Depressionen und im April 1940 kurz vor seinen Tod flüchtet er nach Sizilien. Sein Nachfolger Hermann Schmitz – vormals Finanzdirektor des Konzerns und von Bosch persönlich ernannt – ist von ganz anderem Charakter. Schmitz ist ein gefühls- und skrupelloses Finanzgenie, der keine Bedenken hat „Hitlers Expansionspolitik zur Geschäftsfundlage seines Konzerns zu machen“.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung des Ursprungs der I.G. Farben sowie der Zielsetzung der Arbeit, die historische Entwicklung und moralische Verflechtungen zu beleuchten.

2 Der Weg zur Gründung der IG Farben: Analyse der chemischen Industrie vor dem Ersten Weltkrieg, der wirtschaftlichen Allianz mit der Politik und der Entstehung des Konzerns 1925 unter Carl Duisberg und Carl Bosch.

3 Die IG Farben und das Dritte Reich: Untersuchung der engen Verflechtung mit der NS-Ideologie, der "Nazifizierung" des Konzerns und dem Aufbau des Werks in Auschwitz unter Nutzung von Zwangsarbeit.

4 Die Nachkriegsjahre der IG Farben: Darstellung der Entflechtung des Konzerns nach 1945, der Nürnberger Prozesse gegen IG-Manager und der langwierigen Prozesse um Entschädigungen für ehemalige Zwangsarbeiter.

5 Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Lehren aus der Geschichte der I.G. Farben über die Gefahren mangelnder ethischer Prinzipien in globalen Wirtschaftsmonopolen.

Schlüsselwörter

I.G. Farben, NS-Regime, Wirtschaftsethik, Zwangsarbeit, Auschwitz, Buna-Fabrik, Nürnberger Prozesse, Chemieindustrie, Nationalsozialismus, Carl Bosch, Carl Duisberg, Entschädigung, industrielle Vernichtung, Wirtschaftsgeschichte, Kriegswirtschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Unternehmensgeschichte der Interessen-Gemeinschaft Farbenindustrie AG und deren Rolle während der Zeit des Nationalsozialismus.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Im Zentrum stehen die Kooperation mit dem NS-Staat, der Bau der Buna-Werke in Auschwitz, die Zwangsarbeit sowie die rechtliche Aufarbeitung nach 1945.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die geschichtlichen Abläufe und die Verflechtung von Wirtschaft und Politik aufzuzeigen, die zur massiven Unterstützung der NS-Kriegspolitik führten.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewandt?

Die Arbeit basiert auf einer historischen Literaturanalyse und der Aufarbeitung dokumentierter Quellen und Bildmaterialien zur Unternehmensgeschichte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Gründung der IG Farben, die Kooperation mit dem NS-Regime, die Vernichtungspolitik im Kontext von Auschwitz und die Nachkriegsereignisse.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie Zwangsarbeit, NS-Kriegsverbrechen, wirtschaftliche Profitgier, Entflechtung und ethische Verantwortung stehen im Mittelpunkt.

Wie veränderte sich die Unternehmensstruktur nach der Machtübernahme 1933?

Der Konzern vollzog eine personelle „Nazifizierung“, in deren Zuge jüdische Führungskräfte entlassen und der Konzern zunehmend in den Dienst der nationalsozialistischen Kriegsvorbereitung gestellt wurde.

Welche Rolle spielten die Nürnberger Prozesse für die I.G. Farben?

Die Prozesse führten zwar zur Verurteilung einiger Manager, jedoch blieben die Haftstrafen im Vergleich zur Schwere der Tat als gering und die Nachfolgeunternehmen konnten in der Nachkriegszeit ihre Marktstellung weitgehend wiederherstellen.

Ende der Leseprobe aus 33 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Unternehmensethik: Die Geschichte der Interessengemeinschaft Farbenindustrie AG
Hochschule
Technische Hochschule Köln, ehem. Fachhochschule Köln
Note
1,7
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
33
Katalognummer
V262075
ISBN (eBook)
9783656510208
ISBN (Buch)
9783656510307
Sprache
Deutsch
Schlagworte
IG Farben Unternehmensethik I.G. Farbenindustrie AG Bayer Hoechst BASF Auschwitz KZ Konzentrationslager Carl Duisberg Carl Bosch Geschichte der Chemieindustrie I.G. Farben Medienethik Ethik Chemieindustrie KZ Auschwitz-Birkenau NS-Regim Nationalsozialismus Nürnberger Prozesse Zwangsarbeit Zwangsarbeiter
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2012, Unternehmensethik: Die Geschichte der Interessengemeinschaft Farbenindustrie AG, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/262075
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Leseprobe aus  33  Seiten
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