In der vorliegenden Arbeit wird die Rolle des Marketing Mix auf eine simulierte Spielumgebung untersucht. Der Einfluss der Produktgestaltung sowie der Kommunikationsstrategie, Preisstrategie und der Art der Distribution werden gemessen und interpretiert. Für eine Vielzahl an Rohdaten und verschiedenen, untersuchbaren Verhaltensweisen auf dem Marktumfeld sorgt die Menge der Spielrunden und Mitspieler, aus denen Strategien bewertbar sind.
Inhaltsverzeichnis
1 Problemstellung
2 Entwicklung einer Marketingstrategie
2.1 Ausgangslage
2.2 Auswahl eines Zielsegments
2.3 Wahl der Produkteigenschaften
2.4 Preisstrategie
2.5 Auswahl der Distributionskanäle
2.6 Kommunikationspolitik
2.6.1 Werbebotschaft
2.6.2 Kommunikationskanäle
2.6.3 Awareness/ Interest
3 Auswertung der Ergebnisse
3.1 Entwicklung des Gesamtmarktes in den Probejahren
3.2 Entwicklung des Gesamtmarktes in den Meisterjahren
3.3 Unterschiede zwischen Probe- und Meisterjahren
3.4 Verfolgung und Optimierung der eigenen Strategie
3.4.1 In den Probejahren
3.4.2 In den Meisterjahren
4 Zusammenfassung
5 Anhang
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Anwendung theoretischer Marketing-Konzepte in einer simulierten Wettbewerbsumgebung. Ziel ist es, Strategien zur Marktbearbeitung in einem Oligopol zu entwickeln, zu testen und anhand von Leistungskennzahlen kritisch zu bewerten sowie Anpassungen an Wettbewerbsbedingungen zu reflektieren.
- Analyse und Optimierung des Marketing Mix
- Differenzierungsstrategien in Nischenmärkten
- Einfluss von Kommunikationspolitik und Preisstrategien auf den Markterfolg
- Statistische Auswertung von Wettbewerbsdaten durch Regressionsmodelle
- Vergleich von Marktverhalten in Probe- und Meisterjahren
Auszug aus dem Buch
2.6.2 Kommunikationskanäle
Die Formen der zur Verfügung stehenden Kommunikationskanäle sind Print (als Zeitungen und als Plakate), online, Funk und Fernsehen. Aus dieser Auswahl können beliebig viele Medienprodukte miteinander kombiniert werden. Hierbei werden die unterschiedlichen Segmente unterschiedlich gut erreicht. Die Auswahl der Werbekanäle wird daher durch die Reichweite im Segement, durch das Budget, das dafür benötigt wird, und die Werbemaßnahmen der Konkurrenten bestimmt.
Auch wenn man auf Werbung für das Nischenprodukt Luxury Trend Followers abzielt, so erreicht man zudem mit den gleichen Werbemitteln die Urban Commuters. Aus der Auswahl kristallisieren sich das Fashion Magazine und Online- Medien heraus, da hier das stylische Image gefördert wird. Wider Erwarten haben sich im Kennenlernspiel dafür Billboard Anzeigen nicht bewährt, wie man sie aus der Realität kennt. Wie es die Auswertung der heutigen Medienlandschaft zeigt, wird immer mehr auf online Werbung gesetzt [Jörg Becker 2013, S.213]. Stetig steigen die Investitionen in Onlinemarketing; 2010 wurden deutschlandweit 15,1 Mrd. € aufgewendet [Kreutzer 2012, S. 56]. In meiner Strategie habe ich dafür Social Media und den Celebrity Gossip Blog bei der Penetration der Kunden genutzt, da das Produkt als modern und trendy gelten soll. Zudem wird im Radio unter „Top 40“ und im Fernsehen „National Network“ geworben, da diese Medien das Segment stärker als die anderen Möglichkeiten erreichen und Werbung über alle Kommunikationsmittel distribuiert werden soll. Ab Beginn des Markteintritts wird es ein Budget für Werbung geben, das konstant gesteigert wird, um eine Konditionierung der Zuschauer zu erreichen [Solomon 2013, S. 103].
Zusammenfassung der Kapitel
1 Problemstellung: Einführung in die Relevanz von Marketing-Strategien auf gesättigten Märkten und Vorstellung des Planspiels „Practice Marketing“ als Simulationsumgebung für Studenten.
2 Entwicklung einer Marketingstrategie: Detaillierte Planung des Marketing Mix, inklusive der Segmentwahl, Produktgestaltung, Preisbildung, Distributionskanäle sowie der Kommunikationsstrategie zur Differenzierung.
3 Auswertung der Ergebnisse: Empirische Analyse der Marktentwicklung in Probe- und Meisterjahren, vergleichende Betrachtung der Wettbewerbssituation und statistische Optimierung der eigenen Strategie mittels Regressionsanalyse.
4 Zusammenfassung: Reflexion über den Lernerfolg aus der Simulation, die Limitationen der Spielumgebung im Vergleich zur Realität und Handlungsempfehlungen für die strategische Marketingplanung.
5 Anhang: Bereitstellung ergänzender visueller Materialien, Spieloberflächen-Screenshots, Produktdetailübersichten und tabellarische Datenanalysen zum besseren Verständnis der Arbeit.
Schlüsselwörter
Marketingstrategie, Marketing Mix, Wettbewerbssimulation, Zielsegment, Differenzierungsstrategie, Practice Marketing, Marktanalyse, Preisstrategie, Kommunikationspolitik, Konsumentenverhalten, Regressionsanalyse, Marktanteil, Wettbewerb, Werbebotschaft, Rucksackhersteller.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Anwendung von Marketing-Theorien innerhalb einer computergestützten Planspiel-Umgebung, bei der Studenten in die Rolle von Rucksackherstellern schlüpfen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die zentralen Felder umfassen die Optimierung des Marketing Mix (4 Ps), die gezielte Nischenmarktbearbeitung sowie die strategische Reaktion auf Wettbewerber in einem simulierten Oligopol.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist die erfolgreiche Entwicklung und Implementierung einer Marketingstrategie für ein spezifisches Kundensegment (Luxury Trend Followers) sowie die wissenschaftliche Auswertung der erzielten Ergebnisse.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Neben der Anwendung von Management-Theorien nach Porter und McCarthy nutzt die Arbeit quantitative Daten aus der Simulation, die mittels Regressionsanalysen statistisch ausgewertet werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die strategische Planungsphase (Kapitel 2) und die anschließende empirische Auswertung und Optimierung der Ergebnisse unter Wettbewerbsdruck (Kapitel 3).
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Typische Begriffe sind Marketingstrategie, Wettbewerbssimulation, Zielsegment, Differenzierung, Konsumentenverhalten und Regressionsanalyse.
Warum war der Wettbewerb in den Meisterjahren intensiver als im Kennenlernspiel?
Im Kennenlernspiel agierten die Teilnehmer gegen computergesteuerte Mitspieler, während in den Meisterjahren eine kompetitive Umgebung mit anderen Studierenden vorlag, die ebenfalls strategische Anpassungen vornahmen.
Welche Rolle spielten MDF-Programme bei der Marktbearbeitung?
Market Development Funds (MDF) wurden genutzt, um Vertriebspartner finanziell zu unterstützen und dadurch die lokale Präsenz sowie den Abverkauf der Produkte aktiv zu fördern.
Wie wurde die eigene Strategie während des Spielverlaufs angepasst?
Die Autorin optimierte kontinuierlich das Produktmanagement (z.B. Entfernung des Designer Tags zur Kostenoptimierung) und passte das Preismodell sowie das Mediabudget an die veränderte Konkurrenzsituation an.
- Arbeit zitieren
- Carola Wondrak (Autor:in), 2013, Marketingstrategien im Wettbewerb, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/262299