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Die Jesus-Gestalt aus Hinduistischer Sicht

Titel: Die Jesus-Gestalt aus Hinduistischer Sicht

Hausarbeit , 2007 , 12 Seiten , Note: 3,0

Autor:in: Linnéa Keilonat (Autor:in)

Theologie - Vergleichende Religionswissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Rahmen dieser Arbeit sollen verschiedene Christusbilder des Neohinduismus skizziert werden. Als primäre Textgrundlage wird der Artikel von Gächter, Othmar in Neue Zeitschrift für Missionswissenschaft 53-1997, herangezogen und durch Sekundarliteratur von Stanley, J. Samartha, Hindus vor dem universalen Christus; Thomas, M.M, Christus im neuen Indien; Coward, Herold, Hindu-Christian Dialogue und dem Meyers Lexikon ergänzt. Von Interesse ist, dass das Christus-Bild im Hinduismus verschiedenfach gedeutet wurde. Jesus wird sozusagen mit „indischen Augen“ betrachtet.
Ich beschreibe kurz die Thematik, das Gottesverständnis im Hinduismus, unterschiedliche Heilswege und beziehe mich im Anschluss auf differenzierte Christusbilder hinduistischer Denker und Geistlicher des 19.-20. Jh..

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Einordnung der Thematik in die Religionsethnologie

3. Hauptteil: Der hinduistische Hintergrund

3.1 Zum Begriff Hinduismus

3.2 Das Gottesverständnis im Hinduismus

3.3 Christusbilder aus der Sicht von Hindu-Denkern, Geistlichen und Künstlern

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht aus religionsethnologischer Perspektive, wie die Gestalt Jesu Christi innerhalb des hinduistischen Glaubenssystems und durch bedeutende hinduistische Denker des 19. und 20. Jahrhunderts interpretiert und integriert wurde.

  • Religionsethnologische Einordnung christlicher Glaubensgrundsätze im hinduistischen Kontext.
  • Analyse des hinduistischen Gottesverständnisses und der Inkarnationslehre (Avatara).
  • Darstellung der unterschiedlichen Christus-Interpretationen durch Denker wie Keshab Chandra Sen, Ram Mohan Roy und Mahatma Gandhi.
  • Untersuchung des Neohinduismus als synkretistische Antwort auf den christlichen Einfluss.
  • Bewertung der Wechselwirkung zwischen hinduistischen und christlichen Weltanschauungen.

Auszug aus dem Buch

3.3 Christusbilder aus der Sicht von Hindu-Denkern, Geistlichen und Künstlern

Dem Versuch den Hinduismus auch anderen Kulturen näher zu bringen entspringt der Begriff Neohinduismus. Persönlichkeiten wie Swami Vivekananda haben dieser Bewegung einen Anfang gesetzt.

Nach der Zeitschrift für Missionswissenschaft sehen „die Frommsten“ der Hindus in Christus eine Inkarnation, eine der Avataras von Vishnu wie Rama, Krishna oder Caitanya. Wieder andere respektieren ihn als einen großen Lehrer der Moral, ein Inbegriff an Selbstlosigkeit und Opferbereitschaft. Einige loben ihn als einen großen Wundertäter, so z.B. die Yogis. Die christlich biblische Terminologie allerdings bleibt den Hindus nach Aussagen der Missionszeitschrift weitgehend fremd.

Keshab Chandra Sen (1838-1884) „Gott manifestiert sich im Menschen, aber nicht als Mensch“. Keshabs Hauptargument setzt bei der Trinität an und denkt diese so, dass Christus Brahman sei, (das reine Sein die Wahrheit) Bewusstsein und Weisheit (Ananda-Seligkeit/Freude). Gott komme durch Christus herab und ziehe durch den heiligen Geist die entartete Menschheit zu sich.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der Zielsetzung, die Christusbilder des Neohinduismus anhand ausgewählter Fachliteratur zu skizzieren und zu analysieren.

2. Einordnung der Thematik in die Religionsethnologie: Untersuchung der Art und Weise, wie neuartige religiöse Konzepte in bestehende Glaubensstrukturen integriert werden und welche transformativen Prozesse dabei entstehen.

3. Hauptteil: Der hinduistische Hintergrund: Fundamentale Klärung der Begriffe, des Gottesverständnisses sowie der Heilswege im Hinduismus als Basis für das Verständnis der späteren Christus-Rezeption.

3.1 Zum Begriff Hinduismus: Definition der historischen und inhaltlichen Genese des Hinduismus als Zusammenspiel vedischer Traditionen und nachfolgender Einflüsse.

3.2 Das Gottesverständnis im Hinduismus: Erläuterung der Einheit und Vielfalt im Göttlichen sowie der Konzepte von Devatas, Ishvara und Bhagavan.

3.3 Christusbilder aus der Sicht von Hindu-Denkern, Geistlichen und Künstlern: Konkrete Analyse der verschiedenen Interpretationen Jesu durch einflussreiche Persönlichkeiten und deren Einordnung als Avatara oder moralisches Vorbild.

Schlüsselwörter

Hinduismus, Neohinduismus, Religionsethnologie, Jesus Christus, Christusbilder, Avatara, Inkarnation, Brahman, Bhagavan, Keshab Chandra Sen, Ram Mohan Roy, Mahatma Gandhi, Swami Vivekananda, Religionswissenschaft, Interreligiöser Dialog.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert, wie die Figur Jesu Christi in den hinduistischen Glauben integriert wurde und welche Rolle er in der Gedankenwelt einflussreicher hinduistischer Denker spielt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf dem hinduistischen Gottesverständnis, der Inkarnationslehre (Avatara) und der Begegnung zwischen hinduistischer Philosophie und christlicher Lehre im Kontext des Neohinduismus.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Hindu-Denker des 19. und 20. Jahrhunderts Jesus Christus in ihre eigene religiöse Weltsicht transformiert haben, um die kulturelle Identität gegenüber christlichen Missionaren zu wahren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine religionsethnologische Arbeit, die auf einer Literaturauswertung von Fachartikeln und Primär- sowie Sekundärquellen zu den besprochenen Denkern basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des Hinduismus (Begriffe, Gottesverständnis, Heilswege) und die detaillierte Darstellung spezifischer Christus-Interpretationen prominenter Persönlichkeiten.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Neohinduismus, Avatara, Inkarnation, Brahman und den Dialog zwischen den Religionen charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die Sichtweise von Ram Mohan Roy von der anderer Denker?

Ram Mohan Roy verehrte Jesus als moralisches Vorbild und Lehrer, lehnte jedoch explizit seine Göttlichkeit ab, um den Inkarnationscharakter Christi nicht zu betonen.

Welche Bedeutung hat das Konzept des "Avatara" für die Christus-Rezeption?

Das Konzept des Avatara ermöglicht es, Jesus als eine göttliche Inkarnation in den bereits bestehenden hinduistischen Polytheismus oder die philosophischen Strukturen zu integrieren, ohne den geschichtlichen Kontext der christlichen Dogmen übernehmen zu müssen.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Jesus-Gestalt aus Hinduistischer Sicht
Hochschule
Universität Bayreuth
Note
3,0
Autor
Linnéa Keilonat (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
12
Katalognummer
V262229
ISBN (eBook)
9783656506126
ISBN (Buch)
9783656510499
Sprache
Deutsch
Schlagworte
jesus-gestalt hinduistischer sicht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Linnéa Keilonat (Autor:in), 2007, Die Jesus-Gestalt aus Hinduistischer Sicht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/262229
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Leseprobe aus  12  Seiten
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