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Zuschauerinteraktionen im Zeitalter des Web 2.0

Die Beispiele "Chicago Fire" und "LOST"

Titel: Zuschauerinteraktionen im Zeitalter des Web 2.0

Hausarbeit , 2013 , 21 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Julia Schriewer (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Amerikanische Fernsehserien sind schon seit über sechzig Jahren fester Bestandteil im Leben vieler Menschen weltweit. Ob Lessie, Fury, Gunsmoke, Bonanza, The Streets of San Francisco, CHiPs, Dallas, Magnum, P.I., Denver Clan, Baywatch, Buffy, The X-Files, Sex and the City, LOST, Greys Anatomy oder auch Chicago Fire. Jedes Jahrzehnt hat seine kleinen und großen Kultserien, die es auf individuelle Art verstehen, die Zuschauer zu unterhalten und in eine Welt voller Fantasie, Spannung, Romantik, Mysterien, Abenteuer und Dramatik zu entführen. Über den reinen Unterhaltungsfaktor hinaus sind Fernsehserien auch als „besondere kulturelle Foren anzusehen, in denen Werte und Normen über Jahre hinweg verhandelt werden können“. Somit können Fernsehserien auch als Sozialisationsinstanz betrachtet werden, die den Zuschauer mit einer ihm fremden Realität konfrontiert und ihn für die Möglichkeit von alternativen Lebensentwürfen sensibilisiert. Betrachtet man die Entwicklung von den fünfziger Jahren bis in die Gegenwart, bekommt man den Eindruck, dass die Produktion von Serienformaten von Jahrzehnt zu Jahrzehnt stark zugenommen hat. Gleichzeitig scheint die Komplexität der Serien auf der inhaltlichen Ebene stark anzusteigen. Die flächendeckende Verbreitung des World Wide Web in den 2000er Jahren hat seine Spuren in den Rezeptionsformen der Fernsehserien hinterlassen. Möglichkeiten zur Interaktion werden von den Zuschauern genutzt um über die Rezeption ihrer Lieblingsserie hinaus, Informationen zu sammeln und eigene Inhalte zu produzieren. Die Veränderungen der Rezeptionsbedingungen, die Interaktionen der Zuschauer und auch die Rückkopplung dieser Aktivitäten auf die Produktion von Fernsehserien sind Mittelpunkt der vorliegenden Auseinandersetzung.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Fernsehen und das Web 2.0

2.1 Fernsehrezeption vor dem Durchbruch des Web 2.0

2.2 Fernsehen im Zeitalter des Web 2.0

3. Zuschauerinteraktionen im Zeitalter des Web 2.0. Das Beispiel „Chicago Fire“

3.1 Die Serie „Chicago Fire“

3.2 Inhalte produzieren: Wikis, Fanfiction, Episodenführer und YouTube Videos zu „Chicago Fire“

3.3.Interaktionen zwischen Zuschauer und Produzenten- Facebook und Twitter

4. Ästhetische Folgen des Zuschauerengagements am Beispiel von LOST

5. Abschließende Betrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Wandel der Fernsehrezeption durch die Etablierung des Web 2.0. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie sich Zuschauerinteraktionen und die Partizipation der Fans auf die Produktion von Fernsehserien auswirken und inwieweit diese Entwicklung zu einer "Demokratisierung der Inhalte" führt.

  • Veränderung der Rezeptionsbedingungen von Fernsehen durch digitale Vernetzung.
  • Die aktive Rolle des Zuschauers als Produzent (Fan-Fiction, Wikis, Videos).
  • Wechselwirkung zwischen Zuschauern und Produzenten via Social Networks wie Facebook und Twitter.
  • Der Einfluss von Zuschauerengagement auf die Dramaturgie und Ästhetik von Serien am Beispiel von "Chicago Fire" und "LOST".
  • Die Bedeutung von intermedial vernetzten Inhalten für moderne Fernsehproduktionen.

Auszug aus dem Buch

3.2 Inhalte produzieren: Wikis, Fanfiction, Episodenführer und YouTube-Videos zu Chicago Fire

Neben der Rezeption der einzelnen Folgen sind die wichtigsten Informationen zu der Serie Chicago Fire dem Eintrag in der riesigen Film- und Fernsehdatenbank Internet Movie Database (IMDB) zu entnehmen. Diese, mittlerweile von Amazon betriebe Datenbank, bietet für interessierte Nutzer die wichtigsten Informationen zu Darstellern und dem Team hinter der Kamera, eine kurze Übersicht über die einzelnen Folgen sowie eine Diskussionsplattform für Fans. Fakten können durch die Benutzer ergänzt werden, die Veröffentlichung dieser Ergänzung findet jedoch erst nach einem redaktionellen Check statt.

Ganz im Gegensatz dazu sind die Wikis keiner redaktionellen Prüfung unterzogen und stehen so in der Tradition vieler Anwendungen des Web 2.0. Schon die Google Suche nach einem Wiki zu Chicago Fire verdeutlicht, was das Wiki leistet: "Chicago Fire Wiki is a community site that anyone can contribute to. Discover, share and add your knowledge!"

Ein Blick in das Wiki untermauert die Annahme, dass die Fangemeinden das Material ihrer Lieblingsserien geradezu in enzyklopädisches Wissen verwandeln, bei dem das Internet ihnen als „Giant Bulletin Board“ dient. Auf der Website des Wikis stellen die Nutzer Informationen zu den Schauspielern, den Hauptfiguren und den Serienfolgen zur Verfügung. Im Anschluss an die Ausstrahlung der aktuellen Folge wird dort eine umfangreiche Inhaltszusammenfassung angelegt und so das Serienwissen auf einen aktuellen Stand gebracht. Dazu gehört eine kurze Zusammenfassung der Episode für den schnellen Überblick, darauf folgt eine ausführliche Inhaltsangabe, die zusätzlich mit Fotos aus der Folge angereichert wird. Das genaue Ausstrahlungsdatum, die Autoren, Regisseure, die genaue Laufzeit und die Darsteller werden ebenfalls aufgeführt. Neben jedem Abschnitt ist ein Edit-Button angelegt, mit dem sogar der nicht bei der Wiki-Community angemeldete Nutzer den Beitrag editieren kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Bedeutung von Fernsehserien als kulturelle Foren und führt in die zentrale Fragestellung ein, wie das Web 2.0 die Rezeption und Produktion von Serienformaten nachhaltig verändert hat.

2. Fernsehen und das Web 2.0: Dieses Kapitel kontrastiert die klassische, passive Fernsehrezeption mit den interaktiven Möglichkeiten der digitalen Ära und erläutert den Prozess der "Demokratisierung der Inhalte".

3. Zuschauerinteraktionen im Zeitalter des Web 2.0. Das Beispiel „Chicago Fire“: Hier wird anhand der Serie "Chicago Fire" aufgezeigt, wie Fans durch Wikis, Fanfiction und soziale Medien aktiv an der Entstehung von Inhalten rund um eine Serie mitwirken.

4. Ästhetische Folgen des Zuschauerengagements am Beispiel von LOST: Das Kapitel untersucht, wie die komplexe Dramaturgie der Serie "LOST" gezielt auf ein engagiertes Publikum ausgelegt ist, das sich intensiv online über intertextuelle Verweise und Rätsel austauscht.

5. Abschließende Betrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass sich Fernsehen zu einer interaktiven Erfahrung gewandelt hat, bei der die Rückkopplung mit dem Publikum einen immer bedeutenderen Platz für die Produzenten einnimmt.

Schlüsselwörter

Web 2.0, Fernsehrezeption, Zuschauerinteraktion, Fan-Partizipation, Chicago Fire, LOST, Digitale Kultur, Demokratisierung der Inhalte, Social Networks, Fanfiction, Serienproduktion, Dramaturgie, Intermedialität, Online-Community, Medienwandel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht den Wandel der Fernsehnutzung im Zeitalter des Web 2.0 und die daraus resultierende Interaktivität zwischen Zuschauern und Produzenten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Rezeptionsgewohnheiten im Internet, Fan-Aktivitäten wie das Erstellen von Inhalten sowie die Bedeutung von sozialen Netzwerken für die Serienkultur.

Was ist das primäre Ziel der Forschung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Zuschauer durch Partizipation die Grenzen passiven Konsums überwinden und welchen Einfluss dies auf die Gestaltung und den Erfolg moderner TV-Serien hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine medienwissenschaftliche Analyse, bei der aktuelle theoretische Konzepte (z.B. von Lothar Mikos oder Harald Enzensberger) auf moderne Fallbeispiele (Chicago Fire, LOST) angewendet werden.

Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Rezeptionsbedingungen, konkrete Beispiele für Fan-Produktionen wie Wikis und die Analyse der Interaktionen auf Plattformen wie Facebook und Twitter.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Schlüsselbegriffe sind insbesondere Web 2.0, Zuschauerpartizipation, interaktive Fernsehrezeption sowie die Analyse von Serien wie Chicago Fire und LOST.

Warum wird die Serie „Chicago Fire“ als Fallbeispiel herangezogen?

Die Serie dient als aktuelles Beispiel für eine moderne Produktion, bei der Zuschauer direkt über soziale Netzwerke und Fan-Plattformen mit dem Serienpersonal interagieren können.

Inwiefern unterscheidet sich „LOST“ in seiner Dramaturgie von anderen Serien?

Die Serie „LOST“ zeichnet sich durch eine komplexe, nicht-lineare Erzählstruktur aus, die von den Autoren bewusst so gestaltet wurde, dass sie von der Community im Internet ergänzt und entschlüsselt werden muss.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Zuschauerinteraktionen im Zeitalter des Web 2.0
Untertitel
Die Beispiele "Chicago Fire" und "LOST"
Hochschule
FernUniversität Hagen
Note
1,3
Autor
Julia Schriewer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
21
Katalognummer
V262077
ISBN (eBook)
9783656506201
ISBN (Buch)
9783656507017
Sprache
Deutsch
Schlagworte
zuschauerinteraktionen zeitalter beispiele chicago fire lost
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Julia Schriewer (Autor:in), 2013, Zuschauerinteraktionen im Zeitalter des Web 2.0, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/262077
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  21  Seiten
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