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Kann die Phonetik des francais québécois als archaisch bezeichnet werden?

Titel: Kann die Phonetik des francais québécois als archaisch bezeichnet werden?

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2012 , 22 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Janike Kyritz (Autor:in)

Französische Philologie - Linguistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit analysiert einige Merkmale des francais québécois um diese anschließend mit denen des Französischen des 17. Jh. in Beziehung zu setzen. So soll herausgestellt werden, ob das in Québec gesprochene Französisch als archaisch bezeichnet werden kann.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1) Einleitung

2) Forschungsstand

3) Methode

4) Das français québécois

4.1) Assibilierung von t und d

4.2) Der Diphthong <oi>

4.3) Die Nasalvokale

4.4) Der Vokal a

5) Die Frage nach dem Ursprung

5.1) Assibilierung von t und d

5.2) Der Diphthong <oi>

5.3) Die Nasalvokale

5.4) Der Vokale a

6) Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die phonetischen Besonderheiten des in Québec gesprochenen Französisch (français québécois) im Vergleich zum Standardfranzösischen zu untersuchen und zu analysieren, ob diese als archaisch eingestuft werden können.

  • Analyse phonetischer Merkmale des français québécois anhand von Transkriptionen.
  • Untersuchung von Assibilierungsprozessen bei den Lauten t und d.
  • Betrachtung der Realisierung des Diphthongs <oi> und der Nasalvokale.
  • Analyse der Realisierungsformen des Vokals a.
  • Historische Herleitung des phonetischen Status und Bewertung der Archaismen.

Auszug aus dem Buch

4.1) Assibilierung von t und d

Die Assibilierung von t und d zu [ts] und [dz] ist charakteristisch für das français québécois. Durch Palatalisierung bildet sich hier ein Zischlaut (Sibilant) zwischen dorsalem, das heißt mit dem Zungenrücken artikulierten Verschlusslaut (Oklusiv) und dem folgenden Vokal (vgl. Bußmann 1983: 47). Letzterer ist für die Realisierung dieses Phänomens entscheidend, da die Assibilierung von t und d nur vor [i], [u], [y] und den Halbvokalen [j], [ɥ] erfolgt. Vor anderen Vokalen ist dies nicht möglich. In dem beschriebenen Umfeld ist die Realisierung von t und d als [ts] und [dz] innerhalb des Wortes obligatorisch. Ob t und d sich dabei im An-, In- oder Auslaut befinden, ist unerheblich (vgl. Dumas 1987: 2f). In Bezug auf die Intensität sind jedoch Unterschiede erkennbar. Gendron stellt bei seinen Untersuchungen fest, dass die Assibilierung im unbetonten Inlaut schwächer realisiert wird, als im unbetonten Anlaut und in betonter Silbe. Zudem variiert die Intensität der Assibilierung gemäß des Individuums (vgl. Gendron 1966: 120). In der aufgeführten Hörsequenz erfolgt diese, für das in Québec gesprochene Französisch typische Realisierung von t und d in den Beispielen (1), (3) und (4).

Zusammenfassung der Kapitel

1) Einleitung: Diese Einleitung skizziert die historische Entwicklung des Französischen in Québec nach der Entdeckung durch Jacques Cartier und legt das Ziel fest, die phonetischen Archaismen des français québécois zu untersuchen.

2) Forschungsstand: Das Kapitel bietet einen Überblick über die bereits existierende Forschung zum kanadischen Französisch, von frühen lexikalischen Sammlungen bis hin zu phontetischen Studien von Gendron und Juneau.

3) Methode: Hier wird das Vorgehen beschrieben, bei dem anhand von Interviews des Projekts Montréal die phonetischen Besonderheiten transkribiert und mit dem Standardfranzösischen verglichen werden.

4) Das français québécois: Dieses Kapitel analysiert detailliert vier markante phonetische Merkmale: die Assibilierung von t und d, den Diphthong <oi>, die Nasalvokale und den Vokal a.

5) Die Frage nach dem Ursprung: In diesem Teil wird untersucht, ob die in Kapitel 4 analysierten Merkmale auf einen archaischen Ursprung aus dem 17. und 18. Jahrhundert zurückzuführen sind.

6) Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die untersuchten phonetischen Merkmale als archaische Züge oder archaisierende Tendenzen bestätigt werden können, die die kulturelle Identität der Sprecher stützen.

Schlüsselwörter

Französisch in Québec, français québécois, Phonetik, Archaismen, Assibilierung, Diphthong, Nasalvokale, Vokal a, Sprachgeschichte, Standardfranzösisch, Regionalsprache, Linguistik, Artikulation, Palatalisierung, Sprachwandel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Phonetik des in Québec gesprochenen Französisch und dessen Abgrenzung zum Standardfranzösischen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die phonetische Analyse spezifischer Merkmale wie die Assibilierung von t und d, die Aussprache von Nasalvokalen sowie die Realisierung des Diphthongs <oi> und des Vokals a.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es soll untersucht werden, ob die spezifischen phonetischen Merkmale des français québécois als archaisch bezeichnet werden können, da sie sich seit der historischen Anbindung an Frankreich kaum verändert haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Transkription von Gesprächsmaterial aus dem "Projet Montréal" und vergleicht diese mit standardfranzösischen Normen sowie der Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte phonetische Beschreibung der vier gewählten Merkmale und deren anschließende historische Herleitung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind français québécois, Phonetik, Archaismen, Assibilierung und Sprachgeschichte.

Welche Rolle spielt die soziale Herkunft der Siedler für die Phonetik?

Die Arbeit zeigt auf, dass die Herkunft aus bestimmten Regionen Nordwestfrankreichs und die sprachlichen Bedingungen des 17. Jahrhunderts die Entwicklung des français québécois maßgeblich beeinflusst haben.

Warum wird die Assibilierung von t und d als Phänomen untersucht?

Sie gilt als charakteristisch für das québécois und als Indikator für konservative oder dialektale Tendenzen, deren Ursprung und Verbreitung historisch relevant sind.

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Details

Titel
Kann die Phonetik des francais québécois als archaisch bezeichnet werden?
Hochschule
Georg-August-Universität Göttingen
Veranstaltung
Französisch in Québec
Note
1,3
Autor
Janike Kyritz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
22
Katalognummer
V262413
ISBN (eBook)
9783656511243
ISBN (Buch)
9783656512837
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Quebec Varietäten Französisch in Quebec Französisch des 17. Jahrhunderts quebecois Phonetik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Janike Kyritz (Autor:in), 2012, Kann die Phonetik des francais québécois als archaisch bezeichnet werden?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/262413
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  22  Seiten
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