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Die betriebliche Arbeitsorganisation nach Frederick Winslow Taylor

Titel: Die betriebliche Arbeitsorganisation nach Frederick Winslow Taylor

Hausarbeit , 2012 , 16 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Lana Luna (Autor:in)

Soziologie - Arbeit, Ausbildung, Organisation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit befasst sich mit Frederick Winslow Taylor und seiner „Wissenschaftlichen
Betriebsführung“. Kaum jemand bewegte die Entwicklung der Arbeitsorganisation und
der Produktion in den Betrieben wie Taylor. Das vor 100 Jahren geschriebene Werk
„Scientific Management“ stieß seit seiner Entstehung auf die heftige Kritik in der
Arbeiterschaft und löst bis heute kontroverse Diskussionen aus.
Um diese Kritik abschätzen zu können, werden im Rahmen dieser Arbeit, nach einer
Kurzbiographie Taylors, zunächst die Grundprinzipien des Taylorismus erläutert.
Danach wird auf die Massenproduktion in industriellen Betrieben durch Einsatz des
Fließbandes eingegangen. Später wird dann die Kritik am Taylorismus analysiert. Zum
Schluss wird diskutiert, ob man in unserer Zeit von einer Rückkehr zum Taylorismus
sprechen kann.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kurzbiographie über Frederick Winslow Taylor

3. Die wissenschaftliche Betriebsführung

3.1. Die vier Grundprinzipien des Taylorismus

3.2. Die Fließbandfertigung als technische Optimierung des Produktionsprozesses

3.3. Die Kritik am Taylorismus

4. Rückkehr zum Taylorismus? Die Arbeitsorganisation heute

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das historische Modell des "Scientific Management" nach Frederick Winslow Taylor und analysiert dessen Auswirkungen auf die Arbeitsorganisation sowie die fortbestehende Relevanz tayloristischer Prinzipien in modernen industriellen und dienstleistungsorientierten Arbeitswelten.

  • Biografische Einordnung von Frederick Winslow Taylor
  • Analyse der vier Grundprinzipien des Taylorismus
  • Untersuchung der technischen Optimierung durch Fließbandfertigung
  • Kritische Reflexion der Entfremdung und Entwertung von Arbeit
  • Aktualitätsprüfung: Tayloristische Strukturen in der heutigen Arbeitswelt

Auszug aus dem Buch

3.1. Die vier Grundprinzipien des Taylorismus

Hartmut Hirsch-Kreinsen, Professor Wirtschafts- und Industriesoziologie an der Technischen Universität Dortmund, benannte folgendes Hauptziel des taylorstischen Programms: durch den Einsatz wissenschaftlicher Methoden die Effizienz industrieller Produktionsverfahren für längere Zeit zu steigern (vgl. Hirsch-Kreisen 2009, S.73). Viele andere Organisationstheoretiker und Wissenschaftler, unter anderem Alfred Kieser und Peter Walgenbach setzten sich ebenfalls mit dem Thema Taylorismus auseinander. So zum Beispiel, erörterten Kieser und Walgenbach, dass durch Taylors Experimente auf wissenschaftlicher Basis die Unternehmen eine neue Methode zur Optimierung der Organisation anwenden konnten und dadurch eine gigantische Steigerung der Effizienz erreichten. Taylor nahm an, dass sich durch das Experimentieren die optimale Bewegungsabläufe, die passendsten Arbeiter und das ideale Entlohnungssystem herausfinden lassen. Ob es ihm gelang, wird in diesem Unterkapitel anhand seiner vielen methodischen Prinzipien untersucht. (Vgl. Kieser/Walgenbach 2010, S.33-34)

(1) Trennung von Hand- und Kopfarbeit:

Aus eigene Erfahrung war es Taylor der Trugschluß bekannt, der von Uhrzeiten her fast allgemein unter den Arbeitern verbreitet ist, daß eine wesentliche Vergrößerung der Produktion jedes Mannes und jeder Maschine schließlich dazu führen muß, eine große Anzahl von Arbeitern brotlos zu machen“ (Taylor 1913, zit. n. Kieser/Ebers 2006, S.106). Hinzu kam noch die Natur und „... die Neigung der Menschen, nicht mehr zu arbeiten, als unumgänglich nötig ist“ (Taylor 1913, zit. n. Kieser/Ebers 2006, S.106)

Deshalb war Taylor der Meinung, dass es die Aufgabe des Managements ist, das Wissen der Arbeiter „systematisch zu sammeln“ und mit deren Hilfe Zeit- und Bewegungsstudien anzufertigen. Die Arbeitskraft sollte sich ausschließlich auf die ausführenden Tätigkeiten konzentrieren, das Management dagegen auf die planende Arbeit. So beschrieb Taylor zum Beispiel: „…Die Hände sind das einzige Werkzeug, das zur Anwendung kommt…“ (Taylor 1913, zit. n. Kieser/Ebers 2006, S.108). Dadurch sollten optimale Arbeitsabläufe für die ausführenden Tätigkeiten ermittelt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die historische Bedeutung von Taylors "Scientific Management" ein und skizziert den Aufbau der Untersuchung zur tayloristischen Arbeitsorganisation.

2. Kurzbiographie über Frederick Winslow Taylor: Dieses Kapitel zeichnet den Lebensweg Taylors nach, von seiner privilegierten Kindheit über seine praktische Ausbildung bis hin zu seiner Tätigkeit als Unternehmensberater.

3. Die wissenschaftliche Betriebsführung: Hier werden die theoretischen Säulen von Taylors System analysiert, einschließlich der Grundprinzipien, der technischen Ergänzung durch das Fließband sowie der soziologischen Kritik daran.

4. Rückkehr zum Taylorismus? Die Arbeitsorganisation heute: Das Kapitel reflektiert, inwieweit tayloristische Kontrollmechanismen in modernen, digitalisierten Arbeitswelten wie Call-Centern oder Freelancer-Plattformen fortbestehen.

5. Fazit: Das Fazit stellt fest, dass trotz vielfältiger Kritik und Versuchen zur Humanisierung der Arbeit grundlegende tayloristische Elemente wie Prozessoptimierung und Leistungsdruck heute weiterhin präsent sind.

Schlüsselwörter

Taylorismus, Scientific Management, Arbeitsorganisation, Fließbandfertigung, industrielle Produktion, Rationalisierung, Arbeitshumanisierung, Prozessorientierung, Spezialisierung, Leistungsdruck, Entlohnungssystem, Zeit- und Bewegungsstudien, Fordismus, Neo-Taylorismus, Digitalisierung der Arbeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem von Frederick Winslow Taylor begründeten System der "wissenschaftlichen Betriebsführung" und dessen geschichtlicher Entwicklung bis hin zu modernen Ausprägungen in der heutigen Arbeitswelt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf den Prinzipien des Taylorismus, der Bedeutung des Fließbands für die industrielle Massenproduktion sowie der kritischen Auseinandersetzung mit der Entfremdung von Arbeit.

Welches Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, die Aktualität des Taylorismus zu prüfen und zu hinterfragen, ob moderne Arbeitsweisen als Rückkehr zu tayloristischen Strukturen gedeutet werden können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse, um das theoretische Konzept Taylors mit aktuellen organisationssoziologischen Erkenntnissen zu verknüpfen und durch Fallbeispiele zu untermauern.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der vier Grundprinzipien, die technische Evolution durch das Fließband, eine tiefgreifende Kritik an der Entwertung von Arbeit und eine Analyse aktueller Trends wie "Taylorismus 3.0".

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Charakterisierende Begriffe sind unter anderem Taylorismus, Industrialisierung, Rationalisierung, Arbeitshumanisierung und moderne Organisationsformen.

Wie unterscheidet sich das japanische Modell vom klassischen Taylorismus?

Das japanische Modell, etwa bei Toyota, integriert stärker die Qualifikation und Information der Beschäftigten für qualitative Prozessverbesserungen, statt sie lediglich als ausführende Organe zu betrachten.

Was versteht der Autor unter "Taylorismus 3.0"?

Dies bezieht sich auf die digitale Arbeitsorganisation, bei der Netzwerke und Cloud-Programme genutzt werden, um Arbeitsprozesse hochgradig zu kontrollieren und flexibilisieren, oft unter dem Deckmantel der Selbstständigkeit.

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Details

Titel
Die betriebliche Arbeitsorganisation nach Frederick Winslow Taylor
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Note
1,3
Autor
Lana Luna (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
16
Katalognummer
V262092
ISBN (eBook)
9783656509493
ISBN (Buch)
9783656509707
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Taylor Arbeit Organisation Scientific Management Fließband Ford Rückkehr zum Taylorismus Fordismus Taylorismus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lana Luna (Autor:in), 2012, Die betriebliche Arbeitsorganisation nach Frederick Winslow Taylor, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/262092
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  16  Seiten
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